Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 24 Folgen · ab MĂ€rz 1986âŸ
S2Staffel 2· 24 Folgen · ab Sep. 1987âŸ
S3Staffel 3· 20 Folgen · ab Nov. 1988âŸ
S4Staffel 4· 24 Folgen · ab Sep. 1989âŸ
S5Staffel 5· 22 Folgen · ab Sep. 1990âŸ
S6Staffel 6· 22 Folgen · ab Okt. 1991âŸ
S7Staffel 7· 18 Folgen · ab Nov. 1992âŸ
S8Staffel 8· 22 Folgen · ab Sep. 1993âŸ
Der Seriencheck
von TribunQuick Answer: Ist Matlock sehenswert?
Kurze Antwort: JA – Matlock ist zeitlose Justizunterhaltung mit perfekter Mischung aus Krimi, Humor und sĂŒdstaatlichem Charme. Andy Griffiths brillante Darstellung des schrulligen, aber genialen Anwalts macht jede der 193 Episoden zum VergnĂŒgen.
FĂŒr wen geeignet: Krimi-Liebhaber, Fans klassischer US-Serien, Binge-Watcher die entspannte Unterhaltung suchen, Andy Griffith-Fans.
Nicht geeignet fĂŒr: Action-Junkies, Fans moderner Serien-Ăsthetik, Zuschauer die komplexe HandlungsstrĂ€nge erwarten.
Binge-Faktor: Hoch – Die abgeschlossenen Episoden laden zum Marathon ein, besonders an entspannten Wochenenden.
Mein Urteil: Eine der besten Anwaltsserien aller Zeiten. Griffiths charismatische Performance und die cleveren Gerichtsszenen funktionieren auch 30 Jahre spÀter perfekt.
Worum geht es in Matlock?
Matlock folgt dem brillanten Strafverteidiger Benjamin „Ben“ Matlock aus Atlanta, Georgia, der mit unkonventionellen Methoden und 100.000 Dollar Honorar die schwierigsten MordfĂ€lle löst. Trotz seiner unscheinbaren Erscheinung im stets gleichen hellgrauen Anzug ist Matlock ein juristisches Genie, das ausschlieĂlich FĂ€lle ĂŒbernimmt, bei denen er von der Unschuld seiner Mandanten ĂŒberzeugt ist.
Was mich schon als Jugendlicher faszinierte: Matlock war kein typischer Fernseh-Anwalt. WĂ€hrend andere Serien auf Action setzten, konzentrierte sich diese Serie auf Köpfchen und Psychologie. Jede Episode folgte einem bewĂ€hrten Schema: Ein Mord geschieht, ein Unschuldiger wird verhaftet, und Ben Matlock ĂŒbernimmt den Fall. Mit akribischer Detailarbeit, seiner berĂŒhmten BauernschlĂ€ue und einer gehörigen Portion sĂŒdstaatlichem Charme deckt er die Wahrheit auf.
Die Höhepunkte jeder Folge waren definitiv die dramatischen Gerichtsszenen. Hier zeigte Andy Griffith seine ganze Klasse: Mit geschickt gestellten Fragen brachte Matlock den wahren TĂ€ter dazu, sich vor Gericht selbst zu entlarven. Diese Szenen waren pure Spannung – auch wenn man als erfahrener Zuschauer oft schon ahnte, wer der Schuldige war.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir Matlocks Eigenart, trotz seines Reichtums an seinen bescheidenen Gewohnheiten festzuhalten. Seine Vorliebe fĂŒr Hot Dogs – er war regelmĂ€Ăig mit einem in der Hand zu sehen – und seine sparsame Art machten ihn zu einer liebenswert eigenwilligen Figur. In spĂ€teren Crossover-Episoden erfuhr man sogar die Hintergrundgeschichte: Nach einer desaströsen Investition in 8-Track-Kassetten war Matlock so pleite, dass er sich nur billige graue AnzĂŒge leisten konnte. Diese Gewohnheiten behielt er auch nach seinem spĂ€teren Erfolg bei.
Wie viele Staffeln hat Matlock?
Matlock lief insgesamt neun Staffeln von 1986 bis 1995 mit 193 Episoden plus einem Pilotfilm. Die Serie startete auf NBC und wechselte nach der sechsten Staffel zu ABC, wo sie bis zum Finale im Mai 1995 ausgestrahlt wurde.
Ich habe die Serie damals nicht komplett am StĂŒck verfolgt, sondern hauptsĂ€chlich ĂŒber Wiederholungen kennengelernt. Was mir dabei auffiel: Die ersten Staffeln hatten noch einen anderen Ton als die spĂ€teren. Linda Purl als Matlocks Tochter Charlene war nur in der ersten Staffel dabei, was schade war – die Chemie zwischen ihr und Andy Griffith stimmte einfach.
Der Senderwechsel zu ABC brachte interessante VerĂ€nderungen mit sich: Die Produktion wurde von Los Angeles nach North Carolina verlegt, nĂ€her an Andy Griffiths Heimat. Das war praktisch fĂŒr den damals bereits 66-jĂ€hrigen Hauptdarsteller, der mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollte. Gleichzeitig Ă€nderte sich auch die Besetzung – neue Gesichter wie Daniel Roebuck als Cliff Lewis kamen dazu.
Jede Episode hatte eine Laufzeit von etwa 45 Minuten, was heute fast schon luxuriös erscheint. Damals gab es noch Zeit fĂŒr charakteraufbauende Szenen und ausfĂŒhrliche Gerichtsverhandlungen. Besonders die Zweiteiler waren echte Ereignisse – da konnte man sich richtig in die komplexeren FĂ€lle vertiefen.
Wer hat Matlock erschaffen?
Matlock wurde von Dean Hargrove entwickelt, dem Mastermind hinter zahlreichen erfolgreichen Justizserien. Hargrove war bereits fĂŒr „Perry Mason“ verantwortlich und schuf mit Matlock einen wĂŒrdigen Nachfolger im Genre der Anwaltsserien.
Was ich besonders interessant finde: Hargrove entwickelte bewusst ein Format, das Perry Mason Ă€hnelte, aber einen entscheidenden Unterschied hatte. WĂ€hrend Perry Mason seine Klienten meist schon vor dem eigentlichen Prozess entlastete, erreichte Matlock seine FreisprĂŒche typischerweise durch dramatische GestĂ€ndnisse wĂ€hrend der Gerichtsverhandlung. Das machte die Courtroom-Szenen noch spannender.
Fred Silverman war als Produzent maĂgeblich am Erfolg beteiligt. Er erkannte das Potenzial von Andy Griffith in dieser Rolle und setzte auf die bewĂ€hrte Kombination aus Krimi und Charakterstudie. Die Musik stammte von Dick DeBenedictis und Bruce Babcock, deren Titelmelodie heute noch jeden Fan sofort an die Serie erinnert.
Interessant ist auch, dass Hargrove ursprĂŒnglich eine komplexere Figur wollte. Andy Griffith schlug vor, Matlock „dunkle Seiten“ zu geben – etwa ein Alkoholproblem oder WutausbrĂŒche. Hargrove lehnte ab, weil er die Zielgruppe kannte und Matlock als moralisch integre Figur etablieren wollte. Eine kluge Entscheidung, wie sich zeigte.
Besetzung & Schauspiel in Matlock
Andy Griffith als Ben Matlock war die unbestrittene Seele der Serie – charismatisch, glaubwĂŒrdig und mit perfektem Timing fĂŒr sowohl Drama als auch Komödie. Seine Darstellung des schrulligen, aber brillanten Anwalts ist legendĂ€r und macht auch heute noch jede Episode sehenswert.
Was Griffith besonders auszeichnete: Er brachte eine natĂŒrliche AutoritĂ€t mit, ohne jemals ĂŒberheblich zu wirken. Matlock war ein Harvard-ausgebildeter Top-Jurist mit sĂŒdstaatlichem Dialekt – eine Kombination, die in falschen HĂ€nden lĂ€cherlich gewirkt hĂ€tte. Griffith machte daraus einen glaubwĂŒrdigen Charakter mit Ecken und Kanten.
Beeindruckend war auch, wie er mit seinen gesundheitlichen Problemen umging. WÀhrend der Dreharbeiten litt Griffith am Guillain-Barré-Syndrom, einer Nervenkrankheit, die ihn zeitweise lÀhmte. In vielen Szenen musste er Knieorthesen tragen, was die langen Monologe vor Gericht zu einer besonderen Herausforderung machte. Man merkte ihm nichts davon an.
Die wechselnde Nebendarsteller-Riege war unterschiedlich stark. Linda Purl als Charlene Matlock in Staffel 1 hatte groĂes Potenzial, verschwand aber leider zu frĂŒh. Nancy Stafford als Michelle Thomas brachte in den Staffeln 2-6 eine schöne Dynamik ins Team. Clarence Gilyard Jr. als Conrad McMasters war ein GlĂŒcksgriff – seine Chemie mit Griffith stimmte perfekt.
Ein besonderes VergnĂŒgen waren die Gastauftritte von Don Knotts als Les Calhoun. Die beiden kannten sich noch aus „The Andy Griffith Show“, und man spĂŒrte ihre jahrzehntelange Freundschaft in jeder Szene. Diese Reunion-Momente waren fĂŒr Fans wie mich pure Nostalgie.
Was sind die StÀrken von Matlock?
Matlocks gröĂte StĂ€rke liegt in der perfekten Balance zwischen Krimi-Spannung und warmherziger Charakterzeichnung. Die Serie schafft es, komplexe MordfĂ€lle zu prĂ€sentieren, ohne dabei die menschliche Komponente zu vernachlĂ€ssigen.
Andy Griffiths Performance ist zeitlos. Er verleiht Ben Matlock eine GlaubwĂŒrdigkeit, die heute selten ist. Matlock ist kein Superheld, sondern ein cleverer, aber auch eigenwilliger Mann mit Macken und Vorlieben. Seine Hot Dog-Obsession, die Sparsamkeit trotz Reichtum, der sĂŒdstaatliche Charme – all das macht ihn sympathisch und nahbar.
Die Gerichtsszenen sind meisterhaft inszeniert. Hier zeigt sich Hargroves Erfahrung aus „Perry Mason“. Die Verhöre sind psychologisch raffiniert aufgebaut, die Wendungen ĂŒberraschend aber logisch nachvollziehbar. Wenn Matlock den wahren TĂ€ter entlarvt, fĂŒhlt es sich nie konstruiert an, sondern wie das logische Ergebnis seiner Ermittlungsarbeit.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Serie altert kaum. Die Themen sind zeitlos, die Charaktere authentisch. WÀhrend moderne Krimiserien oft auf Schock und Action setzen, konzentriert sich Matlock auf Köpfchen und Psychologie. Das funktioniert auch heute noch hervorragend.
Die Episoden sind in sich abgeschlossen, was perfekt fĂŒr entspannte Fernsehabende ist. Man kann jederzeit einsteigen, ohne komplexe HandlungsstrĂ€nge verfolgen zu mĂŒssen. Gleichzeitig entwickeln sich die Charaktere ĂŒber die Staffeln hinweg organisch weiter.
Was sind die SchwÀchen von Matlock?
Matlocks gröĂte SchwĂ€che ist die zunehmende Vorhersagbarkeit der HandlungsablĂ€ufe. Nach einigen Staffeln kannte man das Schema: Der offensichtliche VerdĂ€chtige war nie der TĂ€ter, und der wahre Mörder gestand immer spektakulĂ€r vor Gericht.
Die hĂ€ufigen Besetzungswechsel störten den Serienfluss. Besonders schade war Linda Purls frĂŒher Ausstieg nach nur einer Staffel. Ihre Charlene hatte Potenzial fĂŒr eine lĂ€ngere Charakterentwicklung. Stattdessen musste sich die Serie immer wieder neue Assistenten und Partner fĂŒr Matlock suchen.
Aus heutiger Sicht wirken manche Aspekte der Serie antiquiert. Die Technik der 80er und 90er Jahre, die gesellschaftlichen Normen jener Zeit – das kann jĂŒngere Zuschauer abschrecken. Die Serie ist definitiv ein Produkt ihrer Zeit, was nicht immer vorteilhaft ist.
Manchmal war Matlock auch zu perfekt. Er irrte sich praktisch nie, seine Mandanten waren immer unschuldig, seine Methoden fĂŒhrten stets zum Erfolg. Diese Unfehlbarkeit macht die Figur weniger menschlich, als sie hĂ€tte sein können.
Die spÀteren Staffeln wiederholten sich teilweise. Neue Darstellerkombinationen brachten nicht immer frischen Wind, sondern wirkten manchmal wie Variationen bereits bekannter Dynamiken. Die Serie hÀtte vielleicht nach sieben oder acht Staffeln enden sollen.
FĂŒr wen ist Matlock geeignet?
Matlock ist perfekt fĂŒr Zuschauer, die entspannte Krimi-Unterhaltung ohne Gewalt und Schock suchen. Die Serie spricht besonders Fans klassischer amerikanischer Fernsehunterhaltung an, die Wert auf Charaktertiefe und clevere Dialoge legen.
Wer Andy Griffith aus „The Andy Griffith Show“ kennt und liebt, wird auch Matlock schĂ€tzen. Griffith bringt hier dieselbe warmherzige Ausstrahlung mit, gepaart mit der AutoritĂ€t eines erfahrenen Anwalts. Es ist faszinierend zu sehen, wie er seine Mayberry-Persona in einen juristischen Kontext ĂŒbertrug.
Binge-Watcher kommen voll auf ihre Kosten. Die abgeschlossenen Episoden eignen sich perfekt fĂŒr entspannte Marathon-Sessions. Ich erinnere mich an Sonntagnachmittage, an denen ich problemlos vier oder fĂŒnf Folgen hintereinander schauen konnte, ohne dass es langweilig wurde.
Fans von Justizserien wie „Perry Mason“ oder „Law & Order“ werden die cleveren Gerichtsszenen zu schĂ€tzen wissen. Matlock zeigt, dass man spannende Rechtsprechung auch ohne Action und Schockmomente inszenieren kann.
FĂŒr Familien ist die Serie ebenfalls geeignet. Die FSK-12-Einstufung ist gerechtfertigt – es gibt keine explizite Gewalt oder verstörende Inhalte. Matlock kann man durchaus mit den GroĂeltern schauen, was heute selten geworden ist.
Wer spielt in Matlock mit?
Andy Griffith als Ben Matlock (alle Staffeln)
Linda Purl als Charlene Matlock (Staffel 1)
Kene Holliday als Tyler Hudson (Staffel 1-3)
Nancy Stafford als Michelle Thomas (Staffel 2-6)
Julie Sommars als Julie March (Staffel 3-6)
Clarence Gilyard Jr. als Conrad McMasters (Staffel 4-7)
Brynn Thayer als Leanne MacIntyre (Staffel 7-8)
Daniel Roebuck als Cliff Lewis (Staffel 7-9)
Carol Huston als Jerri Stone (Staffel 9)
Don Knotts als Les „Ace“ Calhoun (wiederkehrende Rolle)
Fazit: Lohnt sich Matlock?
Absolut! Matlock gehört zu den besten Anwaltsserien aller Zeiten und hat auch 30 Jahre nach dem Serienfinale nichts von seinem Charme verloren. Andy Griffiths brillante Performance als Ben Matlock ist zeitlos, die cleveren Gerichtsszenen sind meisterhaft inszeniert, und die Serie bietet genau die Art entspannter Krimi-Unterhaltung, die heute selten geworden ist.
Die 193 Episoden sind perfekt fĂŒr Marathon-Sessions geeignet, und die abgeschlossenen Handlungen erlauben es, jederzeit einzusteigen. Wer klassische amerikanische Fernsehunterhaltung schĂ€tzt und Andy Griffith in einer seiner besten Rollen erleben möchte, kommt an Matlock nicht vorbei. 8.5/10 Punkte.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun â eine Person, ein begrĂŒndetes Urteil.
Zeitlose Justizunterhaltung mit perfekter Mischung aus Krimi, Humor und sĂŒdstaatlichem Charme - Andy Griffith in Bestform!â aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Matlock
Wie viele Staffeln hat Matlock?
Matlock umfasst 9 Staffeln mit insgesamt 194 Episoden. Produktionsstatus: Ended.
Lohnt sich Matlock?
Unsere Redaktion vergibt Matlock einen Watcher-Score von 8,5 von 10. Matlock ist eine dieser seltenen Serien, die niemals wirklich altert. Andy Griffiths charismatische Darstellung des schrulligen, aber brillanten Anwalts funktioniert auch heute noch perfekt. Die cleveren Gerichtsszenen, der warmherzige Humor und die abgeschlossenen Episoden machen die Serie ideal fĂŒr entspannte Fernsehabende. Ja, manchmal sind die Auflösungen vorhersehbar, aber die Art wie Matlock den TĂ€ter zur Strecke bringt ist jedes Mal ein Genuss. Eine Zeitreise ins goldene Zeitalter amerikanischer Fernsehunterhaltung.
FĂŒr wen ist Matlock geeignet?
Matlock ist vor allem etwas fĂŒr Drama und Krimi-Fans und alle, die herausragende Serien suchen.
Besetzung
FAQ zu Matlock
Wie viele Staffeln hat Matlock?
Gibt es eine neue Matlock-Serie?
Warum trÀgt Ben Matlock immer denselben grauen Anzug?
Wo kann ich Matlock streamen?
Wie lange dauert eine Matlock-Episode?
Gab es Crossover mit anderen Serien?
Ist Matlock abgeschlossen oder wurde die Serie abgesetzt?
Der Saal
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