Poster zur Serie How I Met Your Mother: Die cleverste Sitcom mit dem schlimmsten Finale

How I Met Your Mother: Die cleverste Sitcom mit dem schlimmsten Finale (2005)

Serie · Komödie · 2005 · 9 Staffeln

Von , aktualisiert am 8. März 202612 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

How I Met Your Mother lief neun Jahre auf CBS, hat 208 Episoden, und ich gebe der Serie 8.4 von 10 Punkten – was sich anfühlt wie eine Liebeserklärung mit einem Sternchen.

Weil diese Serie strukturell zwei verschiedene Shows ist. Die eine ist brillant. Die andere ist das Finale. Und dazwischen liegen 207 Episoden, die zu den cleversten gehören, die das amerikanische Sitcom-Fernsehen je hervorgebracht hat. Aber Butter bei die Fische: Darüber müssen wir reden.

Kurz gesagt

How I Met Your Mother ist eine Serie, die bewiesen hat, dass Sitcoms narrativ komplex sein können, ohne ihr Publikum zu verlieren. Neil Patrick Harris liefert als Barney Stinson die Performance seines Lebens, das Autorenduo Bays und Thomas baut Running Gags über Staffeln hinweg auf, und die nicht-lineare Erzählstruktur war 2005 revolutionär. Dass das Finale neun Jahre Aufbau in 40 Minuten demoliert, ist ein handwerklicher Fehler, der die Serie nicht zerstört – aber eine 9 verhindert. Das alternative DVD-Ende existiert. Nutzt es.

Quellen & Einordnung

Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.

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1

Neun Staffeln Anlauf für einen Witz, den keiner lustig fand

Ich fange hinten an. Normalerweise mache ich das nicht. Normalerweise arbeite ich mich chronologisch durch eine Serie, analysiere Struktur, Figurenentwicklung, die handwerkliche Qualität der einzelnen Staffeln. Aber bei How I Met Your Mother ist das Finale der Elefant im Raum, und wenn ich den ignoriere, nehmt ihr mir den Rest nicht ab.

31. März 2014. „Last Forever“. Ted erzählt seinen Kindern neun Jahre lang, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Und dann stirbt die Mutter. Und Ted geht zurück zu Robin. Anke saß neben mir auf dem Sofa und sagte: „Das ist jetzt nicht deren Ernst.“ Doch. War deren Ernst. Carter Bays und Craig Thomas hatten das Ende bereits 2006 gedreht (mit den Kinderdarstellern, damit die nicht altern) und sich dann geweigert, es zu ändern, obwohl die Serie in eine komplett andere Richtung gewachsen war.

Das ist, als würdest du ein Haus bauen, neun Jahre lang anbauen, umbauen, den Grundriss fünfmal ändern, und dann das Dach aufsetzen, das du am ersten Tag zugeschnitten hast. Es passt nicht. Es kann nicht passen. Und es ist handwerklich gesehen der größte Fehler, den eine ansonsten hervorragend konstruierte Serie begehen konnte.

2

Aber.

Aber die 207 Episoden davor. Mein Gott.

How I Met Your Mother hat 2005 etwas gemacht, das vorher keine Sitcom versucht hat: nicht-lineares Erzählen als Grundprinzip. Nicht als Gimmick. Nicht als einzelne Spezialfolge. Sondern als DNA der gesamten Serie. Future Ted erzählt seinen Kindern die Geschichte, und weil Erinnerungen nicht chronologisch funktionieren, springt die Erzählung. Vorwärts, rückwärts, in Paralleluniversen, in hypothetische Szenarien. Flash-forwards, die erst drei Staffeln später Sinn ergeben. Running Gags, die über 150 Episoden aufgebaut werden.

Das ist im Grunde filmisches Erzählen im Sitcom-Format. Und ich meine damit nicht den inflationären Vergleich mit Kino, den jeder Kritiker raushaut wenn eine Serie mal eine Kranfahrt hat. Ich meine die narrative Architektur. How I Met Your Mother ist strukturell näher an Memento als an Friends.

3

Neil Patrick Harris und die Erfindung des Barney Stinson

Ich muss hier ehrlich sein: Ohne Neil Patrick Harris wäre diese Serie nach Staffel 2 abgesetzt worden.

Harris nimmt eine Figur, die auf dem Papier unerträglich ist (ein narzisstischer Aufreißer mit Anzugfetisch und erfundenem Playbook) und macht daraus die unterhaltsamste Sitcom-Figur seit Kramer in Seinfeld. Wie? Indem er Barney gleichzeitig als Cartoon und als gebrochenen Menschen spielt. Die Catchphrases – „Legendary“, „Suit up!“, „Have you met Ted?“ – funktionieren als Comedy. Aber darunter liegt ein Typ, der von seinem Vater verlassen wurde und dessen gesamte Persönlichkeit ein Abwehrmechanismus ist.

Harris bekam 2009 den Emmy. Verdient. Und es ist bezeichnend, dass er der einzige aus dem Cast ist, der einen gewonnen hat. Weil er etwas macht, das handwerklich extrem schwierig ist: Er spielt gleichzeitig die lauteste und die leiseste Figur der Serie. Wenn Barney in Staffel 6 seinen Vater trifft (John Lithgow, eine Besetzung, die allein schon einen Absatz wert wäre) ist das eine der besten Szenen die HIMYM je produziert hat. Kein Witz. Nur ein Mann, der versucht zu verstehen, warum er nicht genug war.

4

Ted Mosby ist schwer auszuhalten. Und das ist der Punkt.

Josh Radnor hat die undankbarste Aufgabe im gesamten Ensemble: den romantischen Helden spielen, der eigentlich keiner ist. Ted ist prätentiös, selbstmitleidig, hält Monologe über Architektur die niemanden interessieren, und romantisiert jede Beziehung bis zur Unkenntlichkeit. Er ist der Typ in der Bar, der dir ungefragt erklärt warum das Empire State Building Art Deco ist.

Und genau das ist das Brillante. Weil Ted nicht der Held seiner eigenen Geschichte ist – er ist der unzuverlässige Erzähler. Die gesamte Serie wird aus seiner Perspektive erzählt, Jahre nach den Ereignissen, und er verklärt alles. Die Frauen sind perfekter als sie waren. Die Abenteuer sind epischer als sie waren. Die Freundschaften sind tiefer als sie waren. Future Ted, gesprochen von Bob Saget, färbt jede Erinnerung ein. Das ist narrativ so sauber gelöst, dass ich es beim ersten Schauen komplett übersehen habe.

Radnor macht das gut. Nicht spektakulär, nicht preiswürdig, aber solide. Er ist der gerade Strich, an dem sich die anderen Figuren entlangbewegen können. Kubrick (mein Kater, nicht der Regisseur) reagiert auf Ted ungefähr so wie die meisten Zuschauer: mit wohlwollendem Desinteresse, das gelegentlich in echte Zuneigung umschlägt.

5

Marshall und Lily, oder: Warum Sitcom-Ehen sonst nie funktionieren

Jason Segel und Alyson Hannigan. Das beste Ehepaar der Sitcom-Geschichte. Keine Debatte.

Was Segel und Hannigan hier machen, sieht einfach aus. Ist es nicht. Sie spielen eine Beziehung, die funktioniert – in einem Genre, das davon lebt, dass Beziehungen nicht funktionieren. Sitcoms brauchen Konflikt. Und Marshall und Lily haben Konflikte – die Trennung in Staffel 1, die Kinderfrage, Marshalls Karrierewechsel, Lilys Kreditkartenschulden. Aber sie lösen sie. Zusammen. Ohne dass es langweilig wird.

Segel bringt eine physische Comedy mit, die an die großen Slapstick-Tradition erinnert. Der Slap Bet (fünf Ohrfeigen, verteilt über die gesamte Serie) ist ein Running Gag der so simpel ist, dass er genial sein muss. Hannigan gibt Lily eine Schärfe, die unter der niedlichen Oberfläche liegt. Lily manipuliert. Lily lügt. Lily hat Teds Beziehungen sabotiert. Und die Serie hat den Mut, das nicht als süße Macke abzutun, sondern als echten Charakterfehler zu behandeln.

6

Cobie Smulders verdient bessere Drehbücher. Ab Staffel 6.

Robin Scherbatsky ist in den ersten fünf Staffeln eine der besten weiblichen Sitcom-Figuren der 2000er. Karrierefrau, Waffenliebhaberin, Kanadierin mit einer Vergangenheit als Teenie-Popstar (Robin Sparkles, „Let’s Go to the Mall“) Smulders spielt das mit einem trockenen Humor, der mich an meine Hamburger Verwandtschaft erinnert. Nüchtern, direkt, kein Tüdelüt.

Und dann passiert ab Staffel 6 das, was bei zu vielen Serien passiert: Die Autoren wissen nicht mehr, was sie mit ihr anfangen sollen. Robin wird zur Trophäe im Hin-und-Her zwischen Ted und Barney. Ihre Karriere wird zum Hintergrundgeräusch. Ihre Unfruchtbarkeit (in „Symphony of Illumination“ (S7E12) behandelt, eine der besten Einzelepisoden der gesamten Serie) wird danach kaum noch thematisiert. Smulders rettet, was zu retten ist. Aber das Drehbuch lässt sie im Stich.

7

Die Mutter, die nur 31 Minuten Screentime bekommt

Cristin Milioti. 31 Minuten. In neun Staffeln.

Und trotzdem funktioniert Tracy McConnell als Figur, weil Milioti in diesen 31 Minuten mehr Charakter etabliert als manche Hauptdarsteller in kompletten Staffeln. Ihr erster richtiger Auftritt am Ende von Staffel 8, mit dem gelben Regenschirm am Bahnhof Farhampton, ist einer der wenigen perfekten Momente im Fernsehen. Die Musik stimmt. Das Timing stimmt. Die Vorfreude nach acht Jahren Aufbau stimmt.

Dass die Autoren sie dann im Finale in drei Minuten sterben lassen, um Ted zurück zu Robin zu bringen, ist der Grund warum ich dieses Ende nicht verzeihe. Nicht weil es traurig ist. Traurig kann großartig sein. Sondern weil es die eigene Erzählung verrät. Neun Jahre hat diese Serie gesagt: Es geht um die Mutter. Und dann sagt sie: Nä, ging doch immer um Robin. Das ist kein Plot-Twist. Das ist ein Vertrauensbruch.

8

Handwerklich gesehen: Was diese Serie dem Fernsehen beigebracht hat

Ich komme jetzt zum Strukturellen, weil es wichtig ist. How I Met Your Mother hat Erzähltechniken populär gemacht, die heute Standard sind. Der nicht-lineare Aufbau, den ich oben erwähnt habe. Aber auch: visuelle Comedy im Sitcom-Format. Schnelle Schnitte, Fantasiesequenzen, Split-Screens, Interventionen in der vierten Wand. Die Serie sieht aus wie eine traditionelle Multi-Camera-Sitcom, ist aber eigentlich Single-Camera-Fernsehen mit Multi-Camera-Publikumslacher.

Pamela Fryman hat 196 der 208 Episoden inszeniert. Hundertsechsundneunzig. Das ist ein Rekord, den niemand brechen wird, weil niemand mehr so arbeitet. Fryman hat einen visuellen Stil etabliert, der zwischen Realismus und Cartoon wechselt, ohne dass du das Umschalten merkst. Wenn Ted sich vorstellt, wie sein Leben in verschiedenen Szenarien verläuft, die berühmten „What if“-Episoden, dann ist das inszeniert wie ein Kurzfilm. Sauber, präzise, mit eigenem Farbkonzept.

Die Musik verdient eine Erwähnung. John Swihart hat den Score komponiert, und sein Hauptthema (diese Trompetenfanfare, die jeder kennt) ist ikonisch. Aber was Swihart wirklich kann, zeigt sich in den leisen Momenten. „The Funeral“ aus Staffel 6. Marshalls Vater stirbt. Und die Musik trägt die Szene, ohne sie zu erdrücken. Das ist die Art von handwerklicher Qualität, die bei Sitcoms selten gewürdigt wird.

9

Die Staffel-Frage, ehrlich beantwortet

Staffeln 1-4: hervorragend. Die Serie findet sofort ihre Stimme und wird mit jeder Staffel besser. Staffel 2 mit „Slap Bet“ und „How Lily Stole Christmas“ ist Comedy auf höchstem Niveau. Die Struktur sitzt, die Gags sitzen, die emotionalen Beats sitzen.

Staffel 5: sehr gut, aber erste Ermüdungserscheinungen bei der Ted-Robin-Dynamik.

Staffeln 6-7: solide, mit einzelnen Ausreißern nach oben (Marshalls Vater, Robins Unfruchtbarkeit) und nach unten (Zoey, die als Antagonistin nie richtig funktioniert).

Staffel 8: Wieder besser. Miliotis Auftritt gibt der Serie neues Leben. Die letzte Seite, im wahrsten Sinne, lässt dich wieder daran glauben, dass diese Geschichte ein würdiges Ende verdient.

Staffel 9: Ein strukturelles Experiment, das scheitert. Eine komplette Staffel, die an einem einzigen Wochenende spielt, Barneys und Robins Hochzeit, und dann in den letzten 40 Minuten alles wieder einreißt. Wenn ich als Chefredakteur einen Autoren hätte, der neun Jahre Aufbau in zwei Akten demoliert, würden wir ein ernstes Gespräch führen.

Die gute Nachricht: Es gibt ein alternatives Ende. Auf der DVD-Box. Ohne Tracys Tod, ohne Robin-Rückkehr. Das ist das Ende, das diese Serie verdient. Ich betrachte es als kanonisch, und wenn Bays und Thomas anderer Meinung sind – et kütt wie et kütt.

10

Was bleibt, wenn man das Ende vergisst

Bleiben wir bei den Zahlen. Rotten Tomatoes gibt der Serie 84 Prozent Kritiker-Score und 85 Prozent Audience Score. IMDb steht bei 8.3. Das sind gute Zahlen. Nicht brillante Zahlen – Breaking Bad liegt bei 9.5, Game of Thrones bei 9.2 – aber für eine Sitcom, die neun Jahre lief, ist das bemerkenswert konstant.

Was bleibt, ist eine Serie, die bewiesen hat, dass Sitcoms intelligent sein können, ohne elitär zu werden. Dass Comedy und echte Emotionen sich nicht ausschließen. Dass ein Erzähler unzuverlässig sein darf, solange die Geschichte unter der Verzerrung stimmt. How I Met Your Mother hat einer ganzen Generation beigebracht, dass es okay ist, romantisch zu sein – solange man sich selbst dabei nicht zu ernst nimmt.

Und Barney Stinson hat mir beigebracht, dass „Legendary“ nur funktioniert, wenn man die Pause dazwischen lässt. Wait for it. Das ist im Grunde auch eine Regieanweisung. Timing ist alles. In der Comedy. Im Leben. Und leider auch beim Schreiben von Serienfinales.

8.4 von 10. Weil 207 Episoden brillant sind und eine den Laden fast abreißt. Die Sopranos hatten ein kontroverses Finale und trotzdem stört sich heute niemand mehr daran. Vielleicht wird das bei HIMYM auch so. Vielleicht dauert es nur ein bisschen länger. Moin.

11

Fünf Leute, ein Stammtisch, null Schwachstellen

  • Josh Radnor als Ted Mosby: der unzuverlässigste Erzähler seit Humbert Humbert, nur mit weniger Stil und mehr Architektur-Monologen. Trägt die Serie als Ankerpunkt, auch wenn man ihn manchmal schütteln möchte.
  • Neil Patrick Harris: Barney Stinson. Emmy 2009. Hat eine Figur erschaffen, die in anderen Händen unerträglich wäre, und macht sie zur Seele der Serie.
  • Jason Segel als Marshall Eriksen: physische Comedy meets emotionale Tiefe. Sein Zusammenbruch in „Bad News“ ist die beste Improvisation in der Geschichte der Sitcom.
  • Alyson Hannigan spielt Lily Aldrin mit einer Schärfe, die unter der Kindergärtnerin-Oberfläche lauert. Hannigan kennt man aus Buffy, aber hier ist sie besser.
  • Cobie Smulders als Robin Scherbatsky. Die ersten fünf Staffeln: makellos. Danach hat das Drehbuch sie hängen gelassen, nicht sie das Drehbuch.
  • Cristin Milioti als Tracy McConnell: 31 Minuten Screentime in neun Jahren, und trotzdem unvergesslich. Das sagt alles über ihr Können.

Bewertung

Bisherige Einschätzung

Archivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung

Bewertet von , die Wertung steht oben.

Dafür

  • Neil Patrick Harris als Barney Stinson – Comedy und Drama in einer Figur vereint
  • Nicht-lineare Erzählstruktur die ihrer Zeit voraus war
  • Running Gags und Callbacks über 208 Episoden hinweg – handwerklich makellos

Dagegen

  • Das Finale verrät die eigene Geschichte in 40 Minuten
  • Robin wird ab Staffel 6 vom Drehbuch im Stich gelassen
  • Staffel 9 als Echtzeit-Hochzeitswochenende funktioniert strukturell nicht
207 brillante Episoden und ein Finale, das den Laden fast abreißt. Strukturell die cleverste Sitcom ihrer Generation – mit einem Ende, das ihre eigene Erzählung verrät.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
How I Met Your Mother ist eine Serie, die bewiesen hat, dass Sitcoms narrativ komplex sein können, ohne ihr Publikum zu verlieren. Neil Patrick Harris liefert als Barney Stinson die Performance seines Lebens, das Autorenduo Bays und Thomas baut Running Gags über Staffeln hinweg auf, und die nicht-lineare Erzählstruktur war 2005 revolutionär. Dass das Finale neun Jahre Aufbau in 40 Minuten demoliert, ist ein handwerklicher Fehler, der die Serie nicht zerstört – aber eine 9 verhindert. Das alternative DVD-Ende existiert. Nutzt es.

Wer streamt How I Met Your Mother?

Verfügbarkeit DE

Stand 20.10.2026: How I Met Your Mother läuft im Abo bei Disney+, mit deutscher Synchronfassung.

Stand 20.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr

Staffeln & Folgen

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E24Neue Chancen13.05.13
+ 1 weitere Staffeln

Besetzung

5 Rollen
  • Ted MosbyJosh Radnor
  • Barney StinsonNeil Patrick Harris
  • Marshall EriksenJason Segel
  • Lily AldrinAlyson Hannigan
  • Robin ScherbatskyCobie Smulders

FAQ zu How I Met Your Mother: Die cleverste Sitcom mit dem schlimmsten Finale

Warum ist das Finale von How I Met Your Mother so umstritten?
Weil die Autoren das Ende 2006 vorproduziert haben und sich dann acht Jahre lang geweigert haben, es an die Entwicklung der Serie anzupassen. Die Figuren sind gewachsen, das Ende nicht. Tracy stirbt in drei Minuten, Barney und Robins Ehe wird in einer Szene aufgelöst, und Ted steht wieder mit dem blauen Horn vor Robins Fenster. Strukturell ist das so, als würdest du einen Roman schreiben und das letzte Kapitel aus dem Exposé nehmen. Es gibt ein alternatives Ende auf DVD – nehmt das.
Ist How I Met Your Mother besser als Friends?
Andere Serie. Friends ist Ensemble-Comedy, HIMYM ist narrative Comedy. Friends hat die bessere Chemie zwischen den Darstellern, HIMYM hat die bessere Erzählstruktur. Wenn du mich zwingst: Friends ist das bessere Gesamtpaket, weil es kein Finale hat das dich wütend macht. Aber die besten HIMYM-Episoden sind besser als die besten Friends-Episoden. Kann man sich drüber streiten. Mach ich aber nicht.
Lohnt sich How I Met Your Mother 2026 noch?
Absolut. Die Serie altert besser als erwartet. Die Erzähltechniken waren ihrer Zeit voraus und fühlen sich heute frischer an als bei der Erstausstrahlung. Einige Barney-Witze haben die MeToo-Ära nicht überlebt, das stimmt. Aber die Serie ist klüger als ihr Protagonist – sie weiß, dass Barney kein Vorbild ist. Die emotionalen Episoden – "Bad News", "Symphony of Illumination", "The Time Travelers" – sind zeitlos.
Welche Staffel von HIMYM ist die beste?
Staffel 2. Kein Zögern. "Slap Bet" allein rechtfertigt die Antwort. Aber Staffel 4 kommt knapp dahinter – "The Naked Man", "The Leap", und das gesamte Finale sind so sauber geschrieben wie kaum etwas anderes im Sitcom-Genre.
Wie ist How I Met Your Father im Vergleich?
Nä. Das Spin-off lief zwei Staffeln auf Hulu und wurde 2023 abgesetzt. Hilary Duff gibt sich Mühe, aber dem Spin-off fehlt alles, was das Original ausgemacht hat: die narrative Struktur, die Running Gags über Staffeln hinweg, die emotionale Tiefe unter der Comedy-Oberfläche. Carter Bays und Craig Thomas waren nicht beteiligt, und das merkt man in jeder Minute.
Wer ist der beste Charakter in How I Met Your Mother?
Barney. Nächste Frage. Nein, im Ernst: Marshall. Weil Jason Segel einen Charakter spielt, der durchgehend sympathisch ist ohne langweilig zu werden. Das ist im Sitcom-Genre die schwierigste Übung. Barney ist die unterhaltsamere Figur. Marshall ist die bessere. Kubrick bevorzugt übrigens Marshall – der ist der einzige, bei dem er nicht vom Sofa springt wenn die Lautstärke hochgeht.
Ab welcher Folge wird How I Met Your Mother gut?
Sofort. Der Pilot ist einer der stärksten Sitcom-Piloten der 2000er. Wenn euch Episode 1 nicht abholt, wird die Serie nichts für euch. Es gibt kein "wird ab Staffel 3 besser". Es ist von Anfang an das, was es ist – und das ist eine Menge.

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1 Kommentar

Varagard

Sehe ich auch so. Die Serie bereitet Spaß, die ist unterhaltsam, aber zum Ende hin ist dann doch ziemlich die Luft raus. Ich denke es wäre nicht verkehrt gewesen, wenn die Serie eher ihren Abschluss gefunden hätte.

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