Poster zur Serie How to Get Away with Murder (2014) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

How to Get Away with Murder (2014)

🏅 Pflichtprogramm 📺 Serie 6 Staffeln · 90 Folgen KrimiDrama
⚡ Kurz gesagt

How to Get Away with Murder ist eine Serie mit zwei Gesichtern. Die ersten drei Staffeln sind brillantes Fernsehen mit innovativer Erzählstruktur und phänomenalen Schauspielleistungen, besonders von Viola Davis. Die späteren Staffeln verlieren etwas an Glaubwürdigkeit und Fokus, bleiben aber dank der starken Charaktere sehenswert. Die Serie revolutionierte das Krimi-Genre und setzte neue Standards für Diversität im Fernsehen. Für Fans komplexer Thriller und des Shonda-Rhimes-Universums ist sie ein absolutes Muss. Watcher-Score 8,7/10.

⚖️ Zum Urteil 📺 Wer streamt's?
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Wer streamt How to Get Away with Murder?

Verfügbarkeit DE

Stand 22.07.2026: How to Get Away with Murder läuft im Abo bei Prime Video und Disney+ – mit deutscher Synchronfassung.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 22.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

🗂️

Staffeln & Folgen

aus der WatchGuide-Datenbank
S1Staffel 1· 15 Folgen · ab Sep. 2014
E01Das beste Team25.09.14
E02Mord mal 202.10.14
E03Aufs Kreuz gelegt09.10.14
E04Insiderwissen16.10.14
E05Nackte Tatsachen23.10.14
E06Kampfansage30.10.14
E07Manipulation06.11.14
E08Kein Weg zurück13.11.14
E09Im Umbruch20.11.14
E10Unter Druck29.01.15
E11Nichts bleibt verborgen05.02.15
E12Schuldig12.02.15
E13Strippenzieher19.02.15
E14In flagranti26.02.15
E15Nichts als die Wahrheit26.02.15
S2Staffel 2· 15 Folgen · ab Sep. 2015
E01Dunkle Aussichten24.09.15
E02Unter Beschuss01.10.15
E03Verflechtungen08.10.15
E04Blut an den Händen15.10.15
E05Die Sünden der Väter22.10.15
E06Liebesbeweis29.10.15
E07Verrat05.11.15
E08Der verlorene Sohn12.11.15
E09Wer Wind säht19.11.15
E10Ganz unten11.02.16
E11Absolution18.02.16
E12Cleveland25.02.16
E13So viel Blut03.03.16
E14Mein Kind10.03.16
E15Anna Mae17.03.16
S3Staffel 3· 15 Folgen · ab Sep. 2016
E01Wir sind die Guten22.09.16
E02Schlimmer als Mord29.09.16
E03Alles auf Schwarz06.10.16
E04Überraschung13.10.16
E05Frank20.10.16
E06Weniger allein27.10.16
E07Mutterinstinkt03.11.16
E08Zeit zu sterben10.11.16
E09Wer ist tot?17.11.16
E10Schlechte Menschen26.01.17
E11Mitgehangen02.02.17
E12Echte Tränen09.02.17
E13Aus der Asche16.02.17
E14Zur falschen Zeit am falschen Ort23.02.17
E15Wes23.02.17
S4Staffel 4· 15 Folgen · ab Sep. 2017
E01Neue Chance28.09.17
E02Blick nach vorn05.10.17
E03Opferlamm12.10.17
E04Ein guter Deal19.10.17
E05Hass und Liebe26.10.17
E06Kreuzzug02.11.17
E07Auf dem Prüfstand09.11.17
E08Zwischen Leben und Tod16.11.17
E09Er ist tot18.01.18
E10Alles umsonst25.01.18
E11Schwachstelle01.02.18
E12Stella08.02.18
E13Versuchung01.03.18
E14Schweigen ist Gold08.03.18
E15Und wenn sie nicht gestorben sind15.03.18
S5Staffel 5· 15 Folgen · ab Sep. 2018
E01Gabriel Maddox27.09.18
E02Wessen Blut ist das04.10.18
E03Das Baby ist nicht gestorben11.10.18
E04Aber es ist doch ihr Kind18.10.18
E05Es war der schlimmste Tag meines Lebens25.10.18
E06Wiedersehen01.11.18
E07Hereingelegt08.11.18
E08Bis zu dem Tag, an dem ich sterbe15.11.18
E09Er hat dich und mich verraten17.01.19
E10Niemals die Wahrheit24.01.19
E11Sei du der Märtyrer31.01.19
E12Wir wissen alles07.02.19
E13Nicht nur Weihnachten steht vor der Tür14.02.19
E14Mach mich zum Feind21.02.19
E15Bitte sag mir, dass nicht noch jemand tot ist28.02.19
S6Staffel 6· 15 Folgen · ab Sep. 2019
E01Ich vergebe mir26.09.19
E02Vivian bekommt Antworten03.10.19
E03Die Spionin wird entdeckt10.10.19
E04Konfrontation in New York17.10.19
E05Die Rechnung kommt am Schluss24.10.19
E06Zur Hölle mit Dir!31.10.19
E07Das Geständnis07.11.19
E08Genug ist genug14.11.19
E09Der Informant enttarnt sich21.11.19
E10Niemand ist unschuldig02.04.20
E11Die Killerin09.04.20
E12Der Krieg gegen Annalise16.04.20
E13Ein DNA-Test bringt die Wahrheit30.04.20
E14Wer ist der Mörder?07.05.20
E15Das Vermächtnis14.05.20
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Der Seriencheck

von Tribun
Ich werde nie vergessen, wie ich nach der ersten Episode von „How to Get Away with Murder“ völlig perplex vor dem Fernseher saß. Shonda Rhimes und Peter Nowalk hatten gerade meine komplette Vorstellung von Krimi-Serien über den Haufen geworfen. Eine afroamerikanische Anwältin als absolut dominante Hauptfigur, Studenten die Leichen verscharren, und Zeitsprünge die einen schier wahnsinnig machen – das war 2014 revolutionär. Sechs Staffeln lang habe ich mit Annalise Keating gelitten, geliebt und vor allem: miträtseln müssen.

Quick Answer: Ist How to Get Away with Murder sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Eine der besten Krimi-Drama-Serien der 2010er mit Viola Davis in der Performance ihres Lebens und Twists, die einen regelmäßig vom Sofa hauen.

Für wen geeignet: Fans von komplexen Thrillern, Shonda Rhimes-Universum-Liebhaber, Binge-Watcher die gerne miträtseln, Menschen die starke weibliche Protagonisten schätzen.

Nicht geeignet für: Leute die einfache Geschichten bevorzugen, Zuschauer die sich an Gewalt und düsteren Themen stören, alle die keine verschachtelten Zeitebenen mögen.

Binge-Faktor: Extrem hoch – Die Cliffhanger sind so gemein, dass man unmöglich aufhören kann. Ich hab ganze Wochenenden vor Netflix verbracht.

Mein Urteil: Viola Davis allein rechtfertigt jeden Cent der Netflix-Gebühr. Die Serie hat zwar gegen Ende etwas an Dampf verloren, aber die ersten vier Staffeln sind absolut genial. Ein Muss für jeden Krimi-Fan.

Worum geht es in How to Get Away with Murder?

How to Get Away with Murder folgt Annalise Keating, einer brillanten aber selbstzerstörerischen Strafrechts-Professorin, die mit fünf ihrer talentiertesten Studenten eine Anwaltskanzlei betreibt. Was als universitärer Unterricht beginnt, entwickelt sich schnell zu einem tödlichen Spiel aus Mord, Betrug und Vertuschung, das alle Beteiligten tiefer in einen Sumpf aus Lügen und Gewalt zieht.

Die Serie beginnt scheinbar harmlos an der prestigeträchtigen Middleton University in Philadelphia. Annalise Keating, gespielt von der phänomenalen Viola Davis, unterrichtet ihre berüchtigte Klasse „How to Get Away with Murder“ – ein Kurs über Strafrecht, der seinen Namen mehr als verdient. Sie wählt fünf ihrer besten Studenten aus: den rätselhaften Wes Gibbins, den arroganten Connor Walsh, die ehrgeizige Michaela Pratt, den privilegierten Asher Millstone und die geheimnisvolle Laurel Castillo.

Was ich damals nicht ahnte, als ich die Serie zum ersten Mal schaute, war, dass diese scheinbar normale Ausgangssituation nur die Ruhe vor dem perfekten Sturm war. Schon in der ersten Episode wird klar: Hier geht es nicht um theoretische Rechtsfälle, sondern um knallharte Realität. Die Studenten und Annalise werden in einen Mordfall verwickelt, der ihr aller Leben für immer verändern wird.

Die geniale Idee der Serie liegt in ihrer Erzählstruktur. Jede Staffel ist wie ein Puzzle aufgebaut, bei dem die Zuschauer über Flashbacks und Zeitsprünge nach und nach die Wahrheit zusammensetzen müssen. Wer ist das Opfer? Wer der Täter? Und vor allem: Wer wird als nächstes sterben? Diese Fragen haben mich über Jahre hinweg beschäftigt und regelmäßig um den Schlaf gebracht.

Das Besondere an „How to Get Away with Murder“ ist, dass es nicht nur ein Krimi ist, sondern auch eine tiefgreifende Charakterstudie. Jede Figur trägt ihre eigenen Geheimnisse mit sich herum, hat ihre eigenen Motivationen und dunklen Seiten. Annalise selbst ist dabei die komplexeste Figur – eine Frau, die zwischen brillanter Anwältin und selbstzerstörerischer Alkoholikerin schwankt, zwischen Beschützerin und Manipulatorin.

Wie viele Staffeln hat How to Get Away with Murder?

How to Get Away with Murder hat insgesamt sechs Staffeln mit 90 Episoden, die von September 2014 bis Mai 2020 auf ABC ausgestrahlt wurden. Jede Episode dauert etwa 43 Minuten, und die Serie ist vollständig abgeschlossen – es wird keine weiteren Staffeln geben.

Die Staffelaufteilung ist interessant und folgt einem klaren Muster. Jede Staffel konzentriert sich auf einen großen Mordfall, der über die gesamte Saison aufgeklärt wird, während gleichzeitig die übergeordnete Geschichte um Annalise und ihre Studenten weitererzählt wird.

Staffel 1 (15 Episoden) etabliert das Grundgerüst: Der Mord an Lila Stangard und die Verwicklungen um Annalises Ehemann Sam. Diese erste Staffel ist meiner Meinung nach immer noch die stärkste – sie hatte diese perfekte Balance aus Spannung, Charakterentwicklung und schockierenden Wendungen.

Staffel 2 (15 Episoden) führt den Hapstall-Fall ein und vertieft Annalises Hintergrundgeschichte. Hier beginnt die Serie, ihre mythologischen Elemente zu entwickeln und die Vergangenheit der Charaktere stärker zu beleuchten.

Staffel 3 (15 Episoden) bringt uns Wes‘ tragisches Ende – einen Moment, der mich damals wirklich geschockt hat. Alfred Enoch war so ein wichtiger Teil der Serienchemie, dass sein Verlust wirklich spürbar war.

Staffel 4 (15 Episoden) war für mich persönlich die schwächste. Nach Wes‘ Tod fühlte sich die Serie etwas orientierungslos an, auch wenn sie mit der Castillo-Verschwörung interessante neue Wege ging.

Staffel 5 (15 Episoden) brachte frischen Wind mit neuen Studenten und dem Gabriel Maddox-Mysterium. Die Serie fand wieder zu alter Stärke zurück.

Staffel 6 (15 Episoden) bildete den Abschluss und band alle losen Enden zusammen. Das Finale war emotional intensiv und gab Annalises Geschichte einen würdigen Abschluss.

Wer hat How to Get Away with Murder erschaffen?

How to Get Away with Murder wurde von Peter Nowalk erschaffen und von der legendären Shonda Rhimes produziert. Nowalk, der zuvor als Autor für Serien wie „Grey’s Anatomy“ und „Scandal“ gearbeitet hatte, entwickelte das Konzept speziell für das Shonda-Land-Universum bei ABC.

Peter Nowalk ist ein absoluter Meister im Erschaffen komplexer Charaktere und verschachtelter Handlungsstränge. Seine Arbeit bei „Grey’s Anatomy“ hat ihn perfekt darauf vorbereitet, eine Serie zu schaffen, die medizinische Drama-Intensität mit Krimi-Spannung verbindet. Bei „How to Get Away with Murder“ bewies er, dass er nicht nur medizinische Notfälle dramatisch inszenieren kann, sondern auch rechtliche.

Shonda Rhimes‘ Einfluss ist überall in der Serie spürbar. Die schnellen Dialoge, die komplexen weiblichen Charaktere, die Diversität im Cast – das alles trägt ihre Handschrift. Was ich besonders schätze, ist wie sie und Nowalk eine afroamerikanische Protagonistin geschaffen haben, die nicht nur token representation ist, sondern eine vollständig ausgearbeitete, flawed aber sympathische Figur.

Die Produktion lag bei Shondaland und ABC Studios, was der Serie die nötigen Ressourcen gab, um hochwertig produziert zu werden. Die Zusammenarbeit zwischen Nowalk als Showrunner und Rhimes als Executive Producer funktionierte perfekt – sie ergänzten sich in ihren Stärken und schufen zusammen etwas wirklich Besonderes.

Betsy Beers, eine weitere langjährige Shonda-Rhimes-Collaborateurin, war ebenfalls als Executive Producer beteiligt und brachte ihre Erfahrung aus „Grey’s Anatomy“ und „Scandal“ mit ein. Diese bewährte Dreierkombi sorgte dafür, dass die Serie von Anfang an professionell und zielgerichtet produziert wurde.

Besetzung & Schauspiel in How to Get Away with Murder

Viola Davis liefert in „How to Get Away with Murder“ eine der besten Fernsehperformances aller Zeiten ab. Als erste afroamerikanische Frau gewann sie den Emmy für die beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie, und diese Auszeichnung war mehr als verdient. Unterstützt wird sie von einem hervorragenden Ensemble-Cast, der jede einzelne Rolle zum Leben erweckt.

Viola Davis als Annalise Keating ist schlichtweg phenomenal. Sie schafft es, eine Figur zu verkörpern, die gleichzeitig bewundernswert und abstoßend, verletzlich und mächtig, liebevoll und manipulativ ist. Ihre berühmte Perücken-Szene in der ersten Staffel, wo sie sich vor Connor komplett entblößt – sowohl physisch als auch emotional – ist einer der kraftvollsten Momente, die ich je im Fernsehen gesehen habe. Davis bringt eine Rohheit und Authentizität in die Rolle, die man selten sieht.

Alfred Enoch als Wes Gibbins war das Herz der Serie in den ersten drei Staffeln. Seine naive Unschuld bildete den perfekten Kontrast zu Annalises zynischer Weltanschauung. Sein Verlust in Staffel 3 war nicht nur für die Charaktere, sondern auch für uns Zuschauer schmerzhaft spürbar.

Jack Falahee als Connor Walsh brillierte als der arrogante aber letztendlich verletzliche Student. Seine Beziehung zu Oliver (Conrad Ricamora) gehörte zu den authentischsten LGBTQ+-Darstellungen im Fernsehen. Falahee schaffte es, Connor von einem unsympathischen Arschloch zu einem komplexen, liebenswerten Charakter zu entwickeln.

Aja Naomi King als Michaela Pratt verkörperte perfekt die ehrgeizige Jurastudentin, die zwischen ihren moralischen Prinzipien und ihrem Überlebenswillen hin- und hergerissen ist. King brachte sowohl Stärke als auch Verletzlichkeit in die Rolle.

Karla Souza als Laurel Castillo entwickelte sich von einer eher zurückhaltenden Nebenrolle zu einer der zentralen Figuren der späteren Staffeln. Ihre Familiengeschichte mit den mächtigen Castillos brachte internationale Intrigen in die Serie.

Charlie Weber als Frank Delfino war der perfekte moralisch ambivalente Muscle der Serie. Weber schaffte es, Frank sowohl bedrohlich als auch sympathisch zu machen – ein schwieriger Balanceakt.

Die Chemie zwischen den Darstellern ist außergewöhnlich. Man spürt wirklich, dass diese Menschen zusammengehören, auch wenn ihre Beziehungen kompliziert und oft toxisch sind. Das ist auch ein Verdienst der Autoren, die jeder Figur genug Raum geben, sich zu entwickeln.

Stärken der Serie

Die größte Stärke von „How to Get Away with Murder“ liegt in seiner innovativen Erzählstruktur und Viola Davis‘ außergewöhnlicher Performance. Die Serie revolutionierte das Krimi-Genre durch ihre komplexe Zeitebenen-Erzählung und ihre kompromisslose Darstellung einer afroamerikanischen Protagonistin in einer Machtposition.

Die Erzählstruktur ist einfach genial. Jede Staffel beginnt mit einem Ereignis in der Zukunft – meist einem Mord oder einer Katastrophe – und arbeitet sich dann durch Flashbacks und Zeitsprünge zur Auflösung vor. Das klingt vielleicht verwirrend, aber es funktioniert perfekt. Als Zuschauer wird man zum Detektiv und muss die Puzzleteile selbst zusammensetzen. Ich erinnere mich noch, wie ich nach jeder Episode Theorien entwickelt und im Internet diskutiert habe.

Die Charakterentwicklung ist außergewöhnlich. Jede Figur durchläuft über die sechs Staffeln eine glaubwürdige Entwicklung. Connor entwickelt sich vom selbstsüchtigen Arschloch zum loyalen Freund, Michaela von der oberflächlichen Prinzessin zur kämpferischen Anwältin, und Annalise… nun, Annalise bleibt Annalise, aber wir verstehen sie immer besser.

Die Diversität der Serie war 2014 revolutionär und ist auch heute noch beeindruckend. Eine afroamerikanische Hauptfigur, authentische LGBTQ+-Darstellung, Latino-Charaktere die mehr sind als Stereotypen – „How to Get Away with Murder“ setzte Standards, denen andere Serien heute noch folgen.

Die rechtlichen Aspekte der Serie sind überraschend gut recherchiert. Auch wenn die Fälle überdramatisiert sind, basieren die juristischen Verfahren auf echten Gesetzen und Prozeduren. Das verleiht der Serie eine Glaubwürdigkeit, die viele andere Rechts-Dramen vermissen lassen.

Die emotionale Tiefe der Serie ist bemerkenswert. Es geht nicht nur um Morde und Intrigen, sondern auch um Liebe, Familie, Trauma und Heilung. Die Serie scheut sich nicht, schwierige Themen wie häusliche Gewalt, Sucht und Rassismus anzugehen.

Schwächen der Serie

Trotz aller Brillanz hat „How to Get Away with Murder“ auch ihre Schwächen. Die größten Probleme sind die zunehmende Unglaubwürdigkeit der Handlung in späteren Staffeln, einige inkonsistente Charakterentscheidungen und eine gewisse Erschöpfung des zentralen Konzepts gegen Ende der Laufzeit.

Mein größter Kritikpunkt ist, dass die Serie im Laufe der Zeit immer unglaubwürdiger wurde. In den ersten Staffeln konnte man noch glauben, dass eine Gruppe von Jurastudenten und ihre Professorin in solche Situationen geraten könnten. Aber irgendwann wird es absurd – diese Leute sind in mehr Morde verwickelt als manche Serienkiller. Nach der dritten Leiche fragt man sich: Warum rennen sie nicht alle zum FBI?

Die Staffel 4 war besonders schwach nach Wes‘ Tod. Die Serie brauchte Zeit, um ihre neue Richtung zu finden, und einige Entscheidungen fühlten sich wie Verlegenheitslösungen an. Gabriel Maddox als Ersatz für Wes funktionierte nie wirklich, auch wenn Rome Flynn sein Bestes gab.

Manchmal übertreibt die Serie mit ihren Twists. Es fühlt sich an, als ob die Autoren versucht hätten, jede Episode mit einem Schock-Moment zu beenden, auch wenn das der Geschichte nicht immer gutgetan hat. Manche Wendungen wirkten forced und unorganisch.

Die romantischen Subplot waren nicht immer überzeugend. Während Connor und Oliver funktionierte, fühlten sich andere Beziehungen oft wie Zeitfüller an. Annalises On-Off-Beziehung mit Nate wurde besonders in späteren Staffeln ermüdend.

Ein weiteres Problem war die zunehmende Isolation der Hauptcharaktere von der normalen Welt. In den ersten Staffeln hatte man noch das Gefühl, dass diese Menschen ein Leben außerhalb ihrer kriminellen Aktivitäten haben. Später wurde alles nur noch um die nächste Verschwörung und den nächsten Mord konstruiert.

Für wen ist How to Get Away with Murder geeignet?

How to Get Away with Murder ist perfekt für Zuschauer, die komplexe, charaktergetriebene Thriller lieben und keine Angst vor moralisch ambivalenten Protagonisten haben. Die Serie richtet sich an erwachsene Zuschauer, die bereit sind, sich auf eine emotional intensive und manchmal verstörende Reise einzulassen.

Fans des Shonda-Rhimes-Universums werden die Serie lieben. Wenn ihr „Grey’s Anatomy“, „Scandal“ oder „Bridgerton“ mögt, ist „How to Get Away with Murder“ ein Muss. Die typischen Shondaland-Elemente sind alle da: schnelle Dialoge, komplexe Charaktere, emotionale Höhen und Tiefen und jede Menge Drama.

Krimi-Fans, die gerne miträtseln, kommen voll auf ihre Kosten. Die puzzle-artige Struktur jeder Staffel macht die Serie zu einem interaktiven Erlebnis. Ich hab stundenlang im Internet Theorien gelesen und diskutiert – das ist ein großer Teil des Spaßes.

Zuschauer, die starke weibliche Protagonisten schätzen, werden Annalise Keating lieben. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine flawed, komplexe Frau in einer Machtposition – etwas, was im Fernsehen immer noch zu selten ist.

Binge-Watcher aufgepasst: Diese Serie ist wie eine Droge. Die Cliffhanger sind so gemein, dass ihr nicht aufhören könnt. Plant genug Zeit ein, weil ihr definitiv mehrere Episoden hintereinander schauen werdet.

Nicht geeignet ist die Serie für Zuschauer, die sich an Gewalt stören oder einfache, geradlinige Geschichten bevorzugen. Die moralische Ambiguität der Charaktere kann verstörend sein – hier gibt es keine klassischen Helden und Bösewichte.

Auch Menschen, die keine komplexen Erzählstrukturen mögen, sollten die Finger davon lassen. Die Zeitsprünge und multiple Handlungsstränge erfordern eure volle Aufmerksamkeit. Das ist nichts für nebenbei.

Wer spielt in How to Get Away with Murder mit?

Hauptcast:

  • Viola Davis als Annalise Keating
  • Billy Brown als Nate Lahey
  • Alfred Enoch als Wes Gibbins (Staffeln 1-3)
  • Jack Falahee als Connor Walsh
  • Aja Naomi King als Michaela Pratt
  • Matt McGorry als Asher Millstone
  • Karla Souza als Laurel Castillo
  • Charlie Weber als Frank Delfino
  • Liza Weil als Bonnie Winterbottom

Wiederkehrende Rollen:

  • Conrad Ricamora als Oliver Hampton
  • Tom Verica als Sam Keating
  • Famke Janssen als Eve Rothlo
  • Rome Flynn als Gabriel Maddox (Staffeln 4-6)
  • Timothy Hutton als Emmett Crawford (Staffel 4)
  • Amirah Vann als Tegan Price (Staffeln 4-6)

Fazit: Lohnt sich How to Get Away with Murder?

Nach sechs Staffeln und unzähligen durchgemachten Nächten kann ich sagen: Ja, „How to Get Away with Murder“ lohnt sich definitiv, trotz aller Schwächen. Die Serie war ein Gamechanger für das Fernsehen und hat Standards gesetzt, denen andere Produktionen heute noch folgen.

Viola Davis allein rechtfertigt jeden Streaming-Dollar, den ihr dafür ausgebt. Ihre Darstellung von Annalise Keating ist schlichtweg legendär – eine komplexe, flawed Protagonistin, wie es sie vor 2014 im Mainstream-Fernsehen nicht gab. Die ersten drei Staffeln gehören zu den besten Krimi-Dramen, die je produziert wurden.

Klar, die Serie verliert in späteren Staffeln etwas an Dampf und wird zunehmend unglaubwürdig. Aber das ist ein Problem, das viele Langzeit-Serien haben. Die emotionalen Höhepunkte, die schockierenden Twists und die revolutionäre Darstellung von Diversität machen diese Schwächen mehr als wett.

Wenn ihr bereit seid, euch auf eine emotionale Achterbahn einzulassen und keine Angst vor moralisch ambivalenten Charakteren habt, dann startet sofort mit der ersten Episode. Aber warnt eure Familie vor – ihr werdet die nächsten Wochen nicht viel von euch hören lassen. 8.7/10 Punkte.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Viola Davis allein rechtfertigt jeden Cent - eine revolutionäre Serie mit Schwächen, aber unvergesslichen Momenten.— aus der Wertung von Tribun
How to Get Away with Murder ist eine Serie mit zwei Gesichtern. Die ersten drei Staffeln sind brillantes Fernsehen mit innovativer Erzählstruktur und phänomenalen Schauspielleistungen, besonders von Viola Davis. Die späteren Staffeln verlieren etwas an Glaubwürdigkeit und Fokus, bleiben aber dank der starken Charaktere sehenswert. Die Serie revolutionierte das Krimi-Genre und setzte neue Standards für Diversität im Fernsehen. Für Fans komplexer Thriller und des Shonda-Rhimes-Universums ist sie ein absolutes Muss.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu How to Get Away with Murder

Wo kann ich How to Get Away with Murder streamen?

How to Get Away with Murder läuft aktuell im Abo bei Prime Video und Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie viele Staffeln hat How to Get Away with Murder?

How to Get Away with Murder umfasst 6 Staffeln mit insgesamt 90 Episoden. Produktionsstatus: Ended.

Lohnt sich How to Get Away with Murder?

Unsere Redaktion vergibt How to Get Away with Murder einen Watcher-Score von 8,7 von 10. How to Get Away with Murder ist eine Serie mit zwei Gesichtern. Die ersten drei Staffeln sind brillantes Fernsehen mit innovativer Erzählstruktur und phänomenalen Schauspielleistungen, besonders von Viola Davis. Die späteren Staffeln verlieren etwas an Glaubwürdigkeit und Fokus, bleiben aber dank der starken Charaktere sehenswert. Die Serie revolutionierte das Krimi-Genre und setzte neue Standards für Diversität im Fernsehen. Für Fans komplexer Thriller und des Shonda-Rhimes-Universums ist sie ein absolutes Muss.

Für wen ist How to Get Away with Murder geeignet?

How to Get Away with Murder ist vor allem etwas für Krimi und Drama-Fans und alle, die herausragende Serien suchen.

Worum geht es in How to Get Away with Murder?

Annalise Keating ist eine brilliante, charismatische und fesselnde Professorin, die den Kurs „How to Get Away with Murder“ anbietet. Doch die Studenten wissen zu Beginn nicht, dass sie das Erlernte schon bald in der Realität anwenden müssen …

🎭

Besetzung

Viola DavisAnnalise Keating
Billy BrownNate Lahey
Jack FalaheeConnor Walsh
Rome FlynnGabriel Maddox
Aja Naomi KingMichaela Pratt

FAQ zu How to Get Away with Murder

Wie viele Staffeln hat How to Get Away with Murder?
Die Serie hat sechs Staffeln mit insgesamt 90 Episoden, die von 2014 bis 2020 ausgestrahlt wurden. Jede Staffel umfasst 15 Episoden mit einer Laufzeit von etwa 43 Minuten pro Episode.
Wird es eine siebte Staffel geben?
Nein, die Serie ist mit der sechsten Staffel offiziell beendet worden. Shonda Rhimes und Peter Nowalk entschieden bewusst, die Geschichte zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen, anstatt sie künstlich zu verlängern.
Wo kann ich How to Get Away with Murder streamen?
Die Serie ist in Deutschland auf Netflix verfügbar. Alle sechs Staffeln können dort gestreamt werden. Gelegentlich ist sie auch auf anderen Plattformen wie Amazon Prime Video oder Sky verfügbar.
Ist How to Get Away with Murder für Jugendliche geeignet?
Die Serie ist ab 16 Jahren freigegeben und behandelt sehr erwachsene Themen wie Mord, Drogensucht, sexuelle Gewalt und psychische Erkrankungen. Sie ist definitiv nichts für jüngere Zuschauer.
Muss man die Episoden in der richtigen Reihenfolge schauen?
Unbedingt ja! Die komplexe Erzählstruktur mit Zeitsprüngen und aufeinander aufbauenden Handlungssträngen macht es unmöglich, Episoden zu überspringen oder in falscher Reihenfolge zu schauen. Jede Episode baut auf den vorherigen auf.
Wie realistisch sind die rechtlichen Aspekte der Serie?
Während die dramatischen Ereignisse übertrieben sind, basieren die juristischen Verfahren und Gesetze größtenteils auf der Realität. Die Serie hatte juristische Berater, um die Glaubwürdigkeit der Rechts-Aspekte zu gewährleisten.
Welche Auszeichnungen hat die Serie gewonnen?
Viola Davis gewann 2015 als erste afroamerikanische Frau den Emmy Award für die beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie. Die Serie erhielt außerdem mehrere NAACP Image Awards und People's Choice Awards.
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