Wer streamt Assassins – Die Killer?
Verfügbarkeit DEStand 17.07.2026: Assassins – Die Killer ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 3,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 17.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Assassins – Die Killer sehenswert?
Kurze Antwort: JA – Ein unterschätzter 90er-Thriller, der Stallone von seiner besten Seite zeigt und intelligente Action mit Charaktertiefe verbindet.
Für wen geeignet: Fans intelligenter Action-Thriller, Stallone-Liebhaber die ihn mal anders erleben wollen, 90er-Nostalgiker, Freunde von Character-driven Plots.
Nicht geeignet für: Fans von Non-Stop-Action, Zuschauer die kurze Filme bevorzugen, CGI-Spektakel-Suchende.
Mein Urteil: Ein Film seiner Zeit voraus, der heute mehr zu schätzen ist als damals. Stallones müder Killer gegen Banderas‘ manischen Newcomer – das funktioniert auf allen Ebenen.
Worum geht es in Assassins – Die Killer?
Robert Rath (Stallone) ist der beste Auftragskiller der Branche, aber er hat genug. Nach 15 Jahren des professionellen Tötens sehnt er sich nach seinem Ruhestand. Dumm nur, dass der junge, ehrgeizige Miguel Bain (Antonio Banderas) seinen Platz einnehmen will – und in diesem Geschäft gibt es nur einen Weg nach oben: Den Besten eliminieren.
Die Geschichte nimmt richtig Fahrt auf, als beide Killer denselben Auftrag annehmen. Die Hackerin Electra (Julianne Moore) besitzt eine Diskette mit brisanten Geheimnissen und soll eliminiert werden. Was als simpler Job beginnt, entwickelt sich zu einem tödlichen Dreiecksspiel voller Verrat und Manipulation.
Das Besondere: Richard Donner hat hier keinen typischen Stallone-Actioner gedreht. Stattdessen bekommen wir einen nachdenklichen Thriller über zwei Männer in verschiedenen Lebensphasen. Rath ist müde, philosophiert über Schach und seine Katze, während Bain vor Energie platzt und jeden Kill zelebriert wie einen Tanz.
Die Story stammt übrigens ursprünglich von den Wachowski-Geschwistern (ja, die von Matrix!), wurde aber so stark überarbeitet, dass sie ihren Namen vom Film entfernen ließen. Schade, denn ihre philosophische Herangehensweise ist noch deutlich spürbar.
Wie ist die Regie und Vision von Richard Donner?
Richard Donner (Lethal Weapon, Superman) hat etwas Mutiges gewagt: Einen Action-Film zu drehen, der mehr Wert auf Charakterentwicklung als auf Bodycount legt. Seine ruhige, bedächtige Inszenierung steht im krassen Gegensatz zu den typischen 90er-Actoinern.
Donner versteht es, Spannung durch Atmosphäre aufzubauen statt durch Dauerfeuer. Die berühmte Laptop-Duell-Szene zwischen Rath und Bain ist ein Meisterwerk der Inszenierung – zwei Killer, die sich über Computer bekämpfen, während Moore zwischen ihnen gefangen ist. Pure Spannung ohne einen einzigen Schuss!
Besonders gelungen sind die stillen Momente. Wenn Stallone allein in seiner spartanischen Wohnung sitzt und seine Katze füttert, spürt man seine Einsamkeit körperlich. Donner lässt seinen Figuren Zeit zum Atmen – heute fast undenkbar bei großen Studio-Produktionen.
Die Actionsequenzen sind sparsam eingesetzt, dafür umso wirkungsvoller. Der Showdown in der verlassenen Bank ist choreographiert wie ein tödliches Ballett. Jeder Schuss zählt, jede Bewegung hat Bedeutung. Das ist Actionkino für Erwachsene.
Einziger Kritikpunkt: Mit 133 Minuten ist der Film definitiv zu lang. Die Mitte sackt merklich ab und hätte 20 Minuten Kürzung vertragen können.
Wie ist die Besetzung und das Schauspiel in Assassins?
Hier brilliert Sylvester Stallone in einer seiner besten Rollen überhaupt. Sein Robert Rath ist das genaue Gegenteil des typischen Stallone-Helden – ruhig, nachdenklich, von Selbstzweifeln geplagt. Antonio Banderas als manischer Gegenpart liefert pure Energie und macht jeden Auftritt zu einem Ereignis.
Stallone überrascht wirklich. Statt Muskeln und One-Liner bekommen wir einen müden Profi, der nur noch seine Ruhe will. Die Szene, wo er über sein Leben als Auftragskiller philosophiert („Ich bin ein Spiegel – ich existiere nur, wenn jemand hinsieht“), ist Oscar-würdig. Seine zurückhaltende Art kontrastiert perfekt mit…
…Antonio Banderas als Miguel Bain! Holy shit, was für eine Performance! Banderas spielt seinen ehrgeizigen Killer wie einen kokain-süchtigen Geparden – immer in Bewegung, immer am Limit. Die Szene, wo er beim Töten Tango tanzt? Unvergesslich wahnsinnig! Es war eine seiner ersten großen Hollywood-Rollen und man merkt seinen Hunger.
Julianne Moore als Electra macht das Beste aus einer leider unterdankbaren Rolle. Als 90er-Hackerin mit Riesenbrille wirkt sie heute etwas klischeehaft, aber Moore schafft es, der Figur Verletzlichkeit und Intelligenz zu verleihen. Schade nur, dass das Drehbuch ihr nicht mehr zu tun gibt.
Die Chemie zwischen allen dreien funktioniert überraschend gut. Besonders das Wechselspiel zwischen Stallones Ruhe und Banderas‘ Chaos trägt den ganzen Film.
Wie sind Kamera und Bildsprache in Assassins?
Kameramann Vilmos Zsigmond (Der Hirsch, Close Encounters) kreiert eine düstere, regennasse Atmosphäre, die perfekt zu der melancholischen Grundstimmung passt. Seattle wird zum perfekten Schauplatz für dieses Spiel zwischen Schatten und Licht.
Die Bildsprache ist bewusst gedämpft – viel Grau, Blau und gebrochenes Weiß. Das spiegelt Raths emotionalen Zustand wider: ausgebrannt, farblos, am Ende. Im Gegensatz dazu sind Bains Szenen oft in warmen, aggressiven Tönen gehalten – ein visueller Kontrast, der die Charaktere unterstreicht.
Zsigmond nutzt viele Spiegelungen und Reflexionen, was zur Thematik der gespaltenen Identitäten passt. Die berühmte Szene im Hotel, wo sich beide Killer nur durch Glasscheiben sehen, ist visuell atemberaubend.
Besonders beeindruckend: Die Kameraführung während der wenigen Actionszenen. Statt hektischem Geschüttel bekommen wir ruhige, durchkomponierte Einstellungen. Man sieht immer genau, was passiert – ein Luxus in heutigen Action-Filmen.
Die Locations sind perfekt gewählt. Das regnerische Seattle, die verlassene Bank, Raths karge Wohnung – alles unterstreicht die düstere Atmosphäre des Films.
Wie ist die Musik und der Sound in Assassins?
Mark Mancinas Score ist eine gelungene Mischung aus elektronischen Beats und orchestralen Elementen, die perfekt zur düsteren 90er-Atmosphäre passt. Der Sound Design unterstreicht die Spannung, ohne aufdringlich zu werden.
Mancina hat hier etwas Zeitloses geschaffen. Seine Musik ist nie zu aufdringlich, sondern unterstützt die Stimmung dezent aber wirkungsvoll. Die elektronischen Elemente geben dem Film seinen 90er-Touch, während die orchestralen Passagen die emotionalen Momente unterstreichen.
Besonders gelungen: Die Musikuntermalung der Laptop-Duell-Szene. Ein pulsierender Beat baut die Spannung auf, während beide Killer versuchen, sich gegenseitig auszutricksen. Das ist Filmmusik, wie sie sein sollte – dienend, aber unverzichtbar.
Der Sound Design verdient ebenfalls Lob. Jeder Schuss klingt wuchtig und bedrohlich, ohne übertrieben zu sein. Die Geräusche der 90er-Technologie (Modem-Verbindungen, Disketten-Laufwerke) wirken heute charmant nostalgisch.
Auch die Stille wird gezielt eingesetzt. In den nachdenklichen Momenten mit Stallone hören wir oft nur Umgebungsgeräusche – ein effektives Mittel, um seine Einsamkeit zu unterstreichen.
Was sind die Stärken von Assassins – Die Killer?
Die größte Stärke ist definitiv Stallones ungewöhnliche Performance – hier zeigt er eine Verletzlichkeit und Nachdenklichkeit, die man von ihm nicht gewohnt ist. Dazu kommt eine intelligente Story, die sich Zeit für Charakterentwicklung nimmt, und Actionszenen, die durch Qualität statt Quantität überzeugen.
Stallone liefert hier wirklich ab. Seine Darstellung des müden Killers, der nur noch seinen Frieden will, ist nuanciert und glaubwürdig. Die Szenen, wo er allein in seiner Wohnung sitzt und über sein Leben nachdenkt, sind echte Schauspielkunst.
Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Rath und Bain funktioniert auf allen Ebenen. Beide Charaktere sind vollständig ausgearbeitet, ihre Motivationen nachvollziehbar. Besonders die Generationenkonflikte kommen gut rüber – der alte Profi gegen den hungrigen Newcomer.
Die wenigen Actionsequenzen haben es in sich. Statt endlosem Geschützel bekommen wir durchdachte, spannende Szenen. Der Showdown in der Bank ist meisterhaft choreographiert – jede Bewegung sitzt.
Die Atmosphäre ist durchgehend dicht. Donner schafft es, eine bedrohliche Stimmung aufzubauen, die bis zum Ende anhält. Seattle als Kulisse passt perfekt zu der melancholischen Grundstimmung.
Auch die philosophischen Elemente funktionieren. Die Schach-Metaphern, Raths Überlegungen zu Identität und Moral – das ist mehr Tiefgang als in zehn modernen Actionfilmen zusammen.
Was sind die Schwächen von Assassins – Die Killer?
Der Film ist mit 133 Minuten definitiv zu lang und verliert in der Mitte merklich an Fahrt. Julianne Moores Rolle bleibt leider blass, und einige Logiklöcher stören den ansonsten intelligenten Plot. Die Liebesgeschichte zwischen Rath und Electra wirkt aufgesetzt und unglaubwürdig.
Die Laufzeit ist wirklich ein Problem. Besonders zwischen der ersten und der dritten Stunde passiert zu wenig. Hier hätte man locker 20 Minuten streichen können, ohne dass der Film gelitten hätte.
Moores Electra ist die schwächste Figur. Obwohl Moore eine fantastische Schauspielerin ist, kann sie aus der unterdankbaren Rolle nicht viel machen. Die Hackerin der 90er wirkt heute klischeehaft, und ihre Chemie mit Stallone ist nicht vorhanden.
Einige Logiklöcher stören. Warum benutzen Profikiller ihre echten Namen? Wie kann Bain so viele Cops ausschalten, ohne dass es Konsequenzen gibt? Die berühmte Diskette als MacGuffin war selbst 1995 schon ein müder Trick.
Die Liebesgeschichte zwischen Rath und Electra funktioniert überhaupt nicht. Sie wirkt aufgezwungen und unglaubwürdig. Der Film wäre stärker gewesen ohne diese romantische Komponente.
Auch das Ende ist etwas zu vorhersehbar. Nach 120 Minuten Charakteraufbau ist klar, wie es ausgehen muss – ein bisschen mehr Überraschung hätte nicht geschadet.
Für wen ist Assassins – Die Killer geeignet?
Der Film eignet sich perfekt für Fans intelligenter Action-Thriller, die mehr wollen als nur Explosionen und Verfolgungsjagden. Stallone-Liebhaber, die ihn mal von einer anderen Seite erleben möchten, kommen voll auf ihre Kosten. Auch 90er-Nostalgiker werden ihre Freude haben.
Wenn ihr auf Character-driven Action steht, ist das euer Film. Assassins nimmt sich Zeit für seine Figuren und deren Entwicklung – heute fast schon ein Luxus im Genre. Die philosophischen Elemente machen den Film zu mehr als nur Popcorn-Kino.
90er-Fans werden die Nostalgie lieben. Von den klobigen Laptops über die Disketten bis zu den Modems – das ist eine Zeitkapsel der Technik. Dazu die typische 90er-Melancholie, die man heute vermisst.
Stallone-Puristen könnten überrascht sein. Hier gibt es keinen muskelbepackten Actionhelden, sondern einen nachdenklichen, müden Mann. Wer bereit ist für diese Seite von Sly, wird belohnt.
Fans von Katz-und-Maus-Spielen bekommen hier Futter. Das Duell zwischen Rath und Bain ist psychologisch hochinteressant und spannend inszeniert.
Auch für Thriller-Freunde, die intelligente Plots schätzen, ist der Film geeignet. Die Story hat mehr Tiefe als die meisten modernen Genrevertreter.
Wer spielt in Assassins – Die Killer mit?
Sylvester Stallone als Robert Rath – Der müde Profikiller, der nur noch seinen Ruhestand will
Antonio Banderas als Miguel Bain – Der ehrgeizige junge Killer, der Raths Platz einnehmen will
Julianne Moore als Electra – Die Hackerin mit den brisanten Geheimnissen
Anatoly Davydov als Nicolai Tashkov – Raths russischer Kontaktmann
Muse Watson als Ketcham – Bains skrupelloser Partner
Steve Kahan als Alan Branch – FBI-Agent auf der Spur der Killer
Kelly Rowan als Jennifer – Electras Schwester
Reed Diamond als Bob – Computer-Spezialist
Fazit: Lohnt sich Assassins – Die Killer?
Assassins ist einer dieser Filme, die zur falschen Zeit rauskamen. 1995 wollten die Leute von Stallone Explosionen und Einzeiler – stattdessen bekamen sie einen nachdenklichen Thriller über Sterblichkeit und Identität. Mit 30 Jahren Abstand zeigt sich die wahre Qualität dieses unterschätzten Juwels.
Ja, der Film zieht sich in der Mitte und hat seine Schwächen. Aber das wird mehr als ausgeglichen durch Stallones beste Performance der 90er, Banderas‘ elektrisierende Energie und intelligente Actionsequenzen ohne CGI-Overkill. Wer Stallone nur als Rambo kennt, wird überrascht sein. Wer intelligente Action schätzt, wird belohnt.
Ich hab den Film letzte Woche nach Jahren wiedergesehen und war erstaunt, wie gut er gealtert ist. Die Themen sind relevanter denn je, die 90er-Technik charmant nostalgisch. In Zeiten von John Wick zeigt Assassins, dass auch ruhigere Killer-Thriller funktionieren können. Ein echter Geheimtipp für alle, die mehr wollen als nur Popcorn-Action.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Ein nachdenklicher Thriller mit Stallones bester 90er-Performance - unterschätzt damals, heute ein Juwel für Fans intelligenter Action.— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Assassins – Die Killer
Wo kann ich Assassins – Die Killer streamen?
Assassins – Die Killer gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Assassins – Die Killer?
Assassins – Die Killer hat eine Laufzeit von rund 132 Minuten (2 Stunden und 12 Minuten).
Lohnt sich Assassins – Die Killer?
Unsere Redaktion vergibt Assassins – Die Killer einen Watcher-Score von 7,8 von 10. Assassins ist mehr als die Summe seiner Teile. Stallones müder Killer, Banderas' manische Energie und Donners ruhige Regie ergeben einen einzigartigen 90er-Thriller. Ja, der Film hat Längen und Logiklöcher, aber die Charakterarbeit und Atmosphäre machen das mehr als wett. Für Fans von John Wick und Léon zeigt dieser Film, wie intelligente Killer-Action funktioniert.
Für wen ist Assassins – Die Killer geeignet?
Assassins – Die Killer ist vor allem etwas für Action und Abenteuer-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Worum geht es in Assassins – Die Killer?
Der Profikiller Robert Rath ist der beste seiner Zunft. Wer einen sicheren Auftrag ausführen lassen will, der engagiert ihn. Aber nicht nur Raths Fähigkeiten haben ihm den Spitzenplatz gesichert.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Assassins – Die Killer
Warum ist Assassins so unbekannt trotz der großen Stars?
Stammt das Drehbuch wirklich von den Matrix-Machern?
Wie gut ist die deutsche Synchronisation?
Ist der Film heute noch relevant?
Gibt es einen Director's Cut oder Extended Version?
Warum hat der Film an den Kinokassen versagt?
Der Saal
Community — getrennt von der RedaktionSchon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zählt für den Saal, nie für den Watcher-Score.
0 Kommentare