Wer streamt Deadpool & Wolverine?
Verfügbarkeit DEStand 28.07.2026: Deadpool & Wolverine läuft im Abo bei Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 28.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von CineTomDeadpool & Wolverine lief am 24. Juli 2024 im Cinedom Koeln IMAX an — und ich hab Hugh Jackman applaudiert. Im Kino. Laut. Wie ein Idiot.
Stefan kam mit, Anke hatte keinen Bock auf Marvel („Ich schau mir doch nicht Ryan Reynolds beim Quasseln zu, Tom“), und ehrlich gesagt dachte ich vorher auch: Wird das was? Das MCU war in Phase 5 auf einem Tiefpunkt. Quantumania war ein Desaster. The Marvels hat an der Kasse gebombt. Und jetzt soll ausgerechnet Deadpool — der Chaot, der Vierte-Wand-Brecher, der Typ der in seinem eigenen Film Kokain-Witze macht — das Franchise retten? 200 Millionen Dollar Budget. R-Rated. Im MCU. Shawn Levy am Steuer. Und es hat funktioniert. 1,3 Milliarden Dollar weltweit. Der erfolgreichste R-Rated Film aller Zeiten. 8.5 von mir. Und die Gruende dafuer sind nicht die, die man erwarten wuerde.
Hugh Jackman. Im gelben Anzug. Nach 17 Jahren.
Ich muss mit Wolverine anfangen. Nicht mit Deadpool. Weil Hugh Jackman in diesem Film etwas tut, das ich fuer unmoeglich gehalten haette: Er macht Logan noch besser. Nicht den Film — den Charakter. Logan war 2017 der perfekte Abschied. 8.7 bei mir. Der beste Superheldenfilm neben The Dark Knight. Und dann sagt Jackman: „Ich mach nochmal.“ Und man denkt: Bitte nicht. Bitte ruinier das nicht.
Er ruiniert es nicht. Dieser Wolverine ist nicht Logans Logan. Das ist ein anderer Logan aus einem anderen Universum — ein Logan der versagt hat. Der seine X-Men nicht beschuetzen konnte. Der seit Jahren trinkt und sich selbst hasst. Und Jackman spielt das nicht als tragischen Helden. Er spielt es als wuetenden, kaputten Mann der nichts mehr zu verlieren hat und genau deshalb gefaehrlich ist. Es gibt eine Szene — ich spoiler nicht welche — in der Jackman ein einzelnes Wort sagt und der gesamte IMAX-Saal still war. Kein Lachen. Kein Popcorn-Rascheln. Stille. Stefan hat mich danach angeschaut und nur gesagt: „Alter.“ Ja. Alter.
Und der gelbe Anzug. DER GELBE ANZUG. Leute, ich hab seit X-Men 1 im Jahr 2000 auf diesen Moment gewartet. 24 Jahre. Und als Jackman zum ersten Mal in voller Comic-Montur dasteht — gelb, blau, Maske, alles — da hab ich im Kino geklatscht. Ungelogen. Der Typ neben mir auch. Wir haben uns angeguckt wie zwei Fremde die gerade dasselbe Achievement unlocked haben. Peak Fanservice. Aber der gute Fanservice.
Ryan Reynolds tut das was er immer tut. Und diesmal funktioniert’s besser als je zuvor.
Hot take incoming: Deadpool 2 war besser als Deadpool 1. Und Deadpool & Wolverine ist besser als beide. Nicht weil Ryan Reynolds sich veraendert haette — der Mann IST Wade Wilson, das ist keine Rolle, das ist eine Persoenlichkeitsstoerung — sondern weil er zum ersten Mal einen echten Gegenpart hat. Jemanden der nicht mitlacht. Jemanden der ihm sagt er soll die Fresse halten und es auch so meint.
Die Chemie zwischen Reynolds und Jackman ist der Kern dieses Films. Nicht die Action, nicht die Cameos, nicht die Meta-Witze. Zwei Typen die sich nicht ausstehen koennen, zusammen durch eine Wueste laufen muessen, und langsam merken dass sie einander brauchen. Das ist Buddy-Movie-DNA. Lethal Weapon. Rush Hour. Nur dass einer unsterblich ist und der andere regenerative Heilkraefte hat. Und beide fluchen wie Matrosen.
Es gibt einen Fight zwischen den beiden — choreographiert zu NSYNC’s „Bye Bye Bye“ — der lowkey eine der besten Actionszenen des Jahres ist. Kein Witz. Shawn Levy, der Mann der die Night at the Museum-Filme gemacht hat, liefert hier eine Brutalitaet ab die ich ihm nicht zugetraut haette. Knochen brechen. Klingen schneiden. Blut spritzt. R-Rated im MCU. Und es fuehlt sich richtig an. Deadpool MUSS brutal sein. Wolverine MUSS brutal sein. Disney hat das endlich verstanden.
Cassandra Nova. Oder: Emma Corrin versteht die Aufgabe.
Unpopular Opinion vielleicht, aber Emma Corrin als Cassandra Nova ist einer der besseren MCU-Villains der letzten Jahre. Nicht auf Wenwu-Level — Shang-Chi bleibt da oben — aber Corrin bringt eine unheimliche Ruhe mit die den ganzen Chaos-Energy des Films kontrastiert. Charles Xaviers Zwillingsschwester. Im Void gefangen. Und sie hat diese Art von „ich koennte dir den Kopf zerquetschen aber ich trink erstmal meinen Tee“-Praesenz die ich feier.
Das Problem: Der Film gibt ihr nicht genug Raum. Cassandra Nova hat vielleicht 25 Minuten echte Screentime in einem 128-Minuten-Film. Der Rest geht an Deadpool, Wolverine, die Cameos, den Meta-Humor, die Emotional-Beats. Corrin macht das Beste draus. Aber ich haette gerne mehr gesehen. Mehr Hintergrund. Mehr Motivation jenseits von „Charles hat mich im Mutterleib getoetet und jetzt bin ich sauer.“ Das ist duenn fuer einen Antagonisten in einem 200-Millionen-Dollar-Film. Nicht schlecht. Aber duenn.
DIE CAMEOS. Oh mein Gott, die Cameos.
Okay. Ich muss spoilern. Nicht alles. Aber genug. Weil die Cameos in diesem Film ein eigenes Review verdienen.
Jennifer Garner kommt zurueck als Elektra. ELEKTRA. Aus dem 2005er Film den niemand verteidigt. Und sie ist GROSSARTIG. Garner hat offensichtlich trainiert — die Kampfchoreografie ist tight, die Sai-Moves sitzen, und sie bringt eine Ernsthaftigkeit mit die dem Void-Setting gut tut. Wesley Snipes als Blade. DER Wesley Snipes. Der Mann der das moderne Superhelden-Genre miterfunden hat bevor es cool war. Snipes ist 62 in diesem Film und bewegt sich immer noch wie Blade. Und sein „There’s only been one Blade“ — mit direktem Blick in die Kamera, Referenz auf Mahershala Alis geplantes Blade-Reboot — ist einer der besten Meta-Momente im gesamten MCU.
Chris Evans kommt zurueck. Aber nicht als Captain America. Als Johnny Storm. HUMAN TORCH. Aus den Fantastic-Four-Filmen von 2005. Das hat mich mehr gefreut als es sollte, ehrlich gesagt. Und Channing Tatum als Gambit — den Film den er seit 10 Jahren machen wollte und nie durfte — spielt den Charakter mit so viel Freude dass man fast traurig wird, dass es nie einen Gambit-Solofilm gab. Fast. Der cajun Akzent ist… eine Entscheidung. Aber Tatum committed. Und das zaehlt.
Ist es zu viel Fanservice? Ja. Objektiv ja. Aber es ist der RICHTIGE Fanservice. Es ist kein Spider-Man: No Way Home das drei Spider-Men holt und dann nichts Interessantes mit ihnen macht (fight me). Es ist ein Film der sagt: „Die Fox-Aera ist vorbei. Diese Charaktere existierten. Sie waren wichtig. Und hier ist ihr letzter Vorhang.“ Das hat Wuerde. Trotz der Dick-Jokes.
Shawn Levy. Der Mann der nicht in diese Liga gehoert. Und trotzdem liefert.
Shawn Levy hat Night at the Museum gemacht. Free Guy. The Adam Project. Alles solide Unterhaltung, nichts davon wuerde ich jemals als „great filmmaking“ bezeichnen. Und dann macht er Deadpool & Wolverine und ploetzlich denke ich: Okay, vielleicht hab ich den Typen unterschaetzt.
Levy ist kein Auteur. Er ist kein Villeneueve. Er ist kein Nolan. Was er IST: Ein Regisseur der versteht wie man Entertainment liefert. Und in diesem Film — mit diesem Cast, diesem Budget, diesem Druck (das MCU war quasi tot, dieser Film MUSSTE funktionieren) — liefert er. Die Pacing stimmt. Die Action ist lesbar. Die emotionalen Momente landen. Der Humor ist abgestimmt auf die Brutalitaet. Das klingt einfach. Ist es nicht. Frag Taika Waititi wie schwer es ist, Comedy und Action zu balancieren — Thor: Love and Thunder ist die Antwort.
Wo Levy schwaechelt: Die VFX im dritten Akt. Der Void — diese Wasteland-Dimension in der ein Grossteil des Films spielt — sieht manchmal aus wie eine PS4-Cutscene. Nicht PS5. PS4. Das Alioth-Monster im Hintergrund hat eine Texturqualitaet die mich an launch-day Cyberpunk erinnert. Bei einem 200-Millionen-Budget. Marvel muss echt mal ihre VFX-Pipeline fixen. Das ist kein Levy-Problem, das ist ein Systemproblem. Aber es faellt auf.
200 Millionen Budget. 1,3 Milliarden Einspielergebnis. In einem toten MCU.
Leute, die Zahlen sind absurd. Deadpool & Wolverine hat laut Box Office Mojo 1,338 Milliarden Dollar weltweit eingespielt. Das ist mehr als Infinity War adjusted for inflation. Das ist der hoechste R-Rated Film ALLER ZEITEN. Joker hatte 1,07 Milliarden — Deadpool hat das um 270 Millionen uebertroffen. In einem Jahr, in dem The Marvels, Ant-Man 3 und Secret Invasion zeigten, dass das MCU-Interesse bei Mainstream-Audiences am Sinken ist.
Warum hat es funktioniert? Drei Gruende. Erstens: Hugh Jackman. Der Mann ist eine Garantie. 17 Jahre Wolverine, Milliarden an der Kasse, und jetzt zurueck in einem Film der gleichzeitig Abschied und Neuanfang ist. Zweitens: Das R-Rating. Marvel hat ENDLICH verstanden, dass nicht jeder Superheldenfilm PG-13 sein muss. Deadpool funktioniert nur wenn er brutal und ordinaer sein darf. Drittens — und das ist der wichtigste Punkt — Nostalgie. Dieser Film ist eine Liebeserklaerung an 24 Jahre Fox-Marvel-Filme. An die X-Men-Trilogie, an Blade, an Daredevil, an Elektra, an Fantastic Four. An eine Aera die Disney gekauft und begraben hat. Und jetzt wird sie gefeiert. Das funktioniert. Auf einer emotionalen Ebene die kein Marketingbudget der Welt kaufen kann.
78% bei Rotten Tomatoes, 94% Audience Score. Die Diskrepanz zwischen Kritikern und Publikum sagt alles. Kritiker fanden den Film zu self-referential, zu fanservice-lastig, zu meta. Das Publikum? Das Publikum hat gefeiert. CinemaScore A. Und ich bin Team Publikum.
Madonna, NSYNC und der Soundtrack der 2024 definiert hat.
Der Einsatz von Musik in diesem Film ist absurd gut. „Bye Bye Bye“ von NSYNC ueber dem Intro — Deadpool tanzt in Reynolds‘ Motion-Capture-Anzug, zerreisst TVA-Agenten, und das Ganze ist als Musikvideo inszeniert. Das ist Camp. Das ist Ironie. Das ist gleichzeitig komplett ernst gemeint. Ich hab das Lied danach drei Wochen im Loop gehoert. Stefan sagt ich haette ein Problem. Stefan hat „Like a Prayer“ von Madonna im Finale gehoert und danach auch drei Wochen gelooped. Heuchler.
„Like a Prayer“ im Finale. Wolverine und Deadpool opfern sich — quasi — waehrend Madonna singt. Und es funktioniert. Nicht ironisch. ERNST. In einem Film der 90 Minuten lang nichts ernst nimmt, gibt es einen Moment in dem zwei Maenner bereit sind zu sterben, und Madonna singt, und ich — CineTom, der Typ der bei Avengers: Endgame nicht mal weinen musste — hatte feuchte Augen. Im IMAX. Neben Stefan. Der es hoffentlich nicht gemerkt hat.
Was der Film WIRKLICH ist. Jenseits der Witze.
Hier kommt mein heisser Take und ich stehe dazu: Deadpool & Wolverine ist kein Comedy-Film. Es ist ein Film ueber Relevanz. Ueber die Angst, vergessen zu werden. Wade Wilson will wichtig sein — will ein Avenger sein, will dass sein Universum nicht geloescht wird, will BEDEUTEN. Logan ist das Gegenteil — er hat aufgegeben, er will vergessen werden, er traegt die Schuld fuer den Tod aller die er geliebt hat.
Diese Dynamik ist das emotionale Rueckgrat des Films und es ist — no cap — besser geschrieben als 80% der MCU-Phase-4-Filme. Reynolds hat mitgeschrieben, zusammen mit Rhett Reese, Paul Wernick und Zeb Wells, und man spuert dass Reynolds VERSTEHT was Deadpool braucht: Nicht nur Witze. Nicht nur Meta-Humor. Sondern einen Grund zu existieren. Und den findet er in Wolverine. In der Erkenntnis, dass man nicht alleine ein Held sein kann. Dass Zusammenarbeit — auch mit jemandem den man nicht ausstehen kann — der Punkt ist.
Klingt cheesy? Ist es. Aber es funktioniert. Weil der Film 100 Minuten lang so tut als waere ihm alles egal und dann in den letzten 20 Minuten sein Herz zeigt. Und das Herz ist echt. Unter all den Witzen, unter all den Cameos, unter all dem Meta-Quatsch steckt ein Film der sagt: „Diese Charaktere verdienen ein Happy End.“ Und sie kriegen eins.
Die Besetzung. Stacked wie ein Team-Comp in Overwatch.
- Ryan Reynolds als Wade Wilson / Deadpool — IST die Rolle. Kein Unterschied zwischen Schauspieler und Charakter. Das ist keine Kritik. Das ist ein Kompliment.
- Hugh Jackman als Logan / Wolverine — 17 Jahre, 10 Filme, und hier liefert er seine zweitbeste Performance nach Logan. Den gelben Anzug hat er sich verdient.
- Emma Corrin als Cassandra Nova — unheimlich, kontrolliert, underused. Haette gerne einen eigenen Film.
- Morena Baccarin als Vanessa — Wades Anker in der Realitaet. Wenig Screentime, viel emotionaler Impact.
- Rob Delaney als Peter — Leute. PETER. Der normale Typ aus Deadpool 2. Ist zurueck. Legende.
- Leslie Uggams als Blind Al — 95 Jahre alt und immer noch der haerteste Charakter im Raum.
- Matthew Macfadyen als Paradox — Mr. Darcy spielt einen TVA-Agenten der die Timeline sabotiert. Range.
- Jennifer Garner als Elektra — Comeback des Jahrzehnts. Sai-Skills immer noch on point.
- Wesley Snipes als Blade — der Originale. Der Einzige. „There’s only been one Blade.“ Punkt.
- Chris Evans als Johnny Storm — NICHT Captain America. Human Torch. Und er liebt es.
- Channing Tatum als Gambit — der Film den er nie bekam, in 10 Minuten zusammengefasst. Bitter und wunderbar gleichzeitig.
Synchronstudio: Interopa Film GmbH, Berlin
Jahr: 2024
Dialogregie: Tobias Meister
Ryan Reynolds|Wade Wilson / Deadpool|Stefan Gossler
Hugh Jackman|Logan / Wolverine|Tilo Schmitz
Emma Corrin|Cassandra Nova|Mara Winzer
Morena Baccarin|Vanessa|Julia Kaufmann
Matthew Macfadyen|Mr. Paradox|Timmo Niesner
Rob Delaney|Peter|Oliver Stritzel
Leslie Uggams|Blind Al|Dagmar Dreke
Jennifer Garner|Elektra|Dascha Lehmann
Wesley Snipes|Blade|Engelbert von Nordhausen
Chris Evans|Human Torch|Tommy Morgenstern
Quelle: Synchronkartei.de
Stefan Gossler als Deadpool-Stimme bleibt ein perfect fit. Der Mann hat Reynolds‘ Timing eins zu eins drauf — das schnelle Reden, die Aside-Kommentare, die emotionalen Switches. Tilo Schmitz als Wolverine bringt die Schwere mit die Jackman im Original hat. Mein einziger Synchro-Kritikpunkt: Einige der Meta-Witze — besonders die Disney/Fox-Referenzen — funktionieren auf Deutsch schlechter weil die Wortspiele an englischen Begriffen haengen. Kein Synchro-Fehler, eher ein strukturelles Problem. Wer kann, sollte den Film auf Englisch schauen. Sorry, Synchro-Gang.
Der Void. Oder: Was passiert wenn das MCU seinen eigenen Friedhof besucht.
Der Grossteil des Films spielt im Void — einer Dimension ausserhalb der Time Variance Authority, in die alles geworfen wird was nicht mehr gebraucht wird. Pruned Timelines. Geloeschte Varianten. Vergessene Helden. Und das ist — wenn man drueber nachdenkt — die perfekte Metapher fuer das was Disney mit dem Fox-Universum gemacht hat. Gekauft. Geschlossen. Ab in den Void. Und jetzt stehen all diese vergessenen Charaktere dort und kaempfen um ihre Existenz.
Das ist lowkey die traurigste Praemisse die ein MCU-Film je hatte. Und der Film WEISS das. Es gibt Momente — besonders wenn man das Fox-Logo sieht, wenn die alte X-Men-Musik spielt — in denen klar wird, dass dieser Film auch ein Requiem ist. Ein Abschied. X-Men: Erste Entscheidung war 2011 mein Gateway-Drug ins Superhelden-Genre. James McAvoy, Michael Fassbender, die 60er-Jahre-Aesthetik. Und jetzt ist das alles… vorbei. Deadpool & Wolverine sagt das laut aus. Und gibt dem Ganzen einen wuerdigen Schluss. Based.
Was nicht funktioniert. Weil ich fair bin.
Der dritte Akt. Wie bei fast jedem MCU-Film wird das Finale zu gross, zu laut, zu CGI. Deadpool und Wolverine muessen einen MacGuffin stoppen der das Universum zerstoert — Standard-Marvel-Plot. Die emotionalen Stakes sind da, die visuellen nicht. Der Void sieht im Finale aus wie eine Unreal-Engine-Demo auf mittleren Settings. Alioth — dieses riesige Wolkenmonster — hat Partikeleffekte die 2018 beeindruckend gewesen waeren. 2024 wirken sie muede.
3.4 bei Letterboxd — das ist fuer einen MCU-Film solide, aber nicht outstanding. Und ich verstehe warum. Die Kritiker auf Letterboxd — die cinephile Community — stoeren sich am Fanservice, am Meta-Humor, an der Tatsache dass der Film manchmal mehr ein Tribute-Video als ein eigenstaendiger Film ist. Fair. Wenn man keinen Bezug zur Fox-Aera hat, verliert der Film 30% seiner emotionalen Wirkung.
Cassandra Nova ist — wie gesagt — unterentwickelt. Der Humor ist manchmal zu viel. Es gibt Witze ueber Disney, ueber Hugh Jackmans Karriere, ueber Ryan Reynolds‘ andere Filme, ueber die Qualitaet des MCU — und manche davon sind genial, aber manche fuehlen sich an wie Stand-Up-Comedy die den Film pausiert. Und das Pacing im zweiten Akt sackt leicht durch wenn Deadpool und Wolverine durch den Void wandern und der Film sich Zeit nimmt die er nicht immer effektiv nutzt.
Aber — und das ist der entscheidende Punkt — die emotionalen Beats landen. ALLE. Wades Monolog ueber Bedeutungslosigkeit. Logans Gestaendnis ueber seine toten X-Men. Das Madonna-Finale. Der Epilog. Wenn ein Film mich zum Lachen bringt UND mir feuchte Augen gibt, dann kann der dritte Akt so CGI-lastig sein wie er will. Dann ist die Basis solid.
Aehnliche Filme die ihr danach schauen solltet
Wenn euch Deadpool & Wolverine gefallen hat, dann schaut diese Filme als naechstes — und ja, die Links fuehren zu unseren Reviews:
- Logan — DER Wolverine-Film. Brutal, emotional, perfekt. Pflichtprogramm.
- Spider-Man: No Way Home — das andere grosse MCU-Nostalgie-Event. Drei Spider-Men, ein Film.
- Avengers: Endgame — wenn ihr den Abschluss einer Aera wollt, ist das der Standard.
- Shang-Chi — bester MCU-Origin seit Black Panther. Tony Leung allein ist den Film wert.
- X-Men: Erste Entscheidung — das Fox-MCU auf seinem Peak. McAvoy und Fassbender sind genial.
- Guardians of the Galaxy — Comedy trifft Herz. James Gunns Blueprint fuer das was D&W auch versucht.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von CineTom — eine Person, ein begründetes Urteil.
Dafür
- Hugh Jackman als Wolverine ist besser als je zuvor seit Logan
- Chemie zwischen Reynolds und Jackman traegt den gesamten Film
- Fanservice der Fox-Aera mit ueberraschender emotionaler Tiefe
- Soundtrack-Einsatz von NSYNC und Madonna ist perfekt
Dagegen
- Cassandra Nova als Antagonistin unterentwickelt
- Dritter Akt zu CGI-lastig und visuell muede
- Manche Meta-Witze pausieren den Film statt voranzutreiben
You can save everyone from a dude who's trying to end your universe. You just can't do it alone.— aus der Wertung von CineTom
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Deadpool & Wolverine
Wo kann ich Deadpool & Wolverine streamen?
Deadpool & Wolverine läuft aktuell im Abo bei Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, freenet Video, MagentaTV und Videoload. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Deadpool & Wolverine?
Deadpool & Wolverine hat eine Laufzeit von rund 129 Minuten (2 Stunden und 9 Minuten).
Lohnt sich Deadpool & Wolverine?
Unsere Redaktion vergibt Deadpool & Wolverine einen Watcher-Score von 8,5 von 10. Deadpool & Wolverine ist der Film, den das MCU gebraucht hat. Nicht weil er perfekt ist — der dritte Akt ist zu CGI-lastig, Cassandra Nova ist unterentwickelt, und manche Meta-Witze pausieren den Film statt ihn voranzutreiben. Sondern weil er beweist, dass Marvel noch Entertainment liefern kann das FUNKTIONIERT. Hugh Jackman in Gelb, nach 17 Jahren, mit einer Performance die Logan nicht beschaedigt sondern ergaenzt — das allein ist den Kinobesuch wert. Ryan Reynolds ist Reynolds, was hier bedeutet: perfekt gecastet für die einzige Rolle die er spielen kann und es besser macht als jeder andere
Für wen ist Deadpool & Wolverine geeignet?
Deadpool & Wolverine ist vor allem etwas für Action und Komödie-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.
Worum geht es in Deadpool & Wolverine?
Seit Jahren träumt Deadpool davon, ein Avenger zu werden – und nun bietet ihm der zwielichtige TVA-Agent Mr. Paradox an, in die heilige Zeitlinie zu wechseln, um dort Teil des MCU zu sein. Doch dafür muss der vorlaute Söldner ein großes Opfer bringen: Seine Welt wird ausgelöscht.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Deadpool & Wolverine: Hugh Jackman in Gelb war den Kinobesuch wert
Muss man die alten Deadpool-Filme gesehen haben?
Ist der Film fuer Kinder geeignet?
Wie gut ist Hugh Jackman wirklich nach 17 Jahren?
Wird das Fox-Universum jetzt ins MCU integriert?
Stimmt es dass der Film das MCU gerettet hat?
Ist "Bye Bye Bye" wirklich so gut im Film?
Warum haben Kritiker den Film schlechter bewertet als das Publikum?
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