Wer streamt The Marvels?
Verfügbarkeit DEStand 24.07.2026: The Marvels läuft im Abo bei Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 24.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist The Marvels sehenswert?
Kurze Antwort: JA – ein unterhaltsamer, wenn auch nicht perfekter MCU-Eintrag, der durch starke Charakterdynamik überzeugt.
Für wen geeignet: MCU-Fans, Liebhaber von Buddy-Komödien, Familien mit Teenagern, Fans der Disney+ Serien.
Nicht geeignet für: MCU-Müde, Kritiker von Captain Marvel, Fans düsterer Superhelden-Filme.
Mein Urteil: The Marvels macht vieles richtig, was dem ersten Captain Marvel-Film fehlte – echte Emotionen und liebenswerte Charaktere. Trotz einiger Schwächen in der Handlung ist es der bisher beste Film von Phase 5.
Worum geht es in The Marvels?
The Marvels erzählt die Geschichte von drei Superheldinnen, deren Kräfte durch einen mysteriösen Quantenverschränkungs-Effekt miteinander verbunden werden. Carol Danvers (Captain Marvel), Kamala Khan (Ms. Marvel) und Monica Rambeau (Photon) müssen lernen, als Team zu funktionieren, während sie gegen die Kree-Revolutionärin Dar-Benn kämpfen, die das Universum destabilisieren will.
Ich muss gestehen, dass mich die Grundprämisse zunächst skeptisch stimmte. Ein „Body-Switch“ Konzept im MCU? Das klang nach einer Idee, die man aus Verlegenheit entwickelt, wenn man drei Charaktere zusammenbringen will, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Doch überraschenderweise funktioniert es.
Die Geschichte beginnt damit, dass Carol Danvers die Konsequenzen ihrer Aktionen aus dem ersten Film spürt. Ihre Zerstörung der Obersten Intelligenz hat ein Machtvakuum geschaffen, das Dar-Benn ausnutzt. Diese will mit Hilfe von Quantenbändern die Ressourcen verschiedener Planeten stehlen, um ihre Heimatwelt Hala zu retten.
Was mich positiv überraschte: Endlich hat ein MCU-Film wieder echte Konsequenzen für vorherige Handlungen. Carols Entscheidungen haben Auswirkungen, und sie muss damit leben. Das ist etwas, was mir in Phase 4 oft gefehlt hat – die Verbindung zwischen den Filmen fühlte sich bedeutungslos an.
Die Quantenverschränkung der drei Heldinnen sorgt für die besten Momente des Films. Jedes Mal, wenn eine von ihnen ihre Kräfte einsetzt, tauschen sie die Plätze. Das führt zu herrlich chaotischen Action-Sequenzen und großartigen Comedy-Momenten, besonders wenn die begeisterte Kamala plötzlich mitten in einer Kampfsituation landet, für die sie nicht vorbereitet ist.
Wie schlägt sich Nia DaCosta als Regisseurin?
Nia DaCosta bringt eine frische, lebendige Energie in das MCU, die seit „Thor: Ragnarok“ gefehlt hat. Ihre Regie ist deutlich persönlicher und emotionaler als die ihrer Vorgänger, auch wenn sie gelegentlich unter den Zwängen des Marvel-Studios-Systems leidet.
DaCosta, die ich bereits durch „Candyman“ (2021) kannte, hat ein Gespür für Atmosphäre und Charakterentwicklung. Das merkt man besonders in den ruhigeren Momenten zwischen den drei Hauptfiguren. Diese Szenen fühlen sich authentisch an, nicht wie die typischen MCU-Exposition-Dumps.
Besonders beeindruckt hat mich, wie sie mit der Kamera arbeitet. Die Action-Sequenzen sind dynamisch und gut choreographiert, ohne das übertriebene Shaky-Cam-Gefühl der letzten Jahre. Wenn die drei Heldinnen ihre Plätze tauschen, ist das visuell immer nachvollziehbar – keine kleine Leistung bei so einem komplexen Konzept.
Allerdings merkt man auch, wo Disney ihre Hand im Spiel hatte. Einige Szenen fühlen sich an, als wären sie nachträglich eingefügt worden, um bestimmte Plot-Punkte abzuhaken. Die berüchtigte „Singing Planet“ Sequenz ist ein Beispiel dafür – kreativ und unterhaltsam, aber völlig deplatziert im Kontext der Geschichte.
Was mir besonders gefällt: DaCosta traut sich, kleinere, intimere Momente zu zeigen. Carol beim Abendessen mit Kamalas Familie fühlt sich echter an als alles, was wir in ihrem Solo-Film gesehen haben. Diese Szenen zeigen, dass sie verstanden hat, was Captain Marvel bisher gefehlt hat – Menschlichkeit.
Überzeugt die Besetzung in The Marvels?
Die Chemie zwischen Brie Larson, Iman Vellani und Teyonah Parris ist das absolute Highlight des Films. Während Larson endlich zeigen kann, was in ihr steckt, stiehlt Vellani als Ms. Marvel jede Szene, und Parris bringt eine willkommene Ernsthaftigkeit ins Trio.
Brie Larson war für mich 2019 der schwächste Punkt von Captain Marvel. Sie wirkte steif, emotionslos und frankly gesagt ziemlich arrogant. Hier ist sie wie ausgewechselt. Man merkt, dass sie sich in der Rolle wohler fühlt und endlich Carol Danvers‘ Persönlichkeit zeigen darf. Besonders in den Szenen mit Kamalas Familie blüht sie auf.
Iman Vellani ist ein Naturtalent. Ihre Ms. Marvel Serie war bereits ein Highlight von Disney+, aber im Kino ist ihre Begeisterung noch ansteckender. Sie spielt Kamala nicht als naive Teenagerin, sondern als jemanden, der trotz ihres Alters echte Tiefe hat. Ihre Fangirl-Momente mit Captain Marvel sind gold wert.
Teyonah Parris bringt als Monica Rambeau die erwachsene, professionelle Perspektive ins Team. Sie hat die beste Charakterentwicklung des Films – von der skeptischen SWORD-Agentin zur vollwertigen Superheldin. Ihre komplizierte Geschichte mit Carol (sie war als Kind praktisch ihre Nichte) wird überraschend sensibel behandelt.
Samuel L. Jackson als Nick Fury ist wie immer solide, aber man merkt, dass er langsam müde wird. Zawe Ashton als Dar-Benn ist eine interessante Antagonistin – sie ist nicht böse um des Böseseins willen, sondern kämpft für ihr Volk. Das macht sie zu einer der besseren MCU-Schurkinnen der letzten Jahre.
Park Seo-joon hat leider viel zu wenig Screentime als Prince Yan, aber er macht das Beste daraus. Seine Chemie mit Carol in den wenigen gemeinsamen Szenen lässt hoffen, dass wir mehr von ihm sehen werden.
Wie sieht The Marvels visuell aus?
The Marvels ist visuell einer der abwechslungsreichsten MCU-Filme der letzten Jahre. Von den bunten, lebendigen Welten bis hin zur kreativen Darstellung der Kräfte-Verschränkung – hier stimmt die Bildsprache endlich wieder.
Was mich sofort gepackt hat: Die Farben! Nach Jahren von grauen, trostlosen MCU-Filmen ist The Marvels eine Augenweide. Jede Welt hat ihre eigene Farbpalette – Kamalas heimisches Jersey City in warmen Erdtönen, das Space-Setting in kühlen Blau- und Violetttönen, der Musikplanet in psychedelischen Regenbogenfarben.
Die Visual Effects sind größtenteils überzeugend, auch wenn man merkt, dass das Budget nicht ganz so hoch war wie bei anderen MCU-Produktionen. Besonders gelungen sind die Quantenverschränkungs-Sequenzen – es ist immer klar, wer wo ist und warum sie die Plätze getauscht haben.
Die Kostümdesigns verdienen einen besonderen Shoutout. Carols neues Kostüm ist praktischer und weniger „plastic superhero“ als im ersten Film. Kamalas Outfit ist authentisch teenager-haft, ohne albern zu wirken. Monicas Photon-Kostüm ist schlicht perfekt – futuristisch, aber nicht überladen.
Kleine Kritik: Einige der Weltraum-Schlachten verschwimmen visuell. Es ist manchmal schwer zu verfolgen, wer gegen wen kämpft, besonders wenn alle drei Heldinnen gleichzeitig ihre Kräfte einsetzen. Hier hätte etwas mehr Klarheit gutgetan.
Wie funktioniert die Musik in The Marvels?
Laura Karpman komponiert einen der emotional reichsten MCU-Soundtracks seit Jahren. Die Musik unterstreicht die Charaktermomente perfekt, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen, und die berühmte „Musical Planet“ Sequenz ist trotz aller Kritik ein mutiger kreativer Höhepunkt.
Karpman, die bereits die Musik für Ms. Marvel komponiert hat, versteht es, jeder Heldin ihre eigene musikalische Identität zu geben. Carols Thema ist majestätisch und kraftvoll, aber weniger bombastisch als 2019. Kamalas Musik spiegelt ihre jugendliche Energie wider, mit einem Hauch von Nostalgie für ihre Superhelden-Träume.
Der absolute Höhepunkt ist natürlich die Sequenz auf dem Musikplaneten, wo Kommunikation nur durch Gesang möglich ist. Ja, es ist absurd. Ja, es unterbricht den Filmfluss. Aber es ist auch mutig, kreativ und macht einfach Spaß. In einer Zeit, wo MCU-Filme zunehmend formulaic werden, ist so ein Wagnis erfrischend.
Was mir besonders gefällt: Die Musik übertreibt nicht. Sie unterstützt die emotionalen Momente, ohne manipulativ zu werden. Wenn Carol und Monica über ihre komplizierte Vergangenheit sprechen, bleibt die Musik zurückhaltend und lässt den Dialog für sich sprechen.
Was sind die größten Stärken von The Marvels?
Die größte Stärke des Films ist zweifellos die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellerinnen. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlt sich ein MCU-Team wie eine echte Familie an, mit all den Reibungen und der Liebe, die dazugehören.
Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie gut das Trio funktioniert. Carol als die erfahrene, aber emotional verschlossene Mentorin. Kamala als die begeisterte Nachwuchsheldin, die ihre Idole vermenschlicht sehen muss. Monica als die Erwachsene, die zwischen beiden vermittelt. Diese Dynamik trägt den ganzen Film.
Ein weiterer Pluspunkt: The Marvels ist endlich wieder ein MCU-Film mit echten emotionalen Stakes. Es geht nicht um das Ende des Universums (mal wieder), sondern um persönliche Beziehungen und Verantwortung. Carol muss lernen, dass Stärke nicht bedeutet, alles allein zu schaffen.
Die Action ist kreativ und macht Spaß. Die Körpertausch-Mechanik sorgt für völlig neue Kampfchoreographien. Besonders die finale Schlacht, wo alle drei perfekt synchron kämpfen, ist ein visuelles Highlight.
Und: Der Film ist lustig, ohne seine emotionalen Momente zu untergraben. Das war ein Problem vieler Phase 4-Filme – jeder ernste Moment wurde sofort mit einem Joke zerstört. Hier stimmt die Balance.
Wo schwächelt The Marvels?
Der größte Schwachpunkt ist die unausgewogene Erzählstruktur. Der Film fühlt sich an, als hätte er 20-30 Minuten mehr Laufzeit gebraucht, um seine Ideen vollständig zu entwickeln. Zu viele interessante Konzepte werden nur angeschnitten, statt ausgearbeitet zu werden.
Mit 105 Minuten ist The Marvels der kürzeste MCU-Film seit dem ersten Thor. Das merkt man leider. Dar-Benns Motivation wird zwar erklärt, aber nie richtig erforscht. Die Beziehung zwischen Carol und Monica hätte mehr Entwicklung verdient. Kamalas Familie taucht auf und verschwindet wieder, ohne wirklichen Impact zu haben.
Ein weiteres Problem: Der Film erwartet viel Vorwissen. Wer Ms. Marvel und WandaVision nicht gesehen hat, wird bei Monica und Kamalas Charakterentwicklung nicht mitkommen. Das ist schade, weil es den Film für Casual-Zuschauer weniger zugänglich macht.
Die Handlung selbst ist eher vorhersehbar. Spätestens nach dem ersten Act ist klar, wie alles enden wird. Das ist nicht unbedingt schlimm, aber etwas mehr Überraschung hätte nicht geschadet.
Manche Comedy-Momente treffen nicht ins Schwarze. Besonders einige von Nick Furys Einzeilern fühlen sich forced an, als müsste er unbedingt lustig sein, obwohl es nicht zur Situation passt.
Für wen ist The Marvels geeignet?
The Marvels richtet sich primär an MCU-Fans, die Lust auf leichtere, charaktergetriebene Superheldenaction haben. Der Film funktioniert besonders gut für Zuschauer, die die Disney+ Serien verfolgt haben und sich für die „kleineren“ Marvel-Charaktere interessieren.
Familien werden den Film lieben. Die PG-13 Einstufung ist völlig berechtigt – keine übertriebene Gewalt, keine verstörenden Szenen. Kamala als Identifikationsfigur für jüngere Zuschauer funktioniert perfekt, ohne patronizing zu werden.
Fans von Buddy-Comedies kommen voll auf ihre Kosten. Die Interaktionen zwischen den drei Heldinnen erinnern an die besten Momente von „Ghostbusters“ oder „Charlie’s Angels“ – starke Frauen, die sich gegenseitig hochziehen.
MCU-müde Zuschauer sollten dem Film eine Chance geben. Ja, es ist wieder ein Superhelden-Film, aber er fühlt sich frischer an als die meisten Phase 4-Einträge. Die 105 Minuten vergehen wie im Flug.
Nicht geeignet ist der Film für Zuschauer, die düstere, „realistische“ Superhelden-Filme bevorzugen. Wer The Dark Knight als Maßstab ansetzt, wird hier enttäuscht. The Marvels ist bewusst bunt, optimistisch und spaßig.
Auch wer bereits genug vom MCU hat und sich nicht für die Extended Universe-Aspekte interessiert, wird wenig Freude haben. Der Film lebt von den Verbindungen zu anderen Marvel-Produktionen.
Wer spielt in The Marvels mit?
- Brie Larson als Carol Danvers / Captain Marvel
- Iman Vellani als Kamala Khan / Ms. Marvel
- Teyonah Parris als Monica Rambeau / Photon
- Samuel L. Jackson als Nick Fury
- Zawe Ashton als Dar-Benn
- Park Seo-joon als Prince Yan
- Saagar Shaikh als Aamir Khan
- Zenobia Shroff als Muneeba Khan
- Mohan Kapur als Yusuf Khan
Fazit: Lohnt sich The Marvels?
The Marvels überrascht positiv in einer Zeit, wo das MCU dringend neue Energie brauchte. Nia DaCosta gelingt es, aus drei sehr unterschiedlichen Charakteren ein überzeugendes Team zu formen, auch wenn der Film unter Zeitdruck und zu kurzer Laufzeit leidet. Brie Larson zeigt endlich, was in Carol Danvers steckt, Iman Vellani bestätigt ihr Talent aus der Disney+ Serie, und Teyonah Parris komplettiert das Trio perfekt. Ja, die Handlung ist vorhersehbar und manche Momente fühlen sich gehetzt an, aber die emotionale Authentizität und die kreative Action machen vieles wett. Für MCU-Fans, die sich nach den chaotischen letzten Jahren Orientierung wünschen, ist The Marvels ein Schritt in die richtige Richtung. 7.8/10 Punkte.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
The Marvels beweist, dass das MCU immer noch überraschen kann - drei Heldinnen, die endlich wie echte Menschen fühlen.— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu The Marvels
Wo kann ich The Marvels streamen?
The Marvels läuft aktuell im Abo bei Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Ab welchem Alter ist The Marvels freigegeben?
The Marvels ist in Deutschland ab FSK 12 freigegeben.
Wie lange dauert The Marvels?
The Marvels hat eine Laufzeit von rund 143 Minuten (2 Stunden und 23 Minuten).
Lohnt sich The Marvels?
Unsere Redaktion vergibt The Marvels einen Watcher-Score von 7,8 von 10. The Marvels ist kein perfekter Film, aber er ist genau das, was das MCU jetzt brauchte - Herz, Humor und drei fantastische Heldinnen. 7.8/10 Punkte.
Für wen ist The Marvels geeignet?
The Marvels ist vor allem etwas für Science Fiction und Abenteuer-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Trailer
Besetzung
FAQ zu The Marvels
Muss man die Disney+ Serien gesehen haben?
Ist The Marvels für Kinder geeignet?
Wie lange dauert The Marvels?
Gibt es Post-Credit Szenen?
Ist The Marvels besser als Captain Marvel?
Worum geht es bei der Körpertausch-Mechanik?
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