Poster zum Film Django Unchained (2012) Meisterwerk — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Django Unchained (2012)

🏅 Meisterwerk 🎬 Film 165 Min. DramaWestern
⚡ Kurz gesagt

Django Unchained ist Tarantino in Bestform: Ein technisch brillanter, schauspielerisch überragender Western, der ein schwieriges historisches Thema intelligent angeht. Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio liefern Karriere-Performances ab, während Richardson's Kameraarbeit und der eklektische Soundtrack den Film zu einem audiovisuellen Fest machen. Ja, der Film ist lang, kontrovers und nichts für schwache Nerven – aber genau das macht ihn zu einem wichtigen Werk des modernen Kinos. Watcher-Score 9,2/10.

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Wer streamt Django Unchained?

Verfügbarkeit DE

Stand 25.07.2026: Django Unchained läuft im Abo bei Sky, Prime Video und WOW – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 25.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun
Als Django Unchained 2012 ins Kino kam, wusste ich sofort: Das wird wieder einer von Tarantinos kontroversen Ritten durch die dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte. Zwei Jahre nach dem grandiosen Inglourious Basterds wagte sich der Meister des Exploitation-Kinos an die Sklaverei heran – und erschuf dabei einen Western, der mich gleichzeitig faszinierte und verstörte. Jamie Foxx als rächender Sklave, Christoph Waltz als deutscher Gentleman-Kopfgeldjäger und Leonardo DiCaprio als widerlicher Plantagenbesitzer: Diese explosive Mischung aus Rache-Fantasy und historischem Drama brennt sich auch zehn Jahre später noch ins Gedächtnis.

Quick Answer: Ist Django Unchained sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Ein cineastisches Meisterwerk, das Tarantinos Stilmittel perfekt mit einer wichtigen historischen Botschaft verbindet.

Für wen geeignet: Tarantino-Fans, Western-Liebhaber, Cineasten die provokantes Kino schätzen, Zuschauer mit starken Nerven.

Nicht geeignet für: Jugendliche unter 16, sensible Gemüter, Zuschauer die explizite Gewalt ablehnen.

Mein Urteil: Django Unchained ist Tarantino in Höchstform – ein stilistisch brillanter, emotional aufwühlender Western der die Schrecken der Sklaverei nicht beschönigt. Manchmal derb und kontrovers, aber immer mit klarer moralischer Botschaft.

Worum geht es in Django Unchained?

Django Unchained erzählt die Geschichte des Sklaven Django, der 1858 vom deutschen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz befreit wird und sich auf eine gefährliche Mission begibt, um seine Frau Broomhilda aus den Klauen des sadistischen Plantagenbesitzers Calvin Candie zu retten. Was als geschäftliche Partnerschaft zwischen Django und Schultz beginnt, entwickelt sich zu einer blutigen Reise durch den amerikanischen Süden, die mit einem spektakulären Showdown auf der Candieland-Plantage ihren Höhepunkt findet.

Ich muss gestehen, dass mich die ersten zwanzig Minuten von Django Unchained sofort gepackt haben. Die Eingangsszene, in der eine Gruppe gefesselter Sklaven durch die nächtliche Landschaft marschiert, hat diese typische Tarantino-Atmosphäre: Du weißt sofort, dass gleich etwas Unerwartetes passieren wird. Und dann taucht Christoph Waltz als Dr. Schultz auf – mit diesem verschmitzten Lächeln und der höflichen Art, die seine tödliche Natur verbirgt.

Die Handlung entwickelt sich in mehreren Akten, wie ein klassisches Bühnenstück. Zuerst die Befreiung und Ausbildung Djangos, dann die gemeinsame Jagd auf die Brittle-Brüder (eine herrlich absurde Szene auf Big Daddys Plantage), und schließlich der komplexe Plan, Broomhilda aus Calvin Candies Fängen zu befreien. Was mir besonders gefällt: Tarantino nimmt sich Zeit für die Charakterentwicklung. Django verwandelt sich vom gedemütigten Sklaven zum selbstbewussten Rächer – eine Entwicklung, die Jamie Foxx mit bemerkenswerter Nuance spielt.

Die Wendungen in der zweiten Hälfte haben mich beim ersten Mal völlig überrascht. Ohne zu spoilern: Der scheinbar so einfache Plan auf Candieland entpuppt sich als tödliche Falle, und die finale Konfrontation eskaliert auf eine Art, die selbst für Tarantino-Verhältnisse extrem ist. Aber genau das macht Django Unchained so kraftvoll – es ist kein harmloser Abenteuerfilm, sondern eine knallharte Abrechnung mit einem der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte.

Wie inszeniert Tarantino Django Unchained?

Quentin Tarantino inszeniert Django Unchained als perfekte Synthese aus Spaghetti-Western und Blaxploitation-Film, garniert mit seinem unverwechselbaren Stilmix aus pop-kulturellen Referenzen, expliziter Gewalt und intelligenten Dialogen. Der Regisseur nutzt bewusst die Codes des Western-Genres, um eine moderne Rache-Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig Entertainment und politisches Statement ist.

Nach Kill Bill, Inglourious Basterds und jetzt Django Unchained ist für mich klar: Tarantino ist der Meister darin, Genres zu nehmen und sie komplett neu zu interpretieren. Hier holt er sich die Ästhetik der Sergio Leone-Western – die langen Einstellungen, die extreme Close-ups, die spannungsgeladenen Duelle – aber füllt sie mit einem völlig anderen Inhalt.

Was mich bei Django Unchained besonders beeindruckt hat, ist Tarantinos Mut zur Kontroverse. Er scheut sich nicht davor, das N-Wort über hundert Mal zu verwenden (was damals heftige Diskussionen auslöste), weil es zur historischen Authentizität gehört. Gleichzeitig macht er unmissverständlich klar, auf wessen Seite er steht. Django ist der strahlende Held, die Sklavenhalter sind durch die Bank weg widerliche Kreaturen.

Die Inszenierung lebt von Kontrasten: Auf brutale Gewaltszenen folgen Momente absurder Komik (die KKK-Szene mit den schlecht sitzenden Kapuzen ist legendär). Tarantino springt zwischen verschiedenen Tonlagen hin und her, ohne dass der Film seine Einheitlichkeit verliert. Das ist hohe Regiekunst.

Besonders geschickt finde ich, wie Tarantino die Zuschauer manipuliert. In der ersten Hälfte baut er Sympathie für Django und Schultz auf, lässt uns ihre Erfolge feiern. Dann konfrontiert er uns auf Candieland mit dem vollen Horror der Sklaverei – und plötzlich wird aus dem vergnüglichen Western ein verstörender Spiegel der amerikanischen Geschichte.

Wie schauspielern die Stars in Django Unchained?

Die schauspielerischen Leistungen in Django Unchained sind durchweg exzellent: Jamie Foxx liefert eine kraftvolle, nuancierte Performance als Django ab, Christoph Waltz brilliert erneut in einer Tarantino-Rolle und gewann dafür seinen zweiten Oscar, während Leonardo DiCaprio als Calvin Candie eine seiner besten Bösewicht-Darstellungen hinlegt. Selbst Samuel L. Jackson überrascht in der undankbaren Rolle des Haussklavens Stephen.

Jamie Foxx war für mich die große Überraschung in Django Unchained. Ich kannte ihn hauptsächlich als Comedian und aus Ray, aber hier zeigt er eine Wandlungsfähigkeit, die mich begeistert hat. Seine Django-Darstellung funktioniert auf mehreren Ebenen: Er ist glaubwürdig als gedemütigter Sklave, überzeugend als angehender Kopfgeldjäger und charismatisch als Rächer. Besonders die Szenen, in der er das erste Mal selbstbewusst auftritt – in dem blauen Dandy-Anzug –, sind großartiges Schauspiel.

Christoph Waltz bestätigt mit Dr. Schultz, dass seine Oscar-gekrönte Performance in Inglourious Basterds kein Zufall war. Sein Schultz ist ein faszinierender Charakter: gebildet, höflich, charmant – aber auch kaltblütig und kompromisslos. Waltz verleiht ihm diese europäische Eleganz, die im rauen amerikanischen Süden völlig fehl am Platz wirkt. Die Chemie zwischen ihm und Jamie Foxx trägt den ganzen Film.

Leonardo DiCaprio als Calvin Candie ist pure Bösartigkeit in Reinkultur. Ich habe selten einen Filmschurken so sehr gehasst wie diesen verwöhnten, sadistischen Plantagenbesitzer. DiCaprio spielt ihn nicht als eindimensionalen Villain, sondern als gebildeten Mann, der seine Grausamkeit hinter einer Fassade aus Southern Charm verbirgt. Die Dinner-Szene auf Candieland, in der er über Phrenologie philosophiert, ist ein Meisterstück subtiler Bösartigkeit.

Samuel L. Jackson überrascht mich immer wieder. Als Stephen, den loyalen Haussklavens der Candie-Familie, spielt er gegen sein übliches Image. Sein Stephen ist manipulativ, hinterhältig und in gewisser Weise noch widerlicher als sein Herr. Jackson macht aus dieser undankbaren Rolle etwas Faszinierendes – einen Charakter, der gleichzeitig verachtenswert und tragisch ist.

Kerry Washington hat als Broomhilda die schwierigste Aufgabe: Sie muss sowohl das Objekt der Begierde als auch eine starke weibliche Figur sein. Leider bekommt sie nicht genug Screentime, um ihre Rolle vollständig zu entwickeln, aber in ihren wenigen Szenen zeigt sie die nötige Stärke und Verletzlichkeit.

Wie sieht Django Unchained visuell aus?

Visuell ist Django Unchained ein Fest für Cineasten: Kameramann Robert Richardson erschafft mit seiner Bildsprache eine perfekte Hommage an die klassischen Spaghetti-Western, während Tarantino und sein Team mit Kostümen, Settings und Farbpalette eine authentische Südstaaten-Atmosphäre kreieren. Jeder Frame ist durchkomponiert und erzählt die Geschichte visuell mit.

Robert Richardson ist einer meiner Lieblings-Kameramänner, und in Django Unchained zeigt er wieder, warum. Seine Kameraarbeit zitiert bewusst Sergio Leone: Die extremen Close-ups auf Gesichter, die weiten Landschaftsaufnahmen, die dynamischen Kamerabewegungen während der Action-Szenen. Aber Richardson kopiert nicht einfach, sondern interpretiert diese Stilmittel für eine moderne Produktion neu.

Was mir besonders aufgefallen ist: Richardson nutzt die Kamera auch als emotionales Instrument. In den brutalen Szenen auf Candieland wird die Bildsprache düsterer, bedrohlicher. Die Farben werden gedämpfter, die Schatten länger. Das steht im Kontrast zu den helleren, fast comichaften Szenen in der ersten Hälfte des Films.

Die Kostüme verdienen eine besondere Erwähnung. Djangos Transformation wird nicht nur durch Jamie Foxx‘ Schauspiel, sondern auch durch seine Garderobe erzählt. Vom zerrissenen Sklavenfetzen über die praktische Kopfgeldjäger-Kluft bis hin zu dem legendären blauen Samt-Anzug – jedes Kostüm erzählt Djangos Geschichte mit.

Die Settings sind perfekt gewählt: Von den staubigen Straßen kleiner Western-Towns über die idyllischen (aber trügerischen) Plantagen bis hin zu Candies dekadenter Villa. Jeder Schauplatz hat seine eigene visuelle Identität und unterstützt die jeweilige Stimmung der Szenen.

Tarantino und Richardson verstehen es auch, Gewalt visuell zu inszenieren, ohne voyeuristisch zu werden. Die Shootouts sind spektakulär choreografiert, aber nie selbstzweckhaft. Sie dienen immer der Geschichte und Djangos Charakterentwicklung.

Wie klingt Django Unchained?

Der Soundtrack zu Django Unchained ist eine eklektische Mischung aus Original-Kompositionen und bestehenden Songs, die perfekt Tarantinos anachronistischen Stil widerspiegelt. Von Ennio Morricones klassischen Western-Klängen über Hip-Hop bis hin zu modernem Rock kreiert der Soundtrack eine einzigartige Soundlandschaft, die den Film emotional unterstützt und zu einem seiner Markenzeichen macht.

Ich bin ein großer Fan von Tarantino-Soundtracks, und Django Unchained enttäuscht mich nicht. Wie schon bei Pulp Fiction oder Kill Bill zeigt Tarantino auch hier sein Gespür für die perfekte Musikauswahl. Der Mix aus verschiedenen Epochen und Genres sollte eigentlich nicht funktionieren – aber er tut es.

Ennio Morricones Beiträge sind natürlich das Highlight für jeden Western-Fan. Seine Musik für die ursprünglichen Django-Filme aus den 60ern zu nutzen, ist ein brillanter Schachzug. Diese Klänge transportieren sofort die Atmosphäre der klassischen Spaghetti-Western.

Aber was mir noch mehr gefällt, ist Tarantinos Mut zu musikalischen Anachronismen. Rick Ross‘ „100 Black Coffins“ während der Eröffnungssequenz funktioniert perfekt, obwohl Hip-Hop eigentlich nicht in einen Western aus dem 19. Jahrhundert gehört. Der Song verstärkt die moderne Perspektive auf die historischen Ereignisse.

John Legends „Who Did That To You“ ist ein wunderschöner, melancholischer Song, der die emotionale Tiefe des Films unterstreicht. Und „Freedom“ von Anthony Hamilton und Elayna Boynton während des Abspanns gibt mir jedes Mal Gänsehaut – ein perfekter emotionaler Abschluss für Djangos Reise.

Auch die Instrumentalmusik von verschiedenen Komponisten fügt sich nahtlos ein. Die Mischung aus traditionellen Western-Klängen und moderneren Elementen spiegelt perfekt Tarantinos Ansatz wider, Genre-Konventionen zu respektieren und gleichzeitig zu durchbrechen.

Was sind die Stärken von Django Unchained?

Django Unchained brilliert durch seine perfekte Balance zwischen Entertainment und wichtiger historischer Botschaft, überragende schauspielerische Leistungen und Tarantinos meisterhafte Regie. Der Film schafft es, ein schwieriges Thema wie die Sklaverei anzugehen, ohne zu predigen oder zu beschönigen, und liefert dabei gleichzeitig spannende Western-Action und intelligente Dialoge.

Die größte Stärke des Films liegt für mich in seinem Mut zur Konfrontation. Tarantino versteckt sich nicht hinter historischer Distanz, sondern macht die Schrecken der Sklaverei unmittelbar spürbar. Gleichzeitig gibt er den Opfern – verkörpert durch Django – die Macht zurück. Es ist eine Rache-Fantasy, die historisch berechtigt ist.

Die Charakterentwicklung ist außergewöhnlich stark. Django ist kein statischer Held, sondern macht eine glaubwürdige Transformation durch. Wir sehen ihn als gebrochenen Sklaven, als Schüler, als Partner und schließlich als selbstständigen Rächer. Diese Entwicklung ist durch Jamie Foxx‘ nuanciertes Spiel und Tarantinos geschicktes Drehbuch perfekt umgesetzt.

Auch die Nebenfiguren sind wunderbar ausgearbeitet. Dr. Schultz ist mehr als nur ein Mentor – er ist ein komplexer Charakter mit eigenen Motivationen und Schwächen. Calvin Candie ist ein faszinierender Antagonist, der nie zur Karikatur verkommt. Selbst kleinere Rollen wie Big Daddy Bennett oder Stephen haben ihre eigenen Persönlichkeiten.

Die technische Umsetzung ist tadellos. Kamera, Kostüme, Ausstattung – alles stimmt bis ins Detail. Richardson’s Bildsprache, die Kostüme von Sharen Davis und die Ausstattung von J. Michael Riva erschaffen eine glaubwürdige historische Welt.

Und dann ist da noch Tarantinos einzigartige Fähigkeit, verschiedene Genres zu mischen. Django Unchained ist Western, Buddy-Movie, Liebesgeschichte und politisches Statement zugleich. Diese Vielseitigkeit macht den Film auch bei mehrmaligem Sehen interessant.

Was sind die Schwächen von Django Unchained?

Trotz seiner vielen Stärken hat Django Unchained auch einige Schwächen: Die Laufzeit von 165 Minuten ist teilweise spürbar, besonders im mittleren Teil, und einige von Tarantinos selbstverliebten Dialogen hätten gestrafft werden können. Zudem ist Broomhilda als weibliche Hauptfigur unterentwickelt und dient zu sehr als passives Objekt der männlichen Handlung.

Mein größter Kritikpunkt ist die Laufzeit. Über zweieinhalb Stunden sind auch für einen Tarantino-Film viel, und ich spüre das besonders in der Mitte des Films. Die Szenen auf Candieland vor dem großen Showdown ziehen sich teilweise. Hier hätte ein strafferes Editing dem Film gutgetan.

Kerry Washingtons Broomhilda ist leider die schwächste Hauptfigur. Sie hat kaum eigene Agency und dient hauptsächlich als Motivation für Django. Für einen Film, der sich so progressiv gibt, ist das eine verpasste Chance. Broomhilda hätte eine aktivere Rolle in ihrer eigenen Befreiung spielen können.

Manchmal übertreibt Tarantino es auch mit seiner Selbstverliebtheit. Einige Dialoge sind brillant, andere wirken konstruiert und zu sehr auf Effekt getrimmt. Die berüchtigte Phrenologie-Szene mit DiCaprio ist zwar großartig gespielt, aber etwas zu lang geraten.

Ein weiterer Punkt: Tarantino kann der Versuchung nicht widerstehen, selbst eine kleine Rolle zu spielen – und wie schon in anderen Filmen ist er als Schauspieler eher schwach. Seine australische Minirolle hätte man problemlos streichen können.

Die Gewaltdarstellung ist auch nicht für jeden geeignet. Während ich sie als notwendig für die Geschichte empfinde, kann sie sensible Zuschauer abschrecken oder sogar traumatisieren. Tarantino geht hier an die Grenzen des Erträglichen – was beabsichtigt, aber nicht unproblematisch ist.

Schließlich stört mich die gelegentliche Selbstgefälligkeit. Tarantino weiß, dass er ein großer Filmemacher ist, und manchmal merkt man das zu deutlich. Ein bisschen mehr Demut hätte dem Film gutgetan.

Für wen ist Django Unchained geeignet?

Django Unchained eignet sich vor allem für erwachsene Zuschauer, die Tarantinos provokanten Stil schätzen und bereit sind, sich mit schwierigen historischen Themen auseinanderzusetzen. Western-Fans, Cineasten und alle, die intelligentes, politisches Kino mögen, werden den Film lieben – sofern sie mit expliziter Gewalt und kontroversen Inhalten umgehen können.

Zunächst die offensichtliche Einschränkung: Django Unchained ist definitiv nichts für Jugendliche unter 16 Jahren. Die FSK 16-Freigabe ist mehr als berechtigt. Die Gewaltdarstellung ist explizit, die Sprache derb, und die Thematik komplex. Das ist erwachsenes Kino für erwachsene Zuschauer.

Tarantino-Fans werden Django Unchained lieben. Er zeigt alle Markenzeichen des Regisseurs: die geschickten Genre-Referenzen, die stilisierte Gewalt, die intelligenten Dialoge, die Popkultur-Zitate. Wenn Sie Pulp Fiction, Kill Bill oder Inglourious Basterds mögen, ist Django Unchained ein Muss.

Western-Enthusiasten bekommen hier eine moderne Interpretation ihres Lieblingsgenres. Tarantino respektiert die Codes der klassischen Western, bricht sie aber auch bewusst auf. Fans von Sergio Leone oder Sam Peckinpah werden die zahlreichen Referenzen und Hommagen schätzen.

Der Film eignet sich auch hervorragend für Zuschauer, die politisches Kino schätzen. Django Unchained ist nicht nur Entertainment, sondern auch ein wichtiges Statement über Rassismus und historische Ungerechtigkeit. College-Kurse über Filmgeschichte oder amerikanische History nutzen den Film regelmäßig als Diskussionsgrundlage.

Schauspielfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Performances von Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio sind Lehrstunden in unterschiedlichen Acting-Stilen. Besonders Waltz‘ Oscar-gekrönte Darstellung ist ein Meisterwerk der Charaktergestaltung.

Menschen mit einem Faible für großartiges Filmhandwerk – Cinematografie, Kostümbild, Sounddesign – werden Django Unchained ebenfalls schätzen. Jeder technische Aspekt ist auf höchstem Niveau umgesetzt.

Wer spielt in Django Unchained mit?

  • Jamie Foxx als Django Freeman
  • Christoph Waltz als Dr. King Schultz
  • Leonardo DiCaprio als Calvin J. Candie
  • Kerry Washington als Broomhilda „Hildi“ von Shaft
  • Samuel L. Jackson als Stephen Warren
  • Walton Goggins als Billy Crash
  • Dennis Christopher als Leonide „Leo“ Moguy
  • James Remar als Butch Pooch/Ace Speck
  • Don Johnson als Spencer „Big Daddy“ Bennett
  • Franco Nero als Amerigo Vessepi
  • Bruce Dern als Old Man Carrucan
  • Tom Wopat als U.S. Marshal Gill Tatum
  • Laura Cayouette als Lara Lee Candie-Fitzwilly
  • Ato Essandoh als D’Artagnan
  • Sammi Rotibi als Rodney

Fazit: Lohnt sich Django Unchained?

Nach über zehn Jahren seit der Kinopremiere kann ich mit Sicherheit sagen: Django Unchained hat sich als eines von Tarantinos wichtigsten Werken etabliert. Es ist ein Film, der mich auch heute noch beschäftigt, der wichtige Gespräche über Rassismus und historische Gerechtigkeit anstößt und dabei gleichzeitig großartiges Kino bietet.

Die Kombination aus Jamie Foxx‘ kraftvoller Performance, Christoph Waltz‘ Oscar-würdiger Darstellung und Leonardo DiCaprios widerlichem Candie macht Django Unchained zu einem schauspielerischen Fest. Tarantinos Regie ist reif und fokussiert, die technische Umsetzung makellos.

Ist der Film perfekt? Nein. Er ist zu lang, gelegentlich selbstverliebt und Broomhilda hätte eine stärkere Rolle verdient. Aber diese kleinen Schwächen werden von den enormen Stärken bei weitem überwogen.

Django Unchained ist mehr als nur ein Western – es ist ein wichtiges kulturelles Statement, verpackt in großartiges Entertainment. Ein Film, der sowohl Popcorn-Kino als auch Kunstfilm ist, der provoziert und unterhält, der verstört und begeistert. Absolut sehenswert für alle, die Kino ernst nehmen. 9.2/10 Punkte.

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Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein provokantes Meisterwerk das Tarantinos Stil perfekt mit historischer Wichtigkeit verbindet - Django Unchained ist Western-Kino auf höchstem Niveau.— aus der Wertung von Tribun
Django Unchained ist Tarantino in Bestform: Ein technisch brillanter, schauspielerisch überragender Western, der ein schwieriges historisches Thema intelligent angeht. Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio liefern Karriere-Performances ab, während Richardson's Kameraarbeit und der eklektische Soundtrack den Film zu einem audiovisuellen Fest machen. Ja, der Film ist lang, kontrovers und nichts für schwache Nerven – aber genau das macht ihn zu einem wichtigen Werk des modernen Kinos.

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Antworten Schnelle Antworten zu Django Unchained

Wo kann ich Django Unchained streamen?

Django Unchained läuft aktuell im Abo bei Sky, Prime Video, WOW und RTL+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube und maxdome. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Django Unchained?

Django Unchained hat eine Laufzeit von rund 165 Minuten (2 Stunden und 45 Minuten).

Lohnt sich Django Unchained?

Unsere Redaktion vergibt Django Unchained einen Watcher-Score von 9,2 von 10. Django Unchained ist Tarantino in Bestform: Ein technisch brillanter, schauspielerisch überragender Western, der ein schwieriges historisches Thema intelligent angeht. Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio liefern Karriere-Performances ab, während Richardson's Kameraarbeit und der eklektische Soundtrack den Film zu einem audiovisuellen Fest machen. Ja, der Film ist lang, kontrovers und nichts für schwache Nerven – aber genau das macht ihn zu einem wichtigen Werk des modernen Kinos.

Für wen ist Django Unchained geeignet?

Django Unchained ist vor allem etwas für Drama und Western-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Django Unchained?

Als das Sklavenpaar Django und seine Frau Broomhilda bei einer Auktion getrennt werden, hat Django nur noch ein Ziel vor Augen: seine Frau wiederzufinden.

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Trailer

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Besetzung

Jamie FoxxDjango Freeman
Christoph WaltzDr. King Schultz
Leonardo DiCaprioCalvin J. Candie
Kerry WashingtonBroomhilda von Shaft
Samuel L. JacksonStephen
Walton GogginsBilly Crash
Dennis ChristopherLeonide Moguy
James RemarButch Pooch / Ace Speck
David SteenMr. Stonesipher
Dana GourrierCora

FAQ zu Django Unchained

Ist Django Unchained historisch korrekt?
Django Unchained ist keine Dokumentation, sondern ein fiktiver Western. Während die Darstellung der Sklaverei und des Südens vor dem Bürgerkrieg historisch fundiert ist, ist die Haupthandlung reine Fiktion. Tarantino nutzt den historischen Kontext als Rahmen für seine Rache-Fantasy.
Warum ist der Film so kontrovers?
Die Kontroverse um Django Unchained dreht sich hauptsächlich um den häufigen Gebrauch des N-Wortes, die explizite Gewaltdarstellung und Tarantinos Umgang mit dem sensiblen Thema Sklaverei. Kritiker werfen ihm vor, ein ernstes historisches Thema für Entertainment zu nutzen, während Befürworter die wichtige Anti-Rassismus-Botschaft betonen.
Wie lang ist Django Unchained?
Django Unchained hat eine Laufzeit von 165 Minuten (2 Stunden und 45 Minuten). Damit gehört er zu den längeren Tarantino-Filmen, was bei Zuschauern gelegentlich zu Ermüdungserscheinungen führen kann, besonders im mittleren Teil des Films.
Hat Django Unchained Preise gewonnen?
Ja, Django Unchained war sehr erfolgreich bei Preisverleihungen. Der Film gewann zwei Oscars: Christoph Waltz als Bester Nebendarsteller und Quentin Tarantino für das Beste Original-Drehbuch. Zusätzlich erhielt der Film drei weitere Oscar-Nominierungen, darunter Beste Kamera und Bester Tonschnitt.
Ist Django Unchained eine Fortsetzung des ursprünglichen Django-Films?
Nein, Django Unchained ist keine direkte Fortsetzung des italienischen Western-Films "Django" von 1966 mit Franco Nero. Es handelt sich um eine eigenständige Geschichte, die lediglich den Namen und einige Genre-Elemente übernimmt. Franco Nero hat allerdings einen Cameo-Auftritt in Tarantinos Film.
Wo kann man Django Unchained legal streamen?
Django Unchained ist auf verschiedenen Streaming-Plattformen verfügbar, wobei die Verfügbarkeit je nach Region variiert. Der Film kann typischerweise bei Amazon Prime Video, Netflix (zeitweise), Sky oder als digitaler Kauf/Verleih über Plattformen wie iTunes, Google Play oder Microsoft Store angesehen werden.
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