
The Invite: Olivia Wildes Dinnerparty kippt langsam ins Ungemütliche (2026)
Regie Olivia Wilde107 MinutenDrama, KomödieFSK 12
Mit Olivia Wilde, Seth Rogen, Penélope Cruz, Edward Norton
Von WatchGuide-Redaktion, aktualisiert am 1. Oktober 2026So arbeiten wir
- Flop bis 4,9
- Solide 5 bis 6,9
- Top 7 bis 8,9
- Goldstück ab 9
Kurz gesagt
Nicht im Satz liegt die Spannung, sondern in der halben Sekunde danach, und die gönnt sich der Film zu selten.
WatchGuide-Redaktion schätzt ihn aus internationalen Kritiken mit 7,4 von 10 ein
7,4 von mir. Olivia Wilde sperrt vier Menschen für einen Abend in eine Wohnung, Edward Norton ist freundlich und unberechenbar zugleich, und das 35-Millimeter-Bild macht den Raum zum Mitspieler. Doch der Film ist eine Farce und löst fast jede peinliche Stille mit einer Pointe auf, bevor sie wehtun kann. Ein kluges Kammerspiel für Erwachsene, das lieber lacht als quält.
Dafür
- Edward Norton, freundlich und unberechenbar zugleich
- Die Wohnung erzählt mit, gedreht auf 35-Millimeter-Material
- Vier Schauspieler auf engem Raum, keiner fällt ab
- Ein Kammerspiel für Erwachsene, das Lachen und Schmerz verbindet
Dagegen
- Pointen lösen die Spannung oft zu früh
- Mehr Farce als böser Abend
- Das Tempo der Dialoge lässt kaum Pausen
Wer streamt The Invite?
Stand 28.10.2026Stand 28.10.2026: The Invite ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 4,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).
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Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night, ohne Gewähr
Unsere Einordnung
4 Minuten LesezeitDie Einordnung von WatchGuide-Redaktion, zuletzt überarbeitet am 1. Oktober 2026
Quellen & Einordnung
Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.
Archivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung
„The Invite“ bekommt von mir im WatchGuide-Kinokreis 7,4 von 10. Olivia Wilde sperrt vier Menschen für einen Abend in eine Wohnung, und Edward Norton ist darin so gut wie seit Jahren nicht. Unwohl wurde mir trotzdem seltener, als der Stoff es hergibt. Der Film löst fast jede peinliche Stille mit einer Pointe auf, bevor sie wehtun kann.
Kinostart in Deutschland war der 30. Juli 2026 im Verleih von Tobis, 107 Minuten lang, freigegeben ab 12 Jahren. Wer Kammerspiele mag, in denen Höflichkeit langsam zur Waffe wird, und dabei viel lachen will, sollte ihn sehen. Wer einen bösen Abend sucht, der bis zum Schluss nicht loslässt, bekommt eher eine kluge Komödie mit Stachel.
1Ein Abend, eine Wohnung, ein Vorschlag
Angela und Joe sind seit fünfzehn Jahren verheiratet, und die Ehe steht kurz vor dem Ende. Angela lädt spontan die Nachbarn von oben ein, Pina und Hawk, die man bisher vor allem durch die Decke kannte. Erst geht es um Einrichtung und Käsesorten. Dann machen die Gäste einen Vorschlag, und der Abend dreht sich. Mehr muss man vorher nicht wissen.
Die Vorlage ist der spanische Film „Sentimental“ von Cesc Gay aus dem Jahr 2020, entstanden nach seinem eigenen Theaterstück. Das Drehbuch der amerikanischen Neufassung schrieben Will McCormack und Rashida Jones. Die Bühne merkt man dem Film an, und das ist kein Vorwurf. Es gibt keinen Ausweg in Schauplätze, nur vier Menschen und das, was sie einander zumuten.
2Die Wohnung spielt mit
Gedreht hat Adam Newport-Berra, laut Filmstarts auf analogem 35-Millimeter-Material. Das Korn macht die Wohnung in San Francisco wärmer, als der Abend in ihr ist. Spiegelungen und die Aufteilung des Raums erzählen mit, wer gerade zu wem gehört. Stille setzt Wilde als Werkzeug ein, darauf weist auch die Kritik bei kino-zeit hin. Genau dort ist der Film am stärksten. Nicht im Satz, sondern in der halben Sekunde danach.
Geschnitten haben Yorgos Mavropsaridis, der sonst für Yorgos Lanthimos arbeitet, und Anthony Boys. Die Musik stammt von Devonté Hynes. Beides drängt sich nicht vor und lässt den Schauspielern den Raum. Gut so.
3Edward Norton lächelt, und es wird kalt
Norton spielt Hawk als Mann, der jeden Satz freundlich meint und gerade dadurch unberechenbar wird. Christoph Petersen nennt das bei Filmstarts eine der besten Leistungen seiner Karriere. Dem widerspreche ich nicht. Penélope Cruz gibt Pina mehr Wärme und weniger Kontrolle, und aus diesem Unterschied bezieht das Paar von oben seinen Reiz.
Olivia Wilde führt nicht nur Regie, sie spielt auch Angela, und sie nimmt sich darin nicht wichtiger als die anderen. Nach „Don’t Worry Darling“ ist das ein kleiner, genauer Film, und er steht ihr besser.
4Wo mir die Luft zu schnell wieder normal wurde
Seth Rogen ist gut als Joe, am besten dort, wo er gar nicht witzig sein will. Aber „The Invite“ ist eine Farce und will eine sein. Der Konsens bei Rotten Tomatoes nennt ihn genau so: pervers komisch, eine raffinierte Farce. Für mich ist das zugleich seine Grenze. Die Dialoge sind schnell und dicht, und kaum entsteht eine Pause, in der etwas Unsagbares im Raum hängt, kommt die nächste Pointe und erlöst alle. Ich hätte dem Abend mehr von diesen Pausen gegönnt. Ein Lachen, das im Hals stecken bleibt, ist stärker als eines, das die Spannung abholt.
Wer gemeinsame Essen mag, die zur Falle werden, findet in The Menu die bösere Fassung. Dort traut sich der Film, ungemütlich zu bleiben.
5Wie die Kritik „The Invite“ sieht
Ausgesprochen gut. Bei Rotten Tomatoes sind 96 Prozent von 287 Kritiken positiv, Metacritic kommt auf 82 von 100 aus 47 Kritiken. Filmstarts vergibt vier von fünf Sternen und spricht von einer grandios gespielten Cringe-Komödie mit wahrhaftigem emotionalem Kern, epd Film ebenfalls vier von fünf. Stand der Werte: 1. Oktober 2026.
Meine 7,4 liegen etwas darunter. Nicht weil etwas misslingt, sondern weil ich bei einem Abend wie diesem auf das Unbehagen warte und der Film sich lieber für das Lachen entscheidet. Unsere WatchGuide-Empfehlung zu „The Invite“: ein Kammerspiel für Erwachsene mit vier starken Schauspielern, das sich für einen Abend zu zweit lohnt, gerade wenn man danach noch reden will.
6Wer am Tisch sitzt
- Olivia Wilde als Angela
- Seth Rogen als Joe
- Penélope Cruz als Pina
- Edward Norton als Hawk
Regie: Olivia Wilde. Drehbuch: Will McCormack und Rashida Jones nach dem Film „Sentimental“ von Cesc Gay. Kamera: Adam Newport-Berra. Schnitt: Yorgos Mavropsaridis und Anthony Boys. Musik: Devonté Hynes.
Wer mitspielt
- Olivia WildeAngela
- Seth RogenJoe
- Penélope CruzPina
- Edward NortonHawk
Häufige Fragen zu The Invite
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