Wer streamt Alien?
Verfügbarkeit DEStand 28.07.2026: Alien läuft im Abo bei Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 28.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Alien sehenswert?
Kurze Antwort: JA – Ein zeitloses Meisterwerk, das Sci-Fi und Horror perfekt verschmilzt und auch 45 Jahre später nichts von seiner verstörenden Kraft verloren hat.
Für wen geeignet: Sci-Fi-Fans, Horror-Liebhaber, Cineasten, die atmosphärisches Kino schätzen.
Nicht geeignet für: Empfindliche Zuschauer, Action-Junkies, Fans schneller Schnitte.
Mein Urteil: Scotts Debüt im Science-Fiction-Genre ist ein Lehrstück in Spannungsaufbau und praktischen Effekten. Ein Film, der beweist, dass das Unsichtbare oft bedrohlicher ist als das Gezeigte.
Worum geht es in Alien?
Die Besatzung des Raumfrachters Nostromo wird auf ihrer Heimreise zur Erde von einem Notsignal eines unbekannten Planeten geweckt. Was als Routine-Bergungsmission beginnt, wird zum Überlebenskampf gegen einen perfekten Organismus, der darauf programmiert ist, zu jagen, zu töten und sich zu vermehren.
Die sieben Crewmitglieder erwachen aus dem Hyperschlaf, noch benommen von den Kältekapseln. Ihr Bordcomputer „Mother“ hat sie geweckt – ein mysteriöses Signal von einem weit entfernten Planeten erfordert ihre Aufmerksamkeit. Vertragsklauseln zwingen sie zur Landung und Untersuchung. Was sie dort finden, übersteigt ihre schlimmsten Albträume: Ein außerirdisches Raumschiff, voller geheimnisvoller Eier. Kane, der Executive Officer, wird von einem der Organismen attackiert – ein spinnenartiges Wesen krallt sich an sein Gesicht.
Zurück auf der Nostromo scheint Kane sich zu erholen. Doch während einer gemeinsamen Mahlzeit platzt ein kleines, aggressives Alien aus seiner Brust. Die Kreatur verschwindet in den Lüftungsschächten des Schiffs und beginnt zu wachsen. Einer nach dem anderen fällt dem perfekten Jäger zum Opfer, während die Überlebenden erkennen, dass sie Teil eines größeren, korporativen Spiels sind.
Wie revolutionierte Ridley Scott das Sci-Fi-Kino?
Scott verwandelte das optimistische Star Trek-Universum in einen dreckigen, industriellen Albtraum. Seine Vision von der Zukunft war nicht glänzend und sauber, sondern von Konzern-Gier geprägt, wo Arbeiter im All den gleichen Problemen wie auf der Erde begegnen – nur ohne Fluchtmöglichkeit.
Als ich Alien zum ersten Mal sah, war ich schockiert über diese Vision der Zukunft. Keine eleganten Uniformen wie in Star Trek, sondern Arbeitskleidung. Keine heroischen Entdeckungen, sondern Routine-Bergung. Die Nostromo fühlt sich an wie ein Fabrikschiff – röhrend, dampfend, unpersönlich. Scott hatte verstanden, dass die Zukunft wahrscheinlich genauso kapitalistisch und ausbeuterisch sein würde wie die Gegenwart.
Die Kameraführung von Derek Vanlint unterstützt diese Vision perfekt. Enge Korridore, niedrige Decken, dampfende Rohre – alles wirkt bedrängend und industriell. Scott nutzt Schatten und Dunkelheit meisterhaft, zeigt das Alien nur in Fragmenten. Meine Fantasie arbeitete Überstunden und erschuf Bilder, die grausamer waren als alles, was Scott hätte zeigen können.
Die langsame Erzählweise war 1979 revolutionär für einen „Monsterfilm“. Fast eine Stunde vergeht, bevor das Alien richtig zuschlägt. Scott baut Spannung durch Charakterentwicklung und Atmosphäre auf – heute undenkbar in einem Studio-Film.
Wie brillant ist die Besetzung von Alien?
Sigourney Weaver als Ellen Ripley wurde zur Ikone des Action-Kinos, obwohl die Rolle ursprünglich für einen Mann geschrieben war. Tom Skerritt, John Hurt, Ian Holm und die anderen erschaffen eine Crew, die sich authentisch wie echte Raumfahrer anfühlt – müde, gelangweilt, schlecht bezahlt.
Sigourney Weaver war damals praktisch unbekannt. Ihre Besetzung als Ripley gehört zu den genialsten Casting-Entscheidungen der Filmgeschichte. Sie verkörpert eine neue Art von Heldin – nicht hyperfeminin, nicht übermännlich, sondern pragmatisch und intelligent. Als sie vorschlägt, Kane nicht mit dem Facehugger an Bord zu lassen, hört niemand auf sie. Natürlich ist sie am Ende die Einzige, die überlebt.
John Hurt als Kane liefert eine der unvergesslichsten Szenen der Kinogeschichte ab. Die Chest-Burster-Sequenz traumatisierte mich als Kind – und tut es heute noch. Hurt spielte seine Überraschung authentisch, weil er nicht wusste, wie blutig und heftig die Szene werden würde.
Ian Holm als Ash ist verstörend perfekt. Seine wissenschaftliche Bewunderung für das „perfekte“ Alien hat sexuelle Untertöne, die mich heute noch schaudern lassen. Die Enthüllung, dass er ein Androide ist, kommt völlig überraschend, macht aber rückblickend perfekt Sinn.
Tom Skerritt subvertiert als Dallas alle Erwartungen. Er ist der Kapitän, also müsste er überleben – macht Hollywood normalerweise so. Aber Scott lässt ihn in den Lüftungsschächten sterben, während sein Bewegungsmelder immer schneller piept. Diese Szene ist reiner Stress.
Was macht H.R. Gigers Alien-Design so verstörend?
Der Schweizer Künstler Hans Ruedi Giger erschuf mit dem Xenomorph einen biomechanischen Albtraum, der sexuelle und körperliche Urängste kombiniert. Sein Design ist bewusst phallisch und spielt mit männlichen Vergewaltigungsphantasien – für 1979 revolutionär verstörend.
Giger war besessen von der Verbindung zwischen Sex und Tod, zwischen Organischem und Maschinellem. Sein Alien ist ein wandelnder Freud’scher Alptraum – der längliche Kopf, die inneren Kiefer, die Art, wie es in Körper eindringt. Als Kind verstand ich nicht, warum mich diese Kreatur so verstörte. Heute begreife ich: Giger hatte Ängste visualisiert, die tief in unserem Unterbewusstsein verwurzelt sind.
Die Produktion war ein Nightmare. Giger arbeitete in einer Ecke der Shepperton Studios, umgeben von verrottenden Tierknochen und Schlachtabfällen, die er in das Kostüm integrierte. Gegen Ende der Dreharbeiten stank das Set bestialisch. Bolaji Badejo, der 2,08 Meter große Nigerianer, der das Alien verkörperte, konnte nur 15-20 Minuten im Kostüm bleiben.
Die Studios wollten anfangs ein „klassischeres“ Monster. Gott sei Dank setzte sich Scott durch. Gigers Vision definierte nicht nur diesen Film, sondern beeinflusste Jahrzehnte von Horror- und Sci-Fi-Design.
Wie revolutionär ist Jerry Goldsmiths Filmmusik?
Goldsmiths atonal-dissonante Partitur verstärkt die Bedrohung, ohne sie zu übertönen. Seine Musik kriecht unter die Haut wie das Alien selbst – organisch, unvorhersagbar, verstörend. Leider schnitt Scott große Teile heraus und ersetzte sie durch klassische Musik.
Die Geschichte um die Filmmusik fasziniert mich bis heute. Goldsmith komponierte eine der innovativsten Horror-Partituren der 70er Jahre. Seine Verwendung unkonventioneller Instrumente und atonaler Harmonien war perfekt für Scotts Vision. Doch der Regisseur fand die Musik „zu präsent“ und kürzte sie drastisch.
Goldsmith war verständlicherweise sauer. Jahrelang sprach er kaum mit Scott. Ironisch, dass heute sowohl die gekürzte Film-Version als auch Goldsmiths komplette Partitur als Meisterwerke gelten. Die klassische Musik, die Scott stattdessen verwendete, funktioniert tatsächlich – schafft einen surrealen Kontrast zur Gewalt.
Als Komponist hätte ich wahrscheinlich genauso reagiert wie Goldsmith. Monatelang an etwas arbeiten, nur um zu sehen, wie es zerstückelt wird? Brutal. Aber das Endergebnis rechtfertigt Scotts Entscheidung.
Was sind die größten Stärken von Alien?
Die perfekte Balance zwischen Sci-Fi und Horror, die langsam aufbauende Spannung, die authentischen Charaktere und die zeitlosen praktischen Effekte. Scott erschuf einen Film, der 45 Jahre später immer noch frisch und bedrohlich wirkt – eine Seltenheit im Genre.
Alien funktioniert auf so vielen Ebenen gleichzeitig. Als Sci-Fi-Film präsentiert er eine glaubwürdige Zukunftsvision. Als Horrorfilm nutzt er unsere primitivsten Ängste. Als Sozialkommentar kritisiert er Kapitalismus und Konzern-Gier. Als feministisches Statement etabliert er eine neue Art von Heldin.
Die praktischen Effekte sind der wahre Star. Kein CGI, sondern Handwerk. Blut, Schleim, mechanische Puppen – alles physisch präsent. Deshalb altert der Film nicht. CGI aus den 80ern sieht heute lächerlich aus, aber Scotts Alien ist immer noch bedrohlich.
Die Pacing ist meisterhaft. Moderne Blockbuster würden nach 20 Minuten das erste Monster-Attack haben. Scott lässt sich Zeit, baut Charaktere auf, etabliert die Welt. Wenn das Chaos ausbricht, sind wir emotional investiert.
Der Realismus der Charaktere beeindruckt mich immer wieder. Das sind keine Helden, sondern Arbeiter. Sie streiten über Bezahlung, sind müde, genervt. Genau so würden echte Raumfahrer reagieren.
Welche Schwächen hat Alien?
Das langsame Tempo kann moderne Zuschauer frustrieren, einige Spezialeffekte wirken heute datiert, und die Wissenschaft ist gelegentlich fragwürdig. Außerdem sind mehrere Charaktere eher Funktionsträger als vollständig entwickelte Persönlichkeiten.
Seien wir ehrlich: Alien ist ein Produkt seiner Zeit. Das Tempo ist für 2024-Verhältnisse glacial langsam. Die erste Stunde passiert wenig Action – das kann Netflix-geschädigte Zuschauer abschrecken. Ich liebe es, aber ich verstehe die Kritik.
Einige Effekte sind erkennbar datiert. Das Modell der Nostromo sieht manchmal nach Modell aus. Der Alien-Anzug hat Momente, wo man merkt, dass da ein Mensch drin steckt. Aber ehrlich? Das stört mich nicht. Es verleiht dem Film Charakter.
Die Wissenschaft macht oft keinen Sinn. Warum haben sie keine besseren Kommunikationssysteme? Warum teilen sie sich auf? Warum hat niemand vernünftige Waffen? Typische Horror-Logik halt.
Charaktere wie Brett oder Parker sind eher Stereotype als echte Menschen. Der schwarze Mechaniker, der sich opfert. Der wortkarge Sidekick. Aber für 1979 war das normale Praxis.
Das größte Problem: Der Film ist so einflussreich, dass er von Nachahmern ausgeschlachtet wurde. Manche seiner Schocks wirken heute wie Klischees – aber nur, weil jeder von ihm geklaut hat.
Für wen ist Alien geeignet?
Perfekt für Fans atmosphärischen Horrors, Sci-Fi-Enthusiasten und Cineasten, die handwerkliche Perfektion schätzen. Weniger geeignet für Action-Junkies, empfindliche Gemüter oder Zuschauer, die schnelle Schnitte und konstante Stimulation brauchen.
Als Filmkritiker empfehle ich Alien jedem, der verstehen will, wie man Spannung aufbaut. Das ist ein Lehrbuch für atmosphärischen Horror. Wenn du Filme wie The Thing, Annihilation oder Colour Out of Space liebst, ist das dein Ding.
Für Sci-Fi-Fans ist es Pflichtprogramm. Alien definierte das „Haunted House im Weltraum“-Subgenre und beeinflusste alles von Dead Space bis The Expanse. Ohne Alien gäbe es keine Borg in Star Trek, kein Event Horizon, keine Neomorphs in Alien: Covenant.
Horror-Fans sollten vorbereitet sein: Das ist kein Slasher mit hoher Leichenzahl. Die Kills sind selten, aber dafür umso wuchtiger. Body-Horror-Elemente dominieren – wenn dich Körperdeformation und Penetrations-Ängste triggern, lass die Finger weg.
Families definitiv nicht. Die FSK 16 ist berechtigt. Die Chest-Burster-Szene traumatisiert Erwachsene, was macht sie erst mit Kindern? Und die sexuellen Untertöne sind nichts für Familienabende.
Action-Fans könnten enttäuscht sein. Das ist kein Aliens mit seinen Space Marines und Pulse Rifles. Hier gibt es eine Flammenwerferin, eine Harpune und viel, viel Angst.
Wer spielt in Alien mit?
- Sigourney Weaver als Ellen Ripley
- Tom Skerritt als Dallas
- Veronica Cartwright als Lambert
- Harry Dean Stanton als Brett
- John Hurt als Kane
- Ian Holm als Ash
- Yaphet Kotto als Parker
- Bolaji Badejo als das Alien
Fazit: Lohnt sich Alien?
Nach über vier Jahrzehnten und unzähligen Sichtungen kann ich definitiv sagen: Alien ist einer der wenigen Filme, die ihre Wirkung nie verlieren. Scotts Debüt im Science-Fiction-Genre bewies, dass Horror und Sci-Fi perfekte Partner sein können, wenn beide Genres mit Respekt und Intelligenz behandelt werden.
Was mich heute noch beeindruckt, ist die Zeitlosigkeit des Films. Die Konzern-Kritik wirkt aktueller denn je, die Geschlechterrollen sind progressiv ohne aufgesetzt zu wirken, und die praktischen Effekte beschämen moderne CGI-Orgien. Das ist Kino, wie es sein sollte: intelligent, handwerklich perfekt und emotional ehrlich.
Alien bleibt für mich der Beweis, dass Geduld im Kino belohnt wird. In einer Zeit von Marvel-Filmen und Netflix-Binge-Watching ist Scotts langsamer Spannungsaufbau fast revolutionär. Nehmt euch die Zeit für diesen Film – ihr werdet es nicht bereuen.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Ein zeitloses Meisterwerk des Weltraum-Horrors, das beweist: Im All kann dich niemand schreien hören - aber auf der Erde schreien wir immer noch mit.— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Alien
Wo kann ich Alien streamen?
Alien läuft aktuell im Abo bei Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Alien?
Alien hat eine Laufzeit von rund 116 Minuten (1 Stunde und 56 Minuten).
Lohnt sich Alien?
Unsere Redaktion vergibt Alien einen Watcher-Score von 9,0 von 10. MUST-SEE FÜR JEDEN FILMFAN!
Für wen ist Alien geeignet?
Alien ist vor allem etwas für Horror und Science Fiction-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.
Worum geht es in Alien?
Die Besatzung des Weltraumfrachters Nostromo - darunter der dritte Offizier Ellen Ripley - befindet sich im künstlichen Tiefschlaf. Plötzlich empfängt ihr Schiff ein SOS-Signal.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Alien
Warum ist Alien auch nach 45 Jahren noch so erschreckend?
Wie viele Alien-Filme gibt es insgesamt?
Ist die Chest-Burster-Szene echt geschockt worden?
Warum überlebt ausgerechnet Ripley?
Was bedeutet der Titel des Films?
Sind die wissenschaftlichen Aspekte realistisch?
Der Saal
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1 Kommentar
ich liebe das Alien und das Design dazu von H. R. Giger ist einfach der Hammer.
Ich finde zwar Sigourney Weaver sch… nicht so toll, aber da der Rest vom Film so gut ist, kann ich über dieses Übel hinwegsehen.