Countdown zum Kinostart
Clayface: DCs Monsterfilm will richtig wehtun ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von NordNoirClayface soll in Deutschland nach aktuellem TMDB-/Krake-Stand am 22.10.2026 ins Kino kommen, einen Tag vor dem von TheWrap gemeldeten US-Termin am 23.10.2026. Das klingt erst einmal wie der nächste DC-Film im Kalender. Ist es aber nicht ganz. Hier bekommt nicht Batman die Bühne, sondern Matt Hagen: ein Hollywood-Schauspieler, dessen Gesicht, Karriere und Identität in Richtung Monster kippen. Wenn DC das ernst meint, könnte Clayface der schmutzigste Comicfilm des neuen DCU werden.
Wichtig: Das hier ist eine Preview, keine Kritik. Der Film ist laut TMDB in Post Production, belastbare Kritiken, Publikumswerte und deutsche Freigabe fehlen noch. Trotzdem ist Clayface spannend, weil James Watkins inszeniert, Mike Flanagan und Hossein Amini am Drehbuch stehen und Tom Rhys Harries die Hauptfigur spielt. Das ist kein normales Superhelden-Paket. Das riecht nach Body Horror mit Studiologo.
DC macht den Schlamm endlich ernst
Clayface ist als Figur immer ein Geschenk an Filmemacher gewesen, die mehr wollen als Kostüm gegen Kostüm. Ein Mensch verliert sein Gesicht, sein Körper wird formbar, die Grenze zwischen Rolle und Selbstbild bricht weg. Das ist Batman-Schurkenstoff, ja, aber eigentlich auch pures Horror-Material.
TMDB beschreibt den Film als Geschichte über einen aufstrebenden Hollywood-Star, der vom Menschen zum rachegetriebenen Monster abrutscht. TheWrap nennt als Version des Charakters Matt Hagen. Das ist interessant, weil Hagen in den Comics nicht einfach nur ein verkleideter Killer ist, sondern eine Figur, deren Körper zur offenen Wunde wird. Genau dort liegt die Chance.
Für WatchGuide sitzt Clayface deshalb zuerst bei den Horror-Filmen, auch wenn DC, Gotham und Comic-Kanon natürlich mitschwingen. Wenn du bei Superheldenkino vor allem Explosionen erwartest, wird das hier hoffentlich ungewohnt. Wenn du bei Body Horror sofort an kaputte Haut, Identitätsverlust und unangenehme Spiegelbilder denkst, wird es spannend.
Tom Rhys Harries ist hier kein Platzhalter
Tom Rhys Harries spielt Matt Hagen beziehungsweise Clayface. TheWrap nennt außerdem Naomi Ackie, David Dencik, Max Minghella und Eddie Marsan im Cast. TMDB ergänzt Nancy Carroll, Joshua James und Wil Coban. Noch wissen wir wenig über die Rollenverteilung, aber der Schwerpunkt ist klar: Harries muss den Film tragen.
- Tom Rhys Harries spielt Matt Hagen / Clayface, also den Mann, dessen Karriere, Gesicht und Körper offenbar gleichzeitig zerbrechen.
- Naomi Ackie ist gelistet, ihre konkrete Rolle bleibt Stand 28.05.2026 noch offen.
- David Dencik bringt schon vom Typ her eine kühle, schwer lesbare Energie mit. Perfekt, falls der Film eine wissenschaftliche oder industrielle Schattenseite braucht.
- Max Minghella wird bei TMDB als John geführt. Was das für Matt Hagens Absturz bedeutet, ist noch nicht sauber einzuordnen.
- Eddie Marsan ist so ein Name, bei dem ich sofort hoffe, dass der Film ihm eine unangenehme Nebenrolle gibt.
- Wil Coban ist als Bones gelistet, was für einen Body-Horror-Film schon fast zu passend klingt.
Das Gute daran: Clayface braucht keinen überfüllten Cast, wenn die Hauptfigur funktioniert. Diese Figur lebt davon, dass man den Menschen noch erkennt, während das Monster schon gewinnt. Harries muss also nicht nur gruselig aussehen. Er muss den Verlust spielbar machen.
Mike Flanagan im Drehbuch ist der Köder
Mike Flanagan ist nicht automatisch eine Garantie, aber sein Name verändert die Erwartung. Er interessiert sich oft weniger für den schnellen Schock als für Figuren, die Schuld, Trauer oder Selbsttäuschung mit sich herumschleppen. Bei Clayface passt das fast unverschämt gut.
Das Drehbuch stammt laut TMDB und TheWrap von Flanagan und Hossein Amini, Regie führt James Watkins. Watkins kommt aus einer Ecke, die Horror nicht nur als Kulisse kennt. Speak No Evil und The Woman in Black sind keine identischen Vorlagen für Clayface, aber sie zeigen, dass er Spannung über Unbehagen bauen kann. Genau das braucht dieser Stoff.
Wenn Clayface nur ein DC-Nebenprodukt wird, ist die Idee verschenkt. Wenn der Film aber wirklich vom Verlust der eigenen Gestalt erzählt, dann liegt er näher bei Die Fliege als bei einem normalen Batman-Gegner. Cronenbergs Klassiker ist natürlich eine andere Liga, aber die Grundangst ist verwandt: Was passiert, wenn der Körper plötzlich nicht mehr das Zuhause ist?
Kein Batman-Film, trotzdem Gotham im Nacken
Der Reflex ist klar: Clayface, also Batman. TheWrap ordnet den Film aber als DCU-Titel ein und verweist auf den Matt-Hagen-Ansatz, während Batman selbst bislang nicht als Zentrum verkauft wird. Das kann dem Film guttun. Ein Monsterfilm über Clayface wird kleiner, dreckiger und wahrscheinlich interessanter, wenn er nicht alle fünf Minuten nach dem Dunklen Ritter schielt.
Für die Einordnung auf WatchGuide helfen trotzdem die DC-Schienen. Wer sehen will, wo dieser Film im größeren Markenchaos landet, kann über die DC-Filme-Reihenfolge einsteigen. Wer die Batman-Seite vergleichen will, landet bei The Batman. Clayface dürfte aber eher der Gegenentwurf zu glattem Heldenkino sein.
Spannend wird auch der Kalender: Supergirl kommt vorher als deutlich hellerer DCU-Baustein. Clayface im Oktober wirkt daneben wie eine bewusste Gegenfarbe. Erst Kosmos, dann Körper. Erst Umhang, dann Wunde. Das kann für DC genau die Abwechslung sein, die viele Comicfilme zuletzt vermisst haben.
Das CinemaCon-Material klingt nach Körperhorror
TheWrap beschrieb im April 2026 erstes CinemaCon-Material, in dem Matt Hagens Gesicht entstellt ist, schmilzt und seine Form verliert. Außerdem ist von einer spitzen Hand und einem Badewannenbild die Rede, bevor das Gesicht vollständig zu einer tonartigen Masse wird. Das ist kein Beweis für einen guten Film. Aber es ist ein ziemlich klares Signal für die Richtung.
Der TMDB-Import liefert inzwischen Poster, Backdrop und einen Trailer-Key. Für WatchGuide heißt das trotzdem: kein händischer externer YouTube-Abgang im Artikel, kein Trailer-Hype aus Luft, sondern sauber über die Systemdaten arbeiten. Bei einem Film im Vorlauf kann sich genau dieser Medienstand schnell verschieben.
Als Genre-Mix stehen Horror, Thriller und Science Fiction in den Daten. Das passt. Der Horror kommt über den Körper, der Thriller über Absturz und Rache, die Science-Fiction über das, was mit Matt Hagen gemacht wird oder was er sich selbst antut. Bei Das Ding aus einer anderen Welt ging es um Misstrauen gegenüber Körpern. Clayface könnte diese Angst ins Gesicht eines Schauspielers setzen.
Streaming ist gerade kein Thema
Clayface ist klar als Kinofilm angelegt. TMDB listet für Deutschland aktuell keine Watch-Provider, und vor dem Kinostart am 22.10.2026 ergibt Streaming nur als spätere Frage Sinn. Das WatchGuide-Streamingmodul bleibt trotzdem drin, weil es nach dem Kinofenster automatisch nützlich werden kann.
Mein aktuelles Erwartungslevel: vorsichtig hoch. Nicht wegen DC als Marke, sondern trotz DC als Marke. Clayface kann kippen, wenn das Studio Angst vor dem eigenen Horror bekommt. Aber die Zutaten sind erstaunlich sauber: Matt Hagen als tragische Hauptfigur, Tom Rhys Harries als frisches Gesicht, James Watkins für den düsteren Ton, Flanagan/Amini für die Fallhöhe und ein Oktober-Start, der sich nach Halloween-Fenster anfühlt.
Für mich ist das kein Pflicht-Hype, sondern ein Ticketcheck mit echtem Überraschungspotenzial. Wenn DC den Film klein, fies und körperlich bleiben lässt, kann Clayface der seltene Comicfilm werden, der sich nicht für seine Hässlichkeit entschuldigt. Genau das wäre mal wieder gesund. Also, auf ungesunde Weise.
Erwartungen vor dem Start
keine Wertung✅ Darauf freuen wir uns
- Tom Rhys Harries als Matt Hagen, Mike-Flanagan-Stoff, James Watkins mit Horror-Erfahrung, DCU wagt einen echten Tonwechsel
❓ Das macht uns nervös
- Trailer- und Terminlage frisch und beweglich, viele Nebenrollen noch unklar, Risiko dass DC den Body-Horror am Ende weichzeichnet
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