Poster zum Film Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld (1981)

Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld (1981)

🎬 Film 99 Min. Science FictionAction
⚡ Kurz gesagt

Die Klapperschlange ist älter als ich. Deutlich älter. Und trotzdem hat der Film eine Energie, die manche modernen Actionfilme mit dem hundertfachen Budget nicht hinbekommen. Snake Plissken ist der Prototyp für jeden coolen Einzelgänger der letzten vier Jahrzehnte, und Kurt Russell spielt ihn mit einer Lässigkeit, die nicht gespielt wirkt. Carpenter hat mit 6 Millionen Dollar einen ganzen dystopischen Kosmos erschaffen, der sich realer anfühlt als manche CGI-Welt von heute. Der dritte Akt wird etwas chaotisch und das Budget sieht man an manchen Stellen. Aber wenn Snake am Ende seine letzte Sze Watcher-Score 7,5/10.

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Wer streamt Die Klapperschlange?

Verfügbarkeit DE

Stand 07.08.2026: Die Klapperschlange läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 07.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von CineTom

Die Klapperschlange von John Carpenter kam 1981 ins Kino, und ich war noch nicht mal ein Konzept im Kopf meiner Eltern.

Kurt Russell als Snake Plissken, Augenklappe, Lederjacke, null Respekt für Autoritäten. Manhattan ist ein Hochsicherheitsgefängnis, der Präsident wurde entführt, und ein Typ mit dem coolsten Namen der Filmgeschichte hat 24 Stunden Zeit. 6 Millionen Dollar Budget. Sechs. Und trotzdem sieht das Teil aus, als hätte es das Zehnfache gekostet. 7.5 von mir. Und das von einem Film, der älter ist als ich.

Snake Plissken. Der OG aller Antihelden.

Leute, ich muss das mal klarstellen. Jeder coole Actionheld der letzten 40 Jahre schuldet Snake Plissken etwas. Jeder. Neo? Lederoutfit, Sonnenbrille, Einzelgänger. John McClane? Wird gegen seinen Willen zum Helden. Solid Snake aus Metal Gear Solid? Hideo Kojima hat buchstäblich zugegeben, dass er den Charakter nach Snake Plissken modelliert hat. Der Name. Die Augenklappe. Die One-Liner. Das „Ich dachte, du wärst tot“-Running Gag. Alles von hier.

Kurt Russell war vorher ein Disney-Schauspieler. Disney. Der Mann hat Filme wie „The Computer Wore Tennis Shoes“ gemacht, und dann kommt Carpenter und sagt: Hier, spiel den härtesten Typen der Filmgeschichte. Und Russell liefert. Nicht durch Schreien, nicht durch Bodybuilder-Muskeln, sondern durch eine Haltung, die sagt: Mir ist alles egal, und genau deswegen bin ich gefährlich. Das ist nicht Acting. Das ist Aura.

6 Millionen Dollar. Das ist weniger als ein Marvel-Trailer.

Das Budget muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. 6 Millionen Dollar. 1981. Inflation eingerechnet sind das heute vielleicht 20 Millionen. Dafür bekommt man bei einem modernen Blockbuster die Catering-Rechnung. Carpenter hat mit diesem Geld ein ganzes dystopisches New York erschaffen – okay, technisch gesehen war es St. Louis, Missouri, wo ein paar Blocks tatsächlich so runtergekommen waren, dass man sie als postapokalyptisches Manhattan verkaufen konnte. Plietsch gemacht.

Der Trick ist Beleuchtung. Carpenter filmt nachts, mit minimaler Ausleuchtung, und plötzlich sieht jede Straßenecke aus wie das Ende der Zivilisation. Die Matte Paintings von Panoramic Studios für die Skyline-Shots sind handgemacht und sehen besser aus als manche CGI von 2024. Rotten Tomatoes gibt dem Film 86% bei den Kritikern. Für einen Low-Budget-SciFi-Actionfilm von 1981 ist das eine krasse Nummer. Einspielergebnis: 50 Millionen Dollar. Das Achtfache des Budgets. Return on Investment: legendary.

Manhattan als Gefängnis. Worldbuilding mit drei Sätzen.

Das Setup wird in den ersten fünf Minuten erklärt. 1988 – ja, der Film spielt 1997, was mittlerweile auch schon fast 30 Jahre her ist – ist die Kriminalitätsrate in den USA um 400% gestiegen. Lösung: Manhattan wird zur Gefängnisinsel. Brücken vermint, Mauern hochgezogen, wer reinkommt, kommt nicht mehr raus. Fertig. Kein langes Exposition-Dump, keine holprige Erklärung. Carpenter braucht drei Sätze und einen Textcrawl, und du kaufst ihm das ab.

Das ist Worldbuilding auf einem Level, das manche SciFi-Filme mit dem zehnfachen Budget nicht hinbekommen. Kein Wikipedia-Eintrag im Dialog, kein Charakter der einem anderen Charakter erklärt, was beide schon wissen sollten. Snake kommt rein, sieht was los ist, und wir sehen es mit ihm. Show don’t tell. Carpenter hat das begriffen, bevor es ein Reddit-Buzzword war.

Isaac Hayes als Bösewicht. Ja, der Shaft-Typ.

Isaac Hayes – der Mann der „Theme from Shaft“ geschrieben hat, einer der wichtigsten Soul-Musiker aller Zeiten – spielt hier den Duke of New York, den selbsternannten König der Gefängnisinsel. Er fährt einen Cadillac mit Kronleuchtern auf der Motorhaube. Im Ernst. Kronleuchter. Auf einem Auto. In einem Gefängnis.

Hayes spielt den Duke mit einer Coolness, die fast an Russell rankommt. Fast. Daneben stehen Lee Van Cleef als Polizeichef Hauk – ja, der Lee Van Cleef aus den Sergio-Leone-Western – und Donald Pleasence als der hilfloseste Präsident der Filmgeschichte. Harry Dean Stanton als Brain, Ernest Borgnine als Cabbie mit seiner Taxifahrer-Mentalität, Adrienne Barbeau als Maggie. Jede Figur hat vielleicht zehn Minuten Screentime. Jede bleibt hängen.

Carpenter und Russell. Die beste Bromance des Kinos.

Die Klapperschlange war die erste Zusammenarbeit von John Carpenter und Kurt Russell. Danach kamen The Thing, Big Trouble in Little China, Elvis. Vier Filme, und jeder einzelne davon ist auf seine Art legendär. Diese Regisseur-Schauspieler-Combo ist auf einem Level mit Scorsese und De Niro. Real talk. Carpenter wusste, was Russell konnte, bevor Russell es selbst wusste. Und Russell hat Carpenter vertraut, bevor Carpenter sich das verdient hatte.

Carpenter hat den Soundtrack selbst geschrieben. Synthesizer, minimalistisch, bedrohlich. Das Hauptthema ist fünf Noten und ein Bassline, und es ist einer der erkennbarsten Film-Soundtracks der 80er. Der Mann hat Regie geführt, das Drehbuch mitgeschrieben und die Musik komponiert. Für 6 Millionen Dollar. Wenn das kein Boss Move ist, weiß ich nicht was einer ist.

Das Ensemble von Manhattan Island

  • Kurt Russell als Snake Plissken – Augenklappe, Lederjacke, null Fürsorge. Der originale Antiheld.
  • Lee Van Cleef — Polizeichef Bob Hauk. Der Mann hat mit Clint Eastwood Western gedreht und steht hier als Snakes Auftraggeber. Crossover der Extraklasse.
  • Isaac Hayes als der Duke of New York, A-Number-One. Cadillac mit Kronleuchtern. Mehr muss man nicht wissen.
  • Donald Pleasence als US-Präsident, der ungefähr so presidential wirkt wie ein Buchhalter auf Betriebsausflug
  • Harry Dean Stanton als Brain – der Typ der in jedem Film auftaucht und immer der interessanteste Mensch im Raum ist
  • Ernest Borgnine — Cabbie, der fröhlichste Mensch in einem Hochsicherheitsgefängnis. Borgnine war 64 und hatte mehr Energie als ich mit 28.
  • Adrienne Barbeau als Maggie. Underrated in jeder Szene.


Synchronstudio: Interopa Film GmbH, Berlin
Jahr: 1981
Dialogregie: Joachim Kunzendorf

Kurt Russell|Snake Plissken|Manfred Lehmann
Lee Van Cleef|Polizeichef Hauk|Gottfried Kramer
Donald Pleasence|US-Präsident|Peter Schiff
Isaac Hayes|Der Duke von New York|Michael Chevalier
Harry Dean Stanton|Brain|Friedrich Georg Beckhaus
Adrienne Barbeau|Maggie|Evelyn Gressmann
Ernest Borgnine|Cabbie|Gerd Duwner
Tom Atkins|Rehme|Ingolf Gorges

Quelle: Synchronkartei.de

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Die Klapperschlange hat DNA in so vielen Filmen, dass man eine ganze Watchlist daraus bauen kann. Blade Runner kam ein Jahr später und macht mit Los Angeles 2019 das, was Carpenter mit New York 1997 gemacht hat – eine Stadt als dystopischen Albtraum inszenieren. Predator ist der Actionfilm, in den Snake Plissken perfekt reinpassen würde. Terminator 2 hat die gleiche „ein Mann gegen das System“-Energie mit besserem Budget. Und Carpenters eigener The Thing von 1982 ist der Film, den er direkt danach mit Russell gedreht hat – gleiche Chemie, komplett anderes Genre, gleich gut.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Dafür

  • Snake Plissken ist einer der krassesten Filmcharaktere aller Zeiten
  • 6 Millionen Dollar Budget sieht aus wie 60
  • Carpenters Synth-Soundtrack ist iconic

Dagegen

  • Budget-Grenzen sieht man stellenweise
  • Dritter Akt verliert etwas an Fahrt
Call me Snake.— aus der Wertung von CineTom
Die Klapperschlange ist älter als ich. Deutlich älter. Und trotzdem hat der Film eine Energie, die manche modernen Actionfilme mit dem hundertfachen Budget nicht hinbekommen. Snake Plissken ist der Prototyp für jeden coolen Einzelgänger der letzten vier Jahrzehnte, und Kurt Russell spielt ihn mit einer Lässigkeit, die nicht gespielt wirkt. Carpenter hat mit 6 Millionen Dollar einen ganzen dystopischen Kosmos erschaffen, der sich realer anfühlt als manche CGI-Welt von heute. Der dritte Akt wird etwas chaotisch und das Budget sieht man an manchen Stellen. Aber wenn Snake am Ende seine letzte Szene spielt, ist das ein Moment der so based ist, dass ich fast aufgestanden bin. Fast.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld

Wo kann ich Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld streamen?

Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld?

Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld hat eine Laufzeit von rund 99 Minuten (1 Stunde und 39 Minuten).

Lohnt sich Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld?

Unsere Redaktion vergibt Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld einen Watcher-Score von 7,5 von 10. Die Klapperschlange ist älter als ich. Deutlich älter. Und trotzdem hat der Film eine Energie, die manche modernen Actionfilme mit dem hundertfachen Budget nicht hinbekommen. Snake Plissken ist der Prototyp für jeden coolen Einzelgänger der letzten vier Jahrzehnte, und Kurt Russell spielt ihn mit einer Lässigkeit, die nicht gespielt wirkt. Carpenter hat mit 6 Millionen Dollar einen ganzen dystopischen Kosmos erschaffen, der sich realer anfühlt als manche CGI-Welt von heute. Der dritte Akt wird etwas chaotisch und das Budget sieht man an manchen Stellen. Aber wenn Snake am Ende seine letzte Sze

Für wen ist Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld geeignet?

Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld ist vor allem etwas für Science Fiction und Action-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld?

New York im Jahre 1997: Aufgrund der hohen Verbrechensrate ist ganz Manhattan in ein riesiges Hochsicherheits-Gefängnis mit über drei Millionen Verbrechern umgewandelt worden. Ausgerechnet hier stürzt die Air Force One mit dem US-Präsidenten ab.

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Trailer

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Besetzung

Kurt RussellSnake Plissken
Lee Van CleefPolice Commissioner Bob Hauk
Ernest BorgnineCabbie
Donald PleasencePresident of the United States
Isaac HayesThe Duke of New York
Season HubleyGirl in Chock Full O'Nuts
Harry Dean StantonHarold 'Brain' Helman
Adrienne BarbeauMaggie
Tom AtkinsRehme
Charles CyphersSecretary of State

FAQ zu Die Klapperschlange: Snake Plissken, der originale Antiheld

Gibt es eine Fortsetzung?
Ja, Die Klapperschlange 2 – Flucht aus L.A. von 1996. Carpenter und Russell nochmal zusammen, diesmal mit mehr Budget und weniger Magie. Der Film hat seine Momente, aber er ist ein Sequel das niemand gebraucht hat. Wie ein DLC das okay ist, aber das Originalspiel nicht besser macht.
Ist Snake Plissken die Inspiration für Solid Snake?
Ja. Hideo Kojima hat das in Interviews bestätigt. Der Name, die Augenklappe, der Einzelgänger-Vibe, das "Ich dachte du wärst tot"-Motiv – alles von Snake Plissken. Metal Gear Solid wäre ohne diesen Film ein anderes Spiel. Lowkey einer der einflussreichsten Filmcharaktere für die Gaming-Industrie.
Wo wurde Die Klapperschlange gedreht?
Hauptsächlich in St. Louis, Missouri. Einige Blocks dort sahen 1980 tatsächlich so heruntergekommmen aus, dass man sie als postapokalyptisches Manhattan verkaufen konnte. Dazu kamen Matte Paintings für die Skyline-Shots. Für 6 Millionen Dollar hat Carpenter das Maximum rausgeholt.
Wie alt war Kurt Russell beim Dreh?
30. Er sieht aus wie Mitte Zwanzig, bewegt sich wie jemand der nichts zu verlieren hat, und hat eine Screen Presence die doppelt so alt wirkt. Russell hat nach diesem Film nie wieder einen Disney-Film gemacht. Verständlich.
Gibt es ein Remake?
Seit Jahren wird darüber geredet, passiert ist nichts. Und ich sage: Lasst es. Snake Plissken ist Kurt Russell. Punkt. Das kann man nicht recasten, das kann man nicht updaten, das kann man nicht mit CGI verbessern. Manche Filme darf man nicht anfassen.
Wer hat den Soundtrack gemacht?
John Carpenter selbst. Synthesizer, minimalistisch, fünf Noten die sofort im Kopf bleiben. Der Mann hat Regie geführt, mitgeschrieben und die Musik gemacht. Für 6 Millionen. Absolute Legend.
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