Das Ende der Sterne (The Dog Stars, 2026) hat die schönsten Flugszenen des Kinojahres und eine Geschichte, die nach der ersten Stunde nicht mehr weiß, wohin sie will. Ridley Scott verfilmt Peter Hellers Roman als Endzeitfilm mit drei Richtungen. Im WatchGuide-Kinokreis gebe ich ihm 6,9 von 10.
Jacob Elordi spielt Hig, einen Piloten, der nach einer Pandemie mit seinem Hund Jasper und Josh Brolin in einem Hangar in Colorado lebt. In Deutschland läuft der Film seit dem 27. August 2026, ab 16 Jahren.
Quellen & Einordnung
Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.
Trailer
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Unsere Einordnung
von WatchGuide-RedaktionEine Cessna, ein Hund und ein Funksignal
Hig fliegt über ein leeres Land, Bangley bewacht mit dem Gewehr den Hangar. Als über Funk eine fremde Stimme auftaucht, fliegt Hig los, um herauszufinden, woher sie kommt. Mehr muss man vorher nicht wissen. Die erste Stunde erzählt genau das, und sie erzählt es gut.
Die Welt hat klare Regeln: Jeder Fremde kann eine Gefahr sein, und das Flugzeug ist die einzige Freiheit, die Hig geblieben ist. Solange der Film sich an diese Regeln hält, trägt er.
Hier sieht man, wo das Geld hingegangen ist
Kameramann Erik Messerschmidt fotografiert die Flüge so, dass man die Höhe spürt. Gedreht wurde von April bis Juni 2025 in Italien, im Friaul, in den Abruzzen und in Cinecittà in Rom, dazu kamen die Pinewood Studios. Italien spielt Colorado, und das fällt nie auf. Im Film fliegt Hig eine Cessna A185E Skywagon mit Spornrad, im Roman war es eine Cessna 182.
Das Budget ist nicht offiziell bestätigt, die Angaben reichen von 70 bis 110 Millionen Dollar. Man sieht es in jeder Einstellung über den Bergen.
Drei Filme in einem
Der Film will mehrere Filme auf einmal sein. Neben dem ruhigen Flugfilm stecken darin ein Überlebensfilm mit berittenen Plünderern und eine Geschichte mit Margaret Qualley als Sanitäterin Cima und Guy Pearce als ihrem Vater. Dazu kommen Allison Janney als verwirrte ehemalige Flugbegleiterin und Benedict Wong als Anführer einer Mennonitengemeinde. Jede dieser Richtungen hätte einen eigenen Film getragen. Zusammen bremsen sie sich gegenseitig.
Genau das werfe ich dem Drehbuch von Mark L. Smith vor, der mit „The Revenant“ gezeigt hat, wie viel Kraft in einer einzigen Richtung stecken kann. Hier fehlt ihm die Geduld. Das Ende weicht außerdem deutlich vom Roman ab, der Film ist dort versöhnlicher als die Vorlage.
Brolin gewinnt, Elordi schweigt
Josh Brolin ist als Bangley der beste Grund, sitzen zu bleiben. Jeder Satz von ihm klingt, als hätte er ihn dreimal überlegt. Elordi hat es schwerer: Im Roman erzählt Hig selbst, im Film gibt es keine Innenstimme, er muss alles über Blicke tragen. An manchen Stellen reicht das, an vielen nicht. Die Kritik ist bei ihm gespalten, und ich verstehe beide Seiten.
In der deutschen Fassung spricht Amadeus Strobl den Elordi und K. Dieter Klebsch den Brolin. Synchronisiert hat Iyuno Germany in Berlin.
41 Prozent und weniger als 40 Millionen Dollar
Bei Rotten Tomatoes steht Das Ende der Sterne bei 41 Prozent aus 216 Kritiken, das Publikum dort liegt bei 70 Prozent. Metacritic kommt auf 49 von 100, das US-Publikum vergab am Startwochenende ein C+ bei CinemaScore. Weltweit hat der Film bis zum 22. September rund 38,9 Millionen Dollar eingespielt, in Deutschland sahen ihn nach drei Wochenenden knapp 86.000 Menschen im Kino.
Die WatchGuide-Wertung liegt mit 6,9 über dem Kritikerschnitt, weil die Flugszenen mehr wert sind, als diese Zahlen vermuten lassen. Die Geschichte bekommt die 6,9 nicht, die Bilder schon.
Wer mit Hig im Hangar sitzt
- Jacob Elordi als Hig, Pilot mit Hund Jasper
- Josh Brolin spielt Bangley, den Ex-Marine mit dem Gewehr
- Margaret Qualley: Cima, Sanitäterin
- Guy Pearce als ihr Vater Pops
- Allison Janney als Darlene, Benedict Wong als Aaron
Scott, Endzeit und was danach passt
Ridley Scott war beim Kinostart 88 Jahre alt und hat mit Blade Runner und Alien zwei Welten gebaut, deren Regeln bis heute halten. Sein letzter großer Film vor diesem war Gladiator 2. Wer nach Das Ende der Sterne weiter in einer leeren Welt bleiben will, findet bei I Am Legend einen Mann mit Hund in New York und bei The Last of Us die bessere Erzählung über eine Welt nach der Seuche. Weitere Kritiken sammeln wir unter Science-Fiction.
Bewertung
Bisherige EinschätzungArchivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung
Dafür
- Die Flugszenen, groß fotografiert
- Josh Brolin als Bangley
- Italien spielt Colorado ohne Bruch
Dagegen
- Drei Geschichten bremsen sich gegenseitig
- Elordi trägt die fehlende Innenstimme nicht immer
Die Geschichte bekommt die 6,9 nicht, die Bilder schon.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
Besetzung
5 Rollen- HigJacob Elordi
- BangleyJosh Brolin
- CimaMargaret Qualley
- PopsGuy Pearce
- Allison Janney


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