Poster zum Film X-Men: Dark Phoenix – Das Ende einer Aera das keiner so wollte (2019)

X-Men: Dark Phoenix – Das Ende einer Aera das keiner so wollte (2019)

🎬 Film 115 Min. Science FictionAction
⚡ Kurz gesagt

Ich sag euch wie es war. Juni 2019, Cinedom Köln, Stefan neben mir, und nach fünfzig Minuten sagt Stefan: Die haben aufgegeben. Und er hatte recht. Dark Phoenix fühlt sich an wie ein Film den niemand mehr fertig machen wollte aber musste. Die Disney-Übernahme machte ihn irrelevant, der dritte Akt wurde komplett umgeschrieben, und ein Budget von 200 Millionen Dollar steht am Ende 252 Millionen Einspielergebnis gegenüber – minus 133 Millionen für Fox. Sophie Turner gibt ihr Bestes und hat Momente die zeigen was hätte sein können, besonders die Straßenszene mit McAvoy. Aber das Drehbuch Watcher-Score 5,5/10.

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Wer streamt X-Men: Dark Phoenix?

Verfügbarkeit DE

Stand 28.07.2026: X-Men: Dark Phoenix läuft im Abo bei Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 28.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von CineTom

X-Men: Dark Phoenix ist der Film der eine Aera beendet hat. Nicht mit einem Knall, nicht mit einem Wimmern, sondern mit einem mueden Schulterzucken. 200 Millionen Dollar Budget, ein kompletter dritter Akt der umgeschrieben und neu gedreht wurde, und am Ende steht ein Film der an den Kinokassen 133 Millionen Dollar Verlust macht und damit die Fox-X-Men-Aera nicht mit Wuerde beerdigt sondern im Regen stehen laesst.

5.5 von 10. Und das ist – ich sags direkt – die Bewertung die ich nach dem zweiten Schauen gebe. Nach dem ersten war ich bei 4. Aber beim zweiten Mal sieht man Dinge die beim ersten Mal im Rauschen untergehen. Dazu gleich mehr.

Sophie Turner als Phoenix und warum sie nicht schuld ist

Leute, ich muss Sophie Turner verteidigen. Das Internet hat sie zerrissen fuer diesen Film und das ist nicht fair. Turner spielt Jean Grey als junge Frau die eine kosmische Kraft absorbiert die sie nicht kontrollieren kann, die ihre Erinnerungen zurueckbekommt, die Xavier ihr genommen hat, und die langsam – oder eigentlich ziemlich schnell – durchdreht. Das ist eine krasse Praemisse. Das Problem ist nicht Turner. Das Problem ist das Drehbuch das ihr keine Zeit gibt irgendetwas davon emotional zu verarbeiten.

In den Comics erstreckt sich die Dark Phoenix Saga ueber Monate. Hier hat Jean einen kosmischen Powerboost, toetet innerhalb von dreissig Filmminuten jemanden, wechselt die Seiten, wechselt nochmal die Seiten, und dann ist der Film vorbei. Das ist – und ich benutze die Gaming-Metapher bewusst – als wuerde man die Charakterentwicklung speedrunnen. Level 1 direkt zu Final Boss ohne Zwischensequenzen. Funktioniert in Spielen nicht und funktioniert in Filmen erst recht nicht.

Was funktioniert: die Szene auf der Strasse, wo Jean Xavier konfrontiert. „Du hast mir meine Erinnerungen genommen.“ McAvoy spielt Schuld wie niemand sonst und Turner spielt Wut die aus Verletztheit kommt. Drei Minuten in denen der Film zeigt was er haette sein koennen. Und dann geht er zurueck zu Aliens auf einem Zug und die drei Minuten verpuffen.

22 Prozent auf Rotten Tomatoes und der dritte Akt den niemand wollte

Ich muss ueber den Elefanten im Raum reden. 22% Critics Score auf Rotten Tomatoes. Zweiundzwanzig. Das ist niedriger als Fantastic Four 2015. Niedriger als Morbius. Niedriger als so ziemlich alles was Marvel oder Fox je rausgebracht haben. Und 252 Millionen Dollar Einspielergebnis bei 200 Millionen Budget – das bedeutet nach Marketing-Kosten einen Verlust von mindestens 133 Millionen. Fox hat den Film als finanzielles Desaster eingestuft bevor Disney die Uebernahme abgeschlossen hat.

Was ist passiert? Der gesamte dritte Akt wurde umgeschrieben und neu gedreht. Urspruenglich sollte das Finale in einer ausserirdischen Welt spielen, mit Skrulls als Antagonisten. Dann kam Captain Marvel mit Skrulls und Fox musste umplanen. Das neue Finale: ein Zug. Ein Zug mit Mutanten drin der von gesichtslosen Aliens angegriffen wird. Statt kosmischer Endschlacht kriegst du Zuggefecht. Und man merkt es. Der ganze dritte Akt fuehlt sich an wie ein anderer Film – weil er es buchstaeblich ist.

Simon Kinberg hat sein Regie-Debuet hier gegeben. Und das klingt boese aber: man merkt es auch. Kinberg hat jahrelang X-Men-Drehbuecher geschrieben, manche gut, manche nicht. Aber einen 200-Millionen-Dollar-Film inszenieren ist ein anderer Job und die visuellen Entscheidungen hier sind – diplomatisch gesagt – unauffaellig. Kein Shot der im Gedaechtnis bleibt. Kein Moment wo du denkst: DAS war Kino. Ausser der Strassenszene. Die eine Szene.

McAvoy und Fassbender verdienen einen besseren Abschied

Hier wird es emotional fuer mich und ich geb zu: ein bisschen Fanboy-Alarm. McAvoy und Fassbender haben seit Erste Entscheidung eine der besten Rivalitaeten der Comicfilm-Geschichte gespielt. Xavier und Magneto, der Optimist und der Realist, zwei Seiten derselben Muenze. Und Dark Phoenix gibt ihnen – nichts. Kein echtes Finale. Kein Moment der an die Strand-Szene aus First Class rankommt oder an das Stadion-Finale in Days of Future Past.

Fassbender wirkt muede. McAvoy gibt alles was er kann aber das Drehbuch gibt ihm Schuld-Dialoge die sich wiederholen statt sich zu entwickeln. Und Jennifer Lawrence – die am Ende von Apocalypse schon sichtbar genug hatte – kriegt hier den fruehesten Exit den ein Hauptcharakter in einer Franchise haben kann. Ich sag nicht was passiert fuer die die es noch nicht gesehen haben, aber – es passiert frueh und es passiert schnell und es fuehlt sich an wie ein Vertrag der ausgelaufen ist. Nicht wie Storytelling.

Nicholas Hoult als Beast hat einen interessanten Arc – Trauer die in Wut umschlaegt – der in einem besseren Film eine eigene Storyline verdient haette. Jessica Chastain als Vuk, die Anfuehrerin der Aliens, ist so unterkuehlt dass man vergisst dass sie im Film ist. Chastain ist eine der besten Schauspielerinnen die es gibt. Hier spielt sie ein CGI-Kostuem.

Der letzte Fox-X-Men-Film vor der 71-Milliarden-Dollar-Uebernahme

Das ist der Kontext den man braucht. Dark Phoenix kam im Juni 2019 raus. Im Maerz 2019 hatte Disney Fox fuer 71,3 Milliarden Dollar uebernommen. Der Film war quasi schon irrelevant bevor er in die Kinos kam. Jeder wusste: die X-Men kommen ins MCU, diese Version ist Geschichte, warum soll ich mir das im Kino ansehen?

Und trotzdem – ich habs getan. Im Cinedom, mit Stefan. Und Stefan, der sonst bei schlechten Filmen nicht redet, hat nach fuenfzig Minuten gesagt: „Die haben aufgegeben.“ Und ich wusste was er meinte. Der Film fuehlt sich an wie ein Projekt das mitten in der Produktion seine Existenzberechtigung verloren hat. Nicht weil die Menschen dahinter schlecht sind. Sondern weil die Umstaende den Film gekillt haben bevor er fertig war.

Trotzdem gibts Dinge die ich respektiere. Hans Zimmer hat den Score geschrieben. Hans Zimmer. Und es ist ein guter Score – besser als der Film ihn verdient. Die Zugangriff-Sequenz, wenn man sie isoliert betrachtet, ist handwerklich okay. Nicht gut, okay. Und Sophie Turners Performance in den ruhigen Momenten – bevor die CGI-Maschine anspringt – zeigt echtes Talent. Sie hat den SciFi-Teil nicht vergeigt. Der Film hat sie vergeigt.

Ein Cast der besseres verdient hat als das was er gekriegt hat

  • Sophie Turner als Jean Grey / Dark Phoenix – gibt alles, bekommt zu wenig zurueck vom Drehbuch
  • James McAvoy — Charles Xavier, zum vierten und letzten Mal. Man sieht ihm an dass er weiss: das war’s.
  • Michael Fassbender als Erik Lehnsherr / Magneto (auch Steve Jobs, Shame, 12 Years a Slave)
  • Jennifer Lawrence: Mystique. Letzter Auftritt. Kurzer Auftritt. Vertrag erfuellt.
  • Jessica Chastain als Vuk – eine der besten Schauspielerinnen Hollywoods, hier leider verschenkt
  • Nicholas Hoult als Beast / Hank McCoy, mit dem einzigen Arc der funktioniert
  • Tye Sheridan als Cyclops, Kodi Smit-McPhee als Nightcrawler
  • Evan Peters als Quicksilver – diesmal ohne eigene Slow-Mo-Szene, was ein Verbrechen ist
  • Alexandra Shipp als Storm


Synchronstudio: Interopa Film GmbH, Berlin
Jahr: 2019
Dialogregie: Tobias Meister

Sophie Turner|Jean Grey / Dark Phoenix|Leonie Landa
James McAvoy|Charles Xavier|Johannes Raspe
Michael Fassbender|Erik Lehnsherr / Magneto|Norman Matt
Jennifer Lawrence|Mystique / Raven|Maria Koschny
Jessica Chastain|Vuk|Manja Doering
Nicholas Hoult|Beast / Hank McCoy|Julien Haggège

Quelle: Synchronkartei.de

Es gibt bessere Abschiede und es gibt bessere X-Men-Filme

Wenn ihr sehen wollt wie man die Dark Phoenix Story richtig erzaehlt – die Comics. Im Ernst. Oder wartet auf das MCU. Fuer bessere X-Men: Erste Entscheidung ist der Goldstandard der McAvoy-Fassbender-Aera. Deadpool & Wolverine ist der Film der die Fox-X-Men-Aera wuerdiger verabschiedet hat als dieser Film es je konnte. Und wenn ihr gute Action mit emotionalem Punch wollt: Civil War macht alles richtig was Dark Phoenix falsch macht – Freunde die zu Feinden werden, mit echten Konsequenzen.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Dafür

  • Sophie Turner hat echtes Talent in ruhigen Momenten
  • Hans Zimmer Score ist besser als der Film verdient
  • Strassenszene Xavier vs Jean ist emotional stark
  • McAvoy spielt Schuld ueberzeugend

Dagegen

  • Dritter Akt komplett umgeschrieben und es merkt man
  • 22% Rotten Tomatoes Critics Score sprechen fuer sich
  • Jessica Chastain als Villain komplett verschenkt
  • 133 Millionen Dollar Verlust an den Kinokassen
Wenn du kaempfst, kaempfst du dagegen wer du wirklich bist. – Jean Grey— aus der Wertung von CineTom
Ich sag euch wie es war. Juni 2019, Cinedom Koeln, Stefan neben mir, und nach fuenfzig Minuten sagt Stefan: Die haben aufgegeben. Und er hatte recht. Dark Phoenix fuehlt sich an wie ein Film den niemand mehr fertig machen wollte aber musste. Die Disney-Uebernahme machte ihn irrelevant, der dritte Akt wurde komplett umgeschrieben, und ein Budget von 200 Millionen Dollar steht am Ende 252 Millionen Einspielergebnis gegenueber – minus 133 Millionen fuer Fox. Sophie Turner gibt ihr Bestes und hat Momente die zeigen was haette sein koennen, besonders die Strassenszene mit McAvoy. Aber das Drehbuch speedrunnt die Dark Phoenix Saga als waer es ein TikTok-Zusammenfassung statt eines Kinofilms. McAvoy verdient einen besseren Abschied, Fassbender verdient einen besseren Abschied, sogar Jennifer Lawrence verdient einen besseren Abschied als den hier. Die 5.5 weil ich die Franchise liebe und weil Hans Zimmers Score besser ist als der Film ihn verdient. Aber lowkey einer der traurigsten Franchise-Abschiede die ich je im Kino gesehen habe. Nicht wegen der Story. Wegen der verpassten Chance.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu X-Men: Dark Phoenix

Wo kann ich X-Men: Dark Phoenix streamen?

X-Men: Dark Phoenix läuft aktuell im Abo bei Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert X-Men: Dark Phoenix?

X-Men: Dark Phoenix hat eine Laufzeit von rund 115 Minuten (1 Stunde und 55 Minuten).

Lohnt sich X-Men: Dark Phoenix?

Unsere Redaktion vergibt X-Men: Dark Phoenix einen Watcher-Score von 5,5 von 10. Ich sag euch wie es war. Juni 2019, Cinedom Köln, Stefan neben mir, und nach fünfzig Minuten sagt Stefan: Die haben aufgegeben. Und er hatte recht. Dark Phoenix fühlt sich an wie ein Film den niemand mehr fertig machen wollte aber musste. Die Disney-Übernahme machte ihn irrelevant, der dritte Akt wurde komplett umgeschrieben, und ein Budget von 200 Millionen Dollar steht am Ende 252 Millionen Einspielergebnis gegenüber – minus 133 Millionen für Fox. Sophie Turner gibt ihr Bestes und hat Momente die zeigen was hätte sein können, besonders die Straßenszene mit McAvoy. Aber das Drehbuch

Für wen ist X-Men: Dark Phoenix geeignet?

X-Men: Dark Phoenix ist vor allem etwas für Science Fiction und Action-Fans, die auch über Schwächen hinwegsehen.

Worum geht es in X-Men: Dark Phoenix?

Etwa zehn Jahre nachdem sie es mit dem mächtigen Mutanten Apocalypse aufgenommen haben, sind die X-Men rund um Charles Xavier zu Helden geworden.

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Trailer

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Besetzung

Sophie TurnerJean Grey / Dark Phoenix
James McAvoyCharles Xavier / Professor X
Nicholas HoultHank McCoy / Beast
Tye SheridanScott Summers / Cyclops
Michael FassbenderErik Lensherr / Magneto

FAQ zu X-Men: Dark Phoenix – Das Ende einer Aera das keiner so wollte

Warum ist Dark Phoenix so schlecht?
Drei Gruende: der komplette dritte Akt wurde umgeschrieben und neu gedreht weil Captain Marvel die Skrulls zuerst benutzt hat. Die Disney-Uebernahme machte den Film irrelevant bevor er rauskam. Und Simon Kinberg als Erstlings-Regisseur war mit einem 200-Millionen-Dollar-Projekt ueberfordert.
Ist Dark Phoenix der letzte X-Men-Film von Fox?
Ja. Der letzte Film bevor Disney die X-Men ins MCU bringt. New Mutants kam danach raus, wurde aber vorher gedreht und mehrfach verschoben. Dark Phoenix ist das inoffizielle Franchise-Ende.
Lohnt es sich Dark Phoenix zu schauen?
Fuer Completionists: ja. Wer die McAvoy-Fassbender-Reihe gesehen hat sollte sehen wie sie endet, auch wenn das Ende enttaeuschend ist. Fuer alle anderen: ihr verpasst nichts Essentielles. Die Strassenszene mit Xavier und Jean gibts auch auf YouTube.
Wie viel Geld hat Dark Phoenix verloren?
Mindestens 133 Millionen Dollar. Bei 200 Millionen Budget und nur 252 Millionen Einspielergebnis – plus Marketing-Kosten – war das einer der groessten Flops des Jahres 2019.
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