Alle Hercule Poirot Filme
Tony Randall, Albert Finney, Peter Ustinov und Kenneth Branagh im Kino, David Suchet im Fernsehen: welche Poirot-Verfilmung zu dir passt.
Kurz gesagt: Bei WatchGuide gibt es Kritiken zu sieben Poirot-Kinofilmen von 1965 bis 2023. Die Fälle sind eigenständig, deshalb ordnen wir nach Darsteller statt nach einer festen Reihenfolge. Zwei Titel gibt es doppelt: Mord im Orient-Express (1974 und 2017) und Tod auf dem Nil (1978 und 2022).
Die Poirot-Filme nach Darsteller
Zu diesen sieben Kinofilmen gibt es bei WatchGuide eine eigene Kritik, sortiert nach Darsteller und Erscheinungsjahr. Die Fälle sind eigenständig, eine verbindliche Gesamtreihenfolge gibt es nicht.
Tony Randall (1965)
-
1
Die Morde des Herrn ABC (1965)
The Alphabet Murders: eine Parodie auf Christies Roman, mit Tony Randall als Poirot. Eher Kuriosität als Einstieg.
Zur Kritik →6,2/10Watcher
Albert Finney (1974)
-
2
Mord im Orient-Express (1974)
Sidney Lumets Fassung mit großer Starbesetzung. Finney wurde für die Rolle für den Bafta nominiert.
Zur Kritik →8,7/10Watcher
Peter Ustinov (1978 bis 1988)
-
3
Tod auf dem Nil (1978)
Ustinovs erster Kino-Poirot, inszeniert von John Guillermin. Nicht zu verwechseln mit Branaghs Fassung von 2022.
Zur Kritik →8,7/10Watcher -
4
Das Böse unter der Sonne (1982)
Ustinovs zweiter Kinofall, inszeniert von Guy Hamilton.
Zur Kritik →8,1/10Watcher -
5
Rendezvous mit einer Leiche (1988)
Ustinovs letzter Kino-Auftritt als Poirot, inszeniert von Michael Winner.
Zur Kritik →6,8/10Watcher
Kenneth Branagh (seit 2017)
-
6
Mord im Orient-Express (2017)
Branaghs erster Poirot-Film, bei dem er auch Regie führt. Zur zweiten Verfilmung desselben Romans von 1974 gibt es eine eigene Kritik.
Zur Kritik →7,8/10Watcher -
7
A Haunting in Venice (2023)
Frei nach Christies Roman Die Halloween-Party. Branaghs dritter Poirot-Film geht deutlich Richtung Grusel.
Zur Kritik →7,8/10Watcher
Stärkste und schwächste Teile
Sortiert nach unserem eigenen Watcher-Score: keine zusammengewürfelte Fremd-Wertung, sondern unsere redaktionelle Einordnung.
Die Höhepunkte
- 1Mord im Orient-Express◎ 8,7
- 2Tod auf dem Nil◎ 8,7
- 3Das Böse unter der Sonne◎ 8,1
Die Ausreißer nach unten
- 1Die Morde des Herrn ABC◎ 6,2
- 2Rendezvous mit einer Leiche◎ 6,8
- 3A Haunting in Venice◎ 7,8
Welche Poirot-Verfilmung passt zu dir?
Hercule Poirot wurde von vielen Schauspielern gespielt, und die Fassungen unterscheiden sich stärker als die Fälle selbst. Die Frage ist deshalb weniger, in welcher Reihenfolge du schaust, sondern wessen Poirot du sehen willst.
- Albert Finney (1974): Sidney Lumets „Mord im Orient-Express“ mit großer Starbesetzung. Finney wurde für die Rolle für den Bafta als bester Hauptdarsteller nominiert.
- Peter Ustinov (1978 bis 1988): drei Kinofilme mit prominenten Ensembles an sonnigen Schauplätzen, dazu drei Fernsehfilme.
- Kenneth Branagh (seit 2017): drei aufwendige Kinofilme, in denen Branagh auch Regie führt. Der dritte, „A Haunting in Venice“, geht deutlich Richtung Grusel.
- David Suchet (1989 bis 2013): kein Kinofilm, sondern die Fernsehserie „Agatha Christie’s Poirot“. In 70 Verfilmungen über 24 Jahre spielte er die Figur öfter als jeder andere.
- Tony Randall (1965): „Die Morde des Herrn ABC“, eine Parodie auf Christies Roman. Für Fans eine Kuriosität, kein Einstieg.
Zwei Titel, jeweils zwei Filme
„Mord im Orient-Express“ und „Tod auf dem Nil“ gibt es jeweils zweimal im Kino, und die Fassungen werden oft verwechselt:
- Mord im Orient-Express: 1974 von Sidney Lumet mit Albert Finney, 2017 von und mit Kenneth Branagh. Zu beiden gibt es hier eine eigene Kritik.
- Tod auf dem Nil: 1978 von John Guillermin mit Peter Ustinov, 2022 von und mit Kenneth Branagh. Der Branagh-Film startete in Deutschland am 10. Februar 2022, nachdem der ursprünglich für Dezember 2020 geplante Start verschoben worden war. Zu dieser Fassung haben wir noch keine eigene Kritik, die Karte auf dieser Seite gehört zur Ustinov-Fassung von 1978.
Gibt es eine richtige Reihenfolge?
Nein. Jeder Film erzählt einen abgeschlossenen Fall, und die Filme verschiedener Darsteller gehören nicht zusammen. Innerhalb einer Fassung lohnt sich die Erscheinungsreihenfolge trotzdem: Wer Ustinovs oder Branaghs Filme nacheinander sieht, folgt deren Version der Figur. Die Karten auf dieser Seite sind deshalb nach Darsteller und Erscheinungsjahr sortiert, nicht als eine durchgehende Reihe.
Weitere Poirot-Verfilmungen ohne eigene Kritik
Der erste Poirot der Filmgeschichte war Austin Trevor, in drei britischen Filmen: „Alibi“ und „Black Coffee“ (beide 1931) sowie „Lord Edgware Dies“ (1934). Peter Ustinov spielte die Rolle außerdem in den Fernsehfilmen „Thirteen at Dinner“ (1985), „Dead Man’s Folly“ (1986) und „Murder in Three Acts“ (1986). Alfred Molina verkörperte Poirot 2001 in einer in die Gegenwart verlegten Fernsehfassung von „Mord im Orient-Express“, John Malkovich 2018 in der BBC-Serie „The ABC Murders“. Zu diesen Fassungen und zu Branaghs „Tod auf dem Nil“ von 2022 gibt es bei WatchGuide noch keine Kritik.
Quellen: Die Übersicht der Darsteller stützt sich auf die Zeitleiste der Poirot-Darstellungen und die Seite zu David Suchet des Agatha Christie Estate, der deutsche Kinostart von „Tod auf dem Nil“ (2022) auf Filmstarts. Wer Christies zweite große Ermittlerin sucht: Alle Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford.




