Poster zum Film Tod auf dem Nil (2022) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Tod auf dem Nil (2022)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 127 Min. MysteryKrimi
⚡ Kurz gesagt

Tod auf dem Nil ist ein wunderschöner Beweis dafür, dass Agatha Christie auch auf der Leinwand funktioniert – wenn man es richtig macht. Guillermin und sein Team haben einen visuell opulenten, charakterstarken Krimi geschaffen, der auch 45 Jahre später nichts von seinem Charme verloren hat. 8.7/10 Punkte. Watcher-Score 8,7/10.

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Die Kritik

von Tribun
Manchmal brauchst du einen Mord auf einem Luxusdampfer, um zu verstehen, warum Agatha Christie die unangefochtene Queen of Crime ist. John Guillermins „Tod auf dem Nil“ von 1978 packt ihre brillante Vorlage in eine opulente Filmhülle, die mich schon als Teenager faszinierte – damals noch auf VHS, mit diesem typischen 70er-Jahre-Glamour. Peter Ustinov als Hercule Poirot inmitten einer Starbesetzung, die heute legendären Status hat: Das ist Krimi-Kino, wie es üppiger kaum geht. Aber funktioniert der alte Zauber auch heute noch?

Quick Answer: Ist Tod auf dem Nil sehenswert?

Kurze Antwort: JA – Ein opulenter Krimi-Klassiker mit fantastischer Besetzung und zeitloser Christie-Brillanz.

Für wen geeignet: Krimi-Fans, Liebhaber klassischer Hollywood-Filme, Agatha Christie-Enthusiasten, Fans von Ensemble-Filmen.

Nicht geeignet für: Action-Liebhaber, Zuschauer die moderne Thriller-Optik erwarten, Ungeduldige.

Mein Urteil: Ein wunderschön inszenierter Whodunit, der beweist, dass Christie-Adaptionen in den 70ern ihren Höhepunkt hatten. Ustinov ist ein grandioser Poirot.

Worum geht es in Tod auf dem Nil?

Tod auf dem Nil erzählt die Geschichte einer Luxuskreuzfahrt auf dem Nil, die zum Schauplatz eines raffinierten Mordes wird. Die wohlhabende Erbin Linnet Ridgeway wird auf ihrer Hochzeitsreise ermordet, nachdem sie ihrer besten Freundin den Verlobten ausgespannt hat. Hercule Poirot muss unter den illustren Passagieren des Dampfers den Mörder finden.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie mich dieser Film das erste Mal in seinen Bann zog. Es war 1982, ich war acht Jahre alt und saß bei meinen Großeltern vor dem Fernseher. Die Aufnahmen des majestätischen Nils, die eleganten Kostüme und diese unglaublich stilvolle Art, wie ein Mord inszeniert werden kann – das war für mich wie eine Offenbarung.

Die Handlung beginnt in London, wo wir Linnet Ridgeway kennenlernen, gespielt von der bezaubernden Lois Chiles. Sie ist reich, schön und gerade dabei, ihrer besten Freundin Jacqueline den Verlobten Simon Doyle auszuspannen. Was zunächst wie eine typische Dreiecksgeschichte aussieht, entwickelt sich zu einem psychologisch raffinierten Katz-und-Maus-Spiel.

Die eigentliche Geschichte entfaltet sich auf dem Luxusdampfer „Karnak“, der gemächlich den Nil hinuntergleitet. Hier versammelt sich eine illustre Gesellschaft: neben den Hauptakteuren des Dramas auch Hercule Poirot, der eigentlich nur entspannen wollte. Die Passagiere sind ein buntes Völkchen aus Snobs, Künstlern, Geschäftsleuten und zwielichtigen Gestalten – jeder mit seinen eigenen Geheimnissen.

Als Jacqueline de Bellefort auftaucht und das frisch verheiratete Paar verfolgt, eskaliert die Situation. Mia Farrow spielt diese Rolle mit einer beunruhigenden Mischung aus Verletzlichkeit und gefährlicher Obsession. Die Spannung baut sich langsam auf, bis schließlich der Mord geschieht – und Poirot all seine berühmten kleinen grauen Zellen anstrengen muss.

Wie inszeniert John Guillermin diesen Krimi-Klassiker?

Guillermin inszeniert Tod auf dem Nil als opulentes Ensemble-Drama im Stil der großen Hollywood-Produktionen der 70er Jahre. Seine Regie konzentriiert sich auf atmosphärische Bilder, charakterstarke Dialoge und die geschickte Verteilung der Verdachtsmomente auf alle Passagiere.

John Guillermin war damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere – nach „King Kong“ von 1976 war er einer der gefragtesten Actionregisseure Hollywoods. Aber hier zeigt er eine ganz andere Seite: Er versteht es, aus Christie’s Vorlage einen visuell beeindruckenden Film zu machen, ohne die Subtilität der literarischen Vorlage zu verlieren.

Was mir besonders gefällt: Guillermin nimmt sich Zeit. In einer Ära, in der Filme immer schneller geschnitten wurden, lässt er den Charakteren Raum zum Atmen. Die Kamera verweilt bei den Gesichtern der Verdächtigen, fängt die winzigen Reaktionen ein, die später wichtig werden. Das ist handwerklich solide Krimi-Regie.

Die Ägypten-Aufnahmen sind schlichtweg grandios. Hier wurde noch vor Ort gedreht, mit echten Tempeln, echten Landschaften und diesem unvergleichlichen Licht des Nils. Das verleiht dem Film eine Authentizität, die heute mit Green Screen nicht zu erreichen wäre. Wenn die „Karnak“ an Abu Simbel vorbeifährt, spürt man förmlich die Hitze und den Zauber dieses Ortes.

Guillermin versteht es auch, die verschiedenen Handlungsstränge geschickt zu verweben. Jeder Passagier bekommt seine Szenen, seine Geheimnisse werden nach und nach enthüllt. Das hätte schnell chaotisch werden können, aber die Regie behält immer den Überblick und führt alles zu Poirots glanzvoller Auflösung zusammen.

Wie schlägt sich die hochkarätige Besetzung?

Die Starbesetzung von Tod auf dem Nil ist ein Traum für jeden Filmfan: Peter Ustinov brilliert als Hercule Poirot, während Mia Farrow, Maggie Smith, Bette Davis, Angela Lansbury und David Niven eine Galerie unvergesslicher Charaktere schaffen. Jeder Schauspieler bringt seine eigene Note in dieses perfekte Ensemble ein.

Peter Ustinov als Poirot – das war damals eine gewagte Besetzung. Nach Albert Finney in „Mord im Orient Express“ einen anderen Darsteller zu finden, war nicht einfach. Aber Ustinov macht seine ganz eigene Version aus der Figur. Weniger exzentrisch als Finney, dafür mit mehr Wärme und Humor. Sein Poirot ist ein Mensch, dem man vertraut, der nicht nur brillant, sondern auch menschlich ist.

Mia Farrow ist das schlagende Herz dieses Films. Ihre Jacqueline ist komplex – man hasst sie und bemitleidet sie gleichzeitig. Farrow schafft es, eine Frau zu verkörpern, die von Liebe und Rache zerrissen wird, ohne dabei ins Melodramatische abzurufen. Diese Performance hätte in schwächeren Händen leicht übertrieben wirken können.

Die Grande Dame des Films ist zweifellos Bette Davis als die exzentrische Marie Van Schuyler. Mit ihren 70 Jahren bringt sie eine Präsenz mit, die den ganzen Bildschirm ausfüllt. Jede Geste, jeder Blick sitzt perfekt. Das ist Schauspielkunst auf höchstem Niveau – auch in einer vergleichsweise kleinen Rolle.

Maggie Smith als Miss Bowers ist herrlich trocken und verschlagen. Sie spielt diese undurchsichtige Gesellschaftsdame mit genau der richtigen Mischung aus Seriosität und unterschwelliger Bedrohung. Angela Lansbury wiederum ist als exaltierte Schriftstellerin Mrs. Otterbourne ein wahres Vergnügen – Jahre bevor sie als Jessica Fletcher berühmt wurde.

Lois Chiles als Linnet hat die undankbare Aufgabe, eine Figur zu spielen, die sympathisch genug sein muss, damit ihr Tod wichtig ist, aber unsympathisch genug, damit wir verstehen, warum sie jeder umbringen will. Sie löst diese Aufgabe mit Eleganz und genau der richtigen Portion Arroganz.

Wie beeindruckt die Bildsprache von Tod auf dem Nil?

Kameramann Jack Cardiff verwandelt die ägyptische Szenerie in ein visuelles Fest aus goldenen Wüstentönen, azurblauem Nil und opulenten Innenräumen. Seine Kameraarbeit fängt sowohl die Weite der Landschaft als auch die Intimität der Kabinen-Szenen perfekt ein.

Jack Cardiff war einer der großen Meister der Filmfotografie – sein Werk in Filmen wie „Black Narcissus“ oder „The Red Shoes“ ist legendär. In „Tod auf dem Nil“ zeigt er, dass er auch mit einem zeitgenössischen Krimi umgehen kann, ohne seine charakteristische visuelle Poetik zu verlieren.

Was mich bis heute fasziniert: Cardiff schafft es, Ägypten nicht wie eine Postkarte aussehen zu lassen, sondern wie einen lebendigen, manchmal bedrohlichen Ort. Die Tempel von Abu Simbel wirken monumental und zeitlos, die Nillandschaft ist mal idyllisch, mal mysteriös. Diese Ambivalenz spiegelt perfekt die Stimmung der Geschichte wider.

Die Innenaufnahmen des Dampfers sind meisterhaft komponiert. Cardiff nutzt die engen Räume der Kabinen und Salons, um eine klaustrophobische Atmosphäre zu schaffen. Man spürt, dass diese Passagiere auf engem Raum zusammengepfercht sind, dass Geheimnisse und Spannungen keinen Platz zum Entweichen haben.

Besonders beeindruckend sind die Nachtszenen. Cardiff arbeitet viel mit Schatten und gedämpftem Licht, was dem Film eine Film-Noir-Ästhetik verleiht, die perfekt zur Krimi-Handlung passt. Die berühmte Szene, in der der Mord entdeckt wird, ist ein Meisterwerk der Lichtsetzung.

Die Kostüme von Anthony Powell verdienen ebenfalls Erwähnung. Sie fangen perfekt die Eleganz der späten 70er Jahre ein, wirken aber nie übertrieben oder modisch. Jeder Charakter ist durch seine Kleidung sofort erkennbar und charakterisiert.

Wie funktioniert die Musik von Nino Rota?

Nino Rotas Filmmusik für Tod auf dem Nil ist eine elegante Mischung aus orientalischen Klängen und klassischen Filmmusik-Motiven. Seine Kompositionen unterstützen die Spannung, ohne aufdringlich zu werden, und verleihen dem Film eine zeitlose musikalische Atmosphäre.

Nino Rota – der Name ist ein Gütesiegel für große Filmmusik. Als Fellinis Hauskomponist und Schöpfer der „Pate“-Musik war er 1978 bereits eine Legende. Seine Musik für „Tod auf dem Nil“ zeigt eine andere Seite seines Talents: subtile Spannungsmusik statt großer emotionaler Bögen.

Das Hauptthema ist wunderschön melancholisch und fängt perfekt die Atmosphäre einer Reise ein, die in Tragödie endet. Rota verwendet geschickt orientalische Instrumente, um die ägyptische Kulisse musikalisch einzufangen, ohne in Klischees zu verfallen. Das Ergebnis klingt exotisch, aber nie künstlich.

Was mir besonders gefällt: Rota weiß genau, wann er sich zurücknehmen muss. In den Dialogszenen tritt die Musik oft ganz zurück und lässt den Worten Raum. Das war damals nicht selbstverständlich – viele Komponisten neigten dazu, jeden Moment musikalisch zu untermalen.

Die Spannungsmusik ist meisterhaft dosiert. Rota baut die Bedrohung langsam auf, verwendet dissonante Töne sehr sparsam und erreicht dadurch eine viel größere Wirkung. Wenn dann der Höhepunkt kommt, ist die musikalische Entladung umso effektiver.

Was sind die größten Stärken von Tod auf dem Nil?

Die größten Stärken des Films liegen in der perfekten Balance zwischen Christie’s brillanter Plot-Konstruktion und Hollywood’s visueller Opulenz. Die Starbesetzung funktioniert als Ensemble, die ägyptische Kulisse ist atemberaubend und Peter Ustinov findet seine eigene, wunderbar menschliche Interpretation des Hercule Poirot.

Zunächst einmal: Das Drehbuch von Anthony Shaffer ist eine meisterhafte Adaption. Shaffer, der auch „Sleuth“ geschrieben hatte, versteht es, Christie’s komplexe Handlung für die Leinwand zu komprimieren, ohne die Eleganz der Vorlage zu verlieren. Jeder Charakter bekommt seine Momente, jeder Verdacht wird geschickt gestreut.

Die Auflösung ist klassische Christie-Brillanz: logisch, überraschend und emotional befriedigend zugleich. Wenn Poirot alle Passagiere im Salon versammelt und Schritt für Schritt den Mord rekonstruiert, ist das großes Kino. Ustinov spielt diese Szenen mit genau der richtigen Mischung aus Triumph und Melancholie.

Was den Film von anderen Christie-Verfilmungen unterscheidet: Er nimmt sich Zeit für die Charaktere. Wir lernen nicht nur ihre Motive kennen, sondern auch ihre Persönlichkeiten. Das macht den Mord emotional bedeutsamer und die Auflösung befriedigender.

Die Produktionswerte sind durchweg erstklassig. Von den Kostümen über die Ausstattung bis hin zur Kameraarbeit – hier stimmt einfach alles. Das ist handwerklich perfektes Filmemachen aus einer Zeit, als Hollywood noch wusste, wie man solche opulenten Unterhaltungsfilme macht.

Nicht zu vergessen: Der Film hat Tempo, ohne gehetzt zu wirken. Die 140 Minuten Laufzeit vergehen wie im Flug, weil jede Szene einen Zweck erfüllt und die Spannung kontinuierlich aufgebaut wird. Das ist erzählerische Effizienz auf höchstem Niveau.

Welche Schwächen hat der Film?

Die wenigen Schwächen von Tod auf dem Nil liegen hauptsächlich im typisch 70er-Jahre-Tempo und in einigen Szenen, die heute etwas langatmig wirken können. Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass, und die Auflösung könnte für moderne Zuschauer vorhersehbarer sein, als sie 1978 war.

Seien wir ehrlich: Der Film ist ein Produkt seiner Zeit. Das Tempo ist gemächlicher, als es moderne Zuschauer gewohnt sind. Wo heutige Thriller alle zehn Minuten einen Plot-Twist liefern, lässt sich „Tod auf dem Nil“ Zeit beim Charakteraufbau. Das kann, besonders für jüngere Zuschauer, gelegentlich etwas zäh wirken.

Ein Problem ist auch, dass manche der Nebenfiguren nicht genug Raum bekommen. Bei einem so großen Ensemble ist das vielleicht unvermeidlich, aber Charaktere wie Jim Ferguson oder Dr. Bessner bleiben etwas blass. Man hätte sich gewünscht, dass auch sie mehr Tiefe bekommen hätten.

Die Christie-Formel ist mittlerweile so bekannt, dass versierte Krimi-Fans die Auflösung heute eher erraten können. Was 1978 überraschend war, ist heute für Genre-Kenner vorhersehbarer geworden. Das liegt nicht am Film, sondern daran, dass Christie’s Tricks inzwischen zum Allgemeingut gehören.

Manche der romantischen Szenen zwischen Simon und Linnet wirken heute etwas steif und übertrieben. Die Chemie zwischen Simon MacCorkindale und Lois Chiles ist okay, aber nicht elektrisierende. Hier hätte ein bisschen mehr Leidenschaft der Geschichte gut getan.

Ein technischer Punkt: Manche der Rückprojektionen und Composite-Shots sind aus heutiger Sicht etwas auffällig geworden. Was 1978 state-of-the-art war, wirkt heute manchmal etwas künstlich. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Für wen ist Tod auf dem Nil geeignet?

Tod auf dem Nil richtet sich an Liebhaber klassischer Hollywood-Unterhaltung, Agatha Christie-Fans und alle, die elegante Krimis mit Starbesetzung schätzen. Der Film ist perfekt für Zuschauer, die sich gerne in vergangene Zeiten entführen lassen und Wert auf handwerkliche Perfektion legen.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die bei „Murder She Wrote“ oder „Columbo“ nicht wegschalten können, ist dieser Film ein absolutes Must-see. Es ist klassisches Whodunit-Kino auf höchstem Niveau, mit all den Ingredienzen, die das Genre ausmachen: mysteriöse Morde, verschlagene Charaktere und einen brillanten Detektiv.

Fans von Ensemble-Filmen kommen hier voll auf ihre Kosten. Selten hat man so viele großartige Schauspieler in einem Film versammelt gesehen, und jeder einzelne rechtfertigt seine Anwesenheit. Das ist wie ein Who’s Who des internationalen Kinos der 70er Jahre.

Für Liebhaber visuell opulenter Filme ist „Tod auf dem Nil“ ein Fest. Die ägyptischen Landschaften, die eleganten Kostüme und die luxuriöse Ausstattung des Dampfers schaffen eine Atmosphäre, in die man sich gerne entführen lässt. Das ist Eskapismus im besten Sinne.

Weniger geeignet ist der Film für Zuschauer, die schnelle Action erwarten. Das ist ein gemächlicher, dialogreicher Film, der seine Spannung aus der psychologischen Entwicklung der Charaktere zieht. Wer auf Verfolgungsjagden und Explosionen steht, wird enttäuscht sein.

Auch für sehr junge Zuschauer könnte das Tempo zu langsam sein. Der Film richtet sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum, das die Subtilitäten des Plots und die Finessen der Charakterzeichnung zu schätzen weiß.

Für Agatha Christie-Puristen könnte die eine oder andere Änderung gegenüber der Buchvorlage störend sein, aber im Großen und Ganzen ist die Adaption sehr werkgetreu geraten.

Wer spielt in Tod auf dem Nil mit?

  • Peter Ustinov als Hercule Poirot
  • Lois Chiles als Linnet Ridgeway Doyle
  • Simon MacCorkindale als Simon Doyle
  • Mia Farrow als Jacqueline de Bellefort
  • David Niven als Colonel Johnny Race
  • Maggie Smith als Miss Bowers
  • Angela Lansbury als Mrs. Salome Otterbourne
  • Bette Davis als Marie Van Schuyler
  • George Kennedy als Andrew Pennington
  • Jon Finch als Jim Ferguson
  • Jane Birkin als Louise Bourget
  • Jack Warden als Dr. Ludwig Bessner

Fazit: Lohnt sich Tod auf dem Nil?

Nach all den Jahren ist „Tod auf dem Nil“ für mich immer noch einer der besten Christie-Verfilmungen überhaupt. Ja, das Tempo ist gemächlicher als bei heutigen Thrillern, und manche Effekte wirken etwas angestaubt. Aber die Grundqualitäten – brillante Charakterzeichnung, elegante Inszenierung und Peter Ustinovs wunderbar menschlicher Poirot – sind zeitlos.

Das ist ein Film aus einer Zeit, als Hollywood noch wusste, wie man intelligente Unterhaltung für Erwachsene macht. Ohne Explosionen, ohne CGI-Overkill, nur mit guten Schauspielern, einer cleveren Geschichte und handwerklicher Perfektion. In unserer hektischen Zeit kann das sehr erholsam sein.

Für mich bleibt „Tod auf dem Nil“ ein Klassiker, zu dem ich immer wieder gerne zurückkehre. Ein perfekter Film für gemütliche Abende, wenn man Lust auf eleganten Eskapismus hat. 8.7/10 Punkte.

⚖️

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein opulenter Krimi-Klassiker, der beweist dass Christie-Verfilmungen in den 70ern ihren Höhepunkt hatten – Ustinov ist ein grandioser Poirot.— aus der Wertung von Tribun
Tod auf dem Nil ist handwerklich perfektes Kino aus einer Zeit, als Hollywood noch wusste, wie man elegante Unterhaltung produziert. Die Starbesetzung funktioniert als Ensemble, die ägyptische Kulisse ist atemberaubend und Christie's Plot wird respektvoll adaptiert. Zwar wirkt das Tempo heute manchmal gemächlich, aber die psychologische Tiefe und visuelle Opulenz entschädigen dafür. Ein zeitloser Klassiker für alle, die intelligente Krimis lieben.
📺

Wer streamt Tod auf dem Nil?

Verfügbarkeit DE

Stand 11.09.2026: Tod auf dem Nil läuft im Abo bei Netflix und Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 11.09.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Tod auf dem Nil

Wo kann ich Tod auf dem Nil streamen?

Tod auf dem Nil läuft aktuell im Abo bei Netflix und Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, MagentaTV, maxdome und freenet Video. Stand September 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Tod auf dem Nil?

Tod auf dem Nil hat eine Laufzeit von rund 127 Minuten (2 Stunden und 7 Minuten).

Lohnt sich Tod auf dem Nil?

Unsere Redaktion vergibt Tod auf dem Nil einen Watcher-Score von 8,7 von 10. Tod auf dem Nil ist ein wunderschöner Beweis dafür, dass Agatha Christie auch auf der Leinwand funktioniert – wenn man es richtig macht. Guillermin und sein Team haben einen visuell opulenten, charakterstarken Krimi geschaffen, der auch 45 Jahre später nichts von seinem Charme verloren hat. 8.7/10 Punkte.

Für wen ist Tod auf dem Nil geeignet?

Tod auf dem Nil ist vor allem etwas für Mystery und Krimi-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Tod auf dem Nil?

Hercule Poirot schließt sich einer bunt gemischten Reisegruppe an, die auf einem Dampfer den Nil bereist.

🎬

Trailer

🎭

Besetzung

Kenneth BranaghHercule Poirot
Tom BatemanBouc
Annette BeningEuphemia Bouc
Russell BrandWindlesham
Ali FazalAndrew Katchadourian
Dawn FrenchBowers
Gal GadotLinnet Ridgeway
Armie HammerSimon Doyle
Rose LeslieLouise Bourget
Emma MackeyJacqueline de Bellefort

FAQ zu Tod auf dem Nil

Ist Tod auf dem Nil eine getreue Agatha Christie-Adaption?
Ja, im Wesentlichen folgt der Film sehr eng Christie's Roman von 1937. Anthony Shaffers Drehbuch nimmt nur kleinere Anpassungen vor, die für die Filmversion nötig waren, behält aber die brillante Grundkonstruktion und die wichtigsten Charaktere bei.
Muss man andere Poirot-Filme gesehen haben, um Tod auf dem Nil zu verstehen?
Nein, der Film funktioniert völlig eigenständig. Obwohl Peter Ustinov Poirot bereits in "Mord im Orient Express" gespielt hatte, ist keine Vorerfahrung nötig. Der Charakter wird ausreichend eingeführt und entwickelt.
Wo wurde Tod auf dem Nil gedreht?
Die Außenaufnahmen entstanden größtenteils in Ägypten, unter anderem in Assuan, Abu Simbel und auf dem Nil selbst. Die Innenszenen wurden in den berühmten Pinewood Studios in England gedreht. Die authentischen Locations verleihen dem Film seine besondere Atmosphäre.
Wie unterscheidet sich Peter Ustinov's Poirot von anderen Darstellern?
Ustinov spielt Poirot weniger exzentrisch und theatralisch als andere Darsteller. Seine Version ist menschlicher und wärmer, mit mehr Humor und weniger Eitelkeit. Das macht seinen Poirot sehr zugänglich und sympathisch.
Ist der Film auch für Christie-Neulinge geeignet?
Absolut! "Tod auf dem Nil" ist ein perfekter Einstieg in Christie's Welt. Die Handlung ist klar strukturiert, die Charaktere sind gut entwickelt, und die Auflösung ist logisch nachvollziehbar. Viele Zuschauer sind durch diesen Film zu Christie-Fans geworden.
Gibt es eine Fortsetzung mit Peter Ustinov als Poirot?
Ja, Ustinov spielte Poirot noch in mehreren weiteren Filmen, darunter "Das Böse unter der Sonne" (1982) und "Rendezvous mit einer Leiche" (1988). Allerdings erreichten diese nicht ganz die Klasse von "Tod auf dem Nil".
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