Wer streamt Gotham?
Verfügbarkeit DEStand 24.07.2026: Gotham ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 24.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 22 Folgen · ab Sep. 2014▾
S2Staffel 2· 22 Folgen · ab Sep. 2015▾
S3Staffel 3· 22 Folgen · ab Sep. 2016▾
S4Staffel 4· 22 Folgen · ab Sep. 2017▾
S5Staffel 5· 12 Folgen · ab Jan. 2019▾
Der Seriencheck
von CineTomEine Stadt als Hauptcharakter — und sie ist komplett unhinged
Leute, ich muss das direkt klarstellen: Gotham ist keine Batman-Serie. Bruce Wayne ist hier ein Kind. Ein traumatisierter Teenager, der langsam lernt, was es bedeutet, Angst als Waffe einzusetzen. Die eigentliche Hauptfigur? Die Stadt selbst. Gotham City ist hier nicht einfach eine Kulisse — sie ist ein lebendiger Organismus, der Korruption atmet und Wahnsinn ausschwitzt. Jede Gasse, jeder heruntergekommene Hafen, jedes zwielichtige Büro im GCPD schreit dir entgegen: Hier läuft nichts richtig. Und genau das macht die Serie so gut.
Bruno Heller hat mit seiner Vision etwas geschafft, was ich am ehesten mit einem Breaking Bad-Ansatz vergleichen würde — nur dass hier nicht eine Person korrumpiert wird, sondern eine ganze Metropole vor deinen Augen in den Abgrund rutscht. Die Pilotfolge ballert sofort rein: Mord an den Waynes, Gordon als idealistischer Neuling, und Oswald Cobblepot, der im Hintergrund seine Schachfiguren aufstellt. Von Minute eins an weißt du: Diese Serie nimmt keine Gefangenen.
Was mich am meisten geflasht hat: Die Bildsprache. Gotham sieht aus wie ein Film Noir, der durch einen Comic-Filter gejagt wurde. Die Kameraarbeit ist teilweise absurd cinematisch für eine Network-TV-Serie. Da sind Szenen dabei, die könnten direkt aus The Dark Knight Rises stammen — nur mit weniger Budget und mehr kreativem Wahnsinn.
Jim Gordon — der letzte Good Guy in einer Stadt voller NPCs
Ben McKenzie spielt Jim Gordon mit einer Intensität, die mich an meinen ersten Dark Souls Run erinnert. Der Typ rennt immer wieder gegen die gleiche Wand, wird niedergeschlagen, steht auf, rennt wieder rein. Gotham City ist sein Endgame-Boss, und er hat weder Ausrüstung noch Verbündete, die ihm das Leben leichter machen.
Gordons Arc über fünf Staffeln ist lowkey eine der besten Character-Entwicklungen im Serienfernsehen. In Staffel 1 ist er noch der Boy Scout, der glaubt, das System von innen reformieren zu können. Classic Noob-Mistake. Bis Staffel 3 hat er schon so viele moralische Kompromisse gemacht, dass die Grenze zwischen ihm und den Schurken verschwimmt. Und in Staffel 5? Da ist er ein abgehärteter Kriegsveteran, der eine No Man’s Land-Zone verteidigt wie ein Raid-Leader mit drei Mann im Team.
Sein Partner Harvey Bullock — gespielt von Donal Logue mit einer Energie, die ich nur als „Onkel, der auf jeder Familienfeier zu laut wird“ beschreiben kann — ist das perfekte Gegengewicht. Bullock ist der zynische Realist, der schon lange aufgehört hat, an das Gute in Gotham zu glauben. Die Chemie zwischen McKenzie und Logue? Chef’s Kiss. Kein Cap.
Penguin und Riddler: Die Villain-Upgrades, die DC dringend brauchte
Okay. Wenn wir über Gotham reden, müssen wir über Robin Lord Taylor als Oswald Cobblepot reden. Und zwar JETZT.
Dieser Mann hat den Penguin von einer B-Tier-Lachnummer in den absoluten S-Tier-Schurken transformiert. Taylor spielt Cobblepot mit einer Mischung aus pathologischem Ehrgeiz, verletzlicher Verletzlichkeit und kaltblütiger Brutalität, die in keinem Batman-Film jemals so dargestellt wurde. Sein Aufstieg vom hinkenden Regenschirmträger zum Unterwelt-König ist die beste Villain-Origin-Story seit Walter White.
Und dann Edward Nygma. Cory Michael Smith startet als quirky Forensiker beim GCPD — der Typ, den alle nervig finden, der ständig Rätsel raushaut, bei dem du denkst: Ja okay, netter Comic Relief. Und dann kippt die Sache. Langsam. Schleichend. Nygmas Abstieg in den Wahnsinn ist so subtil inszeniert, dass du in Staffel 3 plötzlich realisierst: Warte mal. Der Typ ist komplett durchgedreht. Und du hast nicht mal gemerkt, wann es passiert ist.
Die Dynamik zwischen Penguin und Riddler ist Peak Television. Feinde, Verbündete, Feinde, irgendwas dazwischen — ihre Beziehung ist so complicated, die bräuchten einen eigenen Subreddit. Ach warte, den gibt es wahrscheinlich.
Cameron Monaghan hat den Joker gespielt, ohne den Joker spielen zu dürfen
Hier wird es richtig verrückt. FOX hatte keine Rechte am Joker. Warner Bros. wollte den Charakter für die Kinofilme reservieren. Also hat Bruno Heller einen Workaround gefunden: Jerome und Jeremiah Valeska. Zwillingsbrüder. Technisch gesehen NICHT der Joker. Wink wink.
Cameron Monaghan — den manche vielleicht als Ian Gallagher aus Shameless kennen — hat hier eine Performance abgeliefert, die ich ohne Übertreibung als eine der besten Joker-Interpretationen aller Zeiten bezeichnen würde. Und das, obwohl er den Charakter offiziell nie gespielt hat. Jerome ist anarchisches Chaos, ein Psychopath der die Welt brennen sehen will. Jeremiah ist kalkulierte Finsternis, ein Mastermind mit einem Plan. Zusammen bilden sie zwei Seiten derselben wahnsinnigen Münze.
In Staffel 3 gibt es eine Szene, in der Jerome das GCPD stürmt — und ich schwöre, mein Kiefer war auf dem Boden. Das war on the Level von Heath Ledgers Krankenhaus-Szene. Auf einer Network-TV-Serie. Alter.
Der Cast — oder: Warum hier buchstäblich niemand verkackt
Sean Pertwee als Alfred Pennyworth? Absolut fantastisch. Das ist nicht der höfliche Butler aus den Filmen — das ist ein Ex-SAS-Soldat, der dir ohne zu zucken die Nase brechen würde. Best Alfred. Fight me.
Robin Lord Taylor (Penguin) und Cory Michael Smith (Riddler) stehlen jede Szene, in der sie auftauchen — was bemerkenswert ist, weil sie in verdammt vielen Szenen auftauchen.
Morena Baccarin als Dr. Leslie Thompkins bringt emotionale Tiefe in eine Serie, die sonst permanent am Rad dreht. Erin Richards macht Barbara Kean zu einer der wildesten Charakter-Transformationen der Serie — vom Love Interest zur Unterwelt-Königin. Und Cameron Monaghan als Jerome/Jeremiah Valeska? Der Mann hat sich in die Hall of Fame der TV-Villains katapultiert.
Donal Logue als Harvey Bullock verdient einen eigenen Absatz, weil dieser Mann Comedy-Gold aus purer Verzweiflung macht.
Das Pacing-Problem — Ja, es gibt eins
Ich wäre kein ehrlicher Reviewer, wenn ich das unter den Tisch fallen lassen würde. Gotham hat ein Pacing-Problem. Besonders Staffel 1. Die Mid-Season-Episoden fühlen sich manchmal an wie Filler-Arcs in einem Anime — du weißt, dass die Story irgendwo hinwill, aber erstmal müssen drei Monster-of-the-Week-Folgen abgearbeitet werden.
Staffel 2 zieht merklich an. Staffel 3 und 4 sind Peak Gotham. Staffel 5 wurde leider auf nur 12 Episoden gekürzt, was dazu führt, dass die No Man’s Land-Storyline gehetzt wirkt. Das ist, als würde jemand die letzten zwei Akte eines Videospiels in ein Speed-Run zusammenquetschen. Es funktioniert, aber du merkst, dass da mehr hätte sein können.
Was aber IMMER funktioniert: Die Villain-Arcs. Gotham managed es irgendwie, selbst in schwächeren Episoden mindestens einen Subplot zu haben, der dich am Bildschirm hält. Meistens hat der mit Penguin zu tun. Oder mit Riddler. Oder mit beiden gleichzeitig. Coincidence? Ich denke nicht.
Gotham vs. das restliche DC-TV — ein unfairer Vergleich
Wenn du dir anschaust, was DC in den letzten zehn Jahren im TV-Bereich abgeliefert hat, dann steht Gotham in einer interessanten Position. Es ist nicht das Arrowverse — es hat nichts mit Arrow, Flash oder Legends of Tomorrow zu tun. Es steht komplett für sich. Und das ist gleichzeitig seine größte Stärke und seine größte Herausforderung.
Auf der Marvel-Seite hat Daredevil gezeigt, wie man Superhelden-TV düster und street-level erzählen kann. Gotham macht etwas Ähnliches, nur in einer Welt, die noch einen Tick stylisierter ist. Wo Daredevil New York realistisch dreckig zeigt, malt Gotham seine Stadt wie ein expressionistisches Gemälde — übertrieben, grotesk, aber mit einem eigenen visuellen Fingerabdruck.
Und verglichen mit The Boys? Gotham ist weniger satirisch, aber nicht weniger bereit, seine Figuren durch die Hölle zu schicken. Beide Serien teilen die Überzeugung, dass die dunkelsten Geschichten in Superhelden-Universen die menschlichsten sind.
Die Synchro — Deutsche Stimmen zum Einsperren gut
Die deutsche Synchronisation wurde von Arena Synchron GmbH in Berlin produziert, unter der Dialogregie von Tobias Müller.
Tommy Morgenstern gibt Jim Gordon die nötige Härte, ohne den moralischen Kompass der Figur zu verlieren. Marius Clarén als Penguin trifft den schmierigen Unterton von Robin Lord Taylors Original verdammt gut. Konrad Bösherz fängt Edward Nygmas Transformation vom Nerd zum Psycho überzeugend ein.
Cedric Eich wächst als Bruce Wayne stimmlich mit der Figur — von der unsicheren Kinderstimme bis zum entschlossenen jungen Mann. Erich Räuker bringt als Alfred die militärische Toughness rüber, die Sean Pertwees Version so besonders macht. Patrick Baehr als Jerome/Jeremiah Valeska hat den wohl härtesten Job der gesamten Produktion und liefert ab.
Michael Iwannek (Harvey Bullock), Melanie Hinze (Dr. Leslie Thompkins), Maria Koschny (Barbara Kean) und Jodie Blank (Selina Kyle) runden einen starken Cast ab.
Die Synchro gehört zu den besseren bei US-Serien — kein Vergleich zu manchen Netflix-Schnellschüssen, wo die Lippensynchronität aussieht wie ein schlecht konfigurierter Twitch-Stream.
Warum Gotham in 2026 immer noch ein Must-Watch ist
Ich höre manchmal Leute sagen: „Brauche ich Gotham noch, wenn es Daredevil: Born Again gibt?“ Und meine Antwort ist ein klares: Ja. Absolut ja. Weil Gotham etwas macht, was keine andere Superhelden-Serie so gemacht hat — es zeigt dir die Welt VOR dem Helden. Es ist ein Prequel zu einer Geschichte, die jeder kennt, und trotzdem schafft es die Serie, dich zu überraschen. Immer wieder.
100 Episoden sind ein Commitment, keine Frage. Aber wenn du auch nur ansatzweise Fan von DC bist, wenn du The Dark Knight Rises mochtest, wenn du Origin-Stories liebst, die tatsächlich die Zeit investieren, ihre Charaktere aufzubauen — dann ist Gotham Pflichtprogramm. No Cap.
Die Serie wurde in New York gedreht und hat laut Wikipedia zum Start über 8 Millionen Zuschauer angezogen — die höchste Premiere einer neuen FOX-Serie seit Jahren. IMDb listet die Serie bei 7.8 von 10, was für eine fünf Staffeln lange Network-Serie bemerkenswert konsistent ist.
Boom. Gotham hat bewiesen, dass man Batman-Stories ohne Batman erzählen kann. Und das ist vielleicht das Beeindruckendste daran.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von CineTom — eine Person, ein begründetes Urteil.
Dafür
- Robin Lord Taylor und Cameron Monaghan liefern S-Tier Villain-Performances
- Die visuelle Gestaltung von Gotham City ist einzigartig atmosphärisch
- 100 Episoden tiefgehende Character-Arcs statt Superhelden-Fastfood
Dagegen
- Staffel 1 hat Pacing-Probleme mit Monster-of-the-Week Filler
- Staffel 5 mit nur 12 Folgen fühlt sich gehetzt an
- Einige Nebencharaktere werden zu schnell fallengelassen
Gotham hat bewiesen, dass man Batman-Stories ohne Batman erzählen kann — und das ist vielleicht das Beeindruckendste.— aus der Wertung von CineTom
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Wo kann ich Gotham streamen?
Gotham gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie viele Staffeln hat Gotham?
Gotham umfasst 5 Staffeln mit insgesamt 100 Episoden. Produktionsstatus: Ended.
Lohnt sich Gotham?
Unsere Redaktion vergibt Gotham einen Watcher-Score von 8,0 von 10. 5 Staffeln, 100 Folgen, und eine Stadt die vor deinen Augen in den Abgrund kippt. Robin Lord Taylors Penguin und Cameron Monaghans Proto-Joker sind S-Tier Villain-Performances, die allein den Preis der Eintrittskarte wert sind. Das Pacing schwächelt in Staffel 1, und Staffel 5 wurde zu kurz geschnitten — aber dazwischen liegt eine der ambitioniertesten und visuell beeindruckendsten Superhelden-Serien der 2010er Jahre. Wer Origin-Stories liebt und DC-Villains als vollwertige Charaktere sehen will, kommt an Gotham nicht vorbei.
Für wen ist Gotham geeignet?
Gotham ist vor allem etwas für Drama und Krimi-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Worum geht es in Gotham?
Erzählt wird die Geschichte des jungen Polizeidetective James Gordon, der in der hochkorrupten Stadt Gotham versucht, dem Gesetz zum Recht zu verhelfen. Dabei trifft er auch auf den jungen Milliardärserben Bruce Wayne, dessen Eltern gerade auf brutale Weise ermordet wurden.
Trailer
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