Michael Endes zeitloser Klassiker kehrt nach fast 40 Jahren zurück auf die große Leinwand: „Momo“ startet am 2. Oktober 2025 in den deutschen Kinos und verspricht eine spektakuläre Neuinterpretation des Märchens über Zeit, Zuhören und wahre Werte. Mit Alexa Goodall in der Titelrolle, Martin Freeman („Der Hobbit“) als Meister Hora und einer internationalen Besetzung inszeniert Christian Ditter („Vorstadtkrokodile“, „How to Be Single“) die Geschichte des kleinen Mädchens, das es mit den grauen Herren aufnimmt. Die 91-minütige deutsch-internationale Koproduktion wurde in Kroatien und Slowenien gedreht und bringt mit modernster Technik und einem Budget von geschätzten 20-25 Millionen Euro die magische Welt von Michael Ende ins 21. Jahrhundert.
Momo startet am 2. Oktober 2025 in den deutschen Kinos. Der 91-minütige Fantasy-Film von Regisseur Christian Ditter erzählt die Geschichte des Waisenmädchens Momo (Alexa Goodall), das in einem alten Amphitheater lebt und gegen einen mächtigen Konzern kämpft, der den Menschen ihre Zeit stiehlt. Mit Hilfe der Schildkröte Kassiopeia und Meister Hora (Martin Freeman) nimmt sie den Kampf gegen die Zeit-Diebe auf.
Worum geht’s in Momo?
Das junge Waisenmädchen Momo (Alexa Goodall) lebt in den Ruinen eines alten römischen Amphitheaters am Rande einer namenlosen Stadt. Arm an materiellen Gütern, aber reich an einer besonderen Gabe: Sie kann so gut zuhören, dass Menschen in ihrer Gegenwart aufblühen, ihre besten Ideen entwickeln und wieder zu sich selbst finden. Besonders eng verbunden ist sie mit ihrem besten Freund Gino (Araloyin Oshunremi), mit dem sie unbeschwerte Tage verbringt.
Die grauen Herren greifen an
Die Idylle wird jäh zerstört, als mysteriöse graue Gestalten in der Stadt auftauchen. Sie gehören zu einem mächtigen internationalen Konzern, der den Menschen verspricht, ihre Zeit zu „sparen“ – in Wahrheit aber stiehlt er sie. Plötzlich hat niemand mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens: keine Zeit für Freundschaften, keine Zeit zum Spielen, keine Zeit zum Zuhören. Selbst Gino wendet sich von Momo ab, gefangen im Hamsterrad der Zeitoptimierung.
Der Kampf um die gestohlene Zeit
In ihrer Verzweiflung begegnet Momo der geheimnisvollen Schildkröte Kassiopeia, die 30 Minuten in die Zukunft sehen kann. Sie führt das Mädchen zu Meister Hora (Martin Freeman), dem Hüter der Zeit, der in einem Ort jenseits der normalen Welt lebt. Dort erfährt Momo das Geheimnis der Zeit: Sie entspringt aus den Herzen der Menschen in Form von Stundenblumen.
Gemeinsam schmieden sie einen waghalsigen Plan, um die Zeit-Diebe zu stoppen. In einem spektakulären Finale, in dem die Zeit selbst stillsteht, muss Momo allein in die unterirdische Zentrale der grauen Herren vordringen. Mit nur einer einzigen Stundenblume ausgestattet, hat sie genau eine Stunde Zeit, um Millionen gestohlener Lebensmomente zu befreien.
Was erwartet uns?
- Internationale Star-Besetzung: Mit Martin Freeman, Laura Haddock und Claes Bang
- Spektakuläre Drehorte: Gedreht in historischen Locations in Kroatien und Slowenien
- Moderne Interpretation: Die grauen Herren als Metapher für digitale Zeitfresser und Social-Media-Sucht
- Visuelle Magie: Aufwändige CGI-Effekte für Kassiopeia und die Welt des Meisters Hora
- Englischsprachige Produktion: Erstmals wird ein Michael-Ende-Werk international ausgerichtet
- Emotionale Tiefe: Eine Geschichte über Freundschaft, Mut und die Kunst des Zuhörens
Alexa Goodall
als Momo
Araloyin Oshunremi
als Gino
Martin Freeman
als Meister Hora
Claes Bang
als Richter / Anführer der grauen Herren
Laura Haddock
als Jackie
Kim Bodnia
als Beppo (Straßenkehrer)
Jennifer Amaka Pettersson
als Liliana
David Schütter
als Brutus
Weitere Darsteller
Skylar Blu Copeland als Maria
Maxwell Smith als Paolo
Dusko Valentic als Onkel Roman
Haley Louise Jones als Sales Dude
Mylène Gomera als Sergeant Gray
Anna Martine Freeman als Dan
Hinter der Kamera
Regie & Drehbuch: Christian Ditter
Produzent: Christian Becker
Ausführende Produzentin: Amara Palacios
Executive Producer: Oliver Berben, Martin Moszkowicz
Kamera: Christian Rein
Musik: Fil Eisler
Schnitt: Friedemann Schmidt, Sandy Saffeels
Nach dem Roman von: Michael Ende
Produktionsdetails
Die Dreharbeiten fanden vom 1. Mai bis 4. Juli 2024 in Kroatien und Slowenien statt. Das internationale Team nutzte spektakuläre historische Locations, darunter den Diokletianpalast in Split, wo Teile des Amphitheaters entstanden. Die kroatische Stadt Rijeka diente im März/April 2024 als Hauptdrehort, wobei der historische Markt und verschiedene Straßenzüge für die namenslose Stadt der Geschichte umgestaltet wurden.
- Drehzeit: 65 Drehtage (Mai – Juli 2024)
- Drehorte: Split, Rijeka, Zagreb (Kroatien); Ljubljana (Slowenien)
- Team: 70% kroatische Filmcrew, internationales Kreativteam
- Budget: Geschätzte 20-25 Millionen Euro
- Sprache: Englisch (deutsche Synchronfassung in Arbeit)
- Förderung: FFF Bayern (801.000€ von der FFA), MBB Berlin-Brandenburg, DFFF, HAVC Croatian Audiovisual Centre
Behind the Scenes: 35 Jahre Kampf um die Rechte
Die Entstehungsgeschichte dieser Neuverfilmung ist fast so episch wie der Film selbst. Produzent Christian Becker und Regisseur Christian Ditter kämpften jahrelang um die Filmrechte, die in einem komplizierten Geflecht zwischen Michael Endes Nachlass, Beta Film und verschiedenen Rechteinhabern gefangen waren. „Es war 35 Jahre lang unmöglich, eine neue Adaption von Momo zu machen“, erklärt Becker.
Das Duo musste den Nachlassverwaltern versprechen, sorgsam mit Endes Werk umzugehen. Die Entscheidung, den Film in englischer Sprache zu drehen, war strategisch: Man wollte Momos zeitlose Botschaft einem globalen Publikum zugänglich machen, ohne die Geschichte zu „lokalisieren“. Die internationale Besetzung und die mediterranen Drehorte unterstreichen den universellen Charakter der Erzählung.
Besonders herausfordernd war die Darstellung der Schildkröte Kassiopeia, die in der Postproduktion komplett digital erstellt wird. Das Team arbeitete während der Dreharbeiten mit einer Puppe als Platzhalter, um den Schauspielern die Interaktion zu erleichtern.
Was macht Momo 2025 besonders?
Christian Ditters Neuverfilmung kommt zur perfekten Zeit. In einer Ära von Social Media, ständiger Erreichbarkeit und digitaler Überforderung ist Michael Endes Warnung vor den „Zeit-Dieben“ aktueller denn je. Die grauen Herren, die Ende 1973 als Metapher für Banken und Konsumzwang erdachte, funktionieren heute perfekt als Sinnbild für Algorithmen, die unsere Aufmerksamkeit stehlen.
Die Entscheidung, den Film international und auf Englisch zu produzieren, ist mutig und klug zugleich. Während puristische Ende-Fans dies kritisieren mögen, öffnet es Momos Botschaft für ein weltweites Publikum. Die Besetzung von Martin Freeman als Meister Hora ist ein Geniestreich – seine Mischung aus Weisheit und britischem Humor passt perfekt zur Rolle.
Besonders bemerkenswert ist Ditters Ansatz, auf praktische Effekte und echte Drehorte zu setzen. In einer Zeit übersättigter CGI-Spektakel wirkt diese handwerkliche Herangehensweise erfrischend authentisch. Die mediterranen Locations verleihen dem Film eine zeitlose, märchenhafte Atmosphäre, die Endes Universum gerecht wird.
Unsere Einschätzung
„Momo“ hat das Potenzial, der Überraschungshit des Kinoherbstes 2025 zu werden. Die Kombination aus zeitloser Geschichte, internationaler Star-Besetzung und modernster Produktionstechnik verspricht ein Kinoerlebnis für die ganze Familie. Christian Ditter, der mit den „Vorstadtkrokodilen“ bereits bewiesen hat, dass er Kinderbuchklassiker respektvoll modernisieren kann, scheint der richtige Mann für diese Mammutaufgabe.
Die größte Stärke des Films dürfte seine universelle Botschaft sein. In Zeiten von Burnout, FOMO und digitaler Erschöpfung trifft Momos Geschichte einen Nerv. Der Film könnte sowohl Kinder als auch Erwachsene daran erinnern, was wirklich zählt: Zeit für einander zu haben, zuzuhören und das Leben zu genießen.
Kritisch könnte die englischsprachige Produktion bei deutschen Ende-Fans aufgenommen werden. Auch die moderne Interpretation der grauen Herren als Tech-Konzern könnte polarisieren. Dennoch: Wenn es Ditter gelingt, Endes poetische Sprache in kraftvolle Bilder zu übersetzen, könnte „Momo“ das „Paddington“ des deutschen Kinos werden – ein Familienfilm, der Generationen verbindet.
📺 Wo wird Momo zu sehen sein?
Weltpremiere: 27. September 2025 (Zurich Film Festival)
Laufzeit: 91 Minuten
Verleih: Constantin Film
Erwartete VOD-Veröffentlichung: Frühjahr 2026
Streaming-Premiere: Voraussichtlich Ende 2026 auf Netflix oder Amazon Prime
Constantin Film plant eine breite Kinoveröffentlichung in allen großen deutschen Kinos. Die internationale Vermarktung übernimmt Rocket Science. Nach der üblichen Kinoauswertung von 4-6 Monaten dürfte der Film ab März/April 2026 digital verfügbar sein.
♿ Barrierefreiheit & Altersfreigabe
FSK-Freigabe: Noch nicht klassifiziert (erwartet: FSK 0 oder FSK 6)
Empfohlenes Alter: Ab 8 Jahren
Originalsprache: Englisch
Deutsche Fassung: Synchronisation in Arbeit
Barrierefreiheit: Voraussichtlich mit Audiodeskription und Untertiteln in ausgewählten Kinos
Der Film enthält einige spannende Szenen mit den grauen Herren, die jüngere Kinder ängstigen könnten. Die philosophischen Themen über Zeit und Vergänglichkeit sind eher für Schulkinder geeignet. Erwachsene werden die gesellschaftskritischen Untertöne zu schätzen wissen.
📚 Unsere Quellen
- Constantin Film – Offizielle Pressemitteilung
- Wikipedia: Momo (2025)
- Deadline Hollywood – Interview mit Christian Ditter & Christian Becker
- Rat Pack Filmproduktion – Produktionsinformationen
- Croatian Audiovisual Centre – Förderinformationen
- Vodafone Featured – Momo Neuverfilmung
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