Poster zum Film Dhurandhar: The Revenge – Ranveer Singh und dreieinhalb Stunden Nachdruck (2026)

Dhurandhar: The Revenge – Ranveer Singh und dreieinhalb Stunden Nachdruck (2026)

🎬 Film 232 Min. ActionThriller
⚡ Kurz gesagt

Am 19. März 2026 startet Dhurandhar: The Revenge in den Kinos — Ranveer Singh, Karachi, dreieinhalb Stunden Laufzeit, fünf Sprachen.

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Wer streamt Dhurandhar: The Revenge?

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Stand 27.07.2026: Dhurandhar: The Revenge läuft im Abo bei Netflix.

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Verfügbarkeit Deutschland · Stand 27.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von FilmSchneider

Am 19. März 2026 startet Dhurandhar: The Revenge in den Kinos — Ranveer Singh, Karachi, dreieinhalb Stunden Laufzeit, fünf Sprachen. Aditya Dhar hat offensichtlich noch nicht alles gesagt.

Teil eins hat 160 Millionen Dollar weltweit eingespielt und ist der größte Hindi-Film aller Zeiten. Jetzt kommt die zweite Hälfte einer Geschichte, die von Anfang an als Duologie geplant war. Größenwahn? Sicher. Aber Dhar hat bei Uri bewiesen, dass sein Größenwahn Ergebnisse liefert.

1.350 Crore. Und ich sitze hier in Ehrenfeld.

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Der erste Dhurandhar hat weltweit ₹1.349 Crore eingefahren — umgerechnet gut 160 Millionen Dollar. IMDb listet ihn mit 8.3 Sternen. Top 250 der besten indischen Filme aller Zeiten. Zweithöchstgrossierender Hindi-Film überhaupt. Period.

Tom hat mir den Film im Dezember auf seinem Laptop gezeigt, in seiner Küche. Kein Kino, kein IMAX. Küchentisch und ein 15-Zoll-Bildschirm. Und trotzdem: dreieinhalb Stunden, nicht einmal auf die Uhr geschaut. Das sagt was. Wenn ein Film auf einem Laptop in einer Kölner Küche funktioniert, dann hat der Regisseur seinen Job gemacht.

Anke hat sich den ersten Teil nicht angeschaut. „Dreieinhalb Stunden, Stefan. Ich hab besseres zu tun.“ Na denn. Ihr Verlust.

Ranveer Singh. Schwarzer Ledermantel. Blut im Gesicht.

Der Teaser kam am 3. Februar raus. Laut Deadline ist einiges vom Material aus der Post-Credit-Szene des ersten Films recycelt. Die Fans waren sauer, und ich kapiere warum. Ein Teaser sollte Neues zeigen. Nicht Altes neu verpacken.

Was man aber von Singh sieht, hat Gewicht. Die losen Haare, der Ledermantel vor rotem Hintergrund, dieser Blick — als ob Hamza Ali Mazari irgendwann zwischen Teil eins und Teil zwei aufgehört hat zu schlafen. Und aufgehört hat, sich dafür zu interessieren ob er überlebt. Singh kann das. Der Mann, der in Band Baaja Baaraat und Padmaavat Bollywood-Charme versprüht hat, spielt hier jemanden, bei dem Charme das Erste war, was gestorben ist.

Aditya Dhar. Oder: Wie man von Uri nach Karachi kommt.

2019 hat Dhar mit Uri: The Surgical Strike seinen National Film Award geholt. Als Debütant. Danach sechs Jahre Stille. Keine Interviews. Kein nächstes Projekt. Einfach weg. Und dann — Dhurandhar. Ein Film, der gleichzeitig Spionagethriller, Actionfilm, politisches Statement und Bollywood-Blockbuster ist. Die meisten Regisseure scheitern an einer dieser Kategorien. Dhar hat bei allen vier abgeliefert.

Beide Teile gleichzeitig zu drehen, erinnert mich an Peter Jackson mit Herr der Ringe. Oder Villeneuve mit Dune. Du drehst nicht zwei Filme. Du drehst einen Film mit Pause in der Mitte. Das Fundament vom ersten Teil trägt, die Statik stimmt — jetzt muss das Dach drauf. Und das Dach ist dreieinhalb Stunden lang.

Kubrick hätte das Ensemble gemocht.

Kubrick — der Regisseur, nicht mein Kater, obwohl der gerade auf meinem Schoß liegt und diesen Text mit verfasst — hatte ein Faible für Besetzungen, die auf dem Papier nicht zusammenpassen. Dhar hat sich das offensichtlich abgeschaut.

Wer da alles mitmacht. Und warum das Sinn ergibt.

  • Ranveer Singh als Hamza Ali Mazari / Jaskirat Singh Rangi — der Mann der eigentlich Komödien kann, und hier die dunkelste Rolle seiner Karriere abliefert
  • Arjun Rampal: Major Iqbal. ISI. Mehr muss ich nicht sagen.
  • R. Madhavan als Ajay Sanyal, IB-Direktor und der ruhigste Mann im lautesten Film des Jahres
  • Sanjay Dutt spielt SP Chaudhary Aslam. Korrupter Cop. Wenn du Dutt als korrupten Cop castest, weißt du genau was du tust.
  • Akshaye Khanna als Rehman Dakait — Tom besteht darauf, dass Khanna der eigentliche Star des ersten Films war. Ich widerspreche nicht.
  • Sara Arjun als Yalina Jamali
  • Danish Pandor als Uzair Baloch. Familienbande im organisierten Verbrechen, wie in jedem guten Gangsterfilm.

Lyari. Der Stadtteil den Pakistan lieber vergessen würde.

Dhurandhar spielt in Lyari, Karachi. Ein Ort, den ich vor dem ersten Film nur als Fußnote in Reportagen über organisierte Kriminalität kannte. Lyari ist berühmt für seine Bandenkriege, seine Enge, die Gewalt die dort zum Alltag gehört. Pakistan hat als Reaktion auf Dhurandhar einen eigenen Film gedreht — „Mera Layari“. Wenn dein Spielfilm eine diplomatische Gegenproduktion provoziert, hast du irgendwas richtig gemacht. Oder spektakulär falsch. In jedem Fall: Nerven getroffen.

Der erste Teil hat Lyari nicht als exotische Kulisse missbraucht. Die Gassen, das Licht, die Enge — das war kein Hintergrund, das war ein Charakter. Und wenn der Teaser vom zweiten Teil eines verrät: Die Gewalt wird persönlicher. Hamzas Mission für sein Land wird zum Privatkrieg, und die Grenze zwischen Patriot und Monster verschwimmt in Lyaris Straßen. Das stand so ähnlich im TMDB-Plot, und es ist ein Satz der nach Marketing klingt. Aber nach dem ersten Teil glaube ich, dass Dhar das auch meint.

Sieben Stunden. Ernsthaft jetzt.

Dreieinhalb Stunden pro Teil. Sieben Stunden Karachi insgesamt. Anke hat schon klargestellt, dass sie das nicht mitmacht. „Das ist keine Filmreihe, das ist ein Lebensabschnitt.“ Sie hat damit nicht ganz unrecht. Aber ich denke an Oppenheimer im Cinedom, drei Stunden, keine Sekunde zu lang. Und ich denke an Killers of the Flower Moon, wo ich bei Stunde zweieinhalb dachte: Scorsese, jetzt komm zum Punkt. Es hängt nicht von der Länge ab. Es hängt davon ab, ob jede Minute verdient ist.

Was mich optimistisch stimmt: Dhar hat die Release-Strategie aufgebohrt. Fünf Sprachen — Hindi, Telugu, Tamil, Kannada, Malayalam. Das ist kein Bollywood-Film mehr. Das ist pan-indisches Eventkino. Der 19. März fällt auf Gudi Padwa, Ugadi und Eid-al-Fitr gleichzeitig. Dhar will nicht ein Publikum. Er will alle.

Strukturell erinnert mich das an Mission: Impossible — Dead Reckoning. Zwei Teile, ein Epos. Oder an die Bourne-Reihe, wo ein einzelner Agent ein ganzes System auseinandergenommen hat. Der Unterschied: Cruise und Damon hatten Jahrzehnte Franchise-Kapital im Rücken. Singh muss sich das in zwei Filmen erarbeiten. Dass er es im ersten geschafft hat, sagt einiges.



Dhurandhar: The Revenge ist einer dieser Filme, bei denen ich mich dabei erwische wie ich Tage zähle. Das passiert mir selten. Dhar hat mit dem ersten Teil bewiesen, dass indisches Action-Kino auf Augenhöhe mit dem arbeiten kann, was Hollywood in Reihen wie John Wick etabliert hat. Nicht als Kopie. Als eigene Stimme, mit eigener Wucht, eigenem Rhythmus. Ob die zweite Hälfte genauso stark wird? Keine Ahnung. Aber das Fundament steht. Und das Fundament ist verdammt solide.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

How far does a man go before he becomes what he's fighting?— aus der Wertung von FilmSchneider
Den ersten Dhurandhar hab ich an einem Mittwochabend auf Toms Laptop geschaut. In seiner Küche. Kein Kino, kein Surround Sound, nur ein 15-Zoll-Bildschirm und ein Kölsch in der Hand. Dreieinhalb Stunden später saß ich da und dachte: Was war DAS. Ein Bollywood-Spionagethriller, der mich mehr gepackt hat als die letzten drei Hollywood-Blockbuster zusammen. Singh hat da was abgeliefert, das ich ihm vorher nicht zugetraut hätte. Dunkel. Kaputt. Ohne Sicherheitsnetz. Jetzt kommt Teil zwei, und ich merke dass ich nervös werde. Nicht weil ich glaube dass der Film schlecht wird. Sondern weil Teil eins eine Latte gelegt hat, die verdammt hoch hängt.
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Besetzung

Ranveer SinghHamza Ali Mazari / Jaskirat Singh Rangi
Arjun RampalMajor Iqbal
R. MadhavanAjay Sanyal
Sanjay DuttSP Chaudhary Aslam
Sara ArjunYalina Jamali

FAQ zu Dhurandhar: The Revenge – Ranveer Singh und dreieinhalb Stunden Nachdruck

Muss man Teil eins gesehen haben?
Absolut. Ohne Diskussion. Beide Filme wurden als ein Film konzipiert und in der Mitte geteilt. Ohne Teil eins stehst du da wie ich beim ersten koreanischen Thriller — keine Ahnung wer wer ist und warum alle wütend sind.
Wann kommt Dhurandhar: The Revenge ins Kino?
19. März 2026. Hab den Tag markiert. Tom will IMAX. Ich will meine Beinfreiheit im Odeon. Wir werden uns nicht einig. Werden wir nie.
Wie lang ist der Film?
Dreieinhalb Stunden. Mit Teil eins zusammen sind das sieben Stunden Karachi. Anke hat abgewunken. Ihre Schmerzgrenze liegt bei zweieinhalb, danach wird sie fahrig. Kenne ich. Akzeptiere ich. Teile ich nicht.
Wer führt Regie?
Aditya Dhar. National Film Award für sein Debüt Uri: The Surgical Strike. Sechs Jahre Pause. Dann Dhurandhar. Der Typ macht keine Filme nebenbei. Er verschwindet und kommt mit irgendwas zurück, das Rekorde bricht.
Ist Akshaye Khanna wieder dabei?
Ja. Als Rehman Dakait. Tom nennt ihn "den wahren MVP von Dhurandhar". Ranveer Singh ist der Star. Khanna ist der Grund warum der Star funktioniert. Butter bei die Fische: Ich seh das genauso.
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