Poster zum Film True Romance: Tarantinos bestes Drehbuch das er nicht selbst verfilmt hat (1993) Meisterwerk — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

True Romance: Tarantinos bestes Drehbuch das er nicht selbst verfilmt hat (1993)

🏅 Meisterwerk 🎬 Film 120 Min. ActionKrimi
⚡ Kurz gesagt

Videothek Schulterblatt, Hamburg-Altona, 1994. Jens hat die Kassette mitgebracht und danach war nichts mehr wie vorher. Tony Scott hat Tarantinos Drehbuch genommen und daraus einen Film gemacht der wärmer ist als alles was Tarantino selbst je gedreht hat. Hopper und Walken in neun Minuten Filmgeschichte. Oldman in acht Minuten Unvergesslichkeit. Brad Pitt in drei Minuten auf einem Sofa. Hans Zimmers Marimba über Mord und Liebe. 12 Millionen an der Kasse, unsterblich auf VHS. True Romance ist kein perfekter Film. Das Happy End ist kitschig. Manches ist übertrieben. Aber er hat etwas das die mei Watcher-Score 9,0/10.

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Die Kritik

von FilmSchneider

True Romance ist eine 9.0. Das ist die Bewertung für einen Film den Quentin Tarantino geschrieben und dann weggegeben hat.

1993. Christian Slater, Patricia Arquette, ein Koffer voller Kokain und die beste Nebenrollen-Parade die Hollywood in den Neunzigern auf die Beine gestellt hat. Tony Scott hat Regie geführt, nicht Tarantino. Das vergessen viele. Tarantino hat das Drehbuch verkauft weil er Geld brauchte — 50.000 Dollar, mit denen er Pulp Fiction vorfinanziert hat. Ein Geniestreich, der aus Geldnot geboren wurde. 93% auf Rotten Tomatoes. 12 Millionen an der Kasse. Und danach unsterblich geworden.

Hans Zimmers Marimba und ein VHS-Abend in Altona

Ich hab True Romance nicht im Kino gesehen. 1994, Videothek am Schulterblatt, Hamburg-Altona. Mein Kumpel Jens hatte die Kassette mitgebracht — „Ist von dem der Reservoir Dogs gemacht hat.“ Stimmt halb. Tarantino hat geschrieben. Tony Scott hat gedreht. Der Unterschied ist wichtig, denn Scott hat etwas mit diesem Drehbuch gemacht das Tarantino selbst wahrscheinlich nicht gemacht hätte: Er hat es romantisch inszeniert.

Und dann fängt diese Marimba an. Hans Zimmers Score benutzt Carl Orffs „Gassenhauer“ als Leitmotiv — ein Kinderstück, federleicht, fast albern. Und er legt es über Szenen in denen Menschen sterben. Das ist Kontrapunkt auf einem Niveau das mich an Kubrick erinnert — nicht weil Scott wie Kubrick ist, sondern weil beide verstanden haben dass Musik gegen das Bild arbeiten muss, nicht mit ihm. Kubrick hätte „Singin‘ in the Rain“ über eine Gewaltszene gelegt. Scott legt ein Xylophon-Stückchen über eine Liebesgeschichte die im Blut ertrinkt.

Anke saß damals neben mir auf dem Sofa. Nach der Szene mit Gary Oldman hat sie die Fernbedienung genommen und zurückgespult. „Das war nicht echt, oder?“ Doch. War es. Oldman als Drexl Spivey — ein weißer Zuhälter mit Dreadlocks der denkt er sei schwarz — hat in acht Minuten Leinwandzeit eine Figur erschaffen die du nie vergisst. Acht Minuten. Manche Schauspieler bekommen zwei Stunden und schaffen weniger.

Clarence und Alabama. Oder: Warum Tarantino Romanzen besser schreibt als jeder Romantic-Comedy-Autor

Die Handlung ist simpel. Clarence Worley arbeitet in einem Comicladen in Detroit. Alabama Whitman ist eine Callgirl-Anfängerin die als Geburtstagsgeschenk für Clarence gebucht wird. Sie verlieben sich in einer Nacht. Er heiratet sie am nächsten Tag. Dann geht er zu ihrem Zuhälter Drexl, um ihre Sachen zu holen, und tötet ihn. Nimmt versehentlich einen Koffer mit Kokain im Wert von einer halben Million Dollar mit. Und dann fahren die beiden nach Los Angeles, um das Zeug zu verkaufen.

Auf dem Papier ist das ein Gangsterfilm. Auf der Leinwand ist es eine Liebesgeschichte. Und das ist Tony Scotts Verdienst. Tarantinos Original-Drehbuch war chronologisch nicht linear — Rückblenden, Zeitsprünge, die Struktur die er später in Pulp Fiction perfektioniert hat. Scott hat gesagt: Nein. Chronologisch. Von vorne nach hinten. Weil die Liebesgeschichte der Motor ist, nicht die Cleverness der Erzählung.

Tarantino war wütend. Er wollte seinen Namen vom Projekt nehmen lassen. Jahre später hat er zugegeben dass Scotts Version funktioniert. Nicht besser als seine eigene Version funktioniert hätte — aber anders. Und dieses „anders“ ist das was True Romance zu True Romance macht.

Die Sizilianer-Szene. Oder: Neun Minuten Filmgeschichte.

Dennis Hopper und Christopher Walken. Neun Minuten. Ein Wohnwagen. Und Dialog der so gut geschrieben ist dass jede Filmhochschule auf diesem Planeten ihn im Unterricht zeigt.

Hopper spielt Clarences Vater Clifford. Walken spielt den Mafioso Vincenzo Coccotti. Coccotti will wissen wo Clarence ist. Clifford weiß dass er stirbt egal was er sagt. Also entscheidet er sich dafür mit einer Geschichte über Sizilianer und Mauren zu sterben — einer Geschichte die so rassistisch und provokant ist dass Walken anfängt zu lachen bevor er Hopper erschießt.

Walken hat in Interviews gesagt dass er diese Szene bei den Proben zum ersten Mal gelesen hat und danach aufstehen musste. Nicht weil sie ihn schockiert hat — Walken ist nicht der Typ der leicht geschockt wird — sondern weil er wusste dass sie perfekt ist. Jedes Wort sitzt. Jede Pause. Jede Geste. Hopper improvisiert nichts. Walken improvisiert nichts. Tarantinos Dialog braucht keine Improvisation. Er braucht nur Schauspieler die ihn ernst nehmen.

Ich hab versucht diese Szene Leuten zu beschreiben die den Film nicht kennen. Es geht nicht. Du musst Hoppers Gesicht sehen wenn er begreift dass er gleich stirbt und sich entscheidet lieber als freier Mann im Sitzen zu gehen als kriechend um sein Leben zu betteln. Das ist Schauspiel das über den Film hinausgeht. Das ist einfach nur Wahrheit auf einer Leinwand.

Gary Oldman verschwindet. Wie immer.

Oldman als Drexl Spivey. Dreadlocks. Goldene Zähne. Narbe über dem Auge. Er hat den Look selbst entworfen — Scott hat ihm freie Hand gelassen. Oldman hat sich von einem echten Detroiter Zuhälter inspirieren lassen den er in einer Dokumentation gesehen hat. Er ist acht Minuten im Film. Acht. Und wenn du Leute fragst woran sie sich bei True Romance erinnern, sagen die Hälfte: „Der Typ mit den Dreadlocks.“

Das ist Oldmans Talent. Verschwinden in eine Rolle bis du vergisst wer er ist. Léon, Dracula, Sid Vicious, Commissioner Gordon — der Mann hat kein Gesicht. Er hat hundert. Drexl ist vielleicht seine verstörendste Kurzrolle. Nicht wegen der Gewalt. Sondern wegen der Beiläufigkeit mit der er gewalttätig ist. Als wäre das sein Normalzustand.

Brad Pitts drei Minuten auf dem Sofa

Jeder liebt Brad Pitt in True Romance. Jeder. Und er ist drei Minuten im Film. Vielleicht vier. Floyd, der Mitbewohner von Clarences Kumpel Dick Ritchie, sitzt auf dem Sofa, raucht, guckt Fernsehen und bekommt nichts mit. Gar nichts. Gangster stehen in seiner Wohnung. Er bietet ihnen einen Zug an. Die Polizei klopft. Er öffnet die Tür im Bademantel.

Pitt hat sich auf diese Rolle vorbereitet indem er einen Tag lang einen Joint-Dreher beobachtet hat — einen professionellen. Das Drehen, die Handbewegung, das Timing. Drei Minuten. Vorbereitung wie für eine Hauptrolle. Pitt hat 1993 noch keine Oscars gehabt. Noch kein Tyler Durden, kein Fight Club, kein Aldo Raine. Aber Floyd auf dem Sofa hat mehr Charakter als manche Filmkarrieren insgesamt.

Tony Scott. Der Mann der immer der Falsche war.

Über Tony Scott wird zu wenig geredet. Oder falsch. Er war „der Bruder von Ridley.“ Er war „der Top-Gun-Regisseur.“ Als ob das eine Beleidigung wäre. Tony Scott hat True Romance so inszeniert dass du vergisst dass ein Tarantino-Drehbuch normalerweise klingt wie Tarantino. Bei Scott klingt es wie ein Film. Kein Autorenstück. Ein Film.

Die Farben. Die Gegenlichtaufnahmen. Der Rauch in jedem zweiten Frame. Scotts visueller Stil — den die Kritiker „überladen“ nannten — gibt True Romance eine Wärme die Tarantino als Regisseur nie hätte erzeugt. Reservoir Dogs ist kalt. Pulp Fiction ist cool. True Romance ist warm. Das ist Scott. Der Mann der einen Film über Drogen und Mord aussehen lässt wie einen Sonnenuntergang über Los Angeles.

Scott hat sich 2012 das Leben genommen. Er war 68. Die Filmindustrie hat kurz innegehalten, ein paar Nachrichten geschrieben, und dann weitergemacht. Es gibt keinen Oscar für Tony Scott. Keinen Lifetime Achievement Award. Keinen retrospektiven Hype wie bei Michael Mann und Heat. Nur einen Katalog von Filmen die besser sind als ihr Ruf. True Romance ist der beste davon.

12 Millionen Budget. 12 Millionen eingespielt. Und dann die Ewigkeit.

True Romance war kein Hit. Er war kein Flop. Er war einfach — da. 12,3 Millionen Dollar weltweit bei 12,5 Millionen Budget. Warner Bros. hatte den Film von der Sommersaison in den September geschoben, dann noch mal verschoben, dann mit minimalem Marketing rausgebracht. 1993 konkurrierte der Film mit Schindlers Liste, Philadelphia, The Fugitive. Keine Chance.

Und dann kam die Videothek. Wie bei Fight Club sechs Jahre später war es die VHS-Kassette die True Romance zum Kultfilm gemacht hat. Mundpropaganda. Ein Freund zeigt es dem nächsten. „Kennst du den Film wo Christopher Walken und Dennis Hopper in einem Wohnwagen sitzen und —“ Ja. Den kennt man. Oder man kennt ihn bald.

3.95 auf Letterboxd. Das klingt nicht nach viel. Ist es aber. True Romance steht dort über Filmen die Oscars gewonnen haben. Über Filmen die hunderte Millionen eingespielt haben. 278.000 Bewertungen von einer Community die jeden Tag Filme schaut. Das ist kein Zufall. Das ist Qualität die sich durchsetzt.

James Gandolfini. Bevor er Tony Soprano wurde.

Gandolfini spielt Virgil, einen der Gangster die Alabama im Motel-Zimmer zusammenschlagen. Es ist eine der brutalsten Szenen in einem Film der ohnehin nicht zimperlich ist. Und Gandolfini — sechs Jahre vor der ersten Folge Sopranos — spielt diesen Schläger mit einer Mischung aus Professionalität und Widerwillen die dir den Magen umdreht.

Die Szene war so realistisch dass Patricia Arquette nach dem Dreh Gandolfini nicht ansehen konnte. Obwohl sie wusste dass es gespielt war. Obwohl er sich danach sofort entschuldigt hat. Dieser Moment — diese rohe Gewalt gefolgt von Alabamas Gegenwehr — ist der härteste Punkt im Film. Nicht weil er am blutigsten ist. Sondern weil er am ehrlichsten ist.

Samuel L. Jackson hat übrigens auch einen Auftritt. Vielleicht dreißig Sekunden. Stirbt sofort. Jackson in einer Tarantino-Geschichte, tot nach einer halben Minute — ein Jahr bevor er in Pulp Fiction jeden Satz zu einem Zitat macht. 1993 konnte noch niemand ahnen was aus diesem Mann wird.

Die Besetzungsliste. Oder: Wie besetzt man einen Film mit allen?

  • Christian Slater als Clarence Worley — Elvis-Fan, Comic-Nerd, der romantischste Mörder der Filmgeschichte
  • Patricia Arquette als Alabama Whitman. Drei Tage Callgirl-Erfahrung. Eine Nacht reicht für die Liebe seines Lebens.
  • Gary Oldman: Drexl Spivey. Acht Minuten. Unvergesslich.
  • Dennis Hopper — Clifford Worley. Stirbt als freier Mann. Die beste Szene des Films.
  • Christopher Walken als Vincenzo Coccotti, Mafioso mit Manieren bis es zu spät ist
  • Brad Pitt: Floyd. Sofa. Joint. Bademantel. Mehr braucht er nicht.
  • Val Kilmer als Elvis-Erscheinung in Clarences Kopf. Keine Pointe.
  • James Gandolfini — Virgil. Sechs Jahre vor Tony Soprano.
  • Samuel L. Jackson als Big Don. Dreißig Sekunden. Stirbt sofort.


Synchronstudio: Arena Film GmbH, Berlin
Jahr: 1993
Dialogbuch und Dialogregie: Michael Nowka

Christian Slater|Clarence Worley|David Nathan
Patricia Arquette|Alabama Whitman|Irina von Bentheim
Dennis Hopper|Clifford Worley|Jürgen Thormann
Christopher Walken|Vincenzo Coccotti|Christian Rode
Gary Oldman|Drexl Spivey|Torsten Münchow
Brad Pitt|Floyd|Stefan Staudinger
Val Kilmer|Mentor (Elvis)|Thomas Danneberg
James Gandolfini|Virgil|Manfred Lehmann
Samuel L. Jackson|Big Don|Helmut Gauß

Quelle: Synchronkartei.de

David Nathan spricht Christian Slater. Und eigentlich spricht er Johnny Depp.

David Nathan ist die deutsche Stimme von Johnny Depp. Und hier, in True Romance, spricht er Christian Slater. Einen Typen der sich im Film wie Elvis benimmt, sonnenbebrillte Lederjacke, Revolver im Hosenbund. Nathan macht das mit dieser Mischung aus Coolness und Naivität die Clarences ganzen Charakter ausmacht — der Typ der einen Zuhälter erschießt und danach mit seiner Frau nach Hollywood fährt als wäre nichts passiert.

Christian Rode als Christopher Walken. Rode war für Jahrzehnte die deutsche Stimme von Walken — diese leise, fast singende Sprechweise, die Pausen die länger sind als bei jedem anderen Synchronsprecher. In der Sizilianer-Szene funktioniert Rodes Arbeit fast so gut wie Walkens Original. Fast. Weil nichts auf der Welt so gut funktioniert wie Walken im Original.

Was Tarantino anders gemacht hätte

Tarantinos Drehbuch hatte ein anderes Ende. Clarence stirbt. Alabama überlebt mit dem Geld und dem gebrochenen Herzen. Tony Scott hat das geändert — Happy End, beide leben, Sohn namens Elvis auf der Terrasse am Meer. Tarantino hasste es. Die Produzenten liebten es. Das Testpublikum liebte es.

Und ich? Ich bin zwiegespalten. Das dunkle Ende wäre konsequenter gewesen. Passt besser zu einem Film in dem alle sterben — Drexl, Clifford, Coccotti, Virgil, die halbe Besetzung. Aber Scotts Ende passt zu Scotts Film. Das ist der Punkt den die meisten übersehen: True Romance in Tony Scotts Version ist kein Tarantino-Film. Es ist ein Scott-Film mit Tarantino-Dialogen. Und Scotts Version dieser Geschichte ist die mit dem Sonnenuntergang.

Tom aus dem Kinokreis sagt das Happy End sei kitschig. Tom sagt vieles. Aber diesmal hat er halb recht — es ist kitschig. Nur ist Kitsch manchmal genau das was ein Film braucht der anderthalb Stunden lang Menschen umgebracht hat. Manchmal brauchst du den Sonnenuntergang. Auch wenn du weißt dass er gelogen ist.

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Wenn True Romance bei dir funktioniert hat, dann schau dir diese an:

  • Pulp Fiction — Tarantinos eigenes Regie-Meisterwerk, ein Jahr später, mit dem Geld das True Romance finanziert hat
  • Reservoir Dogs — Tarantinos Debüt. Härter, kälter, klaustrophobischer.
  • Departed — Scorsese macht Boston wie Scott Los Angeles macht: blutig und schön gleichzeitig
  • Fight Club — noch ein 90er-Flop der auf VHS zum Kultfilm wurde, andere Geschichte, gleiche Energie
  • Heat — Michael Manns L.A.-Epos, zwei Jahre nach True Romance, gleiche Stadt, anderer Blickwinkel
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Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Dafür

  • Tarantinos bestes Drehbuch das er nicht selbst verfilmt hat
  • Sizilianer-Szene: neun Minuten Filmgeschichte
  • Nebenrollen-Parade ohne Gleichen (Oldman, Walken, Hopper, Pitt)
  • Hans Zimmers kontrastreicher Marimba-Score

Dagegen

  • Happy End spaltet die Geister
  • Christian Slater bleibt neben den Nebenrollen blass
  • 12 Millionen Budget sieht man gelegentlich an
You're so cool. You're so cool. You're so cool.— aus der Wertung von FilmSchneider
Videothek Schulterblatt, Hamburg-Altona, 1994. Jens hat die Kassette mitgebracht und danach war nichts mehr wie vorher. Tony Scott hat Tarantinos Drehbuch genommen und daraus einen Film gemacht der wärmer ist als alles was Tarantino selbst je gedreht hat. Hopper und Walken in neun Minuten Filmgeschichte. Oldman in acht Minuten Unvergesslichkeit. Brad Pitt in drei Minuten auf einem Sofa. Hans Zimmers Marimba über Mord und Liebe. 12 Millionen an der Kasse, unsterblich auf VHS. True Romance ist kein perfekter Film. Das Happy End ist kitschig. Manches ist übertrieben. Aber er hat etwas das die meisten perfekten Filme nicht haben: ein Herz das schlägt. Tarantinos Kopf. Scotts Herz. Das ist die Formel.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu True Romance

Wie lange dauert True Romance?

True Romance hat eine Laufzeit von rund 120 Minuten (2 Stunden).

Lohnt sich True Romance?

Unsere Redaktion vergibt True Romance einen Watcher-Score von 9,0 von 10. Videothek Schulterblatt, Hamburg-Altona, 1994. Jens hat die Kassette mitgebracht und danach war nichts mehr wie vorher. Tony Scott hat Tarantinos Drehbuch genommen und daraus einen Film gemacht der wärmer ist als alles was Tarantino selbst je gedreht hat. Hopper und Walken in neun Minuten Filmgeschichte. Oldman in acht Minuten Unvergesslichkeit. Brad Pitt in drei Minuten auf einem Sofa. Hans Zimmers Marimba über Mord und Liebe. 12 Millionen an der Kasse, unsterblich auf VHS. True Romance ist kein perfekter Film. Das Happy End ist kitschig. Manches ist übertrieben. Aber er hat etwas das die mei

Für wen ist True Romance geeignet?

True Romance ist vor allem etwas für Action und Krimi-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in True Romance?

Clarence feiert seinen Geburtstag – allein im Kino. Doch dann setzt sich die sexy Blondine Alabama neben ihn, und keine 24 Stunden später sind die beiden verheiratet. Dass Alabama als Callgirl anschafft, stört Clarence wenig. Kurzerhand legt er Alabamas brutalen Zuhälter um.

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Trailer

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Besetzung

Christian SlaterClarence Worley
Patricia ArquetteAlabama Whitman
Dennis HopperClifford Worley
Val KilmerMentor
Gary OldmanDrexl Spivey

FAQ zu True Romance: Tarantinos bestes Drehbuch das er nicht selbst verfilmt hat

Hat Tarantino bei True Romance Regie geführt?
Nein. Tony Scott. Tarantino hat das Drehbuch geschrieben und für 50.000 Dollar verkauft weil er pleite war. Mit dem Geld hat er Pulp Fiction vorfinanziert. Also: True Romance existiert damit Pulp Fiction existieren konnte. Zwei Meisterwerke zum Preis von einem.
Warum ist der Film an der Kasse gefloppt?
Gefloppt ist übertrieben — 12,3 Millionen bei 12,5 Millionen Budget. Aber kein Hit. Warner Bros. hat den Kinostart dreimal verschoben und dann kaum Werbung gemacht. Im Herbst 1993 konkurrierte True Romance mit Schindlers Liste. Da gewinnt niemand.
Ist die Sizilianer-Szene improvisiert?
Kein einziges Wort. Alles Tarantino. Alles im Drehbuch. Hopper und Walken spielen es so perfekt dass es wie Improvisation wirkt — aber das ist der Unterschied zwischen guten Dialogen und großartigen. Großartige Dialoge klingen wie echte Gespräche obwohl jedes Wort auf Papier stand.
Stimmt es dass Brad Pitt nur drei Minuten im Film ist?
Ungefähr. Vielleicht vier. Floyd auf dem Sofa, Floyd am Joint, Floyd öffnet den Gangsters die Tür. Das wars. Und trotzdem erinnert sich jeder an ihn. Pitt hat für diese drei Minuten einen echten Joint-Dreher studiert. Method Acting für eine Sofa-Rolle. Ich liebe diesen Mann.
Welches Ende ist besser — Scotts oder Tarantinos?
Scotts Ende: Clarence lebt, Alabama lebt, Happy End am Strand. Tarantinos Original: Clarence stirbt, Alabama flieht allein mit dem Geld. Konsequenter? Tarantinos Version. Passender für den Film den Scott gedreht hat? Scotts Version. Es gibt kein "richtig." Es gibt nur die Frage welchen Film du sehen willst.
Ist True Romance ab 18?
Ja. FSK 18. Verdient. Die Szene im Motelzimmer zwischen Gandolfini und Arquette allein rechtfertigt die Einstufung. Plus Drexl, plus die Schießerei am Ende, plus Szenen die ich hier nicht im Detail beschreiben werde weil du den Film selber schauen sollst.
Wo kann ich True Romance streamen?
Das wechselt ständig. Der Streaming-Shortcode oben zeigt dir die aktuelle Verfügbarkeit. Ansonsten: Kaufen. Physisch. Diesen Film willst du im Regal stehen haben. Neben Reservoir Dogs und Pulp Fiction. Wo er hingehört.
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1 Kommentar

Varagard
Varagard ★ 7.0

Ich liebe ja Patricia Arquette als Schauspielerin so sehr. Ich weiß auch nie ob sie mir hier besser gefällt oder in Stigmata, aber ich denke mehr hier, denn hier ist sie Zucker. Sie ist ja sowas von süß. 😀

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