Countdown zum Kinostart
Gohan – Drei Leben auf vier Pfoten: Wer gibt wem ein Zuhause? ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
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Die Vorschau
von SeoulScreenEin Hund zieht durch drei Lebensgeschichten. Das thailändische Drama Gohan – Drei Leben auf vier Pfoten begleitet einen Straßenhund und Menschen, die ihm zu unterschiedlichen Zeiten ein Zuhause geben. Ein Ingenieur, eine Frau aus dem Umfeld eines Tierheims und ein junges Künstlerpaar stehen im Mittelpunkt. SeoulScreen blickt auf einen Film, der für den 31. Dezember 2026 in deutschen Kinos angekündigt ist.
Ein Hund bleibt, die Menschen wechseln
Die Verleihbeschreibung bei Fusion Network kündigt drei miteinander verbundene Episoden an. Gohan begleitet zunächst einen Ingenieur vor dem Ruhestand, wird von einer Frau aus einem Tierheim geholt und führt später ein junges Künstlerpaar wieder näher zusammen. Sein weißes Fell und die rosa Nase machen ihn leicht erkennbar. Der eigentliche Zusammenhang soll jedoch durch die wechselnden Beziehungen entstehen.
Für mich steckt der Reiz darin, dass ein gemeinsames Zuhause für jede dieser Figuren etwas anderes bedeuten kann. Vor dem Ruhestand verschiebt sich der Tagesablauf. Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt eine neue Verantwortung. Bei einem Paar muss Platz für ein Lebewesen zwischen zwei Menschen entstehen, die ihre eigene Beziehung ordnen. Das sind Möglichkeiten der angekündigten Konstellation, keine bereits überprüften Leistungen des Films.
Gerade deshalb würde ich mir wünschen, dass Gohan auch als Hund erkennbar bleibt: mit Bedürfnissen, Gewohnheiten und einem eigenen Rhythmus. Ein Tier, das nur die richtigen Gefühle in Menschen auslösen darf, wird schnell zum Hilfsmittel des Drehbuchs. Interessanter wäre, wenn die Figuren ihre Fürsorge tatsächlich an ihm ausrichten müssten.
Thailand als konkreter Lebensraum
Das Film Festival Cologne beschreibt den Ingenieur Hiro als japanischen Arbeiter in einer Autofabrik und Namcha als Migrantin. Damit bringt die Handlung unterschiedliche Lebenssituationen zusammen. Wer neu an einem Ort ist oder vor einem Abschied steht, hat andere Voraussetzungen dafür, sich zu binden. Ob der Film diese Unterschiede ausarbeitet, wird für meine spätere Einschätzung wichtiger sein als die Frage, wie schnell er zu Tränen rührt.
Der Hund könnte die Episoden dabei auf eine einfache, schöne Weise verbinden: Menschen erklären sich durch Worte, während ein Tier vor allem auf ihr Verhalten angewiesen ist. Wer bleibt da? Wer sorgt für Essen? Wer kommt zurück? Solche alltäglichen Handlungen könnten Nähe sichtbar machen, ohne dass jede Beziehung ausdrücklich erklärt werden muss. Auf diese Genauigkeit bin ich neugierig.
Drei Regisseure, eine gemeinsame Geschichte
Für die Regie stehen Chayanop Boonprakob, Atta Hemwadee und Baz Poonpiriya, der auch als Nattawut Poonpiriya geführt wird. Die Filmkunstmesse Leipzig nennt außerdem Yasushi Kitajima, Poe Mamhe Thar, Jinjett Wattanasin und Tontawan Tantivejakul in der Besetzung.
Drei Regiehandschriften können einer solchen Anlage verschiedene Temperaturen geben. Sie müssen sich aber auch zu einem Film verbinden. Ein Wechsel der Lebensphase sollte mehr leisten als einen neuen Anlass für Abschied und Wiedersehen. Mich interessiert, ob sich mit den Menschen auch unser Blick auf Gohan verändert. Über die konkrete Aufteilung der Episoden auf die Regisseure machen die hier verwendeten deutschen Ankündigungen keine eindeutige Angabe.
Kinostart an Silvester, Festivaltermine schon vorher
Splendid Film bringt Gohan – Drei Leben auf vier Pfoten am 31. Dezember 2026 in die deutschen Kinos; die Filmkunstmesse nennt 24 Bilder als Vertrieb. Verleih und Vertrieb haben hier also unterschiedliche Aufgaben. Das Film Festival Cologne führt bereits Vorstellungen am 30. Oktober und 1. November 2026 auf. Diese Festivaltermine liegen vor dem regulären deutschen Start.
Für die deutsche Messe- und Festivalfassung werden 141 Minuten angegeben. In Filmdatenbanken stehen teilweise 145 Minuten, darunter bei Moviepilot. Für diese Vorschau orientieren wir uns an den deutschen Veranstalterangaben. Eine bestätigte FSK-Freigabe für den Hauptfilm ließ sich noch nicht belegen. Die bei Fusion Network ausgewiesene FSK 6 betrifft ausdrücklich den Trailer und ist keine Freigabe des gesamten Films.
Wer asiatisches Kino über Beziehungen und Alltag entdeckt, sollte diesen Titel im Blick behalten. Das Hundemotiv allein macht ihn noch nicht zum geeigneten Familienausflug. Dafür müssen Alterseignung und Umgang mit Verlust erst genauer bekannt sein. Als angekündigtes Drama bietet Gohan jedenfalls eine reizvolle Perspektive: Ein Zuhause entsteht durch das, was Menschen füreinander und für ein Tier tun.
Erwartungen vor dem Start
keine WertungEin Zuhause zeigt sich auch darin, wer jeden Tag wieder für jemanden da ist.Vorab eingeschätzt von SeoulScreen
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