Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Good Will Hunting sehenswert?
Kurze Antwort: JA, absolut! – Ein zeitloses Meisterwerk über Heilung, Freundschaft und den Mut, sich selbst zu finden.
Für wen geeignet: Drama-Liebhaber, Robin Williams-Fans, alle die authentische Charakterentwicklung schätzen, Menschen die Filme mit emotionaler Tiefe mögen.
Nicht geeignet für: Action-Junkies, oberflächliche Unterhaltungssucher, wer keine langsam entwickelten Charakterstudien mag.
Mein Urteil: Good Will Hunting gehört in jede gut sortierte Filmsammlung. Die Chemie zwischen Damon und Williams ist magisch, die Geschichte berührt ohne kitschig zu werden, und auch nach 27 Jahren hat der Film nichts von seiner Kraft verloren.
Worum geht es in Good Will Hunting?
Will Hunting ist ein 20-jähriger Hausmeister am MIT, der zufällig ein mathematisches Genie ist. Nachdem Professor Lambeau sein außergewöhnliches Talent entdeckt, wird Will zur Therapie zu Sean Maguire geschickt – einem Therapeuten, der selbst aus den rauen Straßen Bostons stammt. Was folgt, ist eine berührende Geschichte über Heilung, Vertrauen und die Überwindung von Kindheitstraumata, die zeigt: Manchmal braucht es einen Menschen, der dich wirklich versteht, um dein wahres Potenzial zu entfalten.
Die Geschichte beginnt scheinbar simpel: Will arbeitet als Hausmeister am renommierten MIT und löst nebenbei mal eben komplexe mathematische Gleichungen, die selbst Studenten zum Verzweifeln bringen. Seine Genialität kontrastiert scharf mit seinem Leben in South Boston, wo er mit seinen Kumpels Chuckie, Billy und Morgan abhängt – allesamt Jungs aus der Arbeiterklasse, die ihre Frustrationen oft mit den Fäusten austragen.
Als Professor Lambeau (Stellan Skarsgård) herausfindet, wer hinter der gelösten Gleichung steckt, ist er fasziniert. Hier ist jemand, der mathematische Probleme löst, für die andere Jahre brauchen würden. Doch Will ist alles andere als der klassische Streber – er ist rebellisch, verschlossen und hat panische Angst vor emotionaler Nähe.
Die eigentliche Geschichte entfaltet sich erst, als Will nach einer Schlägerei vor Gericht steht und Lambeau einen Deal aushandelt: Therapie statt Gefängnis. Der erste Therapeut scheitert kläglich an Wills scharfem Intellekt und seiner emotionalen Abwehr. Dann kommt Sean Maguire ins Spiel, gespielt von Robin Williams in einer seiner besten Rollen überhaupt.
Sean ist anders als die anderen Therapeuten. Er stammt selbst aus South Boston, kennt die Straßen und die Mentalität. Vor allem aber lässt er sich von Wills intellektuellen Spielchen nicht beeindrucken. Die Therapiesitzungen entwickeln sich zu einem psychologischen Katz-und-Maus-Spiel, bei dem beide Männer ihre eigenen Dämonen bekämpfen müssen.
Wie inszeniert Gus Van Sant diese Geschichte?
Gus Van Sant beweist mit Good Will Hunting, dass große Regie nicht spektakuläre Kamerafahrten oder bombastische Effekte braucht. Seine Inszenierung ist zurückhaltend, authentisch und konzentriert sich vollständig auf die zwischenmenschlichen Momente. Van Sant versteht es meisterhaft, den rauen Charme von South Boston einzufangen, ohne dabei in Klischees zu verfallen oder seine Figuren zu romantisieren.
Van Sant war 1997 bereits für Filme wie „My Own Private Idaho“ und „Drugstore Cowboy“ bekannt, aber Good Will Hunting markierte seinen Einstieg in den Mainstream – ohne dass er dabei seine künstlerische Integrität verlor. Seine Regie ist bemerkenswert unaufdringlich. Er lässt den Schauspielern Raum zu atmen und vertraut darauf, dass die emotionale Wahrheit der Geschichte für sich spricht.
Besonders brillant ist, wie Van Sant die Gegensätze in Wills Leben visualisiert. Die sterilen Hallen des MIT mit ihren weißen Wänden und komplexen Formeln stehen in starkem Kontrast zu den warmen, aber chaotischen Bars und Straßen von Southie. Diese visuelle Dichotomie unterstreicht Wills inneren Konflikt zwischen seinem intellektuellen Potenzial und seiner emotionalen Heimat.
Die Kameraführung von Jean-Yves Escoffier ist bewusst unspektakulär, aber immer präzise. Van Sant setzt auf Close-Ups in den entscheidenden emotionalen Momenten und weite Einstellungen, um die Isolation der Charaktere zu verdeutlichen. Die berühmte Parkbankszene zwischen Sean und Will wird fast ausschließlich in Großaufnahmen gezeigt – ein mutiger Ansatz, der die Intimität des Moments verstärkt.
Was mich als langjährigen Van Sant-Beobachter besonders beeindruckt, ist seine Fähigkeit, Boston nicht nur als Kulisse, sondern als eigenständigen Charakter zu etablieren. Die Stadt wird zu einem lebendigen Organismus, der die Figuren prägt und ihre Entscheidungen beeinflusst. Man spürt in jeder Szene die Authentizität – hier wird nicht Hollywood-Boston gezeigt, sondern das echte, raue, liebevolle Boston.
Wie überzeugt die Besetzung in Good Will Hunting?
Die Besetzung von Good Will Hunting ist ein Glücksfall der Filmgeschichte. Matt Damon verkörpert Will mit einer perfekten Mischung aus Verletzlichkeit und Trotz, Robin Williams liefert eine seiner besten Darstellungen ab – authentisch, warmherzig und ohne seine übliche Manieriertheit. Stellan Skarsgård bringt dem Professor Lambeau die nötige Ambivalenz, und Ben Affleck zeigt als Chuckie, dass wahre Freundschaft manchmal bedeutet, loslassen zu können.
Matt Damons Performance als Will ist schlichtweg brilliant. Er schafft es, einen hochintelligenten jungen Mann zu spielen, ohne arrogant oder unsympathisch zu wirken. Seine Will ist verwundet, verschlossen, aber niemals zynisch. Damon bringt eine natürliche Intensität mit, die perfekt zu Van Sants zurückhaltender Regie passt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie überrascht ich 1997 war – hier spielte ein relativer Newcomer, als wäre er schon jahrzehntelang im Geschäft.
Robin Williams aber stiehlt allen die Show. Seine Darstellung des Sean Maguire ist eine Masterclass in schauspielerischer Zurückhaltung. Williams, bekannt für seine explosive Energie und seinen Wortwitz, zeigt hier eine völlig andere Seite. Sein Sean ist müde, weise, manchmal schmerzhaft ehrlich. Die Szene, in der er Will von seiner verstorbenen Frau erzählt – inklusive der improvisierten Geschichte über ihre nächtlichen Blähungen – ist ein perfektes Beispiel für Williams‘ Fähigkeit, Humor und Melancholie zu vermischen.
Stellan Skarsgård bringt Professor Lambeau eine wunderbare Vielschichtigkeit. Er ist nicht der typische arrogante Akademiker, sondern ein Mann, der ehrlich fasziniert ist von Wills Talent, aber auch seine eigenen Motivationen hinterfragen muss. Skarsgård spielt ihn mit einer zurückhaltenden Intensität, die perfekt zur Gesamtstimmung des Films passt.
Ben Affleck überrascht als Chuckie Sullivan. Seine Darstellung ist herzlich, loyal und völlig glaubwürdig. Die Szene am Bauplatz, in der er Will erklärt, dass es das Beste wäre, wenn er eines Tages einfach weg wäre, gehört zu den emotionalsten Momenten des Films. Affleck zeigt hier, dass er weit mehr kann als den charmanten Leinwandhelden zu spielen.
Minnie Driver als Skylar bringt die nötige Leichtigkeit in den Film. Ihre Harvard-Studentin ist intelligent, selbstbewusst und durchschaut Wills Fassade sofort. Driver spielt sie ohne die übliche „Manic Pixie Dream Girl“-Klischees – Skylar ist eine eigenständige Person mit eigenen Zielen und Träumen.
Wie überzeugt die visuelle Gestaltung von Good Will Hunting?
Die Kameraarbeit von Jean-Yves Escoffier ist ein Meisterwerk der Zurückhaltung. Statt auf spektakuläre Aufnahmen zu setzen, konzentriert sich die Bildsprache auf Authentizität und emotionale Wahrheit. Die warmen, natürlichen Farbtöne von South Boston kontrastieren perfekt mit der sterilen Kühle des MIT, und jede Einstellung dient der Geschichte, nicht der Selbstdarstellung.
Escoffier, der zuvor bereits mit Van Sant bei „My Own Private Idaho“ zusammengearbeitet hatte, entwickelt für Good Will Hunting eine völlig eigene visuelle Sprache. Die Kamera ist nie aufdringlich, aber immer präzise positioniert. In den Therapieszenen zwischen Sean und Will wechselt er geschickt zwischen Close-Ups und Totalen, um die emotionale Distanz und Annäherung der beiden Männer zu visualisieren.
Besonders beeindruckend ist die Farbgestaltung. Die Szenen in South Boston sind warm und erdig – viel Braun, Orange und gedämpftes Rot dominieren die Palette. Das MIT hingegen wird in kühlen Blau- und Grautönen gezeigt. Diese visuelle Dichotomie unterstreicht Wills inneren Konflikt zwischen zwei Welten, ohne dabei zu plakativ zu werden.
Die berühmte Parkbankszene im Boston Public Garden ist ein Paradebeispiel für die subtile Bildgestaltung. Escoffier nutzt das natürliche Licht des Herbsttages, um eine fast dokumentarische Authentizität zu schaffen. Die Kamera bleibt auf Augenhöhe der Protagonisten und vermeidet jede Art von manipulativer Dramaturgie.
Was mich als Filmliebhaber besonders fasziniert, ist die Entscheidung, auf digitale Effekte oder aufwendige Kamerabewegungen zu verzichten. Good Will Hunting lebt von der Kraft seiner Bilder, nicht von technischen Spielereien. Jede Einstellung wirkt organisch und dient der emotionalen Geschichte.
Die Nachtszenen in den Bars von Southie haben eine warme, einladende Atmosphäre, die perfekt die Gemeinschaft und Geborgenheit vermittelt, die Will bei seinen Freunden findet. Gleichzeitig sind sie nie zu romantisiert – man sieht den Dreck, die Enge, die begrenzten Möglichkeiten, ohne dass dies voyeuristisch wirkt.
Wie funktioniert die Musik in Good Will Hunting?
Danny Elfmans Filmmusik zu Good Will Hunting ist ein seltenes Beispiel für perfekte musikalische Zurückhaltung. Statt auf bombastische Orchestersätze zu setzen, entwickelt Elfman eine warme, minimalistische Partitur, die die emotionalen Momente unterstützt, ohne sie zu überwältigen. Die sparsame Instrumentierung mit Piano, Streichern und Gitarre schafft eine intime Atmosphäre, die perfekt zur Geschichte passt.
Elfman, bekannt für seine oft fantasievollen und exzentrischen Kompositionen (Batman, Edward Scissorhands), zeigt hier eine völlig andere Seite seines Könnens. Seine Musik für Good Will Hunting ist beinahe kammermusikalisch in ihrer Intimität. Das Hauptthema, ein melancholisches Klaviermotiv, durchzieht den gesamten Film wie ein roter Faden, ohne dabei aufdringlich zu werden.
Besonders clever ist der Einsatz der Musik in den Therapieszenen. Elfman verzichtet hier oft komplett auf musikalische Untermalung und lässt die Dialoge und die Stille zwischen den Worten für sich sprechen. Wenn Musik einsetzt, dann meist sehr subtil und emotional unterstützend, nie manipulativ.
Ein Highlight ist die musikalische Untermalung der finalen Szene, in der Will sich entscheidet, nach Kalifornien zu fahren. Elfmans Komposition baut hier langsam auf, vermittelt Hoffnung und Aufbruch, ohne dabei in Hollywood-Kitsch zu verfallen. Die Musik fühlt sich organisch an, wie ein natürlicher Ausdruck der emotionalen Entwicklung der Figuren.
Die Soundgestaltung insgesamt ist bemerkenswert authentisch. Die Geräuschkulisse von South Boston – Verkehrslärm, Stimmengewirr in den Bars, das Echo in den MIT-Gängen – schafft eine glaubwürdige akustische Umgebung. Nichts wirkt konstruiert oder überproduziert.
Elliott Smiths Lied „Miss Misery“, das für den Oscar nominiert wurde, passt perfekt zur Gesamtstimmung des Films. Smiths fragile Stimme und melancholische Songwriting-Stil ergänzen Elfmans Filmmusik ideal und verstärken die emotionale Wirkung der Geschichte.
Was sind die größten Stärken von Good Will Hunting?
Die größte Stärke von Good Will Hunting liegt in seiner emotionalen Authentizität. Der Film schafft es, eine zutiefst menschliche Geschichte zu erzählen, ohne in Klischees oder Sentimentalität zu verfallen. Die Dialoge sind scharf und witzig, die Charakterentwicklung glaubwürdig, und die Darstellung der Arbeiterklasse von Boston ist respektvoll und ehrlich. Dazu kommt eine perfekt ausbalancierte Mischung aus Humor und Drama, die den Film auch nach 27 Jahren noch frisch wirken lässt.
Das Drehbuch von Damon und Affleck ist ein Juwel des Storytellings. Die beiden haben es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die sowohl intellektuell anspruchsvoll als auch emotional zugänglich ist. Die Dialoge knistern vor Intelligenz und Witz, ohne dabei gekünstelt zu wirken. Besonders beeindruckend ist, wie sie verschiedene Generationen und soziale Schichten authentisch darstellen.
Die Charakterzeichnung ist außergewöhnlich differenziert. Jede Figur, auch die kleineren Nebenrollen, wirkt wie ein echter Mensch mit eigenen Motivationen und Widersprüchen. Will ist nicht einfach nur das missverstandene Genie, Sean nicht nur der weise Mentor, Lambeau nicht nur der arrogante Professor. Alle haben ihre Schattenseiten und Ambivalenzen.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die authentische Darstellung von Boston und seiner Arbeiterklasse-Kultur. Hier wird nicht von oben herab auf „einfache Leute“ geschaut, sondern mit echtem Respekt und Verständnis. Die Loyalität und Kameradschaft zwischen Will und seinen Freunden wirkt nie romantisiert, aber auch nie herablassend dargestellt.
Die Balance zwischen verschiedenen Genres ist meisterhaft. Good Will Hunting ist gleichzeitig Coming-of-Age-Film, Psychodrama, Sozialstudie und sogar teilweise Komödie. Diese Genrevielfalt hätte leicht chaotisch wirken können, aber Van Sant und sein Team schaffen es, alle Elemente zu einem stimmigen Ganzen zu verweben.
Besonders hervorzuheben ist auch die Darstellung der Therapie. Selten wurde in einem Mainstream-Film so realistisch und unromantisch gezeigt, wie therapeutische Arbeit wirklich funktioniert – mühsam, frustrierend, aber letztendlich heilsam.
Welche Schwächen hat Good Will Hunting?
Trotz seiner vielen Qualitäten hat Good Will Hunting einige kleinere Schwächen. Manche Wendungen wirken etwas zu vorhersehbar, besonders Wills Charakterentwicklung folgt einem relativ klassischen Bogen. Die Liebesgeschichte mit Skylar bleibt teilweise oberflächlich, und einige der mathematischen Darstellungen sind für Laien schwer nachvollziehbar. Zudem hätte der Film von einer etwas strafferen Dramaturgie profitiert – manche Szenen ziehen sich länger als nötig.
Die größte Schwäche liegt meiner Meinung nach in der etwas zu schematischen Charakterentwicklung. Wills Wandlung vom verschlossenen Rebellen zum emotional geöffneten Menschen folgt einem sehr vorhersehbaren Muster. Als erfahrener Filmkritiker habe ich schon nach der ersten Therapieszene gewusst, wie die Geschichte enden wird. Das mindert zwar nicht die emotionale Wirkung, aber es nimmt dem Film etwas von seiner Überraschungskraft.
Die Liebesgeschichte zwischen Will und Skylar hätte mehr Tiefe vertragen können. Minnie Driver spielt ihre Rolle zwar gut, aber die Beziehung wird nie wirklich voll entwickelt. Skylar bleibt zu sehr Katalysator für Wills Entwicklung, anstatt eine eigenständige, vollwertige Figur zu sein. Ihre Motivation, nach Kalifornien zu gehen, wird nie richtig erklärt, und ihre Bereitschaft, Will zu vergeben, wirkt manchmal zu selbstlos.
Einige der mathematischen Szenen sind für Nicht-Mathematiker schwer zu verstehen. Während das Genie-Element wichtig für die Geschichte ist, hätte man die komplexen Formeln besser für Laien verständlich machen können. Ich kenne viele Zuschauer, die in diesen Momenten abschalten, weil sie sich ausgeschlossen fühlen.
Der Film ist mit 126 Minuten etwas zu lang. Besonders der mittlere Teil hätte gestrafft werden können. Einige Szenen wiederholen emotionale Punkte, die bereits klar gemacht wurden, und manche Dialoge hätten gekürzt werden können, ohne dass die Aussage darunter gelitten hätte.
Auch die Darstellung der MIT-Welt wirkt manchmal etwas klischeehaft. Die Studenten und Professoren (außer Lambeau) bleiben oft eindimensionale Charaktere, die hauptsächlich dazu da sind, Wills Überlegenheit zu demonstrieren. Hier hätte etwas mehr Nuancierung gut getan.
Für wen ist Good Will Hunting geeignet?
Good Will Hunting ist der perfekte Film für alle, die intelligentes, emotionales Kino schätzen. Besonders Drama-Liebhaber, Robin Williams-Fans und Menschen, die sich für authentische Charakterstudien interessieren, werden den Film lieben. Er eignet sich auch hervorragend für Zuschauer, die Boston und seine Kultur kennenlernen möchten, sowie für alle, die Geschichten über persönliches Wachstum und Heilung zu schätzen wissen.
Drama-Fans kommen voll auf ihre Kosten. Der Film bietet alles, was ein gutes Drama ausmacht: komplexe Charaktere, emotionale Tiefe, gesellschaftliche Relevanz und eine Geschichte, die unter die Haut geht. Wer Filme wie „Dead Poets Society“ oder „The Pursuit of Happyness“ mag, wird Good Will Hunting lieben.
Robin Williams-Liebhaber erleben hier einen der größten Schauspieler aller Zeiten in einer seiner besten Rollen. Seine Performance als Sean Maguire zeigt alle Facetten seines Könnens – von subtiler Komik bis zu herzzerreißender Emotionalität. Es ist ein perfektes Beispiel dafür, was passiert, wenn einem großartigen Schauspieler die richtige Rolle anvertraut wird.
Menschen, die sich für Psychologie und Therapie interessieren, werden die authentische Darstellung der therapeutischen Beziehung zu schätzen wissen. Der Film zeigt realistisch, wie Heilung funktioniert – langsam, mühsam, aber letztendlich transformativ.
Boston-Liebhaber bekommen eine authentische, liebevolle Hommage an ihre Stadt. Wer die Arbeiterklasse-Kultur der amerikanischen Ostküste verstehen möchte, findet hier eine der ehrlichsten Darstellungen im Kino.
Auch für junge Erwachsene, die sich mit Fragen der Identität und des Lebenszwecks beschäftigen, ist der Film hochrelevant. Wills Struggle zwischen verschiedenen Lebenswegen und seine Angst vor Veränderung sprechen viele Menschen an, die ähnliche Entscheidungen treffen müssen.
Filmstudenten und angehende Drehbuchautoren sollten Good Will Hunting als Masterclass in Charakterentwicklung und Dialog-Schreibung studieren. Das Drehbuch von Damon und Affleck ist ein Lehrbuch für gutes Storytelling.
Wer spielt in Good Will Hunting mit?
Matt Damon als Will Hunting – Ein mathematisches Genie, das als Hausmeister am MIT arbeitet
Robin Williams als Sean Maguire – Ein Therapeut aus South Boston, der selbst mit Verlusten kämpft
Stellan Skarsgård als Professor Gerald Lambeau – Ein MIT-Mathematikprofessor, der Wills Talent entdeckt
Ben Affleck als Chuckie Sullivan – Wills bester Freund und loyaler Begleiter
Minnie Driver als Skylar – Eine Harvard-Studentin und Wills Freundin
Casey Affleck als Morgan O’Malley – Einer von Wills Freunden
Cole Hauser als Billy McBride – Ein weiterer Freund aus Wills Clique
Scott William Winters als Clark – Ein arroganter Harvard-Student
George Plimpton als Dr. Henry Lipkin – Ein Therapeut, der mit Will scheitert
Fazit: Lohnt sich Good Will Hunting?
Nach über 25 Jahren im Filmgeschäft kann ich mit Sicherheit sagen: Good Will Hunting ist einer jener seltenen Filme, die alles richtig machen. Es ist ein emotionales Meisterwerk, das intelligent geschrieben, brilliant gespielt und sensibel inszeniert ist. Robin Williams zeigt hier, warum er einer der größten Schauspieler seiner Generation war, und Matt Damon beweist, dass er weit mehr kann, als nur hübsch in die Kamera zu schauen.
Die Geschichte hat auch heute noch Relevanz – vielleicht sogar mehr denn je. In einer Zeit, in der Therapie und psychische Gesundheit endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen, wirkt Good Will Hunting erstaunlich visionär. Der Film zeigt mit seltener Ehrlichkeit, dass Heilung möglich ist, aber harte Arbeit erfordert.
Wer authentisches Drama sucht, wird hier fündig. Wer Boston liebt, sowieso. Und wer einfach nur einen verdammt guten Film sehen will, ist bei Good Will Hunting genau richtig. Es ist ein zeitloser Klassiker, der in keiner gut sortierten Filmsammlung fehlen sollte. 9.1/10 Punkte.
Bewertung
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Ein zeitloses Meisterwerk über Heilung und Freundschaft - Robin Williams in seiner besten Rolle, authentisches Boston-Flair und Dialoge, die unter die Haut gehen.— aus der Wertung von Tribun
Wer streamt Good Will Hunting?
Verfügbarkeit DEStand 11.08.2026: Good Will Hunting läuft im Abo bei Paramount+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 2,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 11.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Good Will Hunting
Wo kann ich Good Will Hunting streamen?
Good Will Hunting läuft aktuell im Abo bei Paramount+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Good Will Hunting?
Good Will Hunting hat eine Laufzeit von rund 126 Minuten (2 Stunden und 6 Minuten).
Lohnt sich Good Will Hunting?
Unsere Redaktion vergibt Good Will Hunting einen Watcher-Score von 9,1 von 10. Good Will Hunting ist mehr als nur ein Film - es ist eine emotionale Reise, die auch 27 Jahre später noch berührt. Matt Damon und Ben Afflecks Drehbuch ist brilliant, Robin Williams liefert seine beste Performance ab, und Gus Van Sant inszeniert mit perfekter Zurückhaltung. Die authentische Darstellung von Boston und seiner Arbeiterklasse, gepaart mit universellen Themen wie Heilung und Selbstfindung, macht den Film zeitlos. Kleine Schwächen in der Vorhersehbarkeit können die emotionale Kraft nicht mindern.
Für wen ist Good Will Hunting geeignet?
Good Will Hunting ist vor allem etwas für Drama-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.
Worum geht es in Good Will Hunting?
Der aus einfachen Verhältnissen stammende Will Hunting jobbt als Reinigungskraft am Massachusetts Institute of Technology und keiner ahnt, dass in ihm ein mathematisches Genie steckt. Mühelos löst er die für die Studenten angeschriebenen Aufgaben.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Good Will Hunting
Ist Good Will Hunting auf wahren Begebenheiten basiert?
Hat Robin Williams wirklich einen Oscar für Good Will Hunting gewonnen?
Wo wurde Good Will Hunting gedreht?
Wie alt waren Matt Damon und Ben Affleck, als sie das Drehbuch schrieben?
Gibt es eine Fortsetzung zu Good Will Hunting?
Wie viel Geld spielte Good Will Hunting ein?
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