Poster zum Film Die andere Seite: Nina Hoss sucht einen Weg über die Alpen

Die andere Seite: Nina Hoss sucht einen Weg über die Alpen (2026)

Film · Drama, Thriller · 2026 · 105 Min. · FSK 12

Von , aktualisiert am 20. Oktober 20263 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

„Die andere Seite“ kommt am 22. Oktober 2026 in die deutschen Kinos. Nina Hoss spielt die Ärztin Hanna, die nach einer Seuche selbst ansteckend ist und deshalb allein in den Bergen lebt. Mich interessiert an der Geschichte ein Widerspruch: Hanna hält Abstand, damit sie niemanden gefährdet, und dann kümmert sie sich doch um eine fremde junge Frau. Unsere WatchGuide-Vorschau sortiert, was über den Film bekannt ist und was die erste internationale Kritik nach der Premiere berichtet. Eine Note gibt es hier nicht.

Trailer

Die Vorschau

von WatchGuide-Redaktion
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Eine Ärztin, die niemandem mehr nahekommen darf

Hanna hat durch die Krankheit ihre Familie verloren. Als Infizierte gilt sie als Überträgerin, und die Gesellschaft schließt sie aus. Sie hat sich in die Wildnis der Alpen zurückgezogen und schlägt sich dort allein durch. Dann trifft sie Lila, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten gehört. Gemeinsam wollen die beiden über die Berge nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint. So beschreibt der Verleih X Verleih die Ausgangslage. Precious Mariam Sanusi spielt Lila. Barbara Petritsch ist als alte Frau dabei, die allein auf einem abgelegenen Bergbauernhof lebt und Hanna aufnimmt.

Für mich hängt der Film an Hannas Entscheidung. Wer sich aus Verantwortung von allen fernhält, braucht einen guten Grund, diese Regel zu brechen. Wenn das Drehbuch den Moment glaubhaft vorbereitet, trägt das die ganze Reise. Wenn nicht, wirkt Lila wie eine Figur, die nur auftaucht, damit die Handlung losgeht. Das lässt sich vor dem Start nicht beurteilen.

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Was Allan Hunter nach der Premiere in Hamburg schreibt

Die Weltpremiere lief beim Filmfest Hamburg. Allan Hunter hat den Film dort für Screen Daily besprochen. Er nennt das Spiel von Nina Hoss den größten Anziehungspunkt und hebt hervor, wie körperlich sie die Rolle angeht. Hanna hackt Holz, fängt Kaninchen und versorgt eine Wunde am Bein selbst. Regisseurin Mariko Minoguchi hält laut Hunter die Sentimentalität auf Abstand. Er lobt außerdem die Bergbilder von Kameramann Felix Pflieger. Sobald Hanna das Lager der Überlebenden an der Grenze erreicht, zieht für ihn das Tempo an.

Hunter beschreibt auch, was nicht jedem gefallen dürfte. Der Film bleibt bewusst vage, was eigentlich passiert ist. Und es gibt wenig Dialog und wenig Musik. Wer einen Seuchenthriller mit Erklärungen zur Krankheit erwartet, sollte das wissen. Ich mag es, wenn ein Film mir die Vorgeschichte nicht dreimal erklärt. Dann müssen Blicke und Entscheidungen viel tragen, und genau darauf würde ich bei Hoss und Sanusi achten. Bisher liegt allerdings nur diese eine internationale Kritik vor. Eine eigene Einschätzung bauen wir darauf noch nicht.

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Vergleiche, die der Kritiker zieht

Hunter erinnert der Film an „The Road“, an Agnès Vardas „Vogelfrei“ und an deutsche Bergfilme der 1920er-Jahre. Er sieht außerdem Parallelen zu den Lockdowns der Corona-Zeit und zu den Erfahrungen von Geflüchteten in Europa. Geschlossene Grenzen, Maskenpflicht und Suchtafeln für vermisste Menschen gehören laut seiner Kritik zum Bild dieser Welt. Mariko Minoguchi hat das Drehbuch selbst geschrieben, es ist ihr zweiter Spielfilm.

Der Titel passt zu dieser Lesart. Die andere Seite ist hier ganz wörtlich ein Ort hinter einer Grenze, die Hanna und Lila überqueren wollen. Wie viel der Film über diese Grenze sagt und wie viel er offenlässt, ist für mich die spannendste offene Frage.

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Für wen sich der Kinobesuch lohnen könnte

Laut Verleih ist der Film ab 12 Jahren freigegeben, Hunter nennt eine Laufzeit von 105 Minuten. Wer ruhige Überlebensdramen mag, in denen Landschaft und Schweigen viel Raum bekommen, findet hier nach allem, was bekannt ist, einen passenden Film. Wer schnelle Action oder klare Antworten zur Seuche sucht, sollte seine Erwartungen anpassen. Diese Vorschau bleibt ohne Note, bis der Film breiter besprochen ist.

Countdown zum Kinostart

2Tage bis zum Kinostart
22. Oktober 2026 · Deutschland
Erinnere mich
Redaktions-Hypesolide erwartet (Erwartung, keine Wertung)
KINOIm KinoKinostart 22. Oktober 2026 · Deutschlandgeplant
STRIm Streamfolgt nach Startfolgt

Die andere Seite: Nina Hoss sucht einen Weg über die Alpen ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.

Erwartungen vor dem Start

keine Wertung
Wer sich aus Verantwortung von allen fernhält, braucht einen guten Grund, diese Regel zu brechen.Vorab eingeschätzt von WatchGuide-Redaktion

Darauf freuen wir uns

  • Nina Hoss in einer sehr körperlichen Rolle
  • Bergbilder von Kameramann Felix Pflieger
  • Laut Screen Daily kaum Sentimentalität

Das macht uns nervös

  • Der Film bleibt bewusst vage zur Seuche
  • Wenig Dialog und wenig Musik
  • Bisher nur eine internationale Kritik
Zur Einordnung: Diese Vorschau beschreibt den geprüften Informationsstand. Eine spätere Bewertung braucht eine eigene dokumentierte Grundlage.

Besetzung

4 Rollen
  • HannaNina Hoss
  • LilaPrecious Mariam Sanusi
  • Die AlteBarbara Petritsch
  • SkifahrerJohannes Nussbaum

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