Poster zum Film Oh. What. Fun.: Michelle Pfeiffer wird vergessen, das Drehbuch vergisst sie auch

Oh. What. Fun.: Michelle Pfeiffer wird vergessen, das Drehbuch vergisst sie auch (2025)

Film · Komödie · 2025 · 108 Min.

Von , aktualisiert am 30. September 20264 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

Oh. What. Fun. bekommt von mir im WatchGuide-Kinokreis 4,6 von 10. Michelle Pfeiffer als Mutter, die jedes Weihnachtsfest allein stemmt und dann von ihrer eigenen Familie vergessen wird, ist eine Figur, der ich zwei Stunden lang folgen würde. Das Drehbuch lässt sie aber im Stich: Es verschenkt seine eine gute Idee an Nummernrevue-Gags, und am Ende muss sich niemand in dieser Familie etwas verdienen.

Seit dem 3. Dezember 2025 bei Prime Video, einen Kinostart gab es in Deutschland nicht. FSK 12. Regie führt Michael Showalter, der das Drehbuch mit Chandler Baker nach ihrer Kurzgeschichte geschrieben hat. Wer Michelle Pfeiffer sehen möchte und ohnehin ein Prime-Abo hat, kann an einem Adventsabend einschalten. Wer eine Weihnachtskomödie sucht, die ihr Thema ernst nimmt, wird enttäuscht.

Kurz gesagt

4,6 von mir. Michelle Pfeiffer spielt die übersehene Mutter in den ruhigen Momenten sehr genau, und das Ensemble um Denis Leary, Felicity Jones und Danielle Brooks hat einzelne gute Szenen. Aber das Drehbuch macht aus Claires Aufbruch eine Reihe von Episoden, die nichts verändern, verschiebt die Figur mit albernen Gags und lässt die Familie am Ende davonkommen, ohne dass sich jemand etwas verdienen muss. Für Pfeiffer-Fans ein Adventsabend bei Prime Video, als Weihnachtskomödie zu dünn.

Quellen & Einordnung

Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.

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von WatchGuide-Redaktion
1

Worum es geht

Claire Clauster (Michelle Pfeiffer) plant in Texas das ganze Jahr über das perfekte Familienweihnachten, für ihren Mann Nick (Denis Leary) und die erwachsenen Kinder Channing (Felicity Jones), Taylor (Chloë Grace Moretz) und Sammy (Dominic Sessa). Gedankt wird es ihr kaum. Nicht einmal für den Wettbewerb um die beste Weihnachtsmutter in der Talkshow ihres Idols Zazzy Tims (Eva Longoria) nominieren sie die Kinder. Als die Familie zu einem Ausflug aufbricht, für den Claire selbst die Karten besorgt hat, fährt sie ohne Claire los. Die setzt sich daraufhin ins Auto und fährt allein davon. Im Ensemble sind außerdem Jason Schwartzman als Channings Mann Doug, Joan Chen als Nachbarin Jeanne und Danielle Brooks als Lieferfahrerin, die Claire unterwegs trifft.

2

Die Szene, auf die alles zuläuft

Die Prämisse ist gut, und sie ist im Grunde eine Umkehrung von Kevin – Allein zu Haus: Diesmal bleibt die zurück, die sonst an alle denkt. Damit das trägt, muss der Film vorher eines leisten. Er muss zeigen, wie viel Claire tut und wie wenig davon ankommt, und zwar so genau, dass ihr Aufbruch wie die einzige mögliche Entscheidung wirkt. Pfeiffer leistet ihren Teil: Aus der manischen Weihnachtsmutter, wie Oliver Armknecht sie nennt, macht sie mehr als eine Karikatur, gerade dort, wo sie nichts sagt.

Für mich kippt es an einer anderen Stelle. Showalter und Baker schicken Claire vorher in ein Kaufhaus, wo sie ein Geschenk mitgehen lässt, weil sie nicht an der Kasse warten will, und anschließend vor den Sicherheitsleuten flüchtet. Das ist als Gag gedacht, aber es verschiebt die Figur. Eine Frau, die aus Kränkung geht, muss im Recht sein, damit ihr Weg etwas bedeutet. Diese Claire ist ein bisschen im Recht und ein bisschen albern, und der Film entscheidet sich nie.

3

Niemand muss sich etwas verdienen

Das größere Problem kommt im letzten Drittel. Courtney Howard schreibt bei Variety, außer Channing werde niemand in dieser Familie für sein egoistisches Verhalten wirklich zur Verantwortung gezogen, alle machten ohne ernsthafte Entschuldigung und ohne verdiente Veränderung weiter. Genau das ist der Punkt. Eine Versöhnung am Schluss ist Genrepflicht, aber sie muss erarbeitet werden. Hier wird sie geliefert, weil die Laufzeit es verlangt. Auch Claires eigene Einsicht, dass sie an ihrer Lage mitgewirkt hat, fehlt laut Howard die Wucht, die sie bräuchte. Das sehe ich genauso.

Dazwischen reiht sich Episode an Episode: die Nacht im Motel, die Fahrt nach Kalifornien, der Streit am Esstisch zu Hause. Jede Station hat ihren Gag, keine verändert etwas. Der Filmdienst schreibt, der Film verzettle sich in nur mäßig komischen Gags und lasse ein substanzielleres Ausleuchten der Familienbeziehungen zu kurz kommen. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

4

Was bleibt

Das Ensemble. Wer Denis Leary, Felicity Jones, Chloë Grace Moretz, Dominic Sessa und Jason Schwartzman besetzt, bekommt auch bei dünnem Material noch einzelne gute Momente, und Danielle Brooks ist als Lieferfahrerin ein Lichtblick. In der deutschen Fassung von Arena Synchron spricht Andrea Aust Michelle Pfeiffer, Torsten Michaelis Denis Leary, Dialogbuch und Regie hatte Tom Sielemann. Der Soundtrack mit Weihnachtsliedern von Gwen Stefani, St. Vincent und den Fleet Foxes ist geschmackvoll gewählt, aber er trägt keine Szene, die das Drehbuch nicht trägt.

5

Wie die Kritik Oh. What. Fun. sieht

Die Kritik ist überwiegend negativ. Bei Rotten Tomatoes sind 35 Prozent von 57 Kritiken positiv, Metacritic steht bei 38 von 100 aus 12 Kritiken. Oliver Armknecht vergibt bei film-rezensionen.de 5 von 10 Punkten: Das Ensemble, allen voran Pfeiffer, sorge für sehenswerte Momente, aber es seien nicht genug. Stand der Werte: 30. September 2026.

Meine 4,6 liegen im Bereich der Kritik. Pfeiffer hält den Film über Wasser, das Drehbuch zieht ihn wieder hinunter.

6

Für wen sich Oh. What. Fun. lohnt

Für Fans von Michelle Pfeiffer und für einen Adventsabend, an dem man nebenbei Plätzchen verziert. Wer das Thema der übersehenen Mutter wirklich erzählt sehen will, findet es hier nur als Behauptung. Weitere Komödien sammelt unsere Komödien-Übersicht.

Bewertung

Bisherige Einschätzung

Archivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung

Story3,5
Schauspiel7,0
Ton6,5

Dafür

  • Michelle Pfeiffer in den stillen Momenten
  • Starkes Ensemble mit Danielle Brooks als Lichtblick
  • Eine gute Grundidee
  • Geschmackvoll ausgewählte Weihnachtslieder

Dagegen

  • Die Versöhnung ist nicht verdient
  • Episoden ohne Folgen
  • Der Kaufhausdiebstahl verschiebt die Figur ins Alberne
  • Die Familienbeziehungen bleiben unterbelichtet
Eine Versöhnung am Schluss ist Genrepflicht. Aber sie muss erarbeitet werden, und hier wird sie nur geliefert.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
4,6 von mir. Michelle Pfeiffer spielt die übersehene Mutter in den ruhigen Momenten sehr genau, und das Ensemble um Denis Leary, Felicity Jones und Danielle Brooks hat einzelne gute Szenen. Aber das Drehbuch macht aus Claires Aufbruch eine Reihe von Episoden, die nichts verändern, verschiebt die Figur mit albernen Gags und lässt die Familie am Ende davonkommen, ohne dass sich jemand etwas verdienen muss. Für Pfeiffer-Fans ein Adventsabend bei Prime Video, als Weihnachtskomödie zu dünn.

Wer streamt Oh. What. Fun.?

Verfügbarkeit DE

Stand 13.10.2026: Oh. What. Fun. läuft im Abo bei Prime Video, mit deutscher Synchronfassung.

Stand 13.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr

Besetzung

5 Rollen
  • Claire ClausterMichelle Pfeiffer
  • ChanningFelicity Jones
  • TaylorChloë Grace Moretz
  • NickDenis Leary
  • SammyDominic Sessa

FAQ zu Oh. What. Fun.: Michelle Pfeiffer wird vergessen, das Drehbuch vergisst sie auch

Wo kann man Oh. What. Fun. sehen?
Oh. What. Fun. läuft aktuell im Abo bei Prime Video. Stand 13.10.2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Ab welchem Alter ist Oh. What. Fun. freigegeben?
Die FSK hat den Film ab 12 Jahren freigegeben, der Filmdienst empfiehlt ihn ebenfalls ab 12.

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