Der Seriencheck
von CineTomThe Last of Us startete am 15. Januar 2023 auf HBO – und hat mit 96% auf Rotten Tomatoes, 8 Emmy-Gewinnen und fast 40 Millionen Zuschauern bewiesen, dass Videospiel-Adaptionen nicht nur funktionieren, sondern zum absolut Besten gehören, was Serien-TV je hervorgebracht hat.
Ein Schmuggler, ein Mädchen, eine Pilzapokalypse. Klingt nach Standard-Zombie-Stoff? Ist es nicht. Nicht mal ansatzweise.
Und ja – ich sage das als jemand, der das Spiel auf der PS3 durchgezockt hat. Dreimal. Fight me.
Quick Answer: Ist The Last of Us sehenswert?
Kurze Antwort: Absolut. Ob du das Spiel kennst oder nicht – diese Serie packt dich und lässt nicht mehr los. Zwei Staffeln, 16 Episoden, jede einzelne sitzt.
Für wen geeignet: Fans von düsteren Dramen, Postapokalypse-Settings, starken Vater-Tochter-Dynamiken und Serien, die sich Zeit für ihre Figuren nehmen.
Nicht geeignet für: Wer reine Action sucht, mit Gewalt Probleme hat oder bei emotionaler Intensität lieber umschaltet.
Mein Urteil: Peak TV. Die beste Videospiel-Adaption aller Zeiten. Locker in einer Liga mit Game of Thrones und Breaking Bad. No cap.
Worum geht es in The Last of Us?
20 Jahre nach dem Ausbruch einer Cordyceps-Pilz-Pandemie, die die Zivilisation zerstört hat, muss der Schmuggler Joel Miller ein 14-jähriges Mädchen namens Ellie quer durch die Ruinen Amerikas transportieren – denn Ellie könnte der Schlüssel zu einem Heilmittel sein.
Klingt erstmal wie jede zweite Postapokalypse-Geschichte. Joel ist gebrochen, Ellie ist tough, unterwegs lauern Infizierte und Menschen die schlimmer sind als jeder Clicker. Aber hier passiert was Besonderes.
Craig Mazin und Neil Druckmann nehmen sich Zeit. Richtig viel Zeit. Episode 3 widmet sich komplett zwei Nebenfiguren – Bill und Frank – und erzählt in 75 Minuten eine komplette Liebesgeschichte über Jahrzehnte. Side-Quest die zum Main-Quest wird. Und es funktioniert besser als die meisten Romanzen der letzten zehn Jahre.
Die Cordyceps-Infektion basiert auf einem realen Phänomen – der Pilz existiert in der Natur und befällt Ameisen. Druckmann hat sich davon 2013 für das Spiel inspirieren lassen. In der Serie hat Mazin den Wissenschaftler Dr. Neuman die Bedrohung in der brillanten Kaltöffnung von Episode 1 erklären lassen: Eine Szene aus den 60er-Jahren, die real wirkt, weil sie genau die Art von Angst anzapft, die wir seit Covid alle kennen [Wikipedia].
Was die Serie von The Walking Dead und anderen Postapokalypse-Serien abhebt: Sie interessiert sich mehr für die Menschen als für die Monster. Der Cordyceps ist der Hintergrund. Joel und Ellie sind die Geschichte. Genau das.
Wie gut funktioniert The Last of Us als Videospiel-Adaption?
Leute, ich sag’s euch direkt: The Last of Us ist die Adaption, die beweist, dass Videospiele als Quellmaterial gleichwertig mit Romanen oder Comics sind – wenn man sie ernst nimmt und die richtigen Leute dransetzt.
Ich hab The Last of Us Part I 2013 auf der PS3 durchgezockt. Mit 16. In einer Nacht, mein Vater schlief schon. Am nächsten Morgen war ich fertig – emotional, nicht müde.
Als HBO die Serie ankündigte, war mein erster Gedanke: Die werden es versauen. Jede Videospiel-Adaption davor hatte es getan. Super Mario Bros. Assassin’s Creed. Warcraft. Die Liste ist lang und traurig wie ein Dark-Souls-Charakter ohne Estus-Flasken.
Dann wurde Craig Mazin bestätigt. Der Typ, der Chernobyl geschrieben hat. Zusammen mit Neil Druckmann, dem Schöpfer des Spiels. Und plötzlich –
Okay, ich fasse zusammen was passiert ist: Die beiden haben nicht versucht, das Spiel eins zu eins nachzubauen. Das ist der Fehler, den alle machen – die Uncharted-Film-Falle. Stattdessen haben sie die emotionale Wahrheit des Spiels genommen und sie in ein anderes Medium übersetzt. Mazin sagte in einem Interview: „From a process point of view, we’re not changing a damn thing“ [Craig Mazin, THR Interview] („Vom Prozess her ändern wir absolut nichts“) – und meinte damit die Essenz, nicht die Details.
Bestes Beispiel: Episode 3. Im Spiel findest du Bill allein, Frank ist bereits tot, du liest einen Abschiedsbrief. Environmental Storytelling, fertig. In der Serie? Nick Offerman und Murray Bartlett spielen eine Liebesgeschichte die 2003 beginnt und über 20 Jahre geht. Sie kochen zusammen, streiten über Erdbeeren, altern gemeinsam.
Und am Ende – ohne zu spoilern – hat der ganze Kinokreis geheult. Ich hab darauf bestanden, dass Stefan und Anke die Serie schauen. Stefan war skeptisch: „Videospiel-Adaption, wirklich, Tom?“ Aber nach Episode 3 hatte er feuchte Augen. Hat er nie zugegeben. Anke hat sein Taschentuch gesehen.
GameSpot nannte die Serie „den Beginn einer neuen Ära“ für Videospiel-Adaptionen [GameSpot, 2023] („the beginning of a new era“). Vor The Last of Us war die beste Videospiel-Adaption… was? Arcane vielleicht. Oder nee, Quatsch – Detective Pikachu? Nein. Arcane. Definitiv Arcane. Nach The Last of Us kam Fallout. Die Schleuse ist offen.
Wer spielt in The Last of Us mit?
Pedro Pascal spielt Joel Miller, Bella Ramsey spielt Ellie Williams – und zusammen liefern die beiden eine der besten Serien-Duos der letzten Dekade, mit einer Chemie, die Craig Mazin beim ersten Treffen wusste: „We’re going to be okay.“
Pedro Pascal. Der Typ, der schon in The Mandalorian bewiesen hat, dass er selbst mit Helm auf dem Kopf mehr rüberbringt als die meisten ohne. Hier, als Joel, zeigt er alles. Main character energy auf einem ganz anderen Level.
Die erste Szene mit seiner Tochter Sarah (Nico Parker, die in 15 Minuten mehr Emotion rausholt als manche Schauspieler in ganzen Staffeln). Und dann dieser Blick, wenn er Ellie ansieht und dabei seine tote Tochter sieht. Pascal macht das nicht mit großen Gesten. Das passiert in seinen Augen.
Bella Ramsey war für mich die größte Überraschung. Oder nee, die zweitgrößte – die größte war, dass die Serie überhaupt gut geworden ist. Ich kannte Ramsey als Lyanna Mormont aus Game of Thrones – zehn Sekunden Screentime, maximale Wirkung. Als Ellie liefern sie eine Performance, die Variety als „glimmering with emotion and life“ [Variety, Januar 2023] („glimmert vor Emotion und Leben“) beschrieben hat. Ellie ist witzig, laut, verletzlich, knallhart – manchmal alles in einer Szene.
Aber der eigentliche MVP von Staffel 1? Nick Offerman als Bill. Der Mann, der als Ron Swanson Comedy-Gold war, spielt hier einen paranoiden Überlebenskünstler, der sich in Frank verliebt und dabei seine ganze Menschlichkeit zurückgewinnt. Emmy-Gewinn als Outstanding Guest Actor [Television Academy, 2023]. Verdient.
Und Storm Reid als Riley in Episode 7. 50 Minuten, eine Mall, zwei Teenager, und du verstehst danach Ellies gesamte Motivation. Zweite Emmy-Gewinnerin als Guest Actress. Boom.
In Staffel 2 kam Kaitlyn Dever als Abby Anderson dazu. Kontrovers? Krass kontrovers. Im Spiel war Abby muskulöser – nee, ich fang gar nicht erst an mit der Physique-Debatte. Druckmann hat das kommentiert: „Kaitlyn Dever wanted to work with us; we wanted to work with her“ [Neil Druckmann, 2024] („Kaitlyn Dever wollte mit uns arbeiten; wir wollten mit ihr arbeiten“). Persönlichkeit vor Optik. Richtige Entscheidung – Dever bringt eine Verletzlichkeit mit, die die Figur dreidimensional macht.
Wer steht hinter The Last of Us?
Craig Mazin und Neil Druckmann – der Mann, der Chernobyl geschrieben hat, und der Mann, der das Spiel erschaffen hat – ergeben zusammen ein Duo, das Co-Op-Gaming auf Showrunner-Niveau bringt: Mazins Storytelling trifft auf Druckmanns Vision.
Mazin hat eine der wildesten Karriere-Wendungen in Hollywood hingelegt. Bevor Chernobyl kam, hat er Scary Movie 3 und The Hangover Part II geschrieben. Kein Witz. Von Slapstick-Comedies zu einer der am besten bewerteten Miniserien der TV-Geschichte. Character-Respec in Echtzeit.
Druckmann hat das Spiel 2013 bei Naughty Dog geschaffen und war seitdem die kreative Seele des Franchise. Für die Serie hat er nicht nur mitgeschrieben, sondern bei mehreren Episoden Regie geführt. Allerdings: Für Staffel 3 hat er sich zurückgezogen um sich auf Naughty Dogs nächstes Spiel zu konzentrieren. Mazin macht alleine weiter. Spannend.
Die Regie-Liste liest sich wie ein Who’s Who: Kantemir Balagov (Bohnenstange) hat den Piloten gedreht, Ali Abbasi (Holy Spider) das Staffel-1-Finale, Mark Mylod (Succession) in Staffel 2, Kate Herron (Loki) ebenfalls. HBO hat hier nicht gespart – weder an Talent noch an Budget.
Wie klingt der Soundtrack von The Last of Us?
Gustavo Santaolalla, der schon die ikonische Spielmusik komponiert hat, bringt seine minimalistischen Gitarren- und Ronroco-Klänge in die Serie mit – unterstützt von David Fleming, der die Lücken zwischen den leisen Momenten füllt.
Der Soundtrack von The Last of Us ist das krasse Gegenteil von dem, was man bei einer Postapokalypse-Serie erwarten würde. Keine bombastischen Orchesterklänge. Keine dramatischen Streicher-Crescendos. Stattdessen: Eine einzelne Gitarre. Ein Ronroco – ein südamerikanisches Saiteninstrument.
Santaolalla wollte laut Interview „Geräusche der Menschlichkeit“ einbauen – die kleinen Sounds, die Toningenieure normalerweise rausfiltern. Finger, die über Saiten rutschen. Das Atmen zwischen den Noten. Lowkey der emotionalste Soundtrack den ich seit Interstellar gehört hab.
Fleming hat eigene originale Musik beigesteuert, inspiriert von „realen Klängen einer verfallenden Zivilisation“. Die beiden haben beim ASCAP Screen Music Award und den Imagen Awards gewonnen. Der Soundtrack hits different – vor allem wenn man nachts mit Kopfhörern schaut. Trust me.
Was macht die visuellen Effekte von The Last of Us so krass?
Practical Effects statt billiges CGI – das Bloater-Kostüm aus Episode 5 wiegt 36 Kilogramm, die Clicker-Masken sind Vollprothesen, und 65 Maskenbildner haben an einer einzigen Episode gearbeitet.
Okay, real talk. Wenn mich etwas an modernen Serien nervt, dann billiges CGI. Ihr wisst was ich meine – Marvel-Phase-5-vibes. The Last of Us macht es anders.
Prothesen-Designer Barrie Gower – der Typ, der schon die Weißen Wanderer in Game of Thrones und die Kreaturen in Stranger Things designt hat – hat hier Vollgas gegeben. Der Bloater in Episode 5? Ein Stuntman namens Adam Basil (1,98 Meter groß) in einem 36-Kilo-Anzug aus Schaumgummi und Schaumlatex [Variety, 2023]. Kein CGI-Monster. Ein echter Mensch in einem absurd schweren Kostüm, der durch ein Set rennt.
Das macht den Unterschied. Dein Gehirn rendert Practical Effects anders als CGI – weil da was Reales vor der Kamera steht. Final Boss Energy, aber analog.
Für die Clicker haben sie komplette Kopfprothesen gebaut, die trotzdem intensive physische Szenen erlauben. 65 Maskenbildner arbeiteten allein in Episode 5 fünf Stunden an 10-15 Stuntperformern und Dutzenden Statisten. Die digitalen Effekte – Cordyceps-Ranken, verfallene Städte – kamen von Weta FX (die Leute hinter Herr der Ringe) und gewannen den Emmy plus vier Visual Effects Society Awards.
Das Budget? Über 100 Millionen Dollar für Staffel 1 allein [HBO/WBD, 2023]. Pro Episode mehr als jede der ersten fünf Game-of-Thrones-Staffeln. Alberta in Kanada wurde zur postapokalyptischen USA umgebaut. Das Problem: Kanada war „zu sauber“. Die Crew musste den Verfall künstlich herstellen. Ironie in einer Serie über den Zusammenbruch der Zivilisation.
Was macht Staffel 2 von The Last of Us anders?
Staffel 2 startete am 13. April 2025 mit 5,3 Millionen Premiere-Zuschauern, adaptiert den zweiten Teil des Spiels und bringt mit Kaitlyn Dever als Abby Anderson die kontroverseste Figur des Gaming in die Serie – mit 7 statt 9 Episoden und einer geteilten Fanbase.
Wer das Spiel kennt, weiß: Part II ist ein anderes Tier. Düsterer. Brutaler. Moralisch grauer. New Game Plus aber ohne Comfort Zone. Genau das ist Staffel 2.
Die Bewertungen zeigen die Spaltung: 92% bei den Kritikern auf Rotten Tomatoes, aber nur 62% beim Publikum [Rotten Tomatoes]. Diese Diskrepanz erzählt eine Geschichte für sich.
Ich hab Part II 2020 durchgezockt. Sechs Stunden am Stück, dann Pause, dann nochmal acht. Am Ende saß ich im Dunkeln und konnte nicht einschlafen. Nicht wegen der Gewalt – wegen der Frage, die das Spiel stellt: Was bist du bereit zu tun?
Staffel 2 stellt dieselbe Frage. Kaitlyn Dever als Abby? Meine Reddit-Timeline explodierte. Fans wollten jemanden, der aussieht wie die muskulöse Spielfigur. Druckmann hat sich dagegen entschieden. Und nachdem ich Staffel 2 gesehen hab: richtige Entscheidung. Dever bringt etwas mit, das über Optik hinausgeht.
Neue Gesichter: Isabela Merced als Dina (Ellies Liebesinteresse), Young Mazino als Jesse, Jeffrey Wright als Isaac und – Überraschung – Catherine O’Hara in einer Gastrolle. Die Zuschauerzahlen? Im Schnitt fast 37 Millionen pro Episode über 90 Tage, global sogar höher als Staffel 1. Staffel 3 wurde am 9. April 2025 bestätigt und soll 2027 kommen [Deadline, 2025].
Wie endet The Last of Us Staffel 1?
Das Finale von Staffel 1 („Look for the Light“) zog 8,2 Millionen Zuschauer am Sonntagabend – ein Staffelhöchstwert und 74% mehr als bei der Premiere [HBO/WBD, März 2023].
Achtung Spoiler: Das Ende von Staffel 1 erklärt
Joel und Ellie erreichen das Firefly-Krankenhaus in Salt Lake City. Marlene erklärt Joel, dass die Ärzte Ellies Gehirn untersuchen müssen um ein Heilmittel zu entwickeln – was Ellie töten würde. Joel entscheidet sich gegen die Menschheit und für Ellie. Er tötet die Ärzte, tötet Marlene, rettet Ellie. Und dann lügt er sie an: Er sagt ihr, die Fireflies hätten aufgegeben, ein Heilmittel sei nicht möglich.
Die letzte Szene – Ellie fragt Joel ob er die Wahrheit sagt, er schwört es – gehört zum Besten, was ich je im Fernsehen gesehen hab. Du siehst in Ellies Augen, dass sie ihm nicht glaubt. Und sie akzeptiert die Lüge trotzdem. Im Spiel war dieser Moment ein interaktiver Punch in den Magen. In der Serie, durch Pascals und Ramseys Performance, ist er noch verheerender. Ein Boss-Fight den du gewinnst und trotzdem verlierst.
Synchronstudio: Arena Synchron GmbH, Berlin
Jahr: 2023
Dialogregie: Olaf Reichmann, Patrick Baehr
Pedro Pascal|Joel Miller|Sascha Rotermund
Bella Ramsey|Ellie Williams|Nina Schatton
Gabriel Luna|Tommy Miller|Nico Mamone
Anna Torv|Tess|Claudia Urbschat-Mingues
Merle Dandridge|Marlene|Daniela Bette-Koch
Nick Offerman|Bill|Olaf Reichmann
Murray Bartlett|Frank|Matthias Deutelmoser
Storm Reid|Riley Abel|Zalina Sanchez Decke
Melanie Lynskey|Kathleen|Cathlen Gawlich
Nico Parker|Sarah Miller|Lana Finn Marti
Kaitlyn Dever|Abby Anderson|Jodie Blank
Isabela Merced|Dina|Clara Drews
Young Mazino|Jesse|Patrick Roche
Catherine O’Hara|Gail|Ulrike Johannson
Quelle: Synchronkartei.de
Was sind die besten Zitate zu The Last of Us?
Die besten Zitate über The Last of Us kommen von den Machern selbst und den Kritikern, die die Serie als Wendepunkt für Videospiel-Adaptionen feiern.
Craig Mazin über die Adaption: „From a process point of view, Neil and I are pretty much in agreement that we’re not changing a damn thing“ („Vom Prozess her sind Neil und ich uns ziemlich einig, dass wir absolut nichts ändern“) [Variety, 2023].
Rotten Tomatoes Kritiker-Konsens: „Heartbreakingly faithful as it is riveting and suspenseful… a triumph that ends any further debate about the all-time best video game adaptation“ („Herzzerreißend treu, fesselnd und spannungsgeladen… ein Triumph, der jede weitere Debatte über die beste Videospiel-Adaption aller Zeiten beendet“) [Rotten Tomatoes, 2023].
Daniel Fienberg, The Hollywood Reporter: „It more frequently reminded me of the desperate, weary humanism of Station Eleven“ („Sie erinnert häufiger an den verzweifelten, müden Humanismus von Station Eleven“) [Hollywood Reporter, 2023].
Ben Travers, IndieWire: „About survival, humanity, and life’s meaning in the fullest possible terms“ („Über Überleben, Menschlichkeit und den Sinn des Lebens in den umfassendsten Begriffen“) [IndieWire, 2023].
Craig Mazin über den Druck für Staffel 2: „We kind of f**ked ourselves“ („Wir haben uns irgendwie selbst in die Bredouille gebracht“) – über den Druck nach der 96%-Bewertung von Staffel 1.
Wie wurde The Last of Us produziert?
Über 100 Millionen Dollar Budget für Staffel 1, 12 Monate Drehzeit in Alberta (Kanada), 5 Art Directors und die größte TV-Produktion in der Geschichte der Provinz – die Zahlen hinter The Last of Us sind genauso wild wie die Serie selbst.
Die gesamte Serie wurde in Alberta gedreht. Fort Macleod wurde zu Austin, Texas. Calgarys Stampede Park wurde zur Boston Quarantine Zone – ein riesiges Set wurde eigens gebaut. Canmore wurde zu Jackson, Wyoming. Die Produktion lief von Juli 2021 bis Juni 2022, volle zwölf Monate. Das Casting fand virtuell über Zoom statt – Corona-Pandemie.
Der wirtschaftliche Impact für Alberta? 182 Millionen Kanadische Dollar und 1.490 Arbeitsplätze. Wenn jemand fragt, ob Film-Förderung sich lohnt: Hier ist die Antwort.
Für Staffel 2 wurde das Budget pro Episode auf geschätzte 15 Millionen Dollar erhöht – bei 7 statt 9 Episoden. Sony Pictures Television, PlayStation Productions und Naughty Dog produzieren gemeinsam. Die erste Live-Action-Serie von PlayStation Productions. Quasi das Tutorial für alles was danach kommt.
Was sollte man über The Last of Us wissen?
Von versteckten Eastereggs über Rekord-Zuschauerzahlen bis zu der Tatsache, dass eine Schauspielerin ihre Rolle aus dem Spiel direkt in die Serie mitgenommen hat – hier sind die Fakten, die selbst Fans überraschen.
- Merle Dandridge spielt Marlene sowohl im Originalspiel (2013) als auch in der Serie – als einzige Darstellerin in derselben Rolle. Quasi ein Character-Import ins nächste Game.
- Ashley Johnson (Stimme von Ellie im Spiel) spielt Ellies Mutter Anna in der Serie. Troy Baker (Stimme von Joel im Spiel) spielt James, Davids rechte Hand. Plietsch besetzt.
- Die Premiere zog am Sonntagabend 4,7 Millionen Zuschauer – nach 2 Tagen waren es 10 Millionen, nach 2 Monaten fast 40 Millionen [HBO/WBD, 2023]. Das zweitgrößte HBO-Debut seit 2010, nur hinter House of the Dragon.
- 24 Emmy-Nominierungen bei den 75th Primetime Emmy Awards – zweithöchste Zahl nach Succession (27) [Television Academy, 2023].
- Die Serie gewann den GLAAD Media Award als Outstanding New Series und einen Peabody Award.
- Staffel 2 hatte eine höhere Premiere (5,3 Mio) als Staffel 1, aber das Finale fiel auf 3,7 Millionen – die Abby-Kontroverse spaltete das Publikum.
- Der Bloater-Stuntman Adam Basil ist 1,98 Meter groß und trug einen 36-Kilo-Prothesen-Anzug. Er konnte darin nur begrenzt sehen und atmen.
- Ursprünglich war eine praktische „dental plate“ mit Tentakeln für Infizierte geplant – wurde verworfen, weil sie sich zwischen den Takes nicht schnell genug zurücksetzen ließ.
Welche Serien sind ähnlich wie The Last of Us?
Wer nach Joel und Ellie mehr Postapokalypse, mehr emotionale Zerstörung oder mehr Videospiel-Adaptionen braucht – hier sind die Empfehlungen.
- The Walking Dead (2010-2022) – Der Zombie-Klassiker mit 11 Staffeln. Stärker auf Gruppen-Dynamik fokussiert, weniger auf intime Zweier-Beziehungen. Die ersten 4 Staffeln sind Pflicht, danach wird’s uneven.
- Station Eleven (2021) – Pandemie-Apokalypse trifft Shakespeare-Truppe. Weniger Gewalt, mehr Poesie. Lowkey einer der besten Pandemie-Takes überhaupt.
- Chernobyl (2019) – Von Showrunner Craig Mazin. 5 Episoden, eine Katastrophe, brillant erzählt. Wenn du verstehen willst, warum The Last of Us so gut geschrieben ist: Hier fing es an.
- Stranger Things (2016-2025) – Andere Stimmung, ähnliche Vater-Kind-Dynamik (Hopper/Eleven). Mehr SciFi-Horror, weniger Drama. Stefan fand nur Staffel 1 gut. Ich fand ALLES gut.
- Fallout (2024) – Die zweite große Videospiel-Adaption von Amazon. Mehr schwarzer Humor, mehr Retro-Ästhetik. Beweist zusammen mit TLOU, dass die Gaming-Adaption angekommen ist.
Bewertung
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von CineTom — eine Person, ein begründetes Urteil.
From a process point of view, we're not changing a damn thing – Craig Mazin— aus der Wertung von CineTom
Wer streamt The Last of Us?
Verfügbarkeit DEStand 07.02.2026: The Last of Us läuft im Abo bei Sky, Max und Prime Video – mit deutscher Synchronfassung.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 07.02.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 9 Folgen · ab Jan. 2023▾
S2Staffel 2· 7 Folgen · ab Apr. 2025▾
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Wo kann ich The Last of Us streamen?
The Last of Us läuft aktuell im Abo bei Sky, Max und Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie viele Staffeln hat The Last of Us?
The Last of Us umfasst 2 Staffeln mit insgesamt 16 Episoden. Produktionsstatus: Returning Series.
Lohnt sich The Last of Us?
Unsere Redaktion vergibt The Last of Us einen Watcher-Score von 9,2 von 10. Die beste Videospiel-Adaption aller Zeiten. Punkt. Keine Diskussion. HBO hat mit Craig Mazin und Neil Druckmann das Unmögliche geschafft: eine Serie, die Gamer und Nicht-Gamer gleichermaßen zerstört. Joel und Ellie gehören jetzt zum Kanon der großen Serien-Duos, direkt neben Walt und Jesse. 9.2/10 – und wer nach Episode 3 nicht mindestens feuchte Augen hat, den kann ich nicht retten.
Für wen ist The Last of Us geeignet?
The Last of Us ist vor allem etwas für Drama-Fans und alle, die herausragende Serien suchen.
Worum geht es in The Last of Us?
Nach dem Untergang der Zivilisation kämpft sich ein hartgesottener Überlebender mit einem 14-jährigen Mädchen quer durch die USA.
Trailer
Besetzung
FAQ zu The Last of Us
Wie viele Staffeln hat The Last of Us?
Muss man das Spiel gespielt haben um die Serie zu verstehen?
Ist The Last of Us für Kinder geeignet?
Wo wurde The Last of Us gedreht?
Wer hat die Musik von The Last of Us komponiert?
Gibt es eine Staffel 3 von The Last of Us?
Der Saal
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