Wer streamt South Park?
Verfügbarkeit DEStand 14.08.2026: South Park läuft im Abo bei Paramount+ und Discovery+ – mit deutscher Synchronfassung.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 14.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 13 Folgen · ab Aug. 1997▾
S2Staffel 2· 18 Folgen · ab Apr. 1998▾
S3Staffel 3· 17 Folgen · ab Apr. 1999▾
S4Staffel 4· 17 Folgen · ab Apr. 2000▾
S5Staffel 5· 14 Folgen · ab Juni 2001▾
S6Staffel 6· 17 Folgen · ab März 2002▾
S7Staffel 7· 15 Folgen · ab März 2003▾
S8Staffel 8· 14 Folgen · ab März 2004▾
Der Seriencheck
von CineTomAm 13. August 1997 lief die erste Folge, am 16. September 2026 startet Staffel 29, und dazwischen liegen 28 abgeschlossene Staffeln.
South Park baut eine Folge in sechs Tagen. Von der ersten Idee bis zur Ausstrahlung. Das klingt nach Produktionstrivia, ist aber der einzige Grund, warum diese Serie nach 28 Jahren noch relevant ist. 8,7 von 10 von mir. Wo der fehlende Punkt hängt, sag ich weiter unten.
Sechs Tage. Mehr Erklärung braucht es nicht.
Die Doku 6 Days to Air lief am 9. Oktober 2011 auf Comedy Central, dauert 42 Minuten und begleitet die Entstehung von „HumancentiPad“, der Auftaktfolge der 15. Staffel. Eine 22-Minuten-Episode entsteht darin in sechs Tagen und ist wenige Stunden vor Sendebeginn fertig. Die Doku wurde für einen Emmy als Outstanding Nonfiction Special nominiert.
Ich hab mir das mehrfach angesehen, weil ich es beim ersten Mal nicht geglaubt habe. Bei einer normal produzierten Animationsserie liegen zwischen fertigem Drehbuch und Ausstrahlung Monate. Storyboard, Layout, Key Animation und alles, was danach in Compositing und Tonmischung noch dranhängt. South Park Studios schiebt das in eine Woche, weil die Serie technisch so gebaut ist, dass sie es kann.
Der Look, den alle für billig halten, ist genau der Trick. Diese Figuren bestehen aus Formen, die man in Sekunden verschieben kann. Es gibt keine aufwendigen Zwischenphasen, keine Physiksimulation, keine Lichtsetzung, die neu gerechnet werden muss. Was aussieht wie Bastelpapier, ist in Wahrheit eine Pipeline-Entscheidung von 1997, die 2026 immer noch trägt. Ich kenne keine zweite Serie, bei der die Gestaltung so direkt aus der Produktionsgeschwindigkeit folgt.
Und genau das ist die Fähigkeit, die keine andere Serie hat: South Park kann auf etwas reagieren, das vorletzten Donnerstag passiert ist. Alle anderen kommentieren die Welt von vor einem Jahr.
300 Millionen im Jahr. Fünf Folgen pro Staffel.
Im Juli 2025 haben Trey Parker und Matt Stone einen Vertrag über 1,5 Milliarden Dollar mit Paramount unterschrieben, verteilt auf fünf Jahre, also rund 300 Millionen pro Jahr. Er deckt den kompletten Rückkatalog plus 50 neue Folgen ab. Unterschrieben wurde weniger als einen Tag vor der Ausstrahlung der Staffel-27-Premiere.
Das ist die Stelle, an der ich anfange zu rechnen. Staffel 27 hatte fünf Folgen. Staffel 28 hatte fünf Folgen. Für Staffel 29 sind sechs angekündigt, ausgestrahlt im Zweiwochentakt ab dem 16. September 2026 auf Comedy Central, jeweils mittwochs um 22 Uhr Ostküstenzeit. Paramount+ bringt die Folgen weltweit, in den USA, Kanada und Australien am Tag danach.
Wo das Geld hingeht, sieht man auf dem Bildschirm nicht. Bei einer Serie mit sichtbarem Budget würde ich sagen: da fehlt was. Hier ist es umgekehrt. Der Vertrag kauft vor allem die Bibliothek und die Verfügbarkeit, kaum die Produktion. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass eine Serie mit dieser Finanzierung mehr als fünf Folgen im Jahr abliefern könnte.
Die Zahlen geben ihnen recht. Die Premiere von Staffel 27, „Sermon on the ‚Mount“, lief am 23. Juli 2025 und war die 329. Folge der Serie. Live schauten 430.000 Menschen auf Comedy Central zu, plattformübergreifend kam die Folge auf rund sechs Millionen und damit auf den besten Wert seit 1999. Eine 28 Jahre alte Serie stellt einen Rekord aus ihrer eigenen Blütezeit ein.
Ich hab die Staffellängen nebeneinandergelegt
Aus der Staffelliste bei TMDB lässt sich der Schrumpfungsprozess genau ausrechnen. Die Staffeln 1 bis 16, also die Jahre 1997 bis 2012, kommen im Schnitt auf 14,8 Folgen. Die Staffeln 17 bis 23 liegen bei exakt 10 Folgen, jede einzelne. Ab Staffel 24 sind es im Schnitt 4,8. Die Serie hat sich in 28 Jahren auf ein Drittel ihres Umfangs zurückgebaut.
Die Spitzenwerte lagen bei 18 Folgen in Staffel 2 und je 17 in den Staffeln 3, 4 und 6. Staffel 24 bestand aus zwei überlangen Sonderfolgen. Danach ging es auf sechs Folgen, dann noch einmal sechs und zuletzt zweimal fünf.
Ich finde diesen Verlauf ehrlicher als das, was die meisten Langläufer machen. Die Alternative wäre, weiter 20 Folgen im Jahr zu produzieren und dabei zwölf davon zu füllen. Genau das ist der Grund, warum ich Die Simpsons irgendwann in den Neunzigern verloren habe und nie zurückgekommen bin. South Park hat lieber die Menge reduziert und die Trefferquote hochgehalten.
Der Preis dafür ist ein anderer. Fünf Folgen im Jahr sind keine Serie mehr im alten Sinn, das ist ein Ereignis mit festem Personal. Wer South Park als etwas kennt, das nebenbei läuft, findet das nicht mehr vor.
Kenny stirbt. Nächste Woche ist er wieder da.
Der laufende Gag der ersten fünf Staffeln war, dass Kenny McCormick in fast jeder Folge stirbt und in der nächsten unkommentiert wieder auftaucht. Über 337 in der TMDB-Datenbank geführte Einträge hinweg hat die Serie ihre eigene Kontinuität ungefähr so ernst genommen wie eine Wettervorhersage. Figuren sterben, kommen zurück, ändern Namen und Herkunft.
Bei jeder anderen Serie wäre das für mich der Ausschlussgrund. Eine erfundene Welt hat Regeln, und wenn sie diese Regeln bricht, weil es dem Autor gerade in den Kram passt, verliert alles Weitere sein Gewicht. Ich hab das bei genug Fantasy-Reihen erlebt, in denen im dritten Akt plötzlich eine Fähigkeit auftaucht, die es vorher nie gab.
Bei South Park funktioniert es trotzdem, und ich hab lange gebraucht, um mir zu erklären warum. Die Serie behauptet nie, eine kohärente Welt zu sein. Sie behauptet, ein Kommentar zu sein. Ihre Regel lautet nicht „diese Stadt existiert konsistent“, sondern „diese Woche geht es um das hier“. An diese Regel hält sie sich seit 1997 vollständig. Die Kontinuität ist kein gebrochenes Versprechen, sie war nie eins.
Wo mir das trotzdem sauer aufstößt: bei den Staffeln 20 und 21. Da hat die Serie einen durchlaufenden Handlungsbogen versucht, also genau das, wofür ihre Bauweise nicht gemacht ist. Das Ergebnis war zäh und wurde in Staffel 22 wieder eingesammelt. Wenn South Park versucht, Rick and Morty zu sein, geht es schief. Umgekehrt übrigens genauso.
Was in München mit der Serie passiert
Die deutsche Fassung entsteht bei der FFS Film- und Fernseh-Synchron in München. Laut Deutscher Synchronkartei spricht Jörg Stuttmann Eric Cartman, Benedikt Weber spricht Stan Marsh, Jan Makino spricht Kyle Broflovski. Sabine Bohlmann sprach Kenny McCormick von Staffel 1 bis 27, ab Staffel 28 übernimmt Sarah Förster. Über 28 Staffeln ist das eine bemerkenswert stabile Besetzung.
Der interessante Teil ist die Dialogregie, weil sich daran die Epochen der Serie ablesen lassen. Arne Elsholtz führte bei den Staffeln 1 bis 4 Regie, Peter Stein bei 5 bis 7, Dominik Auer bei 8 bis 15, Michael Bartel bei 16 bis 18, Hartmut Neugebauer bei Staffel 19. Seit Staffel 20 macht es Christian Weygand.
Im Original sprechen Parker und Stone die meisten Figuren selbst und ziehen die Stimmen digital in die Kinderlage. Die deutsche Fassung besetzt stattdessen echte Sprecher ohne diese Nachbearbeitung. Das ist ein handwerklich völlig anderer Ansatz, und er kostet der deutschen Fassung etwas: Cartmans Stimme im Original klingt nach einem verzerrten erwachsenen Mann, der so tut, als wäre er neun. Genau diese Unstimmigkeit ist Teil des Witzes. Die saubere deutsche Besetzung nimmt sie raus.
Wer die Serie nur auf Deutsch kennt, sollte einmal zwei Folgen im Original gegenhören. Nicht wegen der Übersetzung, die ist solide. Wegen der Stimmen.
Wer da eigentlich alles spricht
Die Sprecherliste ist kürzer als bei jeder vergleichbaren Serie, weil zwei Männer den Großteil der Stadt übernehmen. TMDB führt für Trey Parker und Matt Stone jeweils 337 Einträge, die restlichen Namen verteilen sich auf deutlich kleinere Zahlen. Isaac Hayes kommt auf 153 Folgen als Chef.
- Trey Parker als Eric Cartman und Stan Marsh – dazu Mr. Garrison, Randy Marsh und den halben Rest der Stadt. 337 Einträge bei TMDB.
- Matt Stone spricht Kyle Broflovski und Kenny McCormick, ebenfalls über 337 Einträge hinweg. Kenny nuschelt, weil die Kapuze davor sitzt, und das ist bis heute lustig.
- Isaac Hayes, 153 Folgen als Chef. Er verließ die Serie 2006, und die Figur wurde danach nicht neu besetzt.
- April Stewart als Sharon Marsh, Liane Cartman und Wendy Testaburger. Seit Mitte der Nullerjahre die weibliche Hauptstimme der Serie.
- Mona Marshall, Sheila Broflovski, 337 Einträge. Wenn Kyles Mutter schreit, ist sie das.
- Vor Stewart sprachen Mary Kay Bergman (48 Folgen) und Eliza Schneider (80 Folgen) die Frauenrollen.
- Adrien Beard spricht Token beziehungsweise Tolkien Black. Die Serie hat den Namen der Figur 2022 innerhalb der Handlung selbst korrigiert.
- Jennifer Howell als Bebe Stevens, seit der ersten Staffel dabei.
Deutsche Fassung: FFS Film- und Fernseh-Synchron, München. Eric Cartman: Jörg Stuttmann. Stan Marsh: Benedikt Weber. Kyle Broflovski: Jan Makino. Kenny McCormick: Sabine Bohlmann (Staffeln 1 bis 27), Sarah Förster (ab Staffel 28). Dialogregie seit Staffel 20: Christian Weygand.
Was daneben noch funktioniert
South Park hat kaum echte Verwandtschaft, weil die Produktionsweise einmalig ist. Was sich lohnt, wenn einem der Ton liegt: Rick and Morty mit inzwischen neun Staffeln, seit einigen Jahren mit ernst genommenem eigenem Kanon, also das genaue Gegenmodell.
Bob’s Burgers ist die freundliche Variante von allem, was South Park macht: gezeichnete Kleinstadt, wiederkehrendes Personal, nur ohne die Absicht, jemanden zu treffen. Hazbin Hotel geht optisch den entgegengesetzten Weg und steckt seinen Aufwand komplett in die Animation.
Wer die Satire will und auf Animation verzichten kann, landet bei Curb Your Enthusiasm oder Arrested Development. Beide arbeiten mit derselben Grundannahme wie South Park: Menschen sind in erster Linie peinlich. Wo South Park im Gesamtbild steht, haben wir in unserer Liste der besten Serien aller Zeiten eingeordnet.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungDafür
- Sechs Tage von der Idee bis zur Ausstrahlung, dieses Tempo schafft keine zweite Serie
- Die Staffeln 27 und 28 sind die schärfsten seit Jahren
- Deutsche Fassung aus München mit über 28 Staffeln stabiler Besetzung
Dagegen
- Fünf Folgen pro Staffel sind bei 300 Millionen Dollar im Jahr wenig
- Die Staffeln 20 und 21 wollten ein Handlungsbogen sein und konnten es nicht
Der Look, den alle für billig halten, ist die Produktionsentscheidung, die diese Serie seit 1997 am Leben hält.— aus der Wertung von CineTom
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu South Park
Wo kann ich South Park streamen?
South Park läuft aktuell im Abo bei Paramount+ und Discovery+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+ und Amazon. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Ab welchem Alter ist South Park freigegeben?
South Park ist in Deutschland ab FSK 16 freigegeben. Für jüngere Zuschauer ist die Serie damit nicht freigegeben.
Wie viele Staffeln hat South Park?
South Park umfasst 28 Staffeln mit insgesamt 337 Episoden. Produktionsstatus: Returning Series.
Lohnt sich South Park?
Unsere Redaktion vergibt South Park einen Watcher-Score von 8,7 von 10. Das ist eine klare Empfehlung, besonders für Animation-Fans.
Für wen ist South Park geeignet?
South Park ist vor allem etwas für Animation und Komödie-Fans und alle, die herausragende Serien suchen. Wegen der Freigabe ab FSK 16 ist die Serie nichts für jüngere Zuschauer.
Besetzung
FAQ zu South Park: 28 Staffeln, sechs Tage Produktionszeit und kein bisschen Kanon
Wo läuft South Park in Deutschland?
Wie viele Staffeln gibt es aktuell?
Muss ich bei Staffel 1 anfangen?
Ist South Park heute noch gut oder lebt es von früher?
Warum sieht die Serie so billig aus?
Wer spricht Cartman auf Deutsch?
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