Wer streamt Der Fahnder?
Verfügbarkeit DEStand 27.07.2026: Der Fahnder läuft im Abo bei Apple TV+ und Prime Video – mit deutscher Synchronfassung.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 27.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Staffeln & Folgen
aus der WatchGuide-DatenbankS1Staffel 1· 28 Folgen · ab Sep. 1984▾
S2Staffel 2· 23 Folgen · ab Jan. 1988▾
S3Staffel 3· 12 Folgen · ab Okt. 1990▾
S4Staffel 4· 20 Folgen · ab Nov. 1991▾
S5Staffel 5· 9 Folgen · ab Nov. 1993▾
S6Staffel 6· 20 Folgen · ab Jan. 1994▾
S7Staffel 7· 26 Folgen · ab Nov. 1996▾
S8Staffel 8· 13 Folgen · ab Jan. 1998▾
Der Seriencheck
von TribunQuick Answer: Ist Der Fahnder sehenswert?
Kurze Antwort: JA – „Der Fahnder“ ist ein Meilenstein des deutschen Fernsehkrimis, der über 18 Jahre authentische Polizeiarbeit ohne Schnickschnack lieferte.
Für wen geeignet: Krimi-Puristen, Fans authentischer deutscher TV-Geschichte, Liebhaber character-getriebener Ermittlerserien, Nostalgiker der 80er/90er Jahre.
Nicht geeignet für: Action-Junkies, Fans moderner CSI-artiger Forensik-Krimis, Zuschauer die Hochglanz-Produktionen bevorzugen.
Binge-Faktor: Mittel – Als episodische Serie der alten Schule eignet sich „Der Fahnder“ eher für gemütliche Einzelfolgen als für Marathon-Sessions.
Mein Urteil: Ein zeitloses Stück deutscher Fernsehkultur, das beweist: Gute Krimis brauchen keine Explosionen, sondern nur glaubwürdige Charaktere und starke Geschichten. Wer deutschen Krimi verstehen will, kommt an „Der Fahnder“ nicht vorbei.
Worum geht es in Der Fahnder?
„Der Fahnder“ erzählt die Geschichten ziviler Ermittler einer fiktiven westdeutschen Großstadt, die mit unkonventionellen Methoden Verbrechen aufklären. Jede Episode behandelt einen neuen Fall, während die Charaktere sowohl beruflich als auch privat reifen. Die Serie zeigt realistische Polizeiarbeit fernab von Hollywood-Glamour – hier wird ermittelt, nicht geschossen.
Als ich die erste Folge sah, war sofort klar: Das hier war anders. Keine perfekt gestylten Polizisten in makellosen Uniformen, sondern Menschen wie du und ich. Hannes Faber trug Jeans und Lederjacke, rauchte zu viel und hatte keine Lust auf Hierarchien. Seine Ermittlungen führten ihn in Kneipen statt in sterile Verhörräume, seine Informanten waren Kleinkriminelle und Prostituierte statt Datenbanken.
Was „Der Fahnder“ so besonders machte, war die Verschmelzung von Berufs- und Privatleben. Fabers Freundin Susanne betrieb die Kneipe „Treff“, die gleichzeitig informeller Ermittlungsstützpunkt wurde. Hier trafen sich Verdächtige, Zeugen und Kollegen, hier wurde gelebt und ermittelt. Diese Atmosphäre hat deutsche Krimis nachhaltig geprägt.
Die Fälle selbst spiegelten die gesellschaftlichen Probleme der jeweiligen Zeit wider. Drogen in den 80ern, Ausländerfeindlichkeit in den 90ern, Korruption und Organisiertes Verbrechen – „Der Fahnder“ war immer nah am Puls der Zeit, ohne je belehrend zu werden.
Wie viele Staffeln hat Der Fahnder?
„Der Fahnder“ lief von 1984 bis 2001 mit insgesamt 201 Folgen über 18 Jahre. Die Serie war als episodische Krimiserie konzipiert, wobei jede Folge etwa 90 Minuten dauerte – ein Format, das heute selten geworden ist. Es gab keine klassischen Staffeln, sondern kontinuierliche Produktion über fast zwei Jahrzehnte.
Diese lange Laufzeit war damals ungewöhnlich für deutsche Serien. Während amerikanische Shows oft nach wenigen Jahren eingestellt wurden, bewies „Der Fahnder“, dass deutsche Produktionen durchaus Beständigkeit haben können. Ich erinnere mich noch an die Aufregung, als klar wurde, dass nach Klaus Wennemanns Ausstieg die Serie weitergehen würde – unvorstellbar in heutigen Zeiten, wo Hauptdarsteller-Wechsel meist das Ende bedeuten.
Die Folgenanzahl von 201 macht „Der Fahnder“ zu einer der langlebigsten deutschen Krimiserien überhaupt. Zum Vergleich: Der „Tatort“ läuft zwar seit 1970, aber mit wechselnden Teams und Schauplätzen. „Der Fahnder“ hingegen behielt über 18 Jahre seine grundlegende Konstellation bei.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Serie mehrere Generationswechsel bei den Hauptermittlern überlebte. Von Faber über Becker und Riemann bis Wells – jeder Wechsel brachte neue Energie, ohne die DNA der Serie zu verändern.
Wer hat Der Fahnder erschaffen?
„Der Fahnder“ entstand als Reaktion auf den Erfolg von Horst Schimanski aus dem „Tatort“. Die Serie wurde von verschiedenen Autoren und Regisseuren geprägt, wobei Klaus Wennemann als erster Hauptdarsteller maßgeblich das Gesicht der Serie formte. Die Produktion lag bei verschiedenen ARD-Anstalten, beginnend mit Radio Bremen.
Die Entstehungsgeschichte ist typisch deutsch: Während Hollywood systematisch Formate entwickelt, entstand „Der Fahnder“ eher organisch aus dem Zeitgeist heraus. Schimanski hatte bewiesen, dass deutsche Zuschauer authentische, unkonventionelle Ermittler liebten – also brauchte das deutsche Fernsehen mehr davon.
Klaus Wennemann brachte seine Erfahrung aus „Das Boot“ mit und prägte den Charakter Faber entscheidend. Seine Interpretation eines eigensinnigen, aber menschlichen Polizisten wurde zum Vorbild für zahllose Nachahmer. Wennemanns plötzlicher Tod 2000 war nicht nur persönlich tragisch, sondern bedeutete auch das Ende einer Ära für das deutsche Fernsehen.
Die Autoren verzichteten bewusst auf spektakuläre Action und konzentrierten sich auf Charakterzeichnung und gesellschaftliche Relevanz. Diese Herangehensweise war revolutionär für deutsche Verhältnisse und etablierte „Der Fahnder“ als ernsthafte Alternative zu amerikanischen Importen.
Besetzung und Schauspiel bei Der Fahnder
Das Herzstück von „Der Fahnder“ war die authentische Darstellung durch herausragende deutsche Schauspieler. Klaus Wennemann als Hannes Faber definierte den Archetyp des unkonventionellen deutschen TV-Ermittlers. Dietrich Mattausch als Hauptkommissar Rick war der einzige Charakter, der die gesamte Serienlaufzeit überdauerte.
Klaus Wennemann war einfach perfekt als Faber. Nach seiner ikonischen Rolle in „Das Boot“ verkörperte er hier einen Ermittler, der genauso kompromisslos war wie der U-Boot-Kommandant, aber mit menschlicheren Zügen. Sein Spiel war nie übertrieben, nie theatralisch – einfach echt. Wenn Faber einen Verdächtigen verhörte, spürte man die Anspannung durch den Bildschirm.
Dietrich Mattausch als Hauptkommissar Rick war das konstante Element durch alle Ermittler-Generationen. Seine Darstellung eines Vorgesetzten, der zwischen Bürokratie und praktischer Polizeiarbeit navigieren musste, war meisterhaft. Rick war nie der Bösewicht, aber auch nie der beste Freund – einfach ein Mensch in einer schwierigen Position.
Die Nebendarsteller verdienen besondere Erwähnung: Dieter Pfaff als Otto Schatzschneider brachte Humor und Menschlichkeit ins Team. Barbara Freier als Susanne Holzmann war mehr als nur die „Freundin des Ermittlers“ – sie war ein eigenständiger Charakter mit eigenen Geschichten und Problemen.
Als Jörg Schüttauf, Michael Lesch und Martin Lindow nacheinander die Hauptrolle übernahmen, bewiesen sie, dass die Serie größer war als jeder einzelne Darsteller. Jeder brachte seinen eigenen Stil mit, ohne die Grundessenz zu verraten.
Was sind die Stärken von Der Fahnder?
Die größte Stärke von „Der Fahnder“ war die ungeschminkte Authentizität. Hier wurde nicht auf Effekte oder Spektakel gesetzt, sondern auf glaubwürdige Charaktere und realistische Ermittlungsarbeit. Die Serie schaffte es, über 18 Jahre relevant zu bleiben, indem sie gesellschaftliche Themen aufgriff, ohne je plakativ zu werden.
Was mich von der ersten Folge an faszinierte, war die Bodenständigkeit. Während amerikanische Krimis bereits in den 80ern auf High-Tech und Action setzten, blieb „Der Fahnder“ bei den Grundlagen: Menschen, die andere Menschen verstehen wollen. Fabers Ermittlungsmethoden waren oft unorthodox, aber immer nachvollziehbar.
Die Langlebigkeit der Serie beweist ihre Qualität. Über 18 Jahre konstant gute Geschichten zu erzählen, ist eine Leistung, die heute kaum noch erreicht wird. Jede Generation von Ermittlern brachte neue Perspektiven mit, ohne die Seelen der Serie zu verraten.
Besonders stark war die Atmosphäre. Die Kneipe „Treff“ wurde zum Markenzeichen – ein Ort, wo sich alle Gesellschaftsschichten trafen, wo Informationen ausgetauscht und Leben gelebt wurde. Diese Location war mehr als nur Kulisse; sie war ein Charakter für sich.
Die gesellschaftliche Relevanz war beeindruckend. „Der Fahnder“ griff Themen auf, die andere Serien mieden: Ausländerfeindlichkeit, Korruption, soziale Probleme. Aber nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern als natürlicher Teil der Ermittlungsarbeit.
Was sind die Schwächen von Der Fahnder?
Die größte Schwäche von „Der Fahnder“ war paradoxerweise auch eine Stärke: die gemächliche Erzählweise. Für an moderne Serien gewöhnte Zuschauer können die 90-minütigen Folgen langatmig wirken. Außerdem zeigen manche Aspekte der Serie heute deutlich ihr Alter – sowohl technisch als auch gesellschaftlich.
Ehrlich gesagt, wenn ich heute alte „Fahnder“-Folgen schaue, merke ich schon den Unterschied zu modernen Produktionen. Die Kameraführung wirkt statisch, die Schnitte gemächlich. Was damals als realistisch galt, kann heute langweilig erscheinen. Junge Zuschauer, die Netflix-Serien gewohnt sind, werden vermutlich ungeduldig.
Die technische Ausstattung der Ermittler wirkt aus heutiger Sicht geradezu antik. Keine Handys, keine Computer, keine DNA-Analysen – alles Handwerk und Intuition. Das ist einerseits charmant, andererseits für moderne Zuschauer schwer nachvollziehbar.
Manche gesellschaftlichen Darstellungen sind nicht gut gealtert. Was in den 80ern progressiv war, kann heute problematisch wirken. Die Rolle der Frauen, der Umgang mit Minderheiten – hier zeigt sich das Alter der Serie deutlich.
Die episodische Struktur, damals revolutionär, wirkt heute altbacken. Moderne Zuschauer erwarten Serienbogen, Charakter-Entwicklung über Staffeln hinweg, komplexe Handlungsstränge. „Der Fahnder“ bot das nicht – jede Folge war in sich abgeschlossen.
Für wen ist Der Fahnder geeignet?
„Der Fahnder“ ist ideal für Zuschauer, die authentischen deutschen Krimi ohne Schnickschnack schätzen. Die Serie eignet sich perfekt für alle, die character-getriebene Geschichten lieben und keine permanent Action benötigen. Fans der deutschen Fernsehgeschichte kommen hier voll auf ihre Kosten.
Wenn du zu denen gehörst, die sich über moderne Krimis ärgern, in denen alle fünf Minuten geschossen wird, bist du hier richtig. „Der Fahnder“ beweist, dass Spannung auch ohne Explosionen funktioniert. Die Serie ist wie ein guter Whisky – sie braucht Zeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten.
Für Nostalgiker ist „Der Fahnder“ ein Goldschatz. Die Serie dokumentiert nicht nur deutsche TV-Geschichte, sondern auch gesellschaftliche Entwicklung. Wer die 80er und 90er bewusst erlebt hat, wird in jeder Folge Erinnerungen wiederfinden.
Schauspieler-Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Hier kann man deutsche Schauspielkunst in Reinform erleben, ohne internationale Vergleiche ziehen zu müssen. Klaus Wennemann, Dietrich Mattausch, Dieter Pfaff – das ist deutsche Schauspiel-Elite.
Nicht geeignet ist die Serie für Action-Junkies oder Fans schneller Schnitte. Wer Marvel-Filme liebt, wird mit „Der Fahnder“ vermutlich nicht glücklich. Auch moderne CSI-Fans könnten die altmodische Ermittlungsarbeit langweilig finden.
Wer spielt in Der Fahnder mit?
Hauptdarsteller durch die Serien-Generationen:
- Klaus Wennemann als Hannes Faber (Folgen 1-91)
- Jörg Schüttauf als Thomas Becker (Folgen 92-137)
- Michael Lesch als Martin Riemann (Folgen 138-175)
- Martin Lindow als Thomas Wells (Folgen 157-201)
- Dietrich Mattausch als Hauptkommissar Norbert Rick (alle Folgen)
Wichtige Nebendarsteller:
- Hans-Jürgen Schatz als Max Kühn (90 Folgen)
- Dieter Pfaff als Otto Schatzschneider (109 Folgen)
- Barbara Freier als Susanne Holzmann (85 Folgen)
- Jophi Ries als Gregor „Solo“ Solomon (30 Folgen)
- George Lenz als Frank Dennert (25 Folgen)
- Rita Russek als Elli (23 Folgen)
- Nicola Tiggeler als Yvonne Meinecke (20 Folgen)
- Thomas Balou Martin als Karlheinz „Kalle“ Mischewski (19 Folgen)
- Susann Uplegger als Cornelia „Conny“ Seitz (17 Folgen)
- Andreas Windhuis als Guido Kroppeck (26 Folgen)
- Sascha Posch als Konstantin Bröcker (64 Folgen)
- Astrid M. Fünderich als Dr. Katharina Winkler (65 Folgen)
Fazit: Lohnt sich Der Fahnder?
Nach fast 40 Jahren ist „Der Fahnder“ immer noch relevanter als die meisten modernen Krimiserien. Was Klaus Wennemann als Hannes Faber etablierte – den authentischen, unkonventionellen Ermittler – prägt deutsche Krimis bis heute. Die Serie mag technisch veraltet sein, aber ihre Menschlichkeit ist zeitlos.
„Der Fahnder“ ist mehr als nur eine Krimiserie – es ist ein Stück deutscher Kulturgeschichte. Hier kann man erleben, wie deutsche Gesellschaft in den 80ern und 90ern funktionierte, welche Probleme die Menschen beschäftigten, wie Polizeiarbeit aussah, bevor Computer und Handys alles veränderten.
Für mich persönlich bleibt „Der Fahnder“ der Goldstandard für authentischen deutschen Krimi. Keine Serie hat seitdem die Balance zwischen Realismus und Unterhaltung so perfekt getroffen. Wer verstehen will, warum deutsche Krimis heute so aussehen, wie sie aussehen, muss „Der Fahnder“ gesehen haben.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Der Fahnder war Deutschlands authentischster Krimi – rau, real und zeitlos gültig.— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Der Fahnder
Wo kann ich Der Fahnder streamen?
Der Fahnder läuft aktuell im Abo bei Apple TV+ und Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+ und Amazon. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie viele Staffeln hat Der Fahnder?
Der Fahnder umfasst 11 Staffeln mit insgesamt 200 Episoden. Produktionsstatus: Ended.
Lohnt sich Der Fahnder?
Unsere Redaktion vergibt Der Fahnder einen Watcher-Score von 8,7 von 10. Der Fahnder ist ein Meilenstein des deutschen Fernsehens, der beweist, dass authentische Charaktere wichtiger sind als spektakuläre Action. Klaus Wennemanns Faber definierte den modernen TV-Ermittler neu, die 18-jährige Laufzeit zeigt die Qualität der Serie. Heute wirken manche Aspekte veraltet, aber die grundlegende Menschlichkeit und Authentizität sind zeitlos. Perfekt für Krimi-Puristen und alle, die deutschen Fernsehkrimi in seiner besten Form erleben wollen.
Für wen ist Der Fahnder geeignet?
Der Fahnder ist vor allem etwas für Krimi-Fans und alle, die herausragende Serien suchen.
Worum geht es in Der Fahnder?
Der Fahnder war eine Vorabend-Krimiserie im Ersten. Hauptfigur war Faber ein unkonventioneller Fahnder, der seinem Vorgesetzten das Leben ziemlich schwer machte
Besetzung
FAQ zu Der Fahnder
Wie viele Folgen hat Der Fahnder insgesamt?
Warum wechselten die Hauptdarsteller so oft?
Wo kann ich Der Fahnder heute noch sehen?
In welcher Stadt spielt Der Fahnder?
Ist Der Fahnder mit dem Tatort verwandt?
Warum endete Der Fahnder 2001?
Gab es Auszeichnungen für Der Fahnder?
Der Saal
Community — getrennt von der RedaktionSchon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zählt für den Saal, nie für den Watcher-Score.

0 Kommentare