Poster zum Film Apocalypse Now (1979) Meisterwerk — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Apocalypse Now (1979)

🏅 Meisterwerk 🎬 Film 174 Min. DramaKriegsfilm
⚡ Kurz gesagt

Apocalypse Now ist ein Monument des Kinos, das auch 44 Jahre nach seinem Erscheinen nichts von seiner Wirkung verloren hat. Schwere Kost, aber große Kunst. 9.1/10 Punkte. Watcher-Score 9,1/10.

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Die Kritik

von Tribun
Manchmal schaue ich einen Film und denke danach wochenlang darüber nach – Apocalypse Now war so ein Erlebnis für mich. Als ich 1980 als 6-Jähriger natürlich noch nicht ins Kino durfte, holte ich das Jahre später nach und war völlig überwältigt. Francis Ford Coppolas Vietnamkriegs-Epos ist kein Film, den man mal eben nebenbei schaut – es ist eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, die einen noch lange beschäftigt.

Quick Answer: Ist Apocalypse Now sehenswert?

Kurze Antwort: JA – absolut, aber nur wenn ihr bereit seid für ein intensives, verstörendes Kinoerlebnis ohne einfache Antworten.

Für wen geeignet: Cineasten und Filmliebhaber, Fans psychologischer Kriegsfilme, Liebhaber außergewöhnlicher Kameraarbeit, Menschen die tiefgehende Charakterstudien schätzen.

Nicht geeignet für: Actionfilm-Fans, Menschen die leichte Unterhaltung suchen, Zuschauer die klare Gut-Böse-Schemata erwarten.

Mein Urteil: Ein Monument des Kinos, das mich auch nach dutzenden Sichtungen immer noch fasziniert. Coppola schuf hier etwas Einzigartiges – eine halluzinatorische Reise ins Herz der Finsternis, die unter die Haut geht.

Worum geht es in Apocalypse Now?

Apocalypse Now erzählt die Geschichte von Captain Benjamin Willard (Martin Sheen), der 1969 in Vietnam den Auftrag erhält, den abtrünnigen Colonel Walter E. Kurtz (Marlon Brando) aufzuspüren und zu eliminieren. Seine Bootsfahrt durch den Dschungel wird zur kafkaesken Odyssee durch die Hölle des Krieges, an deren Ende die Begegnung mit Kurtz steht – einem Mann, der die Grenze zur Barbarei längst überschritten hat.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich das erste Mal diese berühmte Anfangssequenz sah – Jim Morrison singt „The End“, während Napalm explodiert und sich Willards Gesicht in die brennenden Bäume verwandelt. Sofort war mir klar: Das wird kein normaler Kriegsfilm.

Die Handlung basiert lose auf Joseph Conrads Novelle „Herz der Finsternis“, verlegt aber die Kolonialzeit-Geschichte ins Vietnam der späten 60er Jahre. Willard, ein kriegsmüder Captain, bekommt in Saigon einen streng geheimen Auftrag: Er soll den ehemaligen Green Beret Colonel Kurtz finden, der irgendwo an der kambodschanischen Grenze sein eigenes Reich aufgebaut hat und mit „unsauberen Methoden“ gegen den Feind kämpft.

Was als einfache Militärmission beginnt, wird schnell zu einem Trip durch verschiedene Kreise der Hölle. Willard fährt mit einer kleinen Bootsbesatzung den Nung-Fluss hinauf und begegnet dabei immer bizarreren Ausprägungen des Kriegswahnsinns. Da ist Lieutenant Colonel Kilgore (Robert Duvall in einer seiner besten Rollen), der Luftangriffe auf Dörfer fliegt, nur um danach surfen zu können. Da sind die völlig aufgedrehten Soldaten einer isolierten Basis, die zu den Klängen von The Rolling Stones kämpfen.

Jede Station dieser Reise zeigt eine andere Facette des Wahnsinns – und Willard wird immer mehr zum Spiegel dessen, was er eigentlich bekämpfen soll. Die Grenzen zwischen Zivilisation und Barbarei verschwimmen, bis am Ende nur noch die Frage bleibt: Wer ist hier eigentlich der wahre Feind?

Wie inszeniert Francis Ford Coppola sein Vietnamkriegs-Epos?

Coppola erschafft mit Apocalypse Now eine halluzinatorische Traumlandschaft aus surrealen Bildern, hypnotischen Rhythmen und einer Atmosphäre ständiger Bedrohung. Seine Regie verwandelt den Vietnamkrieg in eine mythische Reise ins Unbewusste – weniger dokumentarisch als psychedelisch, weniger politisch als existenziell.

Was mich an Coppolas Inszenierung so fasziniert, ist diese Mischung aus epischem Größenwahn und intimsten Momenten. Er dreht einen Antikriegsfilm, der gleichzeitig die Faszination des Krieges einfängt. Das ist verdammt schwierig und funktioniert nur, weil Coppola selbst während der Dreharbeiten an seine Grenzen ging – manchmal sogar darüber hinaus.

Die berühmte Hubschrauber-Attacke zu Wagners „Ritt der Walküren“ ist ein perfektes Beispiel für Coppolas Ansatz. Die Szene ist spektakulär inszeniert, fast schön in ihrer apokalyptischen Gewalt – aber gleichzeitig erschreckend in ihrer Sinnlosigkeit. Kilgore bombardiert ein vietnamesisches Dorf, nicht aus strategischen Gründen, sondern weil er danach surfen will. Das ist grotesk, absurd – und leider erschreckend realistisch.

Coppola nutzt den Fluss als metaphorische Reise ins Unterbewusstsein. Je weiter Willard stromaufwärts fährt, desto fremder wird die Welt um ihn herum. Die Kameraarbeit von Vittorio Storaro unterstützt das mit immer düstereren, nebligeren Bildern. Das Licht wird gelblicher, die Schatten tiefer. Am Ende, in Kurtz‘ Tempel-Komplex, herrscht fast nur noch Dunkelheit.

Besonders clever finde ich, wie Coppola verschiedene Musikstile einsetzt, um die verschiedenen „Welten“ des Films zu charakterisieren. The Doors für Willards innere Hölle, Wagner für Kilgores martialischen Klassizismus, The Rolling Stones für den Wahnsinn der jungen Soldaten. Jede Musikwahl erzählt eine eigene Geschichte über den Zustand der amerikanischen Seele.

Wie schlagen sich die Darsteller in Apocalypse Now?

Martin Sheen liefert als Willard eine seiner besten Leistungen ab – ein Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs, der seine eigene Dunkelheit entdeckt. Marlon Brando erschafft in nur wenigen Szenen eine der ikonischsten Figuren der Filmgeschichte, während Robert Duvall als Kilgore perfekt die Absurdität des Krieges verkörpert.

Martin Sheen war für mich die Entdeckung in diesem Film. Ich kannte ihn vorher hauptsächlich aus eher harmlosen Rollen, aber hier zeigt er eine Intensität und Verletzlichkeit, die mich beeindruckt hat. Besonders die Szene, in der er völlig betrunken vor dem Hotelspiegel ausrastet, ist so schmerzhaft echt, dass ich manchmal wegschauen muss. Sheen macht aus Willard keinen Helden, sondern einen gebrochenen Mann, der seine eigenen Dämonen bekämpft.

Marlon Brando ist natürlich das Herzstück des Films, auch wenn er erst in der letzten halbe Stunde auftaucht. Seine Darstellung von Kurtz ist ein Meisterstück der Schauspielkunst – ein Mann, der so tief in den Abgrund geblickt hat, dass er selbst zum Monster wurde. Brandos Stimme, diese fast flüsternde, hypnotische Art zu sprechen, macht jedes seiner Worte zu einem kleinen Schock.

Was viele nicht wissen: Brando kam völlig unvorbereitet zum Dreh, hatte das Drehbuch nicht gelesen und war deutlich übergewichtig. Coppola musste improvisieren und filmte ihn hauptsächlich im Dunkeln. Das Ergebnis ist aber umso beeindruckender – ein Kurtz, der aus den Schatten spricht wie ein Orakel des Grauens.

Robert Duvall als Kilgore ist für mich die perfekte Verkörperung des amerikanischen Militärwahnsinns. Seine Begeisterung für den Krieg ist so authentisch gespielt, dass sie gleichzeitig faszinierend und abstoßend wirkt. „I love the smell of napalm in the morning“ ist nicht nur ein großartiger Dialog, sondern auch perfekt von Duvall interpretiert – mit einer Mischung aus Nostalgie und Wahnsinn.

Auch die Nebendarsteller glänzen. Der junge Laurence Fishburne (damals gerade mal 14 Jahre alt!) ist schon hier ein Naturtalent. Harrison Ford hat einen kurzen, aber einprägsamen Auftritt als Colonel Lucas. Jeder Darsteller trägt zu dieser Atmosphäre ständiger Anspannung bei.

Wie ist die Kameraarbeit und Bildsprache in Apocalypse Now?

Vittorio Storaros Kameraarbeit verwandelt den vietnamesischen Dschungel in eine mythische Landschaft aus Licht und Schatten. Seine Bilder schwanken zwischen dokumentarischer Härte und malerischer Schönheit, schaffen eine visuelle Sprache, die den inneren Zustand der Figuren spiegelt und den Wahnsinn des Krieges in pure Poesie verwandelt.

Wenn ich an die Bilder dieses Films denke, kommen mir sofort diese unglaublich atmosphärischen Aufnahmen in den Sinn. Storaro arbeitet viel mit Gegenlicht, mit Nebel und Rauch, mit der glühenden Hitze des Dschungels. Seine Kamera fängt nicht nur Szenen ein, sondern Stimmungen, Gefühle, die Seelenzustände der Figuren.

Besonders die Flussfahrten haben eine fast hypnotische Wirkung. Die Kamera gleitet über das Wasser, zeigt das Boot von oben, fängt die endlosen Grüntöne des Dschungels ein. Man spürt förmlich die drückende Hitze, die Feuchtigkeit, die Bedrohung, die überall lauert. Das ist große Kinokunst.

Die berühmten Hubschrauber-Szenen sind ein Meisterwerk der Choreographie. Storaro und Coppola nutzen echte Militärhubschrauber (die philippinische Armee stellte ihre komplette Luftwaffe zur Verfügung) und schaffen Bilder von epischer Wucht. Die Art, wie die Hubschrauber wie riesige Insekten über die Landschaft schweben, hat etwas fast Prähistorisches.

In Kurtz‘ Lager wird die Bildsprache dann völlig expressionistisch. Alles verschwindet in Schatten und gelblichem Licht. Die Kamera wird unruhiger, nervöser. Storaro nutzt extreme Nahaufnahmen von Brandos Gesicht, die aus der Dunkelheit auftauchen wie Visionen. Das ist keine realistische Darstellung mehr, sondern pure Emotion in Bildern übersetzt.

Was mich auch heute noch beeindruckt: Dieser Film wurde noch analog gedreht, ohne Computer-Effekte. Jede Explosion, jeder Hubschrauber, jeder Flammenwerfer-Einsatz ist echt. Das sieht man den Bildern an – sie haben eine Wucht und Authentizität, die digitale Effekte selten erreichen.

Wie ist die Musik und der Sound in Apocalypse Now?

Die Musik und Soundlandschaft von Apocalypse Now funktioniert wie ein zusätzlicher Charakter im Film. Von The Doors‘ „The End“ über Wagners „Ritt der Walküren“ bis hin zu den Dschungelgeräuschen schafft Walter Murch einen akustischen Kosmos, der die psychedelic-halluzinatorische Stimmung des Films perfekt unterstützt.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie perfekt die Musikauswahl in diesem Film ist. Schon die Anfangssequenz mit „The End“ von The Doors setzt den Ton für alles, was folgt. Jim Morrisons mystische, düstere Lyrics passen so perfekt zu Coppolas Vision, dass man meinen könnte, er hätte den Song für den Film geschrieben.

Die Wagner-Sequenz ist natürlich der Höhepunkt. Kilgores Hubschrauber-Attacke zu den Klängen der „Walküre“ ist eine der berühmtesten Filmszenen überhaupt. Das hat etwas von einem kranken Musikvideo – wunderschöne klassische Musik zu Bildern der Zerstörung. Coppola zeigt hier, wie der Krieg die Kultur pervertiert.

Aber auch die subtileren Momente funktionieren perfekt. Wenn die Bootsbesatzung zu „Satisfaction“ von den Rolling Stones entspannt, während sie durch die Hölle fahren, dann zeigt das die Absurdität der ganzen Situation. Diese jungen Männer versuchen, ihre Normalität zu bewahren in einer völlig abnormalen Welt.

Walter Murch, der Sounddesigner, verdient eine besondere Erwähnung. Er schafft eine Klanglandschaft, die einen völlig in den Film hineinzieht. Das Summen der Hubschrauber, das Zirpen der Insekten, das Plätschern des Wassers – alles verschmilzt zu einer hypnotischen Geräuschkulisse.

Besonders clever finde ich, wie Murch mit Stille arbeitet. In den Kurtz-Szenen wird es manchmal so still, dass man sein eigenes Herz schlagen hört. Das verstärkt die Spannung ungemein. Und dann wieder diese halluzinatorischen Soundeffekte, wenn Willard seine Tabletten nimmt oder Fieberfantasien hat.

Was sind die größten Stärken von Apocalypse Now?

Die größten Stärken des Films liegen in seiner kompromisslosen Vision, seiner visuellen Kraft und der Fähigkeit, den Wahnsinn des Krieges in poetische Bilder zu verwandeln. Coppola schafft ein Werk, das gleichzeitig Kriegsfilm, Charakterstudie und philosophische Meditation ist – und dabei nie seine hypnotische Wirkung verliert.

Was mich auch nach all den Jahren immer noch begeistert, ist die schiere Ambition dieses Films. Coppola wollte nicht einfach nur einen Kriegsfilm drehen – er wollte den Vietnamkrieg neu erfinden, ihn als mythische Reise erzählen. Das ist wahnsinnig riskant, aber es funktioniert.

Die Charakterzeichnung ist außergewöhnlich komplex. Es gibt hier keine einfachen Helden oder Schurken. Willard ist ein gebrochener Mann, der seinen Auftrag erfüllt, aber dabei seine Seele verliert. Kurtz ist ein Monster, aber auch ein Philosoph, der zu weit gegangen ist. Selbst Kilgore, der oberflächlich wie ein Irrer wirkt, hat seine eigene Logik.

Die Bilder dieses Films haben sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Die Hubschrauber-Attacke, Willards Zusammenbruch im Hotel, Kurtz im Schatten seines Tempels – das sind Ikonen des Kinos geworden. Storaro und Coppola haben hier Bilder geschaffen, die auch ohne Ton funktionieren würden.

Auch die Authentizität ist beeindruckend. Coppola drehte unter extremsten Bedingungen auf den Philippinen, nutzte echte Militärausrüstung, ließ seine Schauspieler an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen. Man spürt in jeder Szene, dass hier niemand Theater spielt.

Die philosophische Tiefe unterscheidet Apocalypse Now von anderen Kriegsfilmen. Es geht nicht nur um Vietnam, sondern um die dunklen Seiten der menschlichen Natur, um Zivilisation und Barbarei, um die Frage, was Krieg aus Menschen macht. Das sind Themen, die zeitlos relevant sind.

Wo liegen die Schwächen von Apocalypse Now?

Die größten Schwächen liegen in der manchmal selbstverliebten Länge, einigen überladenen Szenen und der Tatsache, dass der Film gelegentlich unter seinem eigenen Anspruch zusammenbricht. Die verschiedenen Schnittfassungen zeigen, dass selbst Coppola nie ganz sicher war, welche Geschichte er erzählen wollte.

Ich muss ehrlich sein: Apocalypse Now ist nicht perfekt. Besonders die Redux-Fassung mit über drei Stunden hat Längen, die selbst mich als Fan manchmal nerven. Die Plantagenbesitzer-Sequenz zum Beispiel bremst den Film völlig aus. Da merkt man, dass Coppola manchmal nicht wusste, wann Schluss ist.

Auch die berühmte Playboy-Bunny-Szene funktioniert für mich nur bedingt. Klar, sie zeigt die Absurdität des Krieges, aber sie wirkt manchmal wie ein billiger Gag in einem ansonsten ernsten Film. Das passt nicht ganz zur Gesamtstimmung.

Ein Problem ist auch, dass der Film manchmal zu sehr in seinen eigenen Mythos verliebt ist. Coppola weiß, dass er ein „wichtiges“ Werk schafft, und manchmal spürt man das zu deutlich. Manche Szenen wirken konstruiert, zu symbolisch, zu gewollt.

Die Kurtz-Sequenzen am Ende sind gleichzeitig Höhepunkt und Problem des Films. Brando ist großartig, aber seine langen Monologe können auch zäh werden. Manchmal hätte weniger mehr gewesen. Die ursprüngliche Kinofassung ist straffer und funktioniert dadurch besser.

Auch die Frauenrollen sind problematisch. Außer den Playmates und Willards Freundin in den Fotos kommen praktisch keine Frauen vor. Das mag der männlichen Kriegswelt entsprechen, macht den Film aber sehr einseitig. Heute würde man das anders lösen.

Ein letzter Punkt: Der Film ist manchmal zu amerikazentriert. Die vietnamesische Bevölkerung bleibt weitgehend stumm, wird hauptsächlich als Opfer oder Bedrohung dargestellt. Das ist schade, weil es die Komplexität des Konflikts reduziert.

Für wen ist Apocalypse Now geeignet?

Apocalypse Now ist perfekt für Cineasten, die außergewöhnliches Kino schätzen, für Fans komplexer Charakterstudien und für jeden, der sich für die psychologischen Aspekte des Krieges interessiert. Der Film verlangt aber Geduld, Aufmerksamkeit und eine gewisse Toleranz für verstörende Inhalte.

Wenn ihr Filme wie „Der Pate“, „Taxi Driver“ oder „2001: Odyssee im Weltraum“ liebt, dann werdet ihr auch Apocalypse Now schätzen. Das sind alles Filme, die mehr wollen als nur unterhalten – sie wollen etwas über die menschliche Natur aussagen.

Für Kriegsfilm-Fans ist das ein absolutes Muss, allerdings solltet ihr nicht erwarten, dass es hier um Patriotismus oder Heldentum geht. Das ist ein Antikriegsfilm durch und durch, der zeigt, wie Krieg Menschen zerstört. Wenn ihr „Saving Private Ryan“ oder „Top Gun“ liebt, könnte euch das hier zu düster sein.

Musikliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. The Doors, Wagner, The Rolling Stones – selten wurde Musik so perfekt in einen Film integriert. Für mich persönlich hat dieser Film mein Verhältnis zu klassischer Musik verändert.

Geschichtsinteressierte finden hier zwar keine dokumentarische Darstellung des Vietnamkriegs, aber eine emotionale Wahrheit über diese Zeit. Der Film fängt die Stimmung der späten 60er Jahre perfekt ein – die Drogen, die Musik, die Desillusionierung.

Nicht geeignet ist der Film für alle, die schnelle Action und klare Antworten suchen. Das hier ist Arthouse-Kino, das Zeit braucht und Fragen aufwirft statt sie zu beantworten. Auch Menschen mit schwachen Nerven sollten vorsichtig sein – einige Szenen sind wirklich hart.

Wer spielt in Apocalypse Now mit?

  • Martin Sheen als Captain Benjamin L. Willard
  • Marlon Brando als Colonel Walter E. Kurtz
  • Robert Duvall als Lieutenant Colonel Bill Kilgore
  • Frederic Forrest als Jay ‚Chef‘ Hicks
  • Albert Hall als Chief Petty Officer George Phillips
  • Laurence Fishburne als Gunner’s Mate 3rd Class Tyrone Miller
  • Sam Bottoms als Gunner’s Mate 3rd Class Lance B. Johnson
  • Harrison Ford als Colonel G. Lucas
  • Dennis Hopper als Fotojournalist
  • G.D. Spradlin als General R. Corman

Fazit: Lohnt sich Apocalypse Now?

Nach all den Jahren und unzähligen Sichtungen kann ich nur sagen: Ja, Apocalypse Now lohnt sich absolut. Das ist Kino auf höchstem Niveau, ein Film, der unter die Haut geht und noch lange nachhallt. Coppola hat hier etwas Einzigartiges geschaffen – eine halluzinatorische Reise ins Herz der Finsternis, die zeitlos relevant bleibt. Auch wenn der Film manchmal seine eigenen Längen hat und nicht immer leicht zu ertragen ist, gehört er zu den wichtigsten Werken der Filmgeschichte. 9.1/10 Punkte.

⚖️

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Eine halluzinatorische Reise ins Herz der Finsternis - Coppolas Meisterwerk brennt sich ins Gedächtnis wie ein Fiebertraum.— aus der Wertung von Tribun
Apocalypse Now ist mehr als nur ein Kriegsfilm - es ist ein visuelles und emotionales Erlebnis, das unter die Haut geht. Coppolas kompromisslose Vision, Storaros hypnotische Bilder und die grandiosen Schauspielleistungen schaffen ein Werk von zeitloser Relevanz. Ja, der Film hat Längen und ist nicht immer leicht zu ertragen. Aber genau das macht seine Stärke aus - er verweigert einfache Antworten und konfrontiert uns mit unbequemen Wahrheiten über Krieg und menschliche Natur. Ein absolutes Muss für jeden Filmliebhaber, auch wenn man danach erst mal Zeit braucht, um das Gesehene zu verarbeiten.
📺

Wer streamt Apocalypse Now?

Verfügbarkeit DE

Stand 13.08.2026: Apocalypse Now läuft im Abo bei Paramount+ und MUBI – mit deutscher Synchronfassung.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 13.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Apocalypse Now

Wo kann ich Apocalypse Now streamen?

Apocalypse Now läuft aktuell im Abo bei Paramount+ und MUBI; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube und maxdome. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Apocalypse Now?

Apocalypse Now hat eine Laufzeit von rund 174 Minuten (2 Stunden und 54 Minuten).

Lohnt sich Apocalypse Now?

Unsere Redaktion vergibt Apocalypse Now einen Watcher-Score von 9,1 von 10. Apocalypse Now ist ein Monument des Kinos, das auch 44 Jahre nach seinem Erscheinen nichts von seiner Wirkung verloren hat. Schwere Kost, aber große Kunst. 9.1/10 Punkte.

Für wen ist Apocalypse Now geeignet?

Apocalypse Now ist vor allem etwas für Drama und Kriegsfilm-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Apocalypse Now?

Im Jahr 1969, mitten im Vietnamkrieg, erhält Captain Benjamin L. Willard den Auftrag, den abtrünnigen Colonel Walter E. Kurtz zu liquidieren. Dieser hat sich von der amerikanischen Militärführung distanziert und lässt sich nicht mehr kontrollieren.

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Trailer

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Besetzung

Martin SheenCaptain Benjamin Willard
Marlon BrandoColonel Walter Kurtz
Frederic ForrestJay 'Chef' Hicks
Albert HallChief Phillips
Laurence FishburneTyrone 'Clean' Miller
Sam BottomsLance B. Johnson
Robert DuvallLieutenant Colonel Bill Kilgore
G. D. SpradlinGeneral Corman
Harrison FordColonel
Jerry ZiesmerJerry, Civilian

FAQ zu Apocalypse Now

Basiert Apocalypse Now auf einer wahren Geschichte?
Der Film basiert auf Joseph Conrads Novelle "Herz der Finsternis" von 1899, die in den Kongo verlegt wurde. Coppola übertrug die Geschichte in den Vietnamkrieg. Einzelne Ereignisse mögen auf realen Begebenheiten beruhen, aber die Haupthandlung ist fiktiv.
Welche Fassung von Apocalypse Now sollte man schauen?
Für Einsteiger empfehle ich die ursprüngliche Kinofassung von 1979 (147 Minuten) oder den Final Cut von 2019 (183 Minuten). Die Redux-Fassung von 2001 ist mit 202 Minuten sehr lang und eher für Hardcore-Fans geeignet.
Ist Martin Sheen wirklich während der Dreharbeiten krank geworden?
Ja, Martin Sheen erlitt 1977 während der Dreharbeiten einen Herzinfarkt. Er war zu diesem Zeitpunkt erst 36 Jahre alt. Die berühmte Szene, in der er betrunken vor dem Spiegel ausrastet, entstand kurz vor seinem Zusammenbruch.
Warum ist Marlon Brando so wenig im Film zu sehen?
Brando kam unvorbereitet und übergewichtig zum Dreh und hatte das Drehbuch nicht gelesen. Coppola musste improvisieren und filmte ihn hauptsächlich im Schatten. Trotzdem oder gerade deswegen wurde seine Darstellung ikonisch.
Wo wurde Apocalypse Now gedreht?
Hauptsächlich auf den Philippinen, vor allem auf der Insel Luzon. Die Dreharbeiten dauerten 238 Tage und wurden mehrfach durch Taifune unterbrochen. Die philippinische Armee stellte Hubschrauber und Ausrüstung zur Verfügung.
Hat Apocalypse Now Oscars gewonnen?
Der Film gewann zwei Oscars: Beste Kamera (Vittorio Storaro) und Bester Ton (Walter Murch). Außerdem gab es sechs weitere Nominierungen, darunter Bester Film und Beste Regie für Coppola.
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