Poster zum Film The Dink: Jake Johnson tauscht Tennis gegen Pickleball

The Dink: Jake Johnson tauscht Tennis gegen Pickleball (2026)

Film · Komödie · 2026 · 102 Min.

Von , aktualisiert am 30. September 20264 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

The Dink bekommt im WatchGuide-Kinokreis von mir 6,0 von 10. Die Pickleball-Komödie von Josh Greenbaum ist freundlicher und wärmer, als ich befürchtet hatte, und Jake Johnson trägt sie mit seinem Charme über weite Strecken. Was mich vorher interessiert hat, war die Vater-Sohn-Achse mit Ed Harris. Die ist da, aber das Drehbuch traut ihr nicht genug Raum zu und läuft am Ende genau den Bogen ab, den man nach zehn Minuten kennt.

The Dink ist ein Apple Original und läuft seit dem 24. Juli 2026 auf Apple TV+, in Deutschland am selben Tag wie überall sonst, ohne Kinostart. Laufzeit 102 Minuten. Wer einen leichten Abend mit gutem Ensemble sucht, liegt hier richtig. Wer eine Sportkomödie erwartet, die ihre Formel bricht, wird nicht fündig.

Quellen & Einordnung

Beitrag aus dem Archiv. Die bisherige Note und der Text sind noch nicht nach unserem seit 10. Oktober 2026 geltenden Quellenverfahren überprüft. Die Kinokreis-Stimme ist eine fiktive Figur; ihre Ich-Formulierungen belegen keine persönliche Filmsichtung. Die bisherige Note bleibt bis zur Einzelprüfung als Archivwertung erkennbar.

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von WatchGuide-Redaktion
1

Dusty entscheidet nichts, das Knie entscheidet

Dusty „The Hammer“ Boyd war einmal ein Tennistalent, jetzt trainiert er Kinder im Country Club seines Vaters. Zum Pickleball kommt er, weil ihn laut Apples Inhaltsangabe eine alte Verletzung zur Reha aufs kleine Feld zwingt. Genau da liegt für mich das Problem der ganzen Konstruktion: Der Wendepunkt ist kein Entschluss der Figur, sondern ein medizinischer Zufall. Damit ist die wichtigste Entscheidung des Films schon getroffen, bevor Dusty überhaupt etwas wollen muss.

Eine Figur, die nur reagiert, kann trotzdem eine gute Komödie tragen. Aber sie braucht dann einen Moment, in dem sie selbst etwas setzt. Den liefert The Dink spät und zu glatt, im Finale, das so gebaut ist, wie Underdog-Filme seit Jahrzehnten gebaut sind.

2

Jake Johnson rettet mehr, als das Buch hergibt

Johnson ist der Grund, warum der Film trotzdem funktioniert. Er spielt Dustys Arroganz nicht als Pose, sondern lässt die Unsicherheit darunter durchscheinen, und deshalb verzeiht man der Figur, was sie sagt. Der A.V. Club schreibt laut Metacritic, Johnson habe endlich die perfekte Hauptrolle für seinen rauen Charme gefunden. Dem schließe ich mich an.

Mary Steenburgen als Candace ist die zweite gute Nachricht. Sie wird für Dusty Partnerin auf dem Platz und mehr als das, und die Szenen der beiden sind die, in denen der Film am ehrlichsten ist. Da darf eine Szene auch mal enden, bevor der nächste Gag kommt.

3

Ed Harris hat zu wenig zu tun

Die Besetzung von Ed Harris als Vater Chuck war vor dem Start meine größte Hoffnung. Harris, viermal für einen Oscar nominiert, von Apollo 13 (1995) bis The Hours (2002), spielt einen Mann, der seinen Sohn von klein auf für eine Tenniskarriere geformt hat. KQED lobt ihn ausdrücklich als dominanten Vater, und in seinen ruhigen Momenten ist er tatsächlich der interessanteste Mensch im Film.

Nur baut das Drehbuch von Sean Clements diese Beziehung nicht wirklich aus. Sie ist der Motor, der alles erklärt, bekommt aber weniger Szenen als die Pickleball-Truppe. Wenn eine Geschichte behauptet, es gehe um den Respekt eines Vaters, will ich sehen, wie dieser Respekt verdient wird. Hier wird er eher ausgesprochen.

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Das Ensemble und der Sport

Um Johnson herum stehen Ben Stiller als Arzt Dr. Stone, Patton Oswalt als Skip, Chloe Fineman als Marisa, Christine Taylor als Bea und Chris Parnell. Andy Roddick und John McEnroe spielen sich selbst. Greenbaum, der zuvor die derbe Hunde-Komödie „Strays“ gedreht hat, bleibt hier deutlich zahmer, und das tut dem Film überwiegend gut. Das Pickleball selbst wird nicht zur Lachnummer, der Sport darf ernst genommen werden, auch wenn man darüber lacht.

Die Kehrseite: The Hollywood Reporter schreibt laut Metacritic, ein Ensemble voller Stand-up-, Sitcom- und Sketch-Veteranen bringe dem Stoff kaum Schärfe. Das stimmt. Viele Nebenfiguren sind eine gute Idee, aber keine Szene.

5

Wie die Kritik The Dink sieht

Meine 6,0 liegen im Mittelfeld der Kollegen. Bei Rotten Tomatoes sind 76 Prozent von 91 Kritiken positiv, das Publikum liegt bei 57 Prozent. Metacritic kommt auf 57 von 100, also gemischt. Die Spanne ist groß: KQED nennt den Film eine gelungene Komödie und lobt die Balance aus Albernheit und Herz, TheWrap verreißt ihn. Stand der Werte: 30. September 2026.

Wer danach eine Außenseiter-Sportkomödie mit mehr Biss sucht, findet sie im herrlich schrägen Next Goal Wins. Mehr aus dem Genre gibt es bei unseren Sportfilmen und Komödien.

Bewertung

Bisherige Einschätzung

Archivwertung: Quellenbasis und Gewichtung noch nicht nach dem neuen Verfahren geprüft. Quellen & Einordnung

Story5,0
Schauspiel7,5

Dafür

  • Jake Johnson lässt unter Dustys Arroganz die Unsicherheit durchscheinen
  • Mary Steenburgen als Candace bringt die ehrlichsten Szenen
  • Der Sport wird ernst genommen, obwohl man darüber lacht
  • Greenbaum bleibt zahmer als in Strays, und das passt

Dagegen

  • Der Wendepunkt ist eine Verletzung, keine Entscheidung
  • Die Vater-Sohn-Geschichte mit Ed Harris bekommt zu wenig Szenen
  • Das Finale folgt exakt dem bekannten Underdog-Schema
  • Viele Nebenfiguren sind eine Idee, aber keine Szene
Der Wendepunkt ist kein Entschluss der Figur, sondern ein medizinischer Zufall. Jake Johnson rettet trotzdem mehr, als das Buch hergibt.Aus der Wertung von WatchGuide-Redaktion
6,0 von mir. The Dink ist freundlicher, als ich befürchtet hatte, und Jake Johnson trägt die Komödie mit Charme, Mary Steenburgen gibt ihr die ehrlichsten Szenen. Aber der Wendepunkt ist eine Verletzung statt einer Entscheidung, Ed Harris als Vater bekommt zu wenig Raum, und das Finale läuft exakt den Underdog-Bogen ab. Für einen leichten Streaming-Abend auf Apple TV+ gut, für mehr nicht.

Wer streamt The Dink?

Verfügbarkeit DE

Stand 24.10.2026: The Dink läuft im Abo bei Apple TV+ und Prime Video, mit deutscher Synchronfassung.

Stand 24.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr

Besetzung

5 Rollen
  • Dusty 'The Hammer' BoydJake Johnson
  • CandaceMary Steenburgen
  • Chuck BoydEd Harris
  • Andy RoddickAndy Roddick
  • PJAaron Chen

FAQ zu The Dink: Jake Johnson tauscht Tennis gegen Pickleball

Läuft The Dink im Kino oder im Stream?
Nur im Stream. The Dink ist ein Apple Original und seit dem 24. Juli 2026 auf Apple TV+ abrufbar, ohne regulären Kinostart in Deutschland. Man braucht also ein Apple-TV+-Abo.
Was ist Pickleball eigentlich?
Pickleball mischt Tennis, Badminton und Tischtennis und wird mit Paddeln auf einem kleinen Feld gespielt. In den USA gilt es seit Jahren als am schnellsten wachsende Sportart, und genau diesen Boom nimmt der Film aufs Korn.
Wer steckt hinter The Dink?
Regie führt Josh Greenbaum, das Drehbuch schrieb Sean Clements. Produziert haben unter anderem Ben Stiller und John Lesher mit Stillers Firma Red Hour sowie Hauptdarsteller Jake Johnson.

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