Wer streamt Natural Born Killers?
Verfügbarkeit DEStand 27.07.2026: Natural Born Killers läuft im Abo bei Prime Video und Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 27.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von FilmSchneiderNatural Born Killers hat 1994 ein Problem gehabt. Der Film wusste nicht was er sein wollte. Das war sein groesstes Problem und gleichzeitig sein groesstes Geschenk.
Oliver Stone hat einen Film gedreht der halb Satire ist, halb Gewaltorgie, halb Liebesfilm und halb Nachrichtensendung. Ja, das sind vier Haelften. Das beschreibt den Film ziemlich gut. 34 Millionen Budget, 50 Millionen eingespielt, in mehreren Laendern verboten, und Quentin Tarantino — der Mann der die Geschichte geschrieben hat — weigert sich bis heute den fertigen Film komplett anzuschauen. Wenn das kein Qualitaetsmerkmal ist, weiss ich auch nicht.
Herbst 1994. Ich war zwanzig. Und ich war nicht vorbereitet.
Zeise Kinos Hamburg. Ich muss das vorwegschicken, weil es erklaert warum ich diesen Film nie vergessen habe und warum ich ihn trotzdem schwierig finde. Markus und ich sind da rein, November 1994, weil wir ein Jahr vorher Pulp Fiction gesehen hatten und Tarantinos Name auf dem Plakat stand. Story by Quentin Tarantino. Das reichte uns. Wir waren zwanzig und dachten wir haetten alles gesehen was man mit zwanzig gesehen haben kann.
Hatten wir nicht. Nach 118 Minuten bin ich raus und war — ich weiss kein besseres Wort — ueberwaeltigt. Nicht im guten Sinne. Nicht im schlechten. Einfach voll. Wie nach einem Essen das gleichzeitig zu scharf, zu suess und zu viel war. Markus hat nur gesagt: „Boah.“ Das war sein gesamter Kommentar fuer den Abend. Wir haben auf dem Rueckweg kein Wort ueber den Film geredet. Das passiert bei mir fast nie.
Was Stone hier macht. Und was Tarantino machen wollte.
Mickey und Mallory Knox toeten Menschen. Das ist die Handlung. Man koennte hier aufhoeren. Stone hoert nicht auf, weil er nie aufhoert, weil Oliver Stone ein Mann ist der einen Film ueber den Kennedy-Mord nicht in zwei Stunden erzaehlen kann und einen Film ueber zwei Serienkiller erst recht nicht in zwei Stunden erzaehlen will.
Tarantino hat das Drehbuch als etwas anderes geschrieben. Geradliniger. Mehr Exploitation, weniger Predigt. Stone hat es genommen, mit David Veloz und Richard Rutowski umgeschrieben, und etwas daraus gemacht das Tarantino so sehr gehasst hat, dass er dem Collider gegenueber Jahre spaeter noch sagte: „I hated that fucking movie“ („Ich habe diesen verdammten Film gehasst“). Zehn Dollar hat Stone fuer das Skript bezahlt. Zehntausend, Verzeihung. Aber manchmal fuehlte sich Tarantino bestimmt wie um neuntausendneunhundertneunzig betrogen.
Und hier ist die Sache: Beide haben recht. Tarantinos Original waere wahrscheinlich der bessere Genrefilm geworden. Stones Version ist das interessantere Kulturereignis geworden. Das sind zwei verschiedene Dinge. Wer das eine will, kriegt vom anderen Kopfschmerzen. Ich stehe zwischen beiden und finde: Kopfschmerzen koennen produktiv sein.
Robert Richardson und 3.000 Schnitte.
Was mich nach dreissig Jahren immer noch am meisten beeindruckt ist die Kameraarbeit. Robert Richardson — drei Oscars, Stammkameramann von Stone und spaeter Tarantino, was eine gewisse Ironie hat — hat diesen Film in 35mm gedreht, in 16mm, in 8mm, in Super-8 und auf Video. Manchmal Farbe, manchmal Schwarzweiss. Manchmal animiert. Fast 3.000 einzelne Schnitte, was fuer 1994 absurd war.
Ich hab Thomas Berger mal gefragt, der ist Kameramann und versteht solche Sachen besser als ich: Wie dreht man so einen Film ohne den Verstand zu verlieren? Thomas meinte: „Man verliert den Verstand. Das ist der Witz.“ Richardson hat einen visuellen Rausch erschaffen der so dicht ist, dass dein Gehirn irgendwann aufgibt mitzuzaehlen. Gruenes Neonlicht. Projektionen auf Waende. Daemonen-Blitze fuer Sekundenbruchteile. Die Kamera wackelt nicht weil sie wackeln muss, sie wackelt weil die ganze Welt wackelt. Das ist der handwerkliche Kern des Films: Du sollst nicht zuschauen. Du sollst drin sein. Ob du willst oder nicht.
Richardson hat damit die visuelle Sprache beeinflusst die zehn Jahre spaeter Standard wurde. Jeder Musikvideo-Regisseur, jeder Werbespot der mit schnellen Schnitten und Formatwechseln arbeitet — die DNA kommt von hier. Stone hat den Rahmen gebaut, Richardson hat ihn mit Wahnsinn gefuellt.
Harrelson. Lewis. Und ein Robert Downey Jr. den niemand erwartet hat.
Woody Harrelson war 1994 immer noch „der Typ aus Cheers“ fuer die meisten. Nicht fuer Stone. Stone hat in Harrelson etwas gesehen das spaeter Filme wie No Country for Old Men und Three Billboards bestaetigt haben: einen Mann der freundlich aussieht und etwas Gefaehrliches hat. Mickey Knox ist kein Psychopath im klassischen Sinne, oder doch, natuerlich ist er das, aber Harrelson spielt ihn mit so einer beinahe zarten Innigkeit gegenueber Mallory, dass du fuer Sekunden vergisst was er gerade getan hat. Das ist schauspielerisch schwierig. Das ist auch moralisch schwierig.
Juliette Lewis war 21. Einundzwanzig Jahre alt, und sie spielt eine Frau die von ihrem Vater missbraucht wurde und daraus nicht Trauer macht sondern Rache. Lewis hat eine Energie in dem Film die schwer zu beschreiben ist. Nicht Method Acting. Etwas Wilderes. Anke sagt ueber Lewis in diesem Film: „Das ist keine Schauspielerin die eine Figur spielt, das ist eine Schauspielerin die sich weigert eine Figur zu sein.“ Anke hat eine Schwaeche fuer Frauen die auf der Leinwand nicht nett sein muessen. Ich auch, wenn ich ehrlich bin.
Und dann ist da Robert Downey Jr. als Wayne Gale. Der sensationsgeile Fernsehjournalist der die Killer zum Kultphaenomen macht. Downey spielt ihn mit einem australischen Akzent den er sich selbst ausgedacht hat und der Oliver Stone wahnsinnig gemacht hat. Stone hat ihn angeschrien, er wuerde den Film ruinieren mit seinem „Slapstick-Bullshit“. Downey hat weitergemacht. Der Akzent ist geblieben. Und rückblickend — es funktioniert. Wayne Gale ist die Figur die dem Film sein Thema gibt: nicht die Killer sind das Problem, sondern die Kamera die nicht aufhoert zu filmen.
Rodney Dangerfield. Die Sitcom-Szene. Und warum ich dabei lachen und kotzen wollte gleichzeitig.
Es gibt eine Szene in Natural Born Killers die ich nie vergesse. Mallorys Kindheit als Sitcom. Mit Lachspur. Rodney Dangerfield — ja, der Komiker — spielt Mallorys Vater. Einen Missbraucher. Mit Studiopublikum-Gelaecher nach jedem Satz. Das Publikum im Kino damals wusste nicht ob es lachen darf. Ich wusste es auch nicht.
Stone hat diese Szene gedreht weil er zeigen wollte wie Fernsehen alles in Unterhaltung verwandelt. Jedes Trauma. Jedes Verbrechen. Jede Toetung. Und er hatte recht. Er hat so derart recht gehabt, dass es dreissig Jahre spaeter noch wehtut. Schau dir True-Crime-Podcasts an. Schau dir Netflix-Dokus ueber Serienkiller an die zu Memes werden. Natural Born Killers ist kein Film von 1994. Natural Born Killers ist ein Film von jetzt.
Trent Reznor im Hotelzimmer.
Der Soundtrack. Mein Gott, der Soundtrack. Trent Reznor hat ihn auf einem tragbaren Pro-Tools-System im Hotelzimmer waehrend der Self-Destruct-Tour von Nine Inch Nails zusammengebaut. 27 Tracks. Leonard Cohen neben L7 neben Dr. Dre neben Patti Smith neben Cowboy Junkies. Reznor hat Stone vorgeschlagen den Soundtrack als Klangcollage zu gestalten, nicht als Albumsammlung — Dialoge reinschneiden, Geraeusche, Uebergaenge.
Das Ergebnis klingt wie der Film aussieht: chaotisch und trotzdem praezise. NIN haben „Burn“ extra fuer den Film geschrieben. Das Album ging auf Platz 19 der Billboard 200. Gold in den USA und Kanada. Das ist — und das muss man sich mal vorstellen — ein Soundtrack zu einem Film der in mehreren Laendern verboten wurde. Manche Kuenstler erzeugen Kontroverse. Dieser Film hat sie als Geschaeftsmodell betrieben.
Tommy Lee Jones und der Knast.
Jones spielt den Gefaengnisdirektor Dwight McClusky und er spielt ihn als Mann der so korrupt und so brutal ist, dass die Killer sympathischer wirken. Das ist eine bewusste Entscheidung. Und es ist eine Entscheidung die den Film angreifbar macht, weil — wann genau sollen wir aufhoeren fuer Mickey und Mallory zu sein? Stone sagt: nie. Oder immer. Oder beides. Das ist entweder genial oder verantwortungslos. Wahrscheinlich beides.
Tom Sizemore als Detective Scagnetti vervollstaendigt das Bild. Ein Polizist der genauso kaputt ist wie die Verbrecher die er jagt. Sizemore hat das mit einer physischen Intensitaet gespielt die koerperlich unangenehm ist. Gut so.
Die Kontroversen. Die Verbote. Die Nachahmungstaten.
Ich waere unehrlich wenn ich den Film nur als Kunststueck besprechen wuerde. Natural Born Killers wurde in Grossbritannien, Irland und mehreren anderen Laendern verboten oder massiv zensiert. In den USA wurde er von der MPAA zunaechst mit NC-17 bewertet — Stone musste ueber 150 Einzelschnitte machen um ein R-Rating zu bekommen. 150 Schnitte. Aus einem Film der ohnehin schon 3.000 Schnitte hat.
Es gab Nachahmungstaten. Mindestens ein Dutzend dokumentierte Faelle in denen Taeter sich auf den Film bezogen haben. Das ist eine Tatsache und kein Kommentar. Ich weigere mich, einem Film die Verantwortung fuer die Handlungen von Menschen zu geben die sich entschieden haben andere Menschen zu verletzen. Aber ich weigere mich auch, so zu tun als waere das irrelevant. Der Film wollte provozieren. Er hat provoziert. Was danach passiert ist — da kannst du nix bei machen, und gleichzeitig muss man darueber reden.
Kubrick hat aehnliches erlebt mit Uhrwerk Orange. Hat den Film in Grossbritannien selbst zurueckgezogen. Stone hat das nicht getan. Kubrick — der Regisseur, nicht mein Kater, obwohl der Kater auch Dinge zurueckzieht wenn sie ihm nicht passen, meistens meine Socken — Kubrick hatte eine andere Auffassung von Verantwortung. Stone hat auf Redefreiheit beharrt. Beide Positionen lassen sich verteidigen. Ich tendiere zu Kubrick.
Warum der Film heute relevanter ist als 1994.
Das klingt nach einer steilen These. Ist es nicht. 1994 war Medienkritik ein intellektuelles Konzept. 2026 ist es Alltag. Wir leben in Wayne Gales Welt. Influencer die Verbrechen live streamen. True-Crime-Content der Moerder zu Prominenten macht. Die 24-Stunden-Nachrichtensender die Stone parodiert hat existieren laengst und die Parodie ist von der Realitaet ueberholt worden.
Wenn Mickey Knox heute toeten wuerde, haette er einen TikTok-Account und eine Million Follower bevor die Polizei ihn findet. Das ist keine Uebertreibung. Das ist — und ich sage das ungern — eine realistische Einschaetzung. Stone hat 1994 einen Film ueber die Zukunft gedreht und es hat nur dreissig Jahre gedauert bis die Zukunft ihn eingeholt hat. Die Medien haben den Film damals fuer seine Gewalt kritisiert. Die Medien haetten den Film fuer seine Prophezeiung loben sollen.
Tom hat mich beim letzten Kinokreis-Abend gefragt ob der Film fuer die Letterboxd-Generation noch funktioniert. 3.65 auf Letterboxd, knapp 295.000 Bewertungen — fuer einen Dreissig-Jahre-alten Film nicht schlecht, aber auch nicht grandios. Meine Antwort: Der Film funktioniert. Er gefaellt nur nicht allen. Das ist ein Unterschied.
Was Stone besser macht als Tarantino. Und was nicht.
Tarantinos Drehbuecher haben eine Praezision die Stone nicht hat. Tarantino schreibt Dialoge wie ein Uhrmacher Uhren baut — jedes Wort sitzt, jede Pause ist geplant. Pulp Fiction ist ein perfektes Drehbuch. True Romance ist ein fast perfektes Drehbuch. Natural Born Killers in Tarantinos Version waere wahrscheinlich ein schlanker, harter Genrefilm geworden.
Stone macht keine Uhren. Stone baut Kathedralen. Riesig, laut, manchmal haesslich, aber mit einem Ehrgeiz der dir die Luft abschnuert. JFK ist so. Platoon ist so. Natural Born Killers ist so. Der Nachteil: Manchmal predigt die Kathedrale lauter als noetig. Es gibt Szenen in diesem Film in denen Stone seine Botschaft so dick auftraegt, dass selbst ich — und ich bin jemand der seine Filme mit einem Moleskine-Notizbuch und einem Kölsch in der Hand schaut — selbst ich denke: Jut, Oliver. Hab’s verstanden. Danke.
Aber Butter bei die Fische: Lieber ein Film der zu viel will als einer der nichts riskiert. Natural Born Killers riskiert alles. Dass dabei nicht jede Szene landet, ist der Preis.
Die Besetzung. Und warum jeder Einzelne etwas zu verlieren hatte.
- Woody Harrelson als Mickey Knox — der freundlichste Serienkiller der Filmgeschichte, und genau das macht ihn so verstörend
- Juliette Lewis als Mallory Knox — 21 Jahre alt beim Dreh, spielt als wäre ihr alles egal, und genau deshalb glaubt man ihr alles
- Robert Downey Jr. als Wayne Gale — mit selbsterfundenem australischem Akzent, den Stone hasste und der Film brauchte
- Tommy Lee Jones als Warden Dwight McClusky — korrupt, brutal, und damit der perfekte Spiegel der Killer
- Tom Sizemore als Detective Jack Scagnetti — physisch präsent wie ein Güterzug und moralisch genauso
- Rodney Dangerfield als Ed Wilson — Komiker in der verstörendsten Szene des Films
Synchronstudio: Deutsche Synchron Filmgesellschaft mbH & Co. Karlheinz Brunnemann Produktions KG, Berlin
Jahr: 1994
Dialogbuch: Gabriele Böhm
Dialogregie: Michael Richter
Woody Harrelson|Mickey Knox|Thomas Petruo
Juliette Lewis|Mallory Knox|Bettina Weiß
Robert Downey Jr.|Wayne Gale|Tobias Meister
Tommy Lee Jones|Warden Dwight McClusky|Ronald Nitschke
Tom Sizemore|Det. Jack Scagnetti|Helmut Gauß
Rodney Dangerfield|Ed Wilson|Wolfgang Völz
Steven Wright|Dr. Emil Reingold|Frank Glaubrecht
Quelle: Synchronkartei.de
Tobias Meister als Wayne Gale. Und Wolfgang Voelz als der Alptraum-Vater.
Tobias Meister synchronisiert Robert Downey Jr. — derselbe Meister der auch Brad Pitt in Fight Club gesprochen hat. Sein Wayne Gale klingt auf Deutsch weniger australisch und mehr nach einem Mann der sich selbst fuer den wichtigsten im Raum haelt. Funktioniert sogar besser als das Original, wenn ich ehrlich bin.
Wolfgang Voelz als Rodney Dangerfields Ed Wilson ist eine Wahl die nur in Deutschland funktioniert. Voelz, bekannt als Kaekapitaen Blaubaer und die Stimme von Alf — Alf! — spricht den sexuell missbraeuchlichen Vater in der Sitcom-Szene. Wenn du mit Alf aufgewachsen bist und dann diese Szene hoerst, bekommst du einen Kurzschluss im Kopf. Genau das soll passieren.
Die Filme danach. Und die Frage ob es sowas nochmal gibt.
Natural Born Killers hat kein echtes Sequel bekommen, obwohl Hollywood das bestimmt versucht hat. Der Film hat eine Schneise geschlagen und niemand wollte ihr folgen. Fight Club hat fuenf Jahre spaeter eine verwandte Energie gehabt — Konsumkritik verpackt in Maennlichkeitskrise — aber mit mehr Kontrolle und weniger Neonlicht. Stone selbst hat nach NBK mit Nixon und U-Turn weitergemacht, beides mit Richardson, beides visuell aehnlich fiebrig, beides weniger einschlagend.
7.2 auf IMDb. Fuer einen Film der bei der Haelfte des Publikums auf absoluten Hass stoesst ist das erstaunlich hoch. Der Film polarisiert seit dreissig Jahren und wird es weitere dreissig tun. Das ist kein Mangel. Das ist ein Merkmal.
Aehnliche Filme die den Kopf nicht in Ruhe lassen
- Uhrwerk Orange — Kubricks Meditation ueber Gewalt und Gesellschaft, das Original
- Pulp Fiction — Tarantinos eigene Vision von stilisierter Gewalt, die funktioniert wo NBK ueber das Ziel hinausschiesst
- Fight Club — Finchers Konsumkritik mit mehr Disziplin und weniger Reizueberflutung
- American Psycho — Gewalt als Satire, kuehler und kontrollierter als Stone
- Get Out — Medienkritik der naechsten Generation, praeziser und trotzdem boese
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von FilmSchneider — eine Person, ein begründetes Urteil.
Dafür
- Richardsons visuell revolutionäre Kameraarbeit
- Harrelsons und Lewis' verstörend zärtliche Chemie
- Mediensatire die 30 Jahre später relevanter ist als bei der Premiere
- Reznors Soundtrack als eigenständiges Kunstwerk
Dagegen
- Stone predigt manchmal lauter als der Film es braucht
- Der Gewaltgrad macht den Film für viele unzugänglich
- Manche Szenen opfern Subtilität für Schockwirkung
It's not about how many people I've killed, it's about the fear.— aus der Wertung von FilmSchneider
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Natural Born Killers
Wo kann ich Natural Born Killers streamen?
Natural Born Killers läuft aktuell im Abo bei Prime Video und Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Natural Born Killers?
Natural Born Killers hat eine Laufzeit von rund 114 Minuten (1 Stunde und 54 Minuten).
Lohnt sich Natural Born Killers?
Unsere Redaktion vergibt Natural Born Killers einen Watcher-Score von 8,0 von 10. Zwanzig Jahre alt, Zeise Kinos Hamburg, Herbst 1994. Markus und ich gingen rein weil Tarantinos Name auf dem Plakat stand. Wir kamen raus und konnten nicht reden. Dreissig Jahre später sitze ich in Ehrenfeld, Kubrick auf meinem Schoss, und schreibe über einen Film der 1994 die Zukunft vorhergesagt hat. Stone hat einen Film über Mediengeilheit gedreht und die Medien haben dreissig Jahre gebraucht um ihm recht zu geben. Harrelson und Lewis spielen ein Killerpaar mit einer Zaertlichkeit die verstört. Richardson filmt als hätte die Kamera Fieber. Reznors Soundtrack nagelt dich auf den Sitz. Ja
Für wen ist Natural Born Killers geeignet?
Natural Born Killers ist vor allem etwas für Krimi und Thriller-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Worum geht es in Natural Born Killers?
Das psychotische Pärchen Mickey und Mallory Knox zieht durch die Wüste von New Mexico und tötet aus purer Mordlust innerhalb von drei Wochen 52 Menschen. Bei den Massakern hinterlassen Sie jeweils eine lebende Person, die ihre Geschichte erzählen soll.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Natural Born Killers: Oliver Stone hat 1994 die Zukunft vorhergesagt
Warum hat Tarantino seinen Namen vom Film zurueckgezogen?
Ist Natural Born Killers in Deutschland verboten?
Wie viele Schnitte musste Stone machen um das R-Rating zu bekommen?
Gibt es einen Director's Cut?
Warum ist der Soundtrack so gut?
Ist Natural Born Killers ein guter Film oder ein wichtiger Film?
Der Saal
Community — getrennt von der RedaktionSchon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zählt für den Saal, nie für den Watcher-Score.

1 Kommentar
Ich kann verstehen, dass viele diesen Film mögen und für manche sogar Kult ist. Kann auch jeder machen wie man mag.
Aber ist nicht mein Film. Ich finde den so rotzlangweilig. Habe auch mehrere Versuche gebraucht um den endlich mal bis zum Schluss zu schauen. Kann ich nichts mit anfangen.