Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Nummer 5 lebt! sehenswert?
Kurze Antwort: JA – ein zeitloser Familien-Sci-Fi-Film mit Herz, Humor und überraschend tiefgehenden Gedanken zu Bewusstsein und Menschlichkeit.
Für wen geeignet: 80er-Jahre-Nostalgiker, Familien mit Kindern ab 8 Jahren, Sci-Fi-Fans, Roboter-Enthusiasten, alle die charmante Feel-Good-Movies mögen.
Nicht geeignet für: Action-Liebhaber die non-stop Explosionen erwarten, Fans düsterer Sci-Fi wie Blade Runner, Menschen die 80er-Filme grundsätzlich altmodisch finden.
Mein Urteil: Ein wunderbar optimistischer Film über das Erwachen eines Bewusstseins, der auch heute noch funktioniert. Die praktischen Effekte und Steve Guttenbergs sympathische Performance machen den Film zu einem nostalgischen Vergnügen mit echtem emotionalem Kern.
Worum geht es in Nummer 5 lebt!?
Ein Militärroboter namens Nummer 5 wird durch einen Blitzschlag zu einem bewussten Wesen und flieht aus dem Testlabor von Nova Laboratories. Auf seiner Reise zur Selbstfindung trifft er die tierliebe Stephanie, die ihn vor seinen militärischen Verfolgern beschützt. Gemeinsam mit dem Roboter-Entwickler Newton entdecken sie, dass aus einer Kriegsmaschine ein neugieriges, lebendiges Wesen geworden ist.
Die Geschichte beginnt klassisch: Hochtechnologie-Unternehmen Nova präsentiert dem Militär seine neuesten S.A.I.N.T.-Roboter – Strategic Artificially Intelligent Nuclear Transport. Diese rollenden Waffensysteme sollen autonom Nuklearwaffen transportieren und bei Bedarf einsetzen. Soweit, so militärisch-industriell komplex der 80er Jahre.
Doch dann passiert das Unvorhersehbare: Ein Gewitter, ein Blitzschlag, und plötzlich verhält sich Nummer 5 anders. Statt Befehle zu befolgen, stellt er Fragen. Statt zu zerstören, sammelt er Informationen. Der Roboter entwickelt Neugier – und damit beginnt eine der charmantesten Erwachensgeschichten der Filmgeschichte.
Was mich seit meiner ersten Sichtung 1987 im Koblenzer Zentralkino fasziniert: Der Film behandelt das Thema Bewusstsein nicht mit akademischer Trockenheit, sondern mit kindlicher Begeisterung. Nummer 5 entdeckt die Welt wie ein Kleinkind – alles ist neu, alles ist interessant. Seine erste Begegnung mit einem Käfer wird zur philosophischen Lektion über Leben und Tod.
Wie inszeniert John Badham diese ungewöhnliche Geschichte?
Regisseur John Badham schafft eine perfekte Balance zwischen Sci-Fi-Elementen und Familienunterhaltung. Seine Inszenierung ist warmherzig und optimistisch, ohne naiv zu werden. Badham vertraut darauf, dass die Geschichte von Nummer 5 emotional trägt, ohne auf Effekt-Feuerwerke zu setzen.
John Badham kam 1986 bereits mit solidem Genre-Background – „Samstag Nacht Fieber“, „Das Blaue Donnern“, „WarGames“ standen auf seinem Konto. Bei „Nummer 5 lebt!“ zeigt er eine andere Seite: weniger Action-Spektakel, mehr emotionale Tiefe. Badham inszeniert die Begegnungen zwischen Mensch und Maschine mit einer Leichtigkeit, die den philosophischen Unterbau nicht erdrückt.
Die Regie lebt von kleinen Momenten. Wenn Nummer 5 das erste Mal Fernsehen schaut und binnen Sekunden Dutzende Sender durchzappt, um Informationen aufzusaugen – das ist pure Magie. Badham filmt diese Sequenz wie einen Drogenrausch: schnell geschnitten, aber nie hektisch. Man spürt die Gier des Roboters nach Input, nach Leben selbst.
Besonders geschickt: Badham vermeidet es, Nummer 5 zu vermenschlichen. Der Roboter bleibt Roboter – mit mechanischen Bewegungen, synthesizer-artigen Sprachmustern, metallischer Optik. Trotzdem entwickelt man emotionale Bindung zu ihm. Das gelingt durch subtile Details: Der geneigte Kopf wenn er nachdenklich ist, die Art wie seine Schultern sinken wenn er traurig ist.
Die Verfolgungsjagden inszeniert Badham mit 80er-Jahre-Effizienz, aber ohne Brutalität. Selbst die militärischen Antagonisten bleiben dreidimensional. Captain Skroeder ist kein Cartoon-Bösewicht, sondern ein Soldat der seinen Job macht. Diese Nuancierung fehlt vielen modernen Blockbustern.
Wie schauspielern Steve Guttenberg und Ally Sheedy?
Steve Guttenberg liefert eine seiner sympathischsten Performances als Newton Crosby – ein Wissenschaftler der erkennt, dass seine Schöpfung mehr ist als nur Code und Metall. Ally Sheedy bringt als Stephanie die nötige Bodenständigkeit und Wärme mit. Beide Schauspieler schaffen es, neben einem Roboter zu bestehen, ohne in den Hintergrund zu treten.
Steve Guttenberg war 1986 auf dem Höhepunkt seiner Popularität – „Police Academy“ hatte ihn zum Comedy-Star gemacht. In „Nummer 5 lebt!“ zeigt er eine reifere Seite. Sein Newton Crosby ist kein Slapstick-Charakter, sondern ein nachdenklicher Ingenieur der vor einem ethischen Dilemma steht. Guttenberg spielt die Szenen, in denen Newton erkennt dass Nummer 5 wirklich lebt, mit einer Mischung aus Faszination und Verantwortung.
Seine Chemie mit dem Roboter funktioniert perfekt. Newton behandelt Nummer 5 nie herablassend, sondern begegnet ihm auf Augenhöhe. Guttenbergs beste Momente hat er in den ruhigen Szenen – wenn er Nummer 5 erklärt, was Sterben bedeutet, oder wenn er sich gegen das Militär stellt. Hier zeigt sich sein unterschätztes dramatisches Talent.
Ally Sheedy bringt als Stephanie Speck die emotionale Erdung in die Geschichte. Ihre Figur hätte leicht zur klischeehaften „Tierliebhaberin“ werden können, aber Sheedy macht mehr daraus. Stephanie ist tough, eigenständig und hat ihren eigenen Kopf. Die Szenen zwischen ihr und Nummer 5 funktionieren, weil Sheedy den Roboter als Individuum behandelt, nicht als niedliches Haustier.
Fisher Stevens als Ben Jabituya – heute würde man sagen: problematisch. Ein weißer Schauspieler mit indischem Akzent, das war schon 1986 fragwürdig. Stevens gibt sein Bestes, aber die Figur bleibt stereotypisch. Immerhin: Ben ist kompetent, loyal und mutig – mehr als viele Nebenfiguren bekommen.
G.W. Bailey als Captain Skroeder hätte leicht zum einfachen Militär-Bösewicht werden können. Bailey spielt ihn als überzeugten Soldaten der genuinely glaubt, das Richtige zu tun. Das macht ihn gefährlicher als jeden cartoon-artigen Villain.
Wie wirken Kamera und Bildsprache in Nummer 5 lebt!?
Kameramann Nick McLean erschafft eine warme, einladende Bildsprache die perfekt zur optimistischen Grundstimmung passt. Die Roboter-Effekte von Syd Mead wirken auch heute noch charmant und überzeugend. McLean filmt Nummer 5 nie von oben herab, sondern auf Augenhöhe – eine wichtige visuelle Entscheidung die den Roboter als gleichberechtigten Charakter etabliert.
Nick McLean, der auch bei „Zurück in die Zukunft“ die Kamera führte, entwickelt für „Nummer 5 lebt!“ eine sehr spezifische Optik. Die Farben sind warm und einladend – viel Gold und Orange, besonders in den Außenszenen. Das schafft eine nostalgische, fast märchenhafte Atmosphäre. Selbst die Militärbasis wirkt nicht bedrohlich kalt, sondern wie ein überdimensionales Spielzeugland.
Besonders clever: McLean filmt Nummer 5 fast immer auf Augenhöhe oder leicht von unten. Dadurch wirkt der Roboter nie klein oder niedlich, sondern wie ein ebenbürtiger Protagonist. Die berühmte Szene, in der Nummer 5 zum ersten Mal die Sonne sieht, wird aus seiner Perspektive gefilmt – wir erleben den Moment mit ihm.
Die Roboter-Animatronics von Syd Mead und seinem Team sind noch heute beeindruckend. Nummer 5 besteht aus echten, physischen Elementen – kein CGI, keine digitalen Tricks. Man sieht die Mechanik, hört die Motoren, spürt das Gewicht. Das macht ihn glaubwürdiger als viele moderne Computer-Roboter. Seine Augen – eigentlich nur zwei bewegliche Kameras – transportieren mehr Emotionen als manche menschliche Darsteller.
Die Verfolgungsjagden sind dynamisch gefilmt, aber nie chaotisch. McLean behält immer die Orientierung im Raum bei. Man versteht die Geografie, kann der Action folgen. Das wirkt heute fast altmodisch professionell – eine Zeit, als Kameraleute noch wussten, dass Bewegung ohne Klarheit nur Verwirrung schafft.
Wie klingt die Musik von David Shire?
David Shires elektronisch-orchestraler Score unterstreicht perfekt den Spagat zwischen High-Tech und Menschlichkeit. Seine Themen für Nummer 5 sind warm und neugierig, nie kalt oder mechanisch. Die Musik hilft dabei, den Roboter als lebendiges Wesen zu etablieren, ohne kitschig zu werden.
David Shire, Oscarpreisträger für „Der Clou“, komponiert für „Nummer 5 lebt!“ eine seiner einfühlsamsten Partituren. Statt auf aggressive Synthesizer-Sounds zu setzen, kombiniert er elektronische Elemente mit klassischen Orchestrierungen. Das Hauptthema für Nummer 5 ist eine simple, aber eingängige Melodie – gespielt von Synthesizern, aber warm arrangiert.
Die Musik reagiert intelligent auf die Handlung. Wenn Nummer 5 neugierig die Welt entdeckt, klingen die elektronischen Töne wie Fragen. Bei den emotionalen Momenten – etwa wenn er über Leben und Tod nachdenkt – schwellen die Streicher an. Shire schafft es, den Roboter musikalisch zu humanisieren, ohne seine mechanische Natur zu verleugnen.
Besonders gelungen: Der Score für die Verfolgungsjagden. Statt heroische Action-Musik zu spielen, komponiert Shire hektische, aber nie aggressive Rhythmen. Man spürt die Angst und Verwirrung von Nummer 5, nicht den Triumph des Helden. Das macht die Flucht-Sequenzen emotionaler, nicht nur spektakulärer.
Die 80er-Jahre-Elemente sind dezent eingesetzt. Ja, da sind Synthesizer-Drums und elektronische Sounds, aber sie dominieren nie. Shire erschafft eine zeitlose Partitur die auch 2024 noch funktioniert.
Was sind die größten Stärken von Nummer 5 lebt!?
Der Film behandelt komplexe philosophische Fragen – Was ist Bewusstsein? Wann wird eine Maschine zum Lebewesen? – mit einer Leichtigkeit und Warmherzigkeit, die auch Kinder verstehen. Die praktischen Effekte und Animatronics sind zeitlos charmant, und die Geschichte hat echte emotionale Tiefe ohne manipulativ zu werden.
Die größte Stärke liegt in der grundsätzlich optimistischen Weltanschauung. 1986, mitten im Kalten Krieg, macht John Badham einen Anti-Kriegsfilm als Familienunterhaltung. Nummer 5 verwandelt sich von einer Kriegsmaschine in ein friedliches, neugieriges Wesen – das ist eine kraftvolle Metapher für Abrüstung und Verständigung.
Die Figur des Nummer 5 selbst ist brillant konzipiert. Er ist unschuldig ohne naiv zu sein, wissbegierig ohne nervig zu werden. Seine Entwicklung vom programmierten Roboter zum selbstständig denkenden Individuum ist glaubwürdig inszeniert. Man erlebt seine ersten Schritte ins Bewusstsein mit.
Technisch ist der Film eine Meisterleistung des praktischen Effects-Designs. Syd Meads Roboter-Design ist ikonisch geworden – diese Mischung aus militärischer Funktionalität und puppenhafter Niedlichkeit gab es so nie wieder. Nummer 5 bewegt sich wie eine echte Maschine, aber seine Persönlichkeit scheint durch jede Geste durch.
Der Humor funktioniert auf mehreren Ebenen. Kinder lachen über Nummer 5s naive Kommentare, Erwachsene über die cleveren Pop-Kultur-Referenzen. Wenn der Roboter binnen Sekunden Dutzende TV-Shows durchzappt und dabei Drei Stooges-Gags und Filmklassiker imitiert, ist das sowohl lustig als auch bewegend – er versucht zu verstehen, was Menschsein bedeutet.
Die Message stimmt auch heute noch. In Zeiten von ChatGPT und künstlicher Intelligenz wirkt „Nummer 5 lebt!“ fast prophetisch. Die Fragen, die der Film stellt – Können Maschinen denken? Haben sie Rechte? Was unterscheidet uns von unseren Schöpfungen? – sind aktueller denn je.
Was sind die Schwächen von Nummer 5 lebt!?
Einige Nebenhandlungen wirken heute überholt, besonders Fisher Stevens‘ problematische Darstellung des indischen Ingenieurs. Das Tempo zieht gelegentlich an, und manche Comedy-Einlagen haben nicht gut gealtert. Die militärischen Antagonisten bleiben stellenweise zu eindimensional.
Die größte Schwäche ist definitiv Ben Jabituya. Fisher Stevens in Brownface mit Bollywood-Akzent – das war schon 1986 fragwürdig, heute ist es schlichtweg inakzeptabel. Die Figur perpetuiert Stereotype über indische Ingenieure und Tech-Arbeiter. Schade, denn inhaltlich ist Ben ein positiver Charakter: klug, loyal, mutig. Aber die Darstellung überschattet alles.
Manche Comedy-Beats wirken forciert. Wenn Nummer 5 klassische Slapstick-Routines imitiert, fühlt sich das manchmal wie Zeitfüller an. Der Film funktioniert besser in den ruhigen, nachdenklichen Momenten als bei den ausufernden Gag-Sequenzen.
Die Struktur hat ihre Tücken. Der zweite Akt zieht sich gelegentlich. Die Szenen in Stephanies Haus, in denen Nummer 5 das Menschsein erlernt, sind herzerwärmend, aber manchmal zu ausgedehnt. Ein strafferes Editing hätte dem Film gutgetan.
Captain Skroeder und seine Militärkameraden bleiben oft zu einfach gestrickt. Ja, G.W. Bailey gibt seinem Charakter Nuancen, aber die anderen Soldaten sind reine Funktionsträger. Mehr Komplexität bei den Antagonisten hätte die Konflikte interessanter gemacht.
Technisch zeigt sich das Alter: Manche Matte-Paintings sind sichtbar, einige Compositing-Effekte wirken künstlich. Das stört den Genuss nicht grundsätzlich, aber für moderne Sehgewohnheiten kann es ablenken.
Die Liebesgeschichte zwischen Newton und Stephanie entwickelt sich etwas mechanisch. Beiden Schauspielern fehlt die echte romantische Chemie – ihre Beziehung funktioniert besser auf freundschaftlicher Ebene.
Für wen ist Nummer 5 lebt! geeignet?
Der Film ist perfekt für Familien mit Kindern ab 8 Jahren, 80er-Jahre-Nostalgiker und alle, die optimistische Science-Fiction mögen. Roboter-Fans und Liebhaber praktischer Effekte kommen ebenso auf ihre Kosten wie Menschen, die Filme mit philosophischen Untertönen schätzen, ohne dabei überfordert zu werden.
Familien sind die Hauptzielgruppe. „Nummer 5 lebt!“ funktioniert als generationenübergreifendes Erlebnis. Kinder lieben den niedlichen Roboter und die lustigen Situationen. Erwachsene schätzen die philosophischen Fragen und die handwerkliche Qualität. Anders als viele moderne Familienfilme respektiert Badham die Intelligenz seines jungen Publikums.
80er-Jahre-Fans finden hier alles, was die Dekade ausmachte: Optimismus über technischen Fortschritt, praktische Effekte statt CGI, warmherzige Charaktere statt zynischer Anti-Helden. Die Mode, die Musik, die Ausstattung – alles transportiert pure 80er-Jahre-Nostalgie.
Sci-Fi-Liebhaber, die müde von düsteren Dystopien sind, entdecken hier eine seltene Perle: Science-Fiction mit Hoffnung. Kein post-apokalyptisches Szenario, keine KI-Rebellion, sondern die Geschichte einer friedlichen Begegnung zwischen Mensch und Maschine.
Technologie-Enthusiasten und Robotik-Fans können sich an Syd Meads brillantem Design erfreuen. Nummer 5 ist bis heute eines der überzeugendsten Roboter-Designs der Filmgeschichte. Die Animatronik-Arbeit setzt Standards, die viele moderne CGI-Produktionen nicht erreichen.
Menschen, die Filme mit Message schätzen, finden hier eine pazifistische Botschaft, die nie aufdringlich wird. Die Anti-Kriegs-Thematik entwickelt sich organisch aus der Handlung, ohne zu predigen.
Schließlich: Jeder, der an der aktuellen KI-Debatte interessiert ist. „Nummer 5 lebt!“ behandelt Fragen zu künstlicher Intelligenz und Bewusstsein, die heute relevanter sind denn je. Der Film bietet keine einfachen Antworten, aber stellt die richtigen Fragen.
Wer spielt in Nummer 5 lebt! mit?
Steve Guttenberg als Newton Crosby – Roboter-Entwickler und Wissenschaftler bei Nova Laboratories
Ally Sheedy als Stephanie Speck – Tierliebhaberin und Nummer 5s erste menschliche Freundin
Fisher Stevens als Ben Jabituya – Indischer Ingenieur und Newtons Kollege
Austin Pendleton als Howard Marner – Direktor von Nova Laboratories
G.W. Bailey als Captain Skroeder – Militärischer Leiter der Roboter-Einheit
Brian McNamara als Frank – Stephanie’s Ex-Freund
Tim Blaney als Stimme von Nummer 5 – Der Roboter-Protagonist (Stimme)
Marvin J. McIntyre als Duke – Militärischer Assistent von Captain Skroeder
Fazit: Lohnt sich Nummer 5 lebt!?
Fast 40 Jahre nach der Premiere bleibt „Nummer 5 lebt!“ ein außergewöhnlicher Film. John Badham erschuf einen Sci-Fi-Klassiker, der philosophische Tiefe mit Familienunterhaltung verbindet, ohne dabei an einer der beiden Fronten zu versagen. In Zeiten, in denen KI-Diskussionen die Schlagzeilen dominieren, wirkt diese Geschichte über das Erwachen eines Maschinenbewusstseins fast prophetisch.
Ja, der Film hat Schwächen. Fisher Stevens‘ problematische Darstellung des Ben Jabituya, gelegentlich schleppende Passagen im zweiten Akt, und einige Comedy-Momente, die nicht mehr zünden. Aber diese Mankos werden von den Stärken bei weitem überwogen: Syd Meads brillantes Roboter-Design, Steve Guttenbergs warmherzige Performance, eine Geschichte die echte emotionale Tiefe besitzt.
Was „Nummer 5 lebt!“ besonders macht, ist seine grundsätzlich optimistische Weltsicht. Hier wird Technologie nicht als Bedrohung dargestellt, sondern als Chance. Künstliche Intelligenz führt nicht zur Apokalypse, sondern zu Verständigung. Aus einer Kriegsmaschine wird ein neugieriges, friedliches Wesen – eine kraftvolle Metapher in jeder Zeit.
Für Familien, 80er-Fans und alle, die glauben, dass Science-Fiction auch Hoffnung vermitteln kann, bleibt dieser Film ein zeitloser Schatz. 8.7/10 Punkte.
Bewertung
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Ein zeitloser Roboter-Märchen über das Erwachen eines Bewusstseins – warmherzig, philosophisch und technisch brilliant umgesetzt.— aus der Wertung von Tribun
Wer streamt Nummer 5 lebt!?
Verfügbarkeit DEStand 11.08.2026: Nummer 5 lebt! ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 11.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Nummer 5 lebt!
Wo kann ich Nummer 5 lebt! streamen?
Nummer 5 lebt! gibt es zum Leihen oder Kaufen bei freenet Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Nummer 5 lebt!?
Nummer 5 lebt! hat eine Laufzeit von rund 98 Minuten (1 Stunde und 38 Minuten).
Lohnt sich Nummer 5 lebt!?
Unsere Redaktion vergibt Nummer 5 lebt! einen Watcher-Score von 8,7 von 10. Nummer 5 lebt! ist ein seltener Familien-Sci-Fi-Film, der komplexe Themen kindgerecht vermittelt, ohne dabei oberflächlich zu werden. Die praktischen Effekte sind auch heute noch charmant, Steve Guttenberg und Ally Sheedy harmonieren perfekt, und die pazifistische Message kommt nie aufdringlich rüber. Ja, einige Aspekte sind gealtert und Fisher Stevens' Darstellung ist problematisch, aber der emotionale Kern funktioniert nach wie vor. Für 80er-Nostalgiker, Familien und alle, die optimistische Science-Fiction schätzen, ein absolutes Must-See.
Für wen ist Nummer 5 lebt! geeignet?
Nummer 5 lebt! ist vor allem etwas für Science Fiction und Komödie-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.
Worum geht es in Nummer 5 lebt!?
Auf einem amerikanischen Militärgelände werden neue Kampfroboter getestet. Als plötzlich ein Gewitter aufzieht, wird einer der Roboter vom Blitz getroffen. Nr. 5 ist von nun an kein Militärroboter mehr, sondern gerät völlig außer Kontrolle und verschwindet vom Gelände.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Nummer 5 lebt!
Gibt es eine Fortsetzung zu Nummer 5 lebt!?
Sind die Roboter-Effekte echt oder computergeneriert?
Wer designte den Roboter Nummer 5?
Ist der Film für kleine Kinder geeignet?
Hat der Film eine tiefere Bedeutung?
Warum ist Fisher Stevens' Darstellung problematisch?
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1 Kommentar
Als ich noch klein und niedlich war, da habe ich diesen Film zu gerne geschaut. Mit dem Roboter das war schon cool.
Ob der mir heute noch gefallen würde, weiß ich nicht. Drum im besten Fall werde ich den nie wieder schauen, weil ich möchte da meine Kindheitserinnerungen nicht mit kaputt machen. Ich fand den damals toll und das möchte ich mir behalten.