Poster zum Film Citizen Kane (1941) Meisterwerk — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Citizen Kane (1941)

🏅 Meisterwerk 🎬 Film 114 Min. MysteryDrama
⚡ Kurz gesagt

Ich habe diesen Film über die Jahre immer wieder gesehen und jedes Mal Neues entdeckt. Welles schuf mit 25 Jahren ein Werk, das technisch revolutionär war und psychologisch bis heute fasziniert. Die Deep Focus-Kameraarbeit, die fragmentarische Erzählweise, Orson Welles' vielschichtige Performance als Kane - das ist Filmkunst in Perfektion. Nicht jeder wird sofort emotional packen lassen, aber wer sich darauf einlässt, erlebt Kino-Geschichte pur. Ein absolutes Muss für jeden Filmliebhaber. Watcher-Score 9,6/10.

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Wer streamt Citizen Kane?

Verfügbarkeit DE

Stand 29.07.2026: Citizen Kane ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 29.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von Tribun
Es gibt Filme, die das Kino verändert haben – und dann gibt es Citizen Kane. Als ich 1997 zum ersten Mal diesen Schwarzweiß-Koloss aus dem Jahr 1941 sah, dachte ich: „Was soll der ganze Hype?“ Heute, nach mindestens zwanzig Revisits, verstehe ich es. Orson Welles hat mit 25 Jahren nicht nur einen Film gedreht, sondern die DNA des Mediums neu geschrieben. Jede Einstellung, jeder Schnitt, jede Kamerabewegung war damals revolutionär – und fühlt sich heute noch frisch an. Das ist die Macht eines echten Meisterwerks.

Quick Answer: Ist Citizen Kane sehenswert?

Kurze Antwort: JA – definitiv sehenswert, wenn du verstehen willst, wie modernes Kino entstanden ist.

Für wen geeignet: Filmhistorik-Fans, Cineasten, Liebhaber von komplexen Charakterstudien, alle die experimentelle Erzählweise schätzen.

Nicht geeignet für: Action-Junkies, reine Unterhaltungssucher, Schwarzweiß-Verweigerer.

Mein Urteil: Ein monumentales Werk, das bei jedem Viewing neue Schichten freilegt. Welles‘ Kane ist eine Figur zwischen Größenwahn und Tragik, die unter die Haut geht. Pflichtprogramm für jeden Filmliebhaber.

Worum geht es in Citizen Kane?

Citizen Kane erzählt die Geschichte des Medienmoguls Charles Foster Kane, dessen Leben nach seinem Tod von einem Reporter rekonstruiert wird. Der Journalist sucht nach der Bedeutung von Kanes letztem Wort „Rosebud“ und entdeckt dabei die verschiedenen Facetten eines Mannes, der alles besaß außer dem, was er wirklich suchte – echte Liebe und Zufriedenheit.

Die Geschichte beginnt mit einer der ikonischsten Einstellungen der Filmgeschichte: Ein düsteres Anwesen namens Xanadu, ein sterbender alter Mann, der mit seinem letzten Atemzug „Rosebud“ haucht. Was zur Hölle ist Rosebud? Diese Frage treibt den ganzen Film an – und mich seit über zwei Jahrzehnten um.

Der Reporter Jerry Thompson springt von Zeuge zu Zeuge, sammelt Erinnerungsfragmente über Kane. Wir lernen ihn als Kind kennen, das von seiner Mutter weggegeben wird. Als jungen, idealistischen Journalisten, der eine Zeitung übernimmt und die Welt verändern will. Als skrupenlosen Geschäftsmann, der Kriege anzettelt, um Auflage zu machen. Als Ehemann zweier Frauen, die beide an seiner Selbstbesessenheit zerbrechen.

Kane bleibt dabei ein Rätsel. Jeder Zeuge sieht einen anderen Menschen: Den treuen Freund Jedediah Leland erlebt ihn als verlorenen Idealisten. Der Geschäftspartner Bernstein schwärmt vom genialen Visionär. Seine Geliebte Susan Alexander erzählt von einem kontrollsüchtigen Tyrannen. Wer hat recht?

Das Geniale ist: Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Kane ist ein Mensch voller Widersprüche, wie wir alle. Nur dass seine Widersprüche monumentale Ausmaße haben.

Wie revolutionär war Orson Welles‘ Regie wirklich?

Welles revolutionierte das Kino mit innovativer Kameraführung, der „Deep Focus“-Technik und einer fragmentarischen Erzählstruktur. Mit nur 25 Jahren schuf er einen Film, der alle Regeln brach und neue Maßstäbe setzte. Seine Zusammenarbeit mit Kameramann Gregg Toland resultierte in Bildern von ungeahnter visueller Kraft.

Als ich das erste Mal die berühmte Szene sah, in der Kane als Kind im Hintergrund spielt, während im Vordergrund über seine Zukunft entschieden wird – alles scharf, alles gleichzeitig im Fokus – da verstand ich: Das ist Kino-Magie. Diese „Deep Focus“-Technik war 1941 revolutionär. Normalerweise war entweder der Vordergrund oder der Hintergrund scharf, nie beides.

Welles und Toland experimentierten mit extremen Kamerawinkeln. Aufnahmen vom Boden, durch Glasplatten hindurch, aus unmöglichen Perspektiven. Die Kamera wird zum aktiven Erzähler, nicht nur zum passiven Beobachter. In der Szene, wo Kane seine erste Frau Emily verlässt, filmt die Kamera durch den Kronleuchter – als würden wir durch die dekadente Pracht seines Lebens hindurchblicken.

Die Beleuchtung ist pure Poesie. Tiefe Schatten, harte Kontraste, expressionistische Lichtspiele. Kane altert nicht nur, er verschwindet regelrecht im Dunkel seiner eigenen Größe. Besonders in den späten Szenen in Xanadu wirkt er wie ein Geist in seinem eigenen Mausoleum.

Was mich heute noch beeindruckt: Welles bekam von RKO komplette kreative Freiheit. Sowas gab es damals nie. Ein 25-jähriger Theaterregisseur ohne Filmerfahrung dreht, was er will? Das war Hollywood-Ketzerei. Aber genau deshalb konnte dieses Meisterwerk entstehen.

Wie überzeugend ist die Besetzung von Citizen Kane?

Die Besetzung ist durchweg brilliant, angeführt von Orson Welles selbst als Charles Foster Kane. Joseph Cotten glänzt als treuer Freund Leland, während Dorothy Comingore als Susan Alexander eine tragische Figur zwischen Liebe und Zerstörung verkörpert. Fast alle Darsteller kamen direkt aus Welles‘ Mercury Theatre – eine geniale Ensemble-Leistung.

Welles als Kane ist eine Wucht. Er spielt den Charakter von jung bis alt, und jede Altersstufe fühlt sich authentisch an. Der junge Kane sprüht vor Idealismus, der mittlere Kane vor Machthunger, der alte Kane vor Bitterkeit. Welles schafft es, sympathisch und abstoßend zugleich zu sein.

Joseph Cotten als Jedediah Leland bricht mir das Herz. Dieser treue Freund, der Kane durchschaut und trotzdem bei ihm bleibt, bis es nicht mehr geht. In der Szene, wo er betrunken seine Kane-kritische Theaterkritik tippt, spürt man den ganzen Schmerz einer zerbrochenen Freundschaft. Cotten und Welles hatten auch privat eine enge Beziehung – das spürt man in jeder Szene.

Dorothy Comingore als Susan Alexander wird oft übersehen, aber ihre Performance ist herzzerreißend. Diese Frau, die Kane zu etwas machen will, was sie nie sein kann – eine Opernsängerin – und dabei ihre eigene Identität verliert. In den Szenen, wo sie zusammenbricht, ist das pure Verzweiflung.

Agnes Moorehead als Kanes Mutter hat nur wenige Szenen, aber jede sitzt. Diese kalte, entschlossene Frau, die ihren Sohn weggibt, um ihm eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Moorehead wurde später als Endora in „Bewitched“ berühmt, aber hier zeigt sie ihr dramatisches Talent.

Wie innovativ sind Kamera und Bildsprache?

Gregg Tolands Kameraarbeit für Citizen Kane setzte neue Maßstäbe in der Filmgeschichte. Die revolutionäre „Deep Focus“-Technik, extreme Kamerawinkel und expressionistische Beleuchtung schufen eine visuelle Sprache, die bis heute Filmemacher inspiriert. Jede Einstellung ist komponiert wie ein Gemälde.

Ich erinnere mich an eine Vorlesung in den frühen 2000ern, wo uns der Professor eine einzige Einstellung aus Citizen Kane zwanzig Minuten lang analysieren ließ. Die berühmte Szene im Newsroom, wo Kane seine Grundsätze diktiert: Im Vordergrund hört Leland zu, im Mittelgrund arbeitet Kane, im Hintergrund geschieht das Tagesgeschäft. Alles gleichzeitig scharf, alles gleichzeitig wichtig.

Diese Deep Focus-Technik war technisch extrem aufwändig. Toland musste mit speziellen Objektiven und enormen Lichtmengen arbeiten. Normale Studios hätten gesagt: „Zu teuer, zu kompliziert.“ Aber Welles bekam seinen Willen – und wir bekamen Filmgeschichte.

Die Kamerawinkel sind oft spektakulär. In der Szene, wo Kane seine politische Rede hält, filmt die Kamera von unten – Kane wirkt wie ein Monument, aber auch bedrohlich. Später, als er gealtert und verbittert ist, filmt die Kamera oft von oben – er wirkt klein und verloren in seinem riesigen Anwesen.

Das Lichtdesign ist pure Poesie. Besonders die Xanadu-Sequenzen: Diese riesigen Hallen, in denen Kane wie ein Schatten herumwandelt, erinnern an Gothic Horror. Licht und Schatten erzählen die Geschichte mit – Kanes Aufstieg ins gleißende Rampenlicht, sein Abstieg in die Dunkelheit der Einsamkeit.

Wie funktioniert Bernard Herrmanns Musik?

Bernard Herrmanns Musik für Citizen Kane ist subtil und kraftvoll zugleich. Jede Hauptfigur erhält ein eigenes musikalisches Thema, das sich im Verlauf der Geschichte entwickelt. Herrmann verzichtet auf übliche Hollywood-Dramatik und schafft stattdessen eine psychologische Klanglandschaft, die die innere Welt der Charaktere widerspiegelt.

Herrmanns Musik ist nie aufdringlich, aber immer präsent. Das Kane-Thema beginnt majestätisch und wird immer dunkler, je tiefer wir in die Geschichte eintauchen. Susan Alexanders Thema ist zerbrechlich wie Porzellan – passend zu ihrer Rolle als zerbrochene Opernsängerin.

Was mich fasziniert: Herrmann nutzt oft ungewöhnliche Instrumentierungen. Statt voller Orchesterpower setzt er auf kleine Ensembles, ungewöhnliche Harmonien, plötzliche Pausen. Die Musik erzählt genauso fragmentiert wie die Geschichte selbst.

In der berühmten Opernszene, wo Susan auf der Bühne zusammenbricht, verwendet Herrmann bewusst schlechte, übertriebene Opernmusik. Das ist genial: Die Musik kommentiert die Szene, statt sie nur zu untermalen.

Was sind die größten Stärken von Citizen Kane?

Die größten Stärken liegen in der innovativen Erzählstruktur, der revolutionären visuellen Gestaltung und der komplexen Charakterzeichnung. Welles schuf einen Film, der technische Innovation mit psychologischer Tiefe verbindet. Die fragmentarische Erzählweise spiegelt perfekt die Unmöglichkeit wider, einen Menschen vollständig zu verstehen.

Was Kane so zeitlos macht, ist seine Vielschichtigkeit. Bei meinem ersten Viewing fand ich Kane unsympathisch. Beim zweiten sah ich seine tragische Seite. Beim zehnten verstand ich seine Verzweiflung. Das ist große Filmkunst – ein Werk, das mit jedem Betrachter mitwächst.

Die technischen Innovationen sind noch heute beeindruckend. Diese Deep Focus-Aufnahmen, diese extremen Kamerawinkel, diese expressionistische Beleuchtung – alles Techniken, die später Standard wurden, hier aber zum ersten Mal systematisch eingesetzt wurden.

Die Erzählstruktur ist genial: Statt linear zu erzählen, puzzelt Welles die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln zusammen. Jeder Zeuge erzählt seine Version der Wahrheit. Am Ende erkennt man: Es gibt nicht die eine Wahrheit über Charles Foster Kane.

Die gesellschaftskritische Ebene funktioniert auch heute noch. Ein Medienmogul, der Realität manipuliert, um seine Agenda durchzusetzen? Das ist aktueller denn je. Welles war seiner Zeit weit voraus.

Welche Schwächen hat Citizen Kane?

Citizen Kane kann gelegentlich kühl und distanziert wirken. Die innovative Erzähltechnik kann beim ersten Viewing überfordern, und nicht alle Nebenhandlungen entwickeln die gleiche emotionale Tiefe. Manche Zuschauer empfinden die Charaktere als zu berechnend konstruiert, um spontane emotionale Verbindungen zu schaffen.

Ehrlich gesagt, war mein erster Eindruck von Citizen Kane: „Beeindruckend, aber kalt.“ Die ganze technische Brillanz kann emotional distanzieren. Man bewundert das Handwerk, aber fiebert nicht unbedingt mit.

Die fragmentarische Erzählweise, die gleichzeitig eine Stärke ist, kann auch verwirren. Besonders jüngere Zuschauer, die an lineares Erzählen gewöhnt sind, können sich schwer tun. Ich habe schon erlebt, dass Leute nach einer Stunde abgeschaltet haben.

Manche Nebencharaktere bleiben schemenhaft. Kanes erste Frau Emily ist eher Symbolfigur als lebendiger Mensch. Auch einige Geschäftspartner fungieren mehr als Funktionsträger denn als individuelle Persönlichkeiten.

Die Dialoge sind manchmal sehr geschrieben. Das Theater-Background von Welles merkt man – manchmal reden die Figuren, wie Menschen in einem Stück reden würden, nicht wie echte Menschen. Das ist nicht automatisch schlecht, aber es schafft Distanz.

Für wen ist Citizen Kane geeignet?

Citizen Kane eignet sich perfekt für Cineasten, Filmstudenten und alle, die verstehen möchten, wie modernes Kino entstanden ist. Der Film spricht besonders Zuschauer an, die komplexe Charakterstudien und innovative Erzähltechniken schätzen. Auch für Liebhaber von Klassikern und filmhistorisch Interessierte ist er ein absolutes Muss.

Wenn du dich für Filmgeschichte interessierst, kommst du an Citizen Kane nicht vorbei. Das ist der Film, der das Kino in ein „vorher“ und „nachher“ teilte. Jeder Regisseur von Scorsese bis Fincher hat sich von diesem Werk beeinflussen lassen.

Für Liebhaber komplexer Charaktere ist Kane ein Fest. Diese vielschichtige Hauptfigur zwischen Idealismus und Größenwahn, zwischen Einsamkeit und Macht – das ist Psychologie in Reinform. Wer gerne über Filme diskutiert und deutet, findet hier Material für Jahre.

Allerdings solltest du Geduld mitbringen. Das ist kein Film für nebenbei oder für schnelle Befriedigung. Citizen Kane will erarbeitet werden. Die Belohnung ist ein Filmerlebnis, das nachwirkt und bei jedem Viewing neue Facetten zeigt.

Wenn du nur Blockbuster gewohnt bist, könnte der Einstieg schwer fallen. Aber gib dem Film eine Chance – er könnte deinen Blick auf Kino für immer verändern.

Wer spielt in Citizen Kane mit?

  • Orson Welles als Charles Foster Kane
  • Joseph Cotten als Jedediah Leland
  • Dorothy Comingore als Susan Alexander Kane
  • Agnes Moorehead als Mary Kane
  • Ruth Warrick als Emily Monroe Norton Kane
  • Ray Collins als Jim W. Gettys
  • Everett Sloane als Mr. Bernstein
  • William Alland als Jerry Thompson
  • Paul Stewart als Raymond
  • George Coulouris als Walter Parks Thatcher

Fazit: Lohnt sich Citizen Kane?

Nach über zwei Jahrzehnten und unzähligen Viewings kann ich sagen: Citizen Kane ist ein Film, der mit dir altert. Was als technisches Wunder beginnt, wird zur emotionalen Reise in die Abgründe der menschlichen Seele. Welles schuf nicht nur einen Film, sondern ein Lehrstück darüber, wie Kino funktionieren kann. Jeder angehende Filmemacher sollte ihn gesehen haben, jeder Cineast wird ihn lieben, und selbst Gelegenheitszuschauer können sich von seiner visuellen Kraft beeindrucken lassen. Ein zeitloses Meisterwerk, das seinen Ruf als einer der größten Filme aller Zeiten mehr als verdient hat. 9.6/10 Punkte.

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Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Ein Monument des Kinos, das bei jedem Viewing neue Geheimnisse preisgibt - Citizen Kane ist zeitlos genial.— aus der Wertung von Tribun
Ich habe diesen Film über die Jahre immer wieder gesehen und jedes Mal Neues entdeckt. Welles schuf mit 25 Jahren ein Werk, das technisch revolutionär war und psychologisch bis heute fasziniert. Die Deep Focus-Kameraarbeit, die fragmentarische Erzählweise, Orson Welles' vielschichtige Performance als Kane - das ist Filmkunst in Perfektion. Nicht jeder wird sofort emotional packen lassen, aber wer sich darauf einlässt, erlebt Kino-Geschichte pur. Ein absolutes Muss für jeden Filmliebhaber.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Citizen Kane

Wo kann ich Citizen Kane streamen?

Citizen Kane gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Citizen Kane?

Citizen Kane hat eine Laufzeit von rund 114 Minuten (1 Stunde und 54 Minuten).

Lohnt sich Citizen Kane?

Unsere Redaktion vergibt Citizen Kane einen Watcher-Score von 9,6 von 10. Ich habe diesen Film über die Jahre immer wieder gesehen und jedes Mal Neues entdeckt. Welles schuf mit 25 Jahren ein Werk, das technisch revolutionär war und psychologisch bis heute fasziniert. Die Deep Focus-Kameraarbeit, die fragmentarische Erzählweise, Orson Welles' vielschichtige Performance als Kane - das ist Filmkunst in Perfektion. Nicht jeder wird sofort emotional packen lassen, aber wer sich darauf einlässt, erlebt Kino-Geschichte pur. Ein absolutes Muss für jeden Filmliebhaber.

Für wen ist Citizen Kane geeignet?

Citizen Kane ist vor allem etwas für Mystery und Drama-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Citizen Kane?

»Rosebud« - das ist das letzte Wort, das Charles Foster Kane im Sterbebett auf seinem Schloss Xanadu haucht. "Citizen Kane" schildert die Geschichte des Zeitungsmagnaten, der die öffentliche Meinung Amerikas über Jahrzehnte beherrschte.

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Trailer

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Besetzung

Orson WellesCharles Foster Kane
Joseph CottenJedediah Leland
Dorothy ComingoreSusan Alexander Kane
Ray CollinsJim W. Gettys
George CoulourisWalter Parks Thatcher

FAQ zu Citizen Kane

Ist Citizen Kane wirklich der beste Film aller Zeiten?
Jahrzehntelang führte Citizen Kane die Kritikerumfragen an, besonders den renommierten "Sight & Sound"-Poll des British Film Institute. 2012 wurde er von Hitchcocks Vertigo abgelöst, bleibt aber ein Meilenstein. "Bester Film" ist natürlich subjektiv, aber Citizen Kane hat das Kino nachweislich revolutioniert.
Was bedeutet "Rosebud" wirklich?
Rosebud ist ein Schlitten aus Kanes Kindheit - das letzte Symbol seiner verlorenen Unschuld. Drehbuchautor Herman Mankiewicz soll damit auf ein intimes Detail aus dem Leben des Medienmoguls William Randolph Hearst angespielt haben, aber symbolisch steht es für alles, was Kane trotz seines Reichtums nie zurückgewinnen konnte.
Gab es Charles Foster Kane wirklich?
Kane ist eine fiktive Figur, aber deutlich inspiriert von William Randolph Hearst, dem mächtigen Zeitungsmagnat. Die Parallelen sind so offensichtlich, dass Hearst versuchte, den Film zu verhindern. Welles mischte aber Elemente verschiedener Medienmogule und eigene Fantasien.
Warum ist der Film in Schwarzweiß?
1941 war Farbfilm noch selten und teuer. Aber Welles und Kameramann Gregg Toland nutzten Schwarzweiß bewusst für ihre expressionistische Bildsprache. Die Kontraste zwischen Licht und Schatten wären in Farbe nie so kraftvoll gewesen.
Wo kann ich Citizen Kane aktuell sehen?
Der Film ist auf verschiedenen Streaming-Plattformen verfügbar, oft bei Amazon Prime Video zum Leihen oder Kaufen. Auch auf DVD und Blu-ray erhältlich, gelegentlich läuft er auf Kultursendern wie Arte.
Wie lang dauert Citizen Kane?
Der Film hat eine Laufzeit von 119 Minuten - für 1941 eher lang, heute angenehm kompakt. Die Zeit vergeht schnell, weil die Erzählstruktur so fesselnd ist.
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1 Kommentar

Varagard
Varagard ★ 8.0

Rosebud – beim ersten Mal schauen, war es ein bisschen befremdlich. Ich habe sonst was erwartet oder gedacht, aber damit hätte ich nicht gerechnet. Aber dennoch gut gemacht wie der ganze Film. Da steckt so viel drin und wenn man Böcke dazu hat, kann man den zerpflücken und so viel interpretieren. Oder man schaut ihn einfach und genießt einen Klassiker.

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