Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Grindhouse sehenswert?
Kurze Antwort: JA – Ein einzigartiges Kinoerlebnis, das Exploitation-Filme perfekt nachempfindet und dabei eigenständige Meisterwerke schafft.
Für wen geeignet: Genre-Fans, Tarantino- und Rodriguez-Liebhaber, Nostalgiker der 70er-Jahre-Exploitation, Cineasten die experimentelles Kino schätzen.
Nicht geeignet für: Splatter-Averse Zuschauer, Fans von linearem Erzählen, Menschen die Gewalt in Filmen ablehnen.
Mein Urteil: Grindhouse ist ein mutiges Experiment, das beweist: Manchmal muss man Konventionen brechen, um etwas wirklich Besonderes zu schaffen. Ein Film für Liebhaber des besonderen Kinos.
Worum geht es in Grindhouse?
Grindhouse ist ein Double-Feature aus zwei völlig unterschiedlichen Filmen: Rodriguez‘ Zombie-Spektakel „Planet Terror“ und Tarantinos Psychothriller „Death Proof“, verbunden durch herrlich abgedrehte Fake-Trailer. Das Konzept simuliert einen Kinoabend der 70er Jahre, komplett mit verkratztem Film, fehlenden Reels und der typischen Grindhouse-Ästhetik.
Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Grindhouse-Besuch. Damals dachte ich, ich würde einfach zwei neue Filme von meinen Lieblings-Regisseuren sehen. Stattdessen bekam ich eine Zeitreise in die Ära der Exploitation-Kinos geboten, die mich völlig überrumpelt hat.
„Planet Terror“ wirft uns direkt in eine Zombie-Apokalypse in Texas. Eine biochemische Waffe verwandelt Menschen in fleischfressende Mutanten, und eine Handvoll Überlebender kämpft ums nackte Überleben. Im Zentrum steht Cherry Darling, eine Go-Go-Tänzerin, die nach einem Angriff eine Maschinengewehr-Beinprothese bekommt – so verrückt, wie es klingt.
„Death Proof“ hingegen ist ein komplett anderes Tier. Hier verfolgt der psychopathische Stuntman Mike mit seinem „todsicheren“ Auto junge Frauen. Tarantino teilt seinen Film in zwei Hälften: Erst sehen wir Mike als erfolgreichen Killer, dann treffen wir auf Frauen, die sich wehren können.
Was das Ganze zusammenhält, sind die gefälschten Trailer zwischen den Filmen. „Machete“, „Werewolf Women of the SS“, „Don’t“, „Thanksgiving“ und „Hobo with a Shotgun“ – jeder einzelne ein kleines Meisterwerk der Parodie und gleichzeitig ernst gemeinte Hommage.
Wie haben Rodriguez und Tarantino ihre Vision umgesetzt?
Beide Regisseure nähern sich dem Grindhouse-Konzept völlig unterschiedlich: Rodriguez geht den direkten Weg mit purem Action-Spektakel, während Tarantino seine typischen Dialoge und Spannungsaufbau nutzt. Gemeinsam erschaffen sie ein authentisches 70er-Jahre-Filmerlebnis mit allen Macken und Charme dieser Ära.
Rodriguez zeigt sich in „Planet Terror“ von seiner ungehemmtesten Seite. Er übertreibt bewusst, macht aus jedem Schuss eine kleine Explosion und aus jeder Actionszene ein Feuerwerk. Das ist Rodriguez in Reinform – keine Zurückhaltung, keine falschen Hemmungen. Wenn Cherry mit ihrem Maschinengeweinbein durch Zombiehorden ballert, dann nicht realistisch, sondern so übertrieben wie möglich.
Tarantino geht den entgegengesetzten Weg. „Death Proof“ beginnt fast schon langsam, baut aber eine Atmosphäre auf, die unter die Haut geht. Seine Frauen reden über alles Mögliche – Männer, Musik, das Leben – und gerade diese scheinbar belanglosen Gespräche machen sie zu echten Menschen. Wenn dann die Gewalt kommt, trifft sie umso härter.
Was mich besonders beeindruckt hat: Beide haben die technischen Aspekte der Grindhouse-Ära perfekt nachgestellt. Die Kratzer, die Sprünge, die schlechte Farbbalance – alles wirkt authentisch verrottet. Als würde man wirklich eine uralte 35mm-Kopie betrachten, die schon hunderte Male durch Projektoren gelaufen ist.
Die Fake-Trailer sind ein Geniestreich. Rob Zombie, Edgar Wright und Eli Roth haben verstanden, worum es geht: Diese Trailer sind gleichzeitig Parodie und Liebeserklärung. Jeder fängt den Geist der Exploitation-Ära ein, aber mit dem technischen Know-how von heute.
Wie schlagen sich die Schauspieler in Grindhouse?
Die Besetzung lebt den Grindhouse-Spirit perfekt aus: Rose McGowan wird zur Action-Ikone, Kurt Russell gibt den perfekten Psychopathen, und die weiblichen Ensembles beider Filme entwickeln authentische Chemie. Jeder Schauspieler versteht das Genre und spielt mit vollem Einsatz mit.
Rose McGowan ist das Herz von „Planet Terror“. Als ich sie das erste Mal mit dem Maschinengeweinbein gesehen habe, war klar: Das ist eine Filmikone geboren. McGowan spielt Cherry nicht als hilflose Victim, sondern als Kriegerin, die ihre Behinderung zur Waffe macht. Es ist empowerment durch Exploitation – ein schmaler Grat, den sie perfekt meistert.
Kurt Russell in „Death Proof“ ist dagegen pure Bedrohung. Russell, den ich aus unzähligen Carpenter-Filmen kenne, nutzt seinen Charme als Waffe. Stuntman Mike wirkt anfangs fast sympathisch – bis man merkt, was für ein Monster er ist. Russell spielt das mit einer Kälte, die mich wirklich erschreckt hat.
Die weiblichen Ensembles funktionieren großartig. In „Death Proof“ entwickeln Rosario Dawson, Vanessa Ferlito und Sydney Tamiia Poitier als erste Gruppe eine natürliche Dynamik. Man glaubt ihnen die Freundschaft ab. Noch besser wird es mit der zweiten Gruppe: Zoë Bell, die ihre eigenen Stunts macht, Tracie Thoms und Mary Elizabeth Winstead werden zu glaubwürdigen Actionheldinnen.
Freddy Rodriguez als Wray in „Planet Terror“ verkörpert den perfekten B-Movie-Helden. Nicht zu poliert, nicht zu perfekt, aber absolut glaubwürdig als Typ, der in der Zombie-Apokalypse überleben würde. Bruce Willis macht als korrupter Lieutenant eine kleine, aber einprägsame Rolle.
Was mir aufgefallen ist: Alle Schauspieler nehmen das Material ernst, ohne es zu ernst zu nehmen. Sie verstehen, dass Grindhouse Spaß machen soll, aber niemals ins Lächerliche abrutschen darf.
Wie sehen Grindhouse-Filme visuell aus?
Die Bildsprache von Grindhouse ist bewusst „kaputt“ – Kratzer, Sprünge, verblasste Farben und fehlende Szenen simulieren eine alte, abgenutzte Filmkopie perfekt. Rodriguez setzt auf knallige Action-Bilder, Tarantino auf atmosphärische Kameraarbeit, beide mit der typischen Grindhouse-Patina versehen.
Das Erste, was einem bei Grindhouse auffällt, ist die künstlich gealterte Optik. Ich dachte zunächst, es wäre ein technisches Problem im Kino. Aber dann wurde mir klar: Das ist Absicht. Jeder Kratzer, jeder Sprung, jede verblasste Stelle ist bewusst platziert. Es dauerte etwa zehn Minuten, bis ich mich daran gewöhnt hatte – dann war ich völlig in dieser dreckigen Ästhetik gefangen.
Rodriguez nutzt für „Planet Terror“ eine sehr warme, fast sepiafarbene Palette. Seine Bilder sind übersättigt, kontrastreich und voller Bewegung. Jede Explosion wird zum visuellen Feuerwerk, jeder Schuss zum kleinen Spektakel. Das ist bewusst übertrieben – Exploitation-Kino war nie subtil.
Tarantino geht in „Death Proof“ deutlich zurückhaltender vor. Seine Kameraarbeit ist eleganter, durchdachter. Besonders die Verfolgungsjagd am Ende ist ein Meisterwerk der Actionfotografie – rau und authentisch, ohne digitale Effekte. Man spürt jede Kurve, jeden Aufprall.
Was beide Filme eint: Sie sehen aus wie echte 70er-Jahre-Produktionen. Die Körnigkeit, die Farbstiche, die gelegentlichen Bildfehler – alles wirkt authentisch alt. Das ist digital nachbearbeitete Nostalgie auf höchstem Niveau.
Die Missing-Reel-Sequenz war ein Geniestreich. Plötzlich springt der Film, wichtige Szenen fehlen, und man landet mitten in einer anderen Situation. Das kannte ich noch aus meiner Jugend von schlecht gepflegten Kinokopien.
Wie klingt die Musik in Grindhouse?
Rodriguez komponiert für „Planet Terror“ einen perfekten Exploitation-Score mit rockigen Gitarren und synthesizer-lastigen Melodien, während Tarantino in „Death Proof“ auf klassische Soul-, Rock- und Country-Songs setzt. Beide Soundtracks fangen die 70er-Jahre-Stimmung perfekt ein und verstärken die jeweilige Filmstimmung optimal.
Rodriguez zeigt als Komponist eine andere Seite. Sein „Planet Terror“-Score klingt wie die perfekte Mischung aus John Carpenter und Goblin. Die Synthesizer-Melodien sind eingängig und düster zugleich, die Gitarrensoli pure 70er-Jahre-Power. Besonders Cherrys Thema hat sich bei mir ins Gehirn eingebrannt.
Tarantinos Musikauswahl in „Death Proof“ ist dagegen typisch Tarantino – perfekt kuratiert und emotional punktgenau eingesetzt. „Hold Tight“ von Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich für die erste Verfolgungsjagd war ein Volltreffer. Der Song macht die Szene noch intensiver.
Was mir besonders gefallen hat: Beide verstehen, dass Musik in Grindhouse-Filmen nie dezent sein darf. Sie muss präsent sein, muss die Stimmung verstärken, muss Teil der Show werden. Rodriguez‘ Score pumpt Adrenalin in die Adern, Tarantinos Songauswahl erschafft Atmosphäre.
Die Fake-Trailer haben übrigens auch fantastische Musik. Rob Zombies „Werewolf Women of the SS“ klingt genauso verrottet und böse, wie es sich gehört. Edgar Wrights „Don’t“ nutzt klassische Horror-Sounds perfekt.
Was sind die größten Stärken von Grindhouse?
Grindhouse funktioniert als authentische Zeitreise in die Exploitation-Ära, bietet zwei völlig unterschiedliche aber gleichermaßen fesselnde Filme, präsentiert starke weibliche Charaktere und erschafft ein einzigartiges Kinoerlebnis. Die Mischung aus Nostalgie und modernem Filmhandwerk ist perfekt ausbalanciert.
Die größte Stärke ist das Konzept selbst. Als das Double-Feature 2007 herauskam, gab es nichts Vergleichbares. Zwei etablierte Regisseure wagten ein Experiment, das komplett hätte schiefgehen können. Stattdessen schufen sie etwas Einzigartiges.
Beide Filme funktionieren sowohl einzeln als auch im Verbund. „Planet Terror“ ist pure Action-Unterhaltung ohne schlechtes Gewissen. Rodriguez hält nichts zurück, jede Szene ist auf maximalen Spaß ausgelegt. „Death Proof“ hingegen zeigt Tarantino als Meister der Spannung. Diese Kontraste verstärken sich gegenseitig.
Die weiblichen Charaktere sind ein Highlight. Cherry Darling, Abernathy, Kim – das sind keine hilflosen Opfer, sondern echte Heldinnen. Besonders die zweite Frauengruppe in „Death Proof“ war revolutionär: Endlich Frauen, die zurückschlagen und gewinnen.
Die technische Umsetzung der Grindhouse-Ästhetik ist perfekt. Ich habe in den 80ern genug schlecht erhaltene Filmkopien gesehen – Grindhouse trifft dieses Gefühl zu 100 Prozent. Das ist Nostalgie, die funktioniert, ohne kitschig zu werden.
Die Fake-Trailer sind kleine Meisterwerke. Jeder hätte als eigenständiger Film funktioniert – und „Machete“ sowie „Hobo with a Shotgun“ wurden ja tatsächlich zu Vollfilmen ausgebaut. Das zeigt, wie durchdacht das ganze Konzept war.
Wo schwächelt Grindhouse?
Die drei Stunden Laufzeit können ermüdend wirken, der drastische Tonwechsel zwischen beiden Filmen stört manche Zuschauer, und die bewusst trashy Ästhetik ist nicht jedermanns Sache. Zudem funktioniert das Grindhouse-Konzept nur für Zuschauer, die die Referenzen verstehen.
Die Laufzeit ist definitiv ein Problem. Drei Stunden plus Fake-Trailer sind selbst für hartgesottene Filmfans eine Herausforderung. Ich habe damals nach „Planet Terror“ eine Pause gebraucht, bevor ich mich auf „Death Proof“ einlassen konnte.
Der krasse Stilwechsel zwischen beiden Filmen kann verwirren. Rodriguez‘ überdrehtes Zombie-Spektakel und Tarantinos dialogreiche Spannungsaufbau sind völlig verschiedene Filmerfahrungen. Wer sich auf „Planet Terror“ eingestellt hat, braucht Zeit, um in „Death Proof“ anzukommen.
Die Grindhouse-Ästhetik ist Geschmacksache. Die künstlichen Kratzer und Sprünge können nerven, besonders wenn man auf perfekte Bildqualität steht. Manche empfinden es als Gimmick statt als kunstvolle Hommage.
Das größte Problem: Grindhouse setzt Wissen über die Exploitation-Ära voraus. Wer nie einen echten Grindhouse-Film gesehen hat, versteht möglicherweise nicht, warum das alles so „kaputt“ aussehen muss. Die Referenzen gehen ins Leere.
Ein Teil der Gewalt in „Planet Terror“ wirkt selbst für das Genre übertrieben. Rodriguez übertreibt manchmal so sehr, dass es ins Alberne kippt. Das war aber möglicherweise auch Absicht.
Für wen ist Grindhouse geeignet?
Grindhouse spricht vor allem Genre-Kenner, Tarantino- und Rodriguez-Fans sowie Liebhaber experimenteller Filmkonzepte an. Wer Exploitation-Filme der 70er Jahre schätzt oder sich für Filmgeschichte interessiert, findet hier ein einzigartiges Erlebnis. Actionfans kommen bei „Planet Terror“ voll auf ihre Kosten, während Thriller-Liebhaber „Death Proof“ schätzen werden.
Als langjähriger Filmfan kann ich Grindhouse jedem empfehlen, der bereit ist, sich auf ein Experiment einzulassen. Das ist kein Film für den gemütlichen Familienabend, sondern für Menschen, die Kino als Kunstform verstehen.
Genre-Fans sind die offensichtliche Zielgruppe. Wer Horror-, Action- und Exploitation-Filme liebt, bekommt hier das Beste aus allen Welten. Rodriguez und Tarantino kennen die Codes und nutzen sie perfekt.
Filmstudenten und Cineasten sollten Grindhouse als Lehrstück betrachten. Hier kann man lernen, wie man Genres dekonstruiert und neu zusammenfügt, ohne sie zu zerstören. Das ist Filmtheorie in Aktion.
Nostalgie-Liebhaber, die die 70er Jahre erlebt haben oder romantisieren, finden hier ihre Träume verwirklicht. Grindhouse ist eine Zeitmaschine ins Drive-In-Kino der Vergangenheit.
Aber auch newcomer können Spaß haben, wenn sie offen für Neues sind. Grindhouse erklärt sich selbst – man muss nicht alle Referenzen verstehen, um die Filme zu genießen.
Wer spielt in Grindhouse mit?
Planet Terror:
- Rose McGowan als Cherry Darling
- Freddy Rodriguez als Wray
- Marley Shelton als Dr. Dakota Block
- Josh Brolin als Dr. William Block
- Michael Biehn als Sheriff Hague
- Jeff Fahey als J.T. Hague
- Bruce Willis als Lieutenant Muldoon
Death Proof:
- Kurt Russell als Stuntman Mike
- Zoë Bell als sie selbst
- Rosario Dawson als Abernathy
- Vanessa Ferlito als Arlene
- Sydney Tamiia Poitier als Jungle Julia
- Tracie Thoms als Kim
- Rose McGowan als Pam
- Mary Elizabeth Winstead als Lee
Fake-Trailer Darsteller:
- Danny Trejo in „Machete“
- Nicolas Cage in „Werewolf Women of the SS“
- Nick Frost und Simon Pegg in „Don’t“
- Jordan Ladd in „Thanksgiving“
- David Brunt in „Hobo with a Shotgun“
Fazit: Lohnt sich Grindhouse?
Nach über 15 Jahren kann ich sagen: Grindhouse war seiner Zeit voraus. Rodriguez und Tarantino schufen ein Filmerlebnis, das es so vorher und nachher nicht gab. Das Double-Feature funktioniert als Zeitreise, als Genre-Hommage und als eigenständiges Kunstwerk.
Ja, die drei Stunden sind anstrengend. Ja, die Grindhouse-Ästhetik ist nicht jedermanns Sache. Aber wer sich darauf einlässt, bekommt zwei großartige Filme und ein einzigartiges Kinoerlebnis geboten.
Grindhouse ist Kino für Kinoliebhaber. Ein mutiges Experiment, das aufgeht und beweist: Manchmal lohnt es sich, Grenzen zu überschreiten. 8.7/10 Punkte.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Grindhouse ist ein mutiges Filmexperiment, das Nostalgie und Moderne perfekt verbindet - ein einzigartiges Kinoerlebnis für mutige Zuschauer.— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Grindhouse
Wie lange dauert Grindhouse?
Grindhouse hat eine Laufzeit von rund 191 Minuten (3 Stunden und 11 Minuten).
Lohnt sich Grindhouse?
Unsere Redaktion vergibt Grindhouse einen Watcher-Score von 8,7 von 10. Rodriguez und Tarantino haben 2007 etwas Einzigartiges geschaffen: Ein authentisches Grindhouse-Erlebnis mit modernen Mitteln. Beide Filme funktionieren eigenständig und im Verbund, die Fake-Trailer sind brillant, und die technische Umsetzung der 70er-Ästhetik ist perfekt. Einziger Kritikpunkt: Die drei Stunden Laufzeit können ermüdend sein, und nicht jeder wird die Grindhouse-Referenzen verstehen. Trotzdem ein Must-See für Genre-Fans und experimentierfreudige Cineasten.
Für wen ist Grindhouse geeignet?
Grindhouse ist vor allem etwas für Thriller und Action-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.
Worum geht es in Grindhouse?
Mit dem mit einem Maximum an Fanliebe zusammengestellten Doppelfilm huldigen die beiden Kultregisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez dem Genre des Exploitationfilms.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Grindhouse
Sollte man Grindhouse am Stück schauen?
Sind die Fake-Trailer echte Filme geworden?
Warum sieht der Film so "kaputt" aus?
Welcher Teil ist besser - Planet Terror oder Death Proof?
Ist Grindhouse zu brutal für normale Zuschauer?
Braucht man Vorwissen über Exploitation-Filme?
Der Saal
Community — getrennt von der RedaktionSchon gesehen? Bewerte in 2 Sekunden — deine Stimme zählt für den Saal, nie für den Watcher-Score.

2 Kommentare
„Grindhouse“ ist zweifellos ein Film, der das Exploitation-Genre der 1970er Jahre zelebriert und mit seinem Double-Feature-Ansatz sowie den gefälschten Trailern eine nostalgische Hommage darstellt. Die Kombination aus Robert Rodriguez‘ „Planet Terror“ und Quentin Tarantinos „Death Proof“ bietet eine interessante Mischung aus blutiger Action, schwarzhumorigen Dialogen und einer Vielzahl an Filmreferenzen, die Filmfans begeistern dürften.
Besonders faszinierend ist die kreative Inszenierung von „Planet Terror“, in der eine Gruppe Überlebender in einer von Zombies bevölkerten Welt ums Überleben kämpft. Die Figur der Cherry Darling mit ihrer Maschinengewehr-Beinprothese ist sowohl absurd als auch faszinierend und verleiht dem Film eine gewisse Originalität.
Quentin Tarantinos „Death Proof“ hingegen setzt mehr auf Spannung und Dialoge, wobei Stuntfrau Zoe Bell in einer beeindruckenden Verfolgungsjagd eine herausragende Leistung abliefert. Die Art und Weise, wie Tarantino die Charaktere entwickelt und die Spannung aufbaut, zeigt sein Talent als Regisseur.
Allerdings muss ich sagen, dass die Länge des Double-Features und die Überfülle an Blut und Gewalt nicht jedermanns Sache sein dürften. Für Fans des Exploitation-Genres und Liebhaber von Tarantino und Rodriguez ist „Grindhouse“ jedoch definitiv ein Leckerbissen.
Ich gebe dem Film 3,5 von 5 Sternen.
Grindhouse hat genau meinen Nerv getroffen. Hatte richtig viel Spaß damit – auch später beim separat schauen. Death Proof gefiel mir anfangs nicht so, aber den habe ich später doch öfter geschaut als Planet Terror.