Call Me Queen: Emily Atef stellt die Haushälterin aus dem Roman ins Zentrum Poster

Call Me Queen: Emily Atef stellt die Haushälterin aus dem Roman ins Zentrum (2026)

🔮 Preview · ohne Wertung 🎬 Film Kinostart 15. Oktober 2026 Drama
⚡ Kurz gesagt

Call Me Queen startet am Donnerstag, 15. Oktober 2026, in den deutschen Kinos, im Verleih der Hamburger Filmreederei. Emily Atef erzählt in 105 Minuten von ... Weiterlesen ...

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Countdown zum Kinostart

15Tage bis zum Kinostart
📅 15. Oktober 2026 · Deutschland
Redaktions-Hypesolide erwartet (Erwartung, keine Wertung)
KINOIm KinoKinostart 15. Oktober 2026 · Deutschlandgeplant
STRIm Streamfolgt nach Startfolgt

Call Me Queen: Emily Atef stellt die Haushälterin aus dem Roman ins Zentrum ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.

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Die Vorschau

von FilmSchneider

Call Me Queen startet am Donnerstag, 15. Oktober 2026, in den deutschen Kinos, im Verleih der Hamburger Filmreederei. Emily Atef erzählt in 105 Minuten von Queen, einer alleinerziehenden Frau aus Ruanda, die sich im Nairobi der 1990er-Jahre mit einer irischen Journalistin anfreundet, an Aids erkrankt und überlebt, weil Anna ihr Zugang zu einer Behandlung verschafft, den ihre Nachbarinnen nicht haben. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.

Das hier ist eine Vorschau. Ich habe den Film noch nicht gesehen, deshalb gibt es keine Note. Unsere WatchGuide-Einschätzung vor dem Start lautet: Call Me Queen ist ein Drama, das auf dem Papier eine alte Falle kennt und sie umgehen will. Ob das gelingt, entscheidet das Drehbuch, nicht das Thema.

Aus dem Roman „Mercy“ wird Queens Film

Vorlage ist „Mercy“, der erste Roman von Lara Santoro, erschienen 2007. Santoro hat als Korrespondentin selbst über die Aids-Epidemie berichtet, und ihr Buch rückt eine Auslandsjournalistin namens Anna in den Mittelpunkt: eine Frau in Nairobi, die mehr mit zwei Liebhabern und dem Alkohol beschäftigt ist als mit ihren Texten, bis sich eine Frau namens Mercy selbst zu ihrer Haushälterin macht. Das Buch trägt Mercys Namen, erzählt aber aus Annas Nähe.

Der Film verschiebt dieses Gewicht, und das steht schon im Titel. Die Frau, die sich Anna als Haushälterin aufdrängt, heißt hier Quinta Achungo und nennt sich Queen; Anna ist keine Italienerin mehr wie bei Santoro, sondern Irin. Nach der Inhaltsangabe des Verleihs ist Queen die Figur, deren Entscheidungen die Geschichte tragen: Sie überlebt ihre Diagnose, während Freundinnen und Nachbarn sterben, und macht daraus einen Auftrag, gegen die Ungerechtigkeit anzugehen. Für mich ist das die interessanteste Entscheidung dieser Verfilmung, weil sie eine Frage beantwortet, die der Roman offenlässt: Wessen Geschichte ist das eigentlich?

Am Drehbuch haben vier Autorinnen gearbeitet, Emily Atef, Jeannine Dominy, Josune Hahnheiser und die kenianisch-ghanaische Filmemacherin Hawa Essuman. Dass eine Regisseurin aus Kenia mitschreibt, ist ein Hinweis darauf, dass Nairobi hier mehr sein soll als Kulisse. Ein Beweis ist es nicht.

Wo der Film kippen kann: die Retterin im Drehbuch

Die Grundkonstellation ist heikel, und das weiß der Film vermutlich selbst. Eine weiße Journalistin verschafft einer schwarzen Frau Zugang zu Medikamenten, die sie sonst nicht bekäme. Genau so beginnen die Filme, in denen am Ende die Helferin die Hauptfigur ist und die Kranke ihr Anlass. Entscheidend ist deshalb nicht, ob Anna hilft, sondern wann Queen anfängt, selbst zu entscheiden, und ob der Film ihr diese Entscheidungen verdient erzählt oder bloß behauptet.

Die erste deutsche Kritik, die ich dazu gefunden habe, stammt von Bianka Piringer bei film-rezensionen.de. Sie beschreibt Anna zunächst als „die klischeehafte weiße Retterin“, schreibt aber auch, dass Queen Annas weitere Angebote zurückweist und Anna lernen muss zuzuhören. Ihr Einwand betrifft etwas anderes: Der Film schildere „komplexe Dinge in geraffter Form“ und nehme sich „wenig Zeit für eine vertiefende Figurenzeichnung“. Das ist ihre Einschätzung, nicht meine. Plausibel klingt sie allerdings, denn 105 Minuten müssen hier eine Freundschaft, eine Diagnose, eine Protestbewegung, Pharmakonzerne und eine korrupte Regierung unterbringen. Wo so viel Stoff auf so wenig Zeit trifft, leidet meistens der Übergang vom Privaten zum Politischen. Wenn Queen am Ende eine Rede hält, die erklärt, was wir gerade gesehen haben, hat das Drehbuch die Figur der Botschaft geopfert.

Emily Atef zum ersten Mal auf Englisch

Emily Atef, 1973 in West-Berlin geboren, hat bisher vor allem auf Deutsch und Französisch gedreht. „3 Tage in Quiberon“ über Romy Schneider bekam 2018 sieben Deutsche Filmpreise, „Mehr denn je“ lief 2022 in Cannes in der Reihe Un Certain Regard, „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ war 2023 ihre Verfilmung des Romans von Daniela Krien. Call Me Queen ist ihr erster englischsprachiger Film.

Was ihre Filme verbindet, ist die Enge: ein Interview in einem Hotel in der Bretagne, eine kranke Frau auf dem Weg nach Norwegen, ein Bauernhof in Thüringen im Sommer 1990. Wenige Figuren, viel Zeit für Gesichter. Call Me Queen ist breiter angelegt, mit einem Slum, einer Großstadt, Konzernen und einer Regierung als Gegenspielern. Ob Atefs Art zu erzählen in diese Größe trägt, ist für mich die offene Handwerksfrage. Die Kamera führte die Französin Hélène Louvart, den Schnitt besorgte Anne Fabini.

Eliane Umuhire und Denise Gough als ungleiches Paar

Queen spielt die ruandisch-französische Schauspielerin Eliane Umuhire, die man hierzulande aus „A Quiet Place: Tag Eins“ kennen kann und aus Balojis „Omen“. Anna ist Denise Gough, eine Irin, die zwei Olivier Awards gewonnen hat, für „People, Places and Things“ und „Angels in America“. Seriengucker kennen sie als ehrgeizige Offizierin Dedra Meero aus Andor. Für die Anna dieses Films ist das eine gute Voraussetzung: Eine Figur, die lernen muss, sich zurückzunehmen, braucht jemanden, der Zurückhaltung spielen kann, ohne unsichtbar zu werden.

Dominic West, ab dem 5. Oktober in der Serie War bei Sky zu sehen, spielt einen Warren, Laurent Lafitte einen Phillipe Leduc, Danny Sapani den Pater Alexis, der Aidskranke betreut. Welche Aufgabe West und Lafitte in der Geschichte haben, verraten Verleih und Presseheft nicht, und ich rate da nicht.

Originalfassung oder Synchronfassung?

Die Filmreederei bringt den Film als Original mit deutschen Untertiteln, als deutsche Synchronfassung und als barrierefreie Fassung. Originalsprache ist laut Verleih Englisch, TMDB führt zusätzlich Swahili. Normalerweise bin ich derjenige, der eine gute deutsche Fassung verteidigt. Hier würde ich zur OmU raten, wo sie läuft, weil in einem Film über die Frage, wer für wen spricht, auch hörbar sein sollte, wer welche Sprache mit wem spricht.

Wer in Call Me Queen spielt

  • Eliane Umuhire als Quinta „Queen“ Achungo
  • Denise Gough als Anna
  • Dominic West als Warren, Laurent Lafitte als Phillipe Leduc
  • Danny Sapani als Pater Alexis, Charlie Carrick als Michael
  • Regie: Emily Atef, Drehbuch: Emily Atef, Jeannine Dominy, Josune Hahnheiser, Hawa Essuman
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Erwartungen vor dem Start

keine Wertung
Der Titel gehört Queen. Ob ihr auch das Drehbuch gehört, sehe ich erst im Kino.Vorab eingeschätzt von FilmSchneider

✅ Darauf freuen wir uns

  • Queen steht im Titel und in der Mitte der Geschichte
  • Emily Atef dreht zum ersten Mal auf Englisch
  • Denise Gough und Eliane Umuhire als ungleiches Paar
  • Eine kenianisch-ghanaische Koautorin am Drehbuch

❓ Das macht uns nervös

  • Anna könnte trotzdem zur Retterin werden
  • 105 Minuten für sehr viel Stoff
  • Die erste deutsche Kritik bemängelt eine geraffte Figurenzeichnung
🛡️Unser Versprechen: keine erfundenen Details, keine „erwarteten Wertungen". Ab dem Start steht hier die volle Kritik mit Watcher-Score.
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Besetzung

bestätigt
Eliane UmuhireQueen
Danny SapaniFather Alexis
Charlie CarrickMichael
Dominic WestWarren
Denise GoughAnna
❓

FAQ zu Call Me Queen: Emily Atef stellt die Haushälterin aus dem Roman ins Zentrum

Beruht Call Me Queen auf einer wahren Geschichte?
Die direkte Vorlage ist fiktional, der Roman „Mercy“ von Lara Santoro. Real ist der Konflikt, den der Film aufgreift: In den 1990er-Jahren waren Aids-Medikamente in Kenia für die meisten Betroffenen unbezahlbar, und um günstige Nachahmerprodukte wurde politisch gestritten. Ob Queen ein reales Vorbild hat, sagen weder der Verleih noch die Produktion.
Wo lief Call Me Queen schon?
Laut filmportal.de gab es am 10. September 2026 eine Vorführung auf dem Filmmarkt des Toronto International Film Festival, die deutsche Erstaufführung folgte am 28. September 2026 auf dem Filmfest Hamburg in der Reihe Kaleidoscope. In Kenia soll der Film am 30. Oktober 2026 starten.
Welche Fassungen kommen in die deutschen Kinos?
Laut Filmreederei gibt es das englische Original mit deutschen Untertiteln, eine deutsche Synchronfassung und eine barrierefreie Fassung. Welche davon ein Kino zeigt, entscheidet das Kino selbst.
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