Poster zum Film Der verlorene Mann: Fürsorge hat mehr als eine Richtung

Der verlorene Mann: Fürsorge hat mehr als eine Richtung (2026)

Film · Drama · 2026 · 102 Min. · FSK 12

Von , aktualisiert am 18. Oktober 20262 Minuten LesezeitSo arbeiten wir

Kurt steht vor der Tür seiner früheren Frau und weiß nicht mehr, dass die beiden seit zwanzig Jahren geschieden sind. Hanne lebt längst mit Bernd zusammen. Der verlorene Mann von Welf Reinhart macht aus dieser Lage ein leises Drama über Demenz, Fürsorge und eine alte Liebe. Die beiden internationalen Kritiken, die wir gelesen haben, loben vor allem Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer und August Zirner und den unaufgeregten Blick auf die Krankheit. Eine von ihnen findet den Film allerdings etwas flach. Wir geben 7,5 von 10.

Quellen & Einordnung

Diese WatchGuide-Einschätzung beruht auf veröffentlichten Kritiken und Filminformationen. Die Note drückt unsere Gewichtung der Argumente aus, keinen rechnerischen Durchschnitt und keine persönliche Sichtungswertung.

So gewichten wir die Argumente

Wir geben 7,5 von 10. Beide Kritiken loben Dagmar Manzel, August Zirner und Harald Krassnitzer und den Umgang mit der Demenz ohne Sensation und ohne Mitleidsdramaturgie. High on Films ist durchweg begeistert, die International Cinephile Society findet den Ton dagegen etwas flach, die Regie pflichtschuldig und die Naturbilder abgegriffen. Diesen Einwand gewichten wir, deshalb bleibt die Note unter der Begeisterung von High on Films. Für Zuschauer, die ruhige Beziehungsdramen mögen, überwiegt das Schauspiel. Die Note ist unsere Gewichtung, kein Durchschnitt der Kritiken.

Verwendete Quellen

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Trailer

Unsere Einordnung

von WatchGuide-Redaktion
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Drei Menschen und eine gemeinsame Vergangenheit

Dagmar Manzel spielt die Künstlerin Hanne, August Zirner ihren Mann Bernd, einen pensionierten Pfarrer. Harald Krassnitzer ist Kurt, Hannes früherer Mann. Das Paar nimmt ihn vorübergehend auf. Laut Filmwelt kommt dadurch erst etwas Leichtigkeit in die eingespielte Ehe, später gerät das gemeinsame Leben aus dem Gleichgewicht. Das Drehbuch schrieben Tünde Sautier und Welf Reinhart, für Reinhart ist es der erste lange Spielfilm. Gezeigt wurde er zuerst im Wettbewerb des Filmfestivals Rotterdam. In Deutschland läuft er seit dem 7. Mai 2026, mit 102 Minuten und FSK 12.

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Demenz ohne große Szenen

Debanjan Dhar bei High on Films beschreibt Kurt als einen Mann, der ganz in einer alten Erinnerung lebt. Der Film mache daraus keine Sensation und verzichte auf übertriebene Momente. Reinharts Regie nennt Dhar zurückhaltend. Marc van de Klashorst bei der International Cinephile Society sieht das ähnlich. Für ihn ist die Demenz hier vor allem ein Problem zwischen Menschen und keine Krankengeschichte, und der Film badet nicht im Leid des Kranken. Er erwähnt auch, wie offen der Film über Sex im Alter spricht, und findet das erfrischend.

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Das Spiel trägt

Bei den Darstellern sind sich beide Kritiken einig. Dhar sieht Manzel im Zentrum des Films. Zirner überzeugt ihn gerade in den kleinen Lücken zwischen Bernds freundlichen Gesten, in denen Angst und Unsicherheit durchkommen. Van de Klashorst bescheinigt allen dreien solide Arbeit. Krassnitzer habe die schwerste Rolle und komme ohne auffällige Manierismen aus.

Uns interessiert an der Geschichte vor allem Bernd. Er hilft und darf trotzdem eifersüchtig oder überfordert sein. Nimmt der Film diese Seite ernst, wird aus der Pflegesituation ein Drama über alle drei. Dhars Beschreibung von Zirners Spiel spricht dafür.

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Wo der Film schwächer ist

Van de Klashorst findet den Ton ruhig und gleichmäßig, aber vielleicht etwas flach. Die Regie bleibt für ihn unauffällig und meist pflichtschuldig, die wiederkehrenden Naturbilder wirken auf ihn abgegriffen. Am Ende ist ihm der Film zu gedrückt, um lange nachzuwirken. Wer ein Drama mit starken Wendungen sucht, wird hier eher nicht glücklich.

5

Für wen sich der Film lohnt

Für einen ruhigen Abend mit einem Beziehungsdrama, das von seinen drei Hauptdarstellern lebt, würden wir den Film wählen. Wer eine Geschichte über Demenz sucht, die nicht auf Mitleid setzt, ist hier ebenfalls richtig. Unsere Note bleibt wegen der blassen Regie unter der Begeisterung von High on Films.

Wir haben den Film für diesen Beitrag nicht selbst gesehen. Grundlage sind die Kritiken von High on Films und der International Cinephile Society sowie die Angaben des Verleihs.

Bewertung

WatchGuide-Einschätzung

Auf Grundlage veröffentlichter Kritiken und Filminformationen. Quellen & Einordnung

Bewertet von , die Wertung steht oben.

Starkes Trio, ein unaufgeregter Blick auf Demenz und eine Regie, die eher blass bleibt. Für Freunde ruhiger Beziehungsdramen.

Wer streamt Der verlorene Mann?

Verfügbarkeit DE

Stand 18.10.2026: Der verlorene Mann ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten.

Im Abo enthalten 0
Derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten.

Stand 18.10.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB), Movie of the Night · ohne Gewähr

Besetzung

5 Rollen
  • HanneDagmar Manzel
  • KurtHarald Krassnitzer
  • BerndAugust Zirner
  • SamiraLene Dax
  • InesDionne Wudu

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