Wer streamt Kinds of Kindness?
Verfügbarkeit DEStand 24.07.2026: Kinds of Kindness läuft im Abo bei Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 24.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von TribunQuick Answer: Ist Kinds of Kindness sehenswert?
Kurze Antwort: JA – aber nur für Zuschauer, die bereit sind, sich auf ein sperriges, provokantes Filmexperiment einzulassen.
Für wen geeignet: Lanthimos-Fans, Arthouse-Cineasten, Liebhaber absurder Erzählstrukturen, Jesse Plemons-Bewunderer.
Nicht geeignet für: Mainstream-Kinogänger, Menschen mit schwachen Nerven, Fans linearer Erzählweisen.
Mein Urteil: Ein filmisches Experiment, das mich tagelang beschäftigt hat. Sperrig und manchmal quälend lang, aber mit Momenten brillanter Schauspielkunst und verstörender Schönheit.
Worum geht es in Kinds of Kindness?
Kinds of Kindness erzählt drei völlig separate, verstörende Geschichten über menschliche Kontrolle und perverse Formen der Fürsorge. In der ersten Episode kämpft Robert (Jesse Plemons) gegen die totale Überwachung seines Chefs Raymond (Willem Dafoe), der jeden Aspekt seines Lebens bis ins Detail kontrolliert. Die zweite Geschichte folgt Polizist Daniel (wieder Plemons), der überzeugt ist, dass seine totgeglaubte Frau Liz (Emma Stone) nach ihrer Rückkehr nicht mehr dieselbe Person ist. Im dritten Teil suchen Sektenmitglieder Emily (Stone) und Andrew (Plemons) nach einem prophezeiten spirituellen Führer.
Als ich 2017 „The Killing of a Sacred Deer“ gesehen hatte, dachte ich: „Irrer wird’s nicht mehr.“ Pustekuchen! Lanthimos beweist mit diesem Triptychon, dass er noch lange nicht am Ende seiner verstörenden Kreativität angekommen ist. Jede Episode dauert etwa 50 Minuten, funktioniert als eigenständiger Kurzfilm, aber zusammen ergeben sie ein faszinierendes Puzzle über die dunklen Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen.
Die erste Geschichte („The Death of R.M.F.“) ist dabei die zugänglichste – wenn man das bei Lanthimos überhaupt so sagen kann. Robert lebt ein Leben nach Raymonds Vorgaben: was er isst, wann er schläft, sogar seine Sexualpraktiken sind bis ins Detail vorgeschrieben. Als Raymond von ihm verlangt, mit seinem Auto absichtlich einen Menschen zu überfahren, bricht für Robert eine Welt zusammen. Jesse Plemons spielt hier einen Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs so überzeugend, dass mir mehrmals die Luft weggeblieben ist.
Episode zwei („R.M.F. is Flying“) ist psychologisch noch verstörender. Liz kehrt von einer Forschungsexpedition zurück, aber Daniel erkennt sie nicht wieder – obwohl sie äußerlich identisch ist. Die Paranoia, die Lanthimos hier aufbaut, ist so dicht, dass ich selbst zu zweifeln begonnen habe. Ist sie es wirklich? Oder spielt Emma Stone hier zwei verschiedene Personen? Der Film lässt uns bewusst im Unklaren.
Die dritte Geschichte („R.M.F. Eats a Sandwich“) treibt schließlich die Absurdität auf die Spitze. Emily und Andrew gehören einer Sekte an, die nach einem Menschen mit der Fähigkeit sucht, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Was folgt, ist eine bizarre Reise durch Amerikas religiöse Randgruppen, gespickt mit Momenten, die zwischen komisch und erschreckend pendeln.
Wie inszeniert Lanthimos seine Vision in Kinds of Kindness?
Yorgos Lanthimos kehrt zu seinem kalten, distanzierten Regiestil der frühen Karriere zurück und verzichtet auf die opulente Bildsprache von „Poor Things“. Stattdessen setzt er auf statische Kameraführung, symmetrische Bildkompositionen und eine fast klinische Ästhetik, die die emotionale Kälte seiner Charaktere widerspiegelt. Die bewusst artifiziellen Dialoge und das präzise choreografierte Schauspiel verstärken das Gefühl von Unwirklichkeit.
Nach der visuellen Opulenz von „Poor Things“ war ich gespannt, welche Richtung Lanthimos diesmal einschlagen würde. Die Antwort: zurück zu den Wurzeln! „Kinds of Kindness“ erinnert stilistisch stark an „Dogtooth“ oder „The Lobster“ – sterile Räume, merkwürdig steife Dialoge und diese typische Lanthimos’sche Kälte.
Kameramann Robbie Ryan (der bereits bei „Poor Things“ dabei war) arbeitet hier hauptsächlich mit statischen Einstellungen und symmetrischen Kompositionen. Keine wilden Kamerafahrten, keine spektakulären Aufnahmen – alles wirkt bewusst zurückgenommen und kontrolliert. Diese Ästhetik unterstreicht perfekt die Themen des Films: Kontrolle, Unterdrückung und emotionale Distanz.
Besonders beeindruckend fand ich, wie Lanthimos mit Räumen arbeitet. Roberts Wohnung in der ersten Episode ist so steril und unpersönlich wie ein Showroom. Daniels Haus in Episode zwei wirkt trotz häuslicher Gemütlichkeit seltsam bedrohlich. Und die Sektenzentrale im dritten Teil sieht aus wie eine Mischung aus Yoga-Studio und Gefängnis.
Der Regisseur lässt seinen Schauspielern auch wieder diese charakteristische „Lanthimos-Sprache“ sprechen – emotionslose, fast roboterhafte Dialoge, die wie aus einer anderen Welt zu kommen scheinen. Manche Kritiker finden das affektiert, ich finde es genial. Es verstärkt das Gefühl, dass wir es hier nicht mit normalen Menschen zu tun haben, sondern mit Figuren in einem surrealen Albtraum.
Wie schlagen sich die Darsteller in Kinds of Kindness?
Jesse Plemons liefert eine Karriere-definierende Leistung ab und spielt in allen drei Episoden völlig unterschiedliche Charaktere mit beeindruckender Wandlungsfähigkeit. Emma Stone zeigt erneut ihre Vielseitigkeit und wechselt mühelos zwischen verletzlicher Ehefrau und fanatischer Sektenfolgerin. Willem Dafoe verkörpert mit sadistischer Präzision drei verschiedene Formen der Macht und Kontrolle, während Hong Chau in ihren jeweiligen Rollen sowohl Opfer als auch Mittäterin sein kann.
Jesse Plemons hat mich schon in „Breaking Bad“ und „Fargo“ begeistert, aber hier übertrifft er sich selbst. In jeder Episode verkörpert er einen anderen Typ Mann: den unterwürfigen Robert, den paranoiden Daniel und den suchenden Andrew. Dabei verliert er nie seine Menschlichkeit, auch wenn seine Charaktere teilweise zu monströsen Handlungen fähig sind. Dass er in Cannes den Preis als bester Darsteller gewonnen hat, war mehr als verdient.
Emma Stone überrascht mich immer wieder. Nach ihrer Oscar-gekrönten Performance in „Poor Things“ hätte sie es sich leicht machen können. Stattdessen stürzt sie sich kopfüber in Lanthimos‘ verstörende Welt. Besonders in der dritten Episode als fanatische Emily zeigt sie eine Intensität, die mich mehrmals erschaudern ließ. Ihr Tanz in dieser Episode – improvisiert zwischen den „Poor Things“-Dreharbeiten – ist gleichzeitig hypnotisierend und beunruhigend.
Willem Dafoe spielt, was er am besten kann: den charismatischen Psychopathen. Als Raymond in Episode eins ist er der perfekte Kontrollfreak, als Liz‘ Vater in Teil zwei der besorgte, aber hilflose Angehörige, und als Sektenguru Omi schließlich der manipulative Prediger. Dafoe schafft es, in jeder Rolle eine andere Form der Macht zu verkörpern.
Hong Chau beweist erneut (nach „The Menu“ und „The Whale“), dass sie zu den unterschätztesten Darstellerinnen Hollywoods gehört. Margaret Qualley, Joe Alwyn und Hunter Schafer vervollständigen das Ensemble und zeigen, dass auch in kleineren Rollen bei Lanthimos nichts dem Zufall überlassen wird.
Wie wirken Kamera und Bildsprache in Kinds of Kindness?
Die visuelle Gestaltung von „Kinds of Kindness“ ist bewusst zurückgenommen und klinisch – ein starker Kontrast zu Lanthimos‘ vorherigem Film „Poor Things“. Kameramann Robbie Ryan arbeitet mit statischen Einstellungen, symmetrischen Kompositionen und einer gedeckten Farbpalette, die die emotionale Kälte der Erzählungen unterstreicht. Die sterilen Innenräume und die präzise Bildaufteilung verstärken das Gefühl von Kontrolle und Isolation.
Nach der visuellen Explosion von „Poor Things“ war ich gespannt, wie Lanthimos diesmal seine Geschichten visuell erzählen würde. Das Ergebnis ist ernüchternd im besten Sinne: „Kinds of Kindness“ sieht aus wie ein Anti-„Poor Things“. Wo dort jede Einstellung ein Gemälde war, herrscht hier klinische Präzision.
Robbie Ryan verzichtet fast komplett auf Kamerabewegungen. Die meisten Szenen bestehen aus statischen Einstellungen, die wie Tableaux wirken. Diese Ruhe verstärkt die Unheimlichkeit der Situationen – wenn sich dann doch mal die Kamera bewegt, wirkt es umso verstörender.
Die Farbpalette ist durchweg gedämpft: viel Grau, Beige und Weiß. Selbst die wenigen Farbakzente wirken seltsam leblos. Roberts Wohnung könnte aus einem IKEA-Katalog stammen, Daniels Haus sieht aus wie ein Fertighaus-Musterzimmer, und die Sekte residiert in Räumen, die an ein steriles Wellness-Center erinnern.
Besonders beeindruckend fand ich die Verwendung von Symmetrie. Viele Einstellungen sind perfekt zentriert, was eine fast zwanghafte Ordnung suggeriert. Diese visuelle Kontrolle spiegelt die thematische Kontrolle wider, die in allen drei Geschichten eine zentrale Rolle spielt.
Die wenigen Außenaufnahmen zeigen ein Amerika der Vorstädte und Highways – anonymous und trostlos. Es ist, als würde der ganze Film in einer Art Zwischenwelt spielen, weder ganz real noch völlig surreal.
Wie unterstützt die Musik die Atmosphäre in Kinds of Kindness?
Komponist Jerskin Fendrix, der bereits für „Poor Things“ ausgezeichnet wurde, setzt diesmal auf eine deutlich reduziertere Herangehensweise mit Fokus auf Klavier und Chor. Die Musik verstärkt die klinische Atmosphäre des Films und verzichtet auf die barocken Üppigkeiten seines vorherigen Lanthimos-Projekts. Besonders der Einsatz von Eurythmics‘ „Sweet Dreams“ als Eröffnungssong schafft eine ironische Distanz zu den folgenden Albträumen.
Jerskin Fendrix beweist mit seinem Score zu „Kinds of Kindness“, dass er mehr kann als die opulenten Orchestrierungen von „Poor Things“. Hier arbeitet er hauptsächlich mit Klavier und sparsam eingesetzten Chören – eine bewusste Reduktion, die perfekt zu Lanthimos‘ klinischem Stil passt.
Die Musik kommentiert nie offensichtlich das Geschehen, sondern verstärkt subtil die Unheimlichkeit der Situationen. Wenn Robert in der ersten Episode durch seine sterile Wohnung wandelt, begleiten ihn melancholische Klavierakkorde, die seine innere Leere widerspiegeln. Die wenigen Chorpassagen haben etwas Sakrales, aber auch Bedrohliches – perfekt für einen Film über pervertierte Formen von Spiritualität.
Der Einsatz von „Sweet Dreams (Are Made of This)“ zu Beginn ist ein Geniestreich. Der Pop-Hit der 80er Jahre wirkt in diesem Kontext wie eine zynische Prophezeiung – denn die Träume, die folgen, sind alles andere als süß. Lanthimos liebt es, bekannte Songs in völlig neue Kontexte zu setzen, und hier funktioniert das perfekt.
Was mir besonders gefallen hat: Fendrix verzichtet fast komplett auf Sounddesign-Effekte. Die Stille zwischen den Musikpassagen ist genauso wichtig wie die Töne selbst. In einer Zeit, in der Filme oft mit Score überladen werden, ist diese Zurückhaltung erfrischend.
Was sind die größten Stärken von Kinds of Kindness?
Die größte Stärke liegt in Jesse Plemons‘ außergewöhnlicher Performance und Lanthimos‘ Mut zu kompromissloser Erzählweise. Der Film schafft es, drei völlig unterschiedliche Geschichten zu erzählen, die dennoch thematisch miteinander verwoben sind. Die präzise Regie und die verstörend-schöne Ästhetik schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die noch Tage nach dem Kinobesuch nachwirkt.
Jesse Plemons allein ist schon Grund genug, diesen Film zu sehen. Seine Fähigkeit, drei völlig unterschiedliche Charaktere zu verkörpern, ohne dabei in Karikatur zu verfallen, ist schlichtweg brillant. Jeder seiner drei Männer hat eine andere Körpersprache, eine andere Stimme, eine andere Art zu leiden – und doch erkennt man immer noch den Menschen dahinter.
Lanthimos‘ Regie ist makellos. Nach den opulenten „The Favourite“ und „Poor Things“ war ich gespannt, ob er noch zu seinem alten, klinischen Stil zurückfinden würde. Nicht nur findet er zurück – er perfektioniert ihn. Die drei Episoden fühlen sich gleichzeitig wie Kurzfilme und wie Kapitel eines Romans an.
Die thematische Kohärenz trotz der völlig unterschiedlichen Handlungen ist beeindruckend. Alle drei Geschichten kreisen um Macht, Kontrolle und die perversen Formen, die Liebe und Fürsorge annehmen können. Ohne jemals preachy zu werden, hält Lanthimos uns einen verstörenden Spiegel vor.
Die visuelle Gestaltung verdient eine eigene Auszeichnung. Robbie Ryans Kameraarbeit ist so präzise choreografiert wie ein Ballett. Jede Einstellung sitzt perfekt, nie wirkt etwas zufällig oder überflüssig.
Der Cast insgesamt ist phenomenal. Emma Stone, Willem Dafoe, Hong Chau – alle liefern ab und zeigen, warum sie zu Lanthimos‘ Stammbesetzung gehören. Besonders bemerkenswert: Wie sie es schaffen, in jeder Episode völlig neue Personen zu werden.
Wo liegen die Schwächen von Kinds of Kindness?
Mit 164 Minuten ist der Film stellenweise unnötig langatmig, besonders die erste Episode hätte von einer strafferen Montage profitiert. Die bewusst kryptische Erzählweise wird manche Zuschauer frustrieren, und die emotionale Distanz der Charaktere macht es schwer, eine echte Verbindung zu ihnen aufzubauen. Zudem fehlt dem Film die narrative Klarheit und der emotionale Bogen seiner Vorgänger.
Mein größter Kritikpunkt: die Länge. 164 Minuten für drei Episoden bedeuten über 50 Minuten pro Geschichte – das ist für manche der Storys einfach zu viel. Besonders die erste Episode um Robert und Raymond zieht sich über weite Strecken. Ich hab mehrmals auf die Uhr geschaut und gedacht: „Okay, ich hab’s verstanden, können wir bitte weitermachen?“
Die emotionale Kälte, die bei Lanthimos normalerweise ein Stilmittel ist, wird hier manchmal zu einem Hindernis. In „The Favourite“ oder auch „Poor Things“ gab es immer noch Charaktere, zu denen man eine Verbindung aufbauen konnte. Hier bleiben alle Figuren seltsam distanziert und unerreichbar.
Die kryptische Erzählweise ist Fluch und Segen zugleich. Während ich es schätze, dass Lanthimos sein Publikum nicht unterschätzt, hätte ich mir manchmal etwas mehr Klarheit gewünscht. Die mysteriöse R.M.F.-Figur ist ein interessantes Bindeglied, aber ihre Bedeutung bleibt so nebulös, dass sie fast beliebig wirkt.
Der Film hat auch ein Pacing-Problem. Während die einzelnen Szenen oft brillant sind, fehlt den Episoden ein klarer dramatischer Bogen. Besonders die zweite Geschichte um Daniel und seine „Frau“ plätschert über weite Strecken vor sich hin, ohne wirklich voranzukommen.
Für Mainstream-Zuschauer ist „Kinds of Kindness“ schlichtweg zu sperrig. Das ist nicht unbedingt ein Fehler, aber es begrenzt natürlich die Reichweite des Films. Wer klare Antworten und befriedigende Auflösungen erwartet, wird hier bitter enttäuscht.
Für wen ist Kinds of Kindness geeignet?
„Kinds of Kindness“ richtet sich klar an ein cineastisches Publikum, das bereits mit Lanthimos‘ Werk vertraut ist und sich auf experimentelle Erzählformen einlassen kann. Der Film ist perfekt für Liebhaber von Arthouse-Kino, die provokante und verstörende Inhalte schätzen. Fans von Jesse Plemons werden seine tour de force Performance lieben, während Anhänger klassischer Narrative wahrscheinlich frustriert sein werden.
Wenn du „The Lobster“, „Dogtooth“ oder „The Killing of a Sacred Deer“ geliebt hast, ist das hier ein No-Brainer. Lanthimos kehrt zu seinen verstörenden Wurzeln zurück, und das wird seine Fans begeistern.
Jesse Plemons-Bewunderer kommen hier voll auf ihre Kosten. Nach seinen brillanten Auftritten in „Breaking Bad“, „Fargo“ und „The Power of the Dog“ beweist er hier endgültig, dass er zu den besten Charakterdarstellern seiner Generation gehört.
Für Cineasten, die gerne über Filme diskutieren, ist „Kinds of Kindness“ ein Geschenk. Die drei Episoden bieten so viel Diskussionsstoff, dass man wochenlang darüber reden kann. Was bedeutet R.M.F.? Sind die Geschichten miteinander verbunden? Was will uns Lanthimos damit sagen?
Studenten und Filmwissenschaftler werden ihre Freude haben. Der Film ist ein Paradebeispiel für experimentelles Erzählkino und bietet unzählige Ansatzpunkte für Analysen.
Fans von Emma Stone sollten sich das nicht entgehen lassen. Nach ihrem Oscar-Triumph in „Poor Things“ zeigt sie hier eine völlig andere Seite ihres Könnens.
Absolut nicht geeignet ist der Film für Menschen, die ins Kino gehen, um sich zu entspannen. „Kinds of Kindness“ ist Arbeit – anstrengende, aber lohnende Arbeit. Wer klare Gut-Böse-Schemata und happy Ends braucht, sollte die Finger davon lassen.
Auch für schwache Nerven ist der Film nichts. Es gibt zwar keine explizite Gewalt, aber die psychologische Intensität und die verstörenden Situationen können durchaus belasten.
Wer spielt in Kinds of Kindness mit?
- Jesse Plemons als Robert / Daniel / Andrew
- Emma Stone als Rita / Liz / Emily
- Willem Dafoe als Raymond / Scottie / Omi
- Hong Chau als Sarah / Martha / Aka
- Margaret Qualley als Vivian / Grace / Ruth
- Joe Alwyn als Collectibles Man / Jerry / Joseph
- Mamoudou Athie als Mark / Detective / Noah
- Hunter Schafer als Lisa / Shannon / Annie
- Yorgos Stefanakos als R.M.F. (in allen Episoden)
Fazit: Lohnt sich Kinds of Kindness?
Als langjähriger Lanthimos-Fan bin ich hin- und hergerissen. Einerseits freue ich mich riesig, dass er zu seinem alten, kompromisslosen Stil zurückgefunden hat. Andererseits vermisse ich die emotionale Zugänglichkeit von „The Favourite“ oder „Poor Things“. „Kinds of Kindness“ ist ein Film für echte Cineasten – sperrig, provokant und definitiv nicht für jeden geeignet. Aber Jesse Plemons‘ phänomenale Performance allein macht den Kinobesuch lohnenswert. Wer bereit ist, sich 164 Minuten lang verstören zu lassen, wird mit einem einzigartigen Filmerlebnis belohnt.
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Lanthimos kehrt zu seinen verstörenden Wurzeln zurück und liefert ein sperriges, aber faszinierendes Triptychon über die dunklen Seiten menschlicher Kontrolle.— aus der Wertung von Tribun
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Kinds of Kindness
Wo kann ich Kinds of Kindness streamen?
Kinds of Kindness läuft aktuell im Abo bei Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Kinds of Kindness?
Kinds of Kindness hat eine Laufzeit von rund 164 Minuten (2 Stunden und 44 Minuten).
Lohnt sich Kinds of Kindness?
Unsere Redaktion vergibt Kinds of Kindness einen Watcher-Score von 7,8 von 10. 'Kinds of Kindness' ist nichts für schwache Nerven oder Mainstream-Geschmäcker. Wer sich aber auf Lanthimos' kryptische Erzählweise einlässt, wird mit Jesse Plemons' Karriere-Performance und drei verstörend-schönen Geschichten belohnt. Der Film ist zu lang und manchmal quälend langsam, aber seine thematische Tiefe und visuelle Präzision machen das wett. Perfekt für Arthouse-Fans und alle, die ihr Kino gerne mit einer ordentlichen Portion Verstörung serviert bekommen.
Für wen ist Kinds of Kindness geeignet?
Kinds of Kindness ist vor allem etwas für Drama und Komödie-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Trailer
Besetzung
FAQ zu KINDS OF KINDNESS
Muss man Lanthimos' frühere Filme kennen, um Kinds of Kindness zu verstehen?
Wie verstörend ist Kinds of Kindness wirklich?
Was bedeutet die mysteriöse R.M.F.-Figur in allen drei Episoden?
Warum ist der Film so lang geworden?
Ist Kinds of Kindness Jesse Plemons' beste Performance?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen den drei Geschichten außer der Besetzung?
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