Der Titel nennt London, die Autofahrten führen zwischen Wien und Salzburg hin und her. Sebastian Brameshuber begleitet einen Fahrer und die Menschen, die auf Zeit neben ihm Platz nehmen. Bobby Sommer steht im Zentrum dieses Films zwischen dokumentarischer Beobachtung und erzählter Geschichte. Grandfilm kündigt den deutschen Kinostart für den 15. Oktober 2026 an. Dies ist eine Vorschau ohne Wertung.
Die Vorschau
von WatchGuide-RedaktionEine gemeinsame Strecke reicht für ein Gespräch
Der Fahrer nimmt wechselnde Mitreisende mit. Sie bringen Berufe, Ansichten und Vorhaben ins Auto; zugleich führt sein Weg zu einem Freund, der im Koma liegt. Die Filmseite von Grandfilm stellt die wiederkehrende Strecke und die unterschiedlichen Begegnungen ins Zentrum.
Ein Auto ist dafür ein merkwürdig geeigneter Ort. Man sitzt dicht beieinander, sieht aber meistens in dieselbe Richtung. Ein Gespräch kann persönlich werden, ohne dass daraus eine Verpflichtung für den nächsten Tag entsteht. Mich interessiert, ob der Film diese beiläufige Vertrautheit bewahrt oder die Mitfahrenden vor allem bestimmte gesellschaftliche Positionen aussprechen lässt.
Der Fahrer darf eine eigene Figur bleiben
Mit dem Besuch beim Freund steht etwas im Raum, das über die einzelne Fahrt hinausgeht. Darin könnte der Zusammenhang zwischen den Begegnungen liegen: Während andere weiterreisen und von ihren Plänen erzählen, bleibt für den Fahrer eine offene Situation bestehen. Diese Spannung braucht keine großen Ereignisse, wenn der Film sie in kleinen Veränderungen erfahrbar macht.
Die Mischung aus Dokument und Fiktion verlangt dabei Aufmerksamkeit. Ein glaubwürdig wirkendes Gespräch ist noch kein Beleg dafür, dass jede Situation unbeeinflusst entstanden ist. Für die spätere Kritik wäre wichtiger, wie der Film mit diesem Verhältnis umgeht, als ihn vorschnell in eine einzige Gattung einzuordnen.
Mit 122 Minuten nimmt sich London mehr Zeit, als der schlichte Aufbau zunächst vermuten lässt. Ob Wiederholung zum genauen Hinsehen einlädt oder die Erzählung bremst, lässt sich vorab nicht entscheiden. Wer ein ereignisreiches Roadmovie erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen. Der angekündigte Reiz liegt im Zuhören und in den Menschen, die nach einer gemeinsamen Fahrt wieder aussteigen.
Countdown zum Kinostart
London: Was zwischen Wien und Salzburg zur Sprache kommt ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Erwartungen vor dem Start
keine WertungIm Auto entsteht Nähe auf Zeit, ohne dass daraus schon eine Freundschaft werden muss.Vorab eingeschätzt von WatchGuide-Redaktion
Besetzung
5 Rollen- BobbyBobby Sommer
- CliffClifford Agu
- LanaLana Prerad
- PaulPaul Schild
- FredTed Fendt


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