Die Kritik
von TribunAudition von Takashi Miike ist einer dieser Filme, die man nicht vergisst. Nicht weil man es will – sondern weil man es nicht kann. Ich habe den Film 2002 auf einer importierten DVD gesehen, spätabends, alleine. Ein Fehler? Vielleicht. Aber einer, den ich nicht bereue. Dieser japanische Horrorfilm aus dem Jahr 1999 beginnt als melancholisches Drama über einen verwitweten Geschäftsmann und endet – naja, ihr wisst schon. Oder eben nicht. Und genau das macht ihn so besonders.
Quick Answer: Ist Audition sehenswert?
Kurze Antwort: JA – aber nur, wenn du bereit bist, dich auf einen Film einzulassen, der dich emotional und psychisch fordert. Audition ist kein Slasher, kein Jump-Scare-Fest. Es ist ein langsam brennendes Unbehagen, das in den letzten 30 Minuten explodiert.
Für wen geeignet: Fans von anspruchsvollem Horror, Liebhaber des japanischen Kinos, Menschen die Filme wie Shining oder Psycho schätzen, alle die mehr wollen als billige Schockeffekte.
Nicht geeignet für: Zartbesaitete, Fans von Action-Horror, Menschen die grafische Gewalt nicht ertragen können.
Mein Urteil: Audition ist ein Meisterwerk des psychologischen Horrors. Takashi Miike nimmt sich Zeit – fast schon quälend viel Zeit – um seine Geschichte aufzubauen. Und genau diese Geduld macht das Finale so verheerend. Nach 50 Jahren Filmerfahrung sage ich: Das hier ist einer der besten Horrorfilme, die je gedreht wurden.
Worum geht es in Audition?
Shigeharu Aoyama ist ein verwitweter Filmproduzent, der nach sieben Jahren Einsamkeit endlich wieder eine Partnerin sucht. Sein Freund Yoshikawa schlägt eine unkonventionelle Methode vor: Ein gefälschtes Casting für einen nicht existierenden Film, bei dem Aoyama potenzielle Partnerinnen unter dem Vorwand von Schauspiel-Auditions kennenlernen kann.
Unter den 30 Bewerberinnen fällt ihm sofort Asami Yamazaki auf. Jung, zurückhaltend, mit einer fast überirdischen Anmut. Ihre Bewerbung erwähnt eine Karriere als Balletttänzerin, die nach einer Verletzung endete. Aoyama ist fasziniert. Besessen wäre vielleicht das richtige Wort.
Klingt harmlos? Fast romantisch?
Das ist der Trick.
Miike verbringt die erste Stunde damit, eine Art Liebesgeschichte zu erzählen. Man mag Aoyama. Man versteht seine Einsamkeit, seine Sehnsucht nach Verbindung. Die Kameraführung ist ruhig, fast meditativ. Japanische Innenräume in gedämpften Farben. Lange Gespräche bei Tee und Sake. Und dann – mitten in dieser Ruhe – ein Telefon, das klingelt. Ein Sack, der sich bewegt.
Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment. Meine Hand zuckte zur Fernbedienung. Nicht um auszuschalten. Sondern weil ich instinktiv zurückspulen wollte. Hatte ich das wirklich gesehen?
Wie funktioniert Audition als Horrorfilm?
Audition ist ein Slow-Burn-Horror im reinsten Sinne. Der Film investiert 70 Minuten in Charakterentwicklung, bevor er in den letzten 30 Minuten alles abbrennt, was er aufgebaut hat. Das Ergebnis ist einer der verstörendsten Filmklimax der Horrorgeschichte – nicht wegen der grafischen Gewalt, sondern wegen der emotionalen Investition.
Miike versteht etwas, das viele Horrorregisseure nicht kapieren: Angst braucht Zeit. Man kann niemanden erschrecken, der sich nicht vorher sicher gefühlt hat. Die erste Stunde von Audition fühlt sich an wie ein Arthouse-Drama über Einsamkeit und Alter. Man entspannt sich. Man denkt: Okay, das ist also japanisches Kino, langsam und kontemplativ.
Falsch gedacht.
Die Hinweise sind da, wenn man genau hinschaut. Asamis leere Wohnung. Ihre ausweichenden Antworten. Die Narben an ihren Beinen. Aber Miike präsentiert sie so beiläufig, dass man sie übersieht – genau wie Aoyama sie übersieht. Der Film macht uns zu Komplizen seiner Selbsttäuschung.
Bei Rotten Tomatoes hält Audition 81% bei den Kritikern und 80% beim Publikum [Stand: Januar 2026]. Der Critics Consensus bringt es auf den Punkt: „An audacious, unsettling Japanese horror film that entertains as both a grisly shocker and a psychological drama.“
Wer spielt in Audition mit?
Ryo Ishibashi spielt den verwitweten Aoyama mit einer Mischung aus Würde und Verzweiflung, die den Film trägt. Eihi Shiina als Asami liefert eine der ikonischsten Performances der Horrorgeschichte – ihre ruhige, fast geisterhaft-schöne Präsenz macht das Finale umso schockierender.
Ishibashi war damals hauptsächlich als Musiker bekannt (er spielte Schlagzeug bei der Rockband ARB). Seine Unerfahrenheit als Schauspieler gibt Aoyama eine Authentizität, die einem trainierten Darsteller vielleicht gefehlt hätte. Er ist dieser einsame Mann mittleren Alters, unsicher und hoffnungsvoll zugleich.
Eihi Shiina. Was soll ich sagen? Ich habe viele Horror-Performances gesehen. Linda Blair in Der Exorzist. Anthony Hopkins als Hannibal. Jack Nicholson in Shining. Shiinas Asami gehört in diese Liga. Vielleicht sogar darüber.
Das Erschreckende an ihrer Performance ist die Kontrolle. Asami ist nie hysterisch, nie übertrieben böse. Sie ist – oder war es 2001? Nein, 1999 – ruhig. Methodisch. Der berühmte Satz „Kiri kiri kiri“ (etwa: „Tiefer, tiefer, tiefer“) wird so zärtlich gesprochen, dass es einem den Magen umdreht.
Jun Kunimura als Yoshikawa komplettiert das Ensemble. Er spielt den Freund, der die ganze verrückte Idee erst hatte – und der als erster merkt, dass etwas nicht stimmt. Seine warnenden Blicke sind wie Leuchtfeuer, die Aoyama konsequent ignoriert.
Wie gut ist die Regie von Takashi Miike?
Takashi Miike, bekannt für seine extreme Produktivität (über 100 Filme!) und stilistische Bandbreite, liefert mit Audition sein zugänglichstes und gleichzeitig verstörendstes Werk. Seine Regie ist ein Meisterkurs in Spannung – er zeigt fast nichts und erreicht damit alles.
Miike hatte 1999 bereits über 30 Filme gedreht. Meistens Low-Budget-Yakuza-Streifen, oft mehrere pro Jahr. Audition war anders. Er nahm sich Zeit. Er wartete. Er ließ die Kamera auf Gesichtern ruhen, bis es unangenehm wurde.
Die Traumsequenzen im dritten Akt sind – ja, wie beschreibt man das? – desorientierend auf eine Weise, die sich absichtlich anfühlt. Man weiß nicht mehr, was real ist. Man will es nicht mehr wissen. Die Grenzen zwischen Erinnerung, Traum und Gegenwart verschwimmen, und Miike zwingt uns, diese Verwirrung auszuhalten.
Bei den Filmfestspielen in Rotterdam 2000 sorgte die Premiere für Ohnmachtsanfälle und vorzeitige Flucht aus dem Kino. Keine Marketing-Übertreibung. Das passierte wirklich. Rob Zombie nannte Audition später den „most disturbing film I’ve ever seen“ – und das von jemandem, der House of 1000 Corpses gedreht hat.
Was macht die Kameraarbeit besonders?
Kameramann Hideo Yamamoto arbeitet mit einer fast dokumentarischen Zurückhaltung, die den Horror verstärkt statt ihn zu dämpfen. Die ruhigen, oft statischen Einstellungen schaffen ein falsches Sicherheitsgefühl – wenn die Gewalt kommt, gibt es keinen filmischen „Schutz“ mehr.
Audition sieht nicht aus wie ein Horrorfilm. Keine schrägen Kamerawinkel, keine dramatische Beleuchtung. Die Farbpalette ist gedämpft – Beige, Grau, das Braun von Tatami-Matten. Man könnte Screenshots machen und sie für ein Familiendrama halten.
Genau das ist der Punkt.
Die berüchtigte finale Szene wird in langen, ungeschnittenen Einstellungen gefilmt. Keine schnellen Schnitte, um uns Erholung zu gönnen. Die Kamera schaut einfach zu. Gnadenlos. Yamamoto sagte später in einem Interview, Miike habe ihn angewiesen, „wie ein Zeuge zu filmen, nicht wie ein Regisseur.“ Das Ergebnis ist unerträglich – auf die bestmögliche Weise.
Wie gut ist der Soundtrack von Audition?
Komponist Koji Endo liefert einen minimalistischen Score, der mehr durch Abwesenheit wirkt als durch Präsenz. Lange Passagen sind fast still – und genau diese Stille wird zum Horror-Element, wenn sie von Asamis sanfter Stimme durchbrochen wird.
Der Film hat kaum Musik im traditionellen Sinne. Keine Streicherdramatik, keine Schock-Akkorde. Stattdessen: Das Rascheln von Kleidung. Das Klappern von Geschirr. Das Summen einer leeren Wohnung.
Und dann dieses Telefon.
Das Klingeln des Telefons – Asamis Telefon – ist vielleicht das effektivste Sound-Element des Films. Es ist so alltäglich, so harmlos. Und doch, nach dem ersten Drittel des Films, wird jedes Klingeln zur Drohung. Klassische Konditionierung, filmisch perfekt umgesetzt.
Im Budget von nur $250.000 [Quelle: TMDB] war ein orchestraler Score ohnehin nicht drin. Aber Endo macht aus der Not eine Tugend. Die Musik ist da – in den Momenten, die Aoyamas romantische Verblendung spiegeln. Wenn Asami mit ihm essen geht. Wenn sie am Meer spazieren. Sanft, hoffnungsvoll. Das macht das spätere Schweigen umso brutaler.
Welche Themen behandelt Audition?
Audition ist auf der Oberfläche ein Horrorfilm, aber darunter brodeln Themen wie Misogynie, Objektifizierung, Trauma und die Macht-Dynamik zwischen den Geschlechtern. Miike dreht den Spieß um – der „Jäger“ wird zur Beute, und die Strafe ist apokalyptisch.
Die Grundprämisse ist bereits problematisch, und der Film weiß das. Ein Mann inszeniert ein Fake-Casting, um Frauen zu „bewerten“ und sich eine auszusuchen. Das ist – sorry, aber anders kann man es nicht sagen – creepy. Aoyama mag sympathisch wirken, aber sein Verhalten ist manipulativ.
Miike lässt uns das vergessen. Oder verdrängen. Wir mögen Aoyama, also rationalisieren wir sein Verhalten. Er ist einsam! Er meint es doch gut! Und genau das macht der Film mit uns: Er zeigt uns unsere eigene Bereitschaft, problematisches Verhalten zu entschuldigen, wenn der Täter „nett“ erscheint.
Asami ist kein Monster ohne Grund. Ihre Backstory – angedeutet in verstörenden Flashbacks – zeigt systematischen Missbrauch. Sie wurde gebrochen, lange bevor Aoyama sie traf. Was sie tut, ist nicht „gerechtfertigt“ (nichts davon ist gerechtfertigt), aber es ist nachvollziehbar in einer albtraumhaften Logik.
Ob das feministische Rache-Fantasie ist oder misogyner Alptraum? Darüber streiten Filmkritiker seit 25 Jahren. Ich glaube, es ist beides. Oder keines von beiden. Audition weigert sich, einfache Antworten zu geben. Und genau das macht ihn so gut.
Was sind die Stärken von Audition?
Die größte Stärke von Audition ist seine Geduld. Der Film vertraut seinem Publikum genug, um eine Stunde lang scheinbar nichts zu tun – und diese Investition zahlt sich in einem Finale aus, das unmöglich so wirken würde ohne den langsamen Aufbau.
Weitere Stärken:
- Die Performances: Ishibashi und Shiina sind makellos. Keine Übertreibung, keine Hollywood-Hysterie.
- Die Atmosphäre: Japan hat selten so bedrohlich ausgesehen. Selbst Tageslicht-Szenen fühlen sich falsch an.
- Die Ambiguität: Was ist real? Was ist Traum? Was ist Erinnerung? Der Film sagt es nicht – und das ist okay.
- Die kulturelle Spezifität: Das ist kein Film, der in Hollywood hätte entstehen können. Die japanische Zurückhaltung, das Unausgesprochene – essentiell.
Auf Letterboxd hat der Film 3.8/5 Sterne bei über 256.000 Bewertungen [Stand: Januar 2026]. Ein User-Kommentar bringt es auf den Punkt: „I love watching people watch Audition almost as much as I love Audition.“
Was sind die Schwächen von Audition?
Das langsame Tempo ist gleichzeitig Stärke und Schwäche. Wer mit der Erwartung eines klassischen Horrorfilms kommt, wird 70 Minuten lang enttäuscht sein – und dann vielleicht zu verstört, um das Finale zu genießen.
Mögliche Kritikpunkte (die ich nicht alle teile, aber verstehe):
- Das Pacing: Ja, es ist langsam. Sehr langsam. Für manche zu langsam.
- Die Traumsequenzen: Der dritte Akt wird surreal bis zur Verwirrung. Nicht jeder mag das.
- Die Gewalt: Für manche zu extrem, für andere (seltsamerweise) fast enttäuschend nach dem Hype.
- Asamis Motivation: Bleibt vage. Man erfährt Andeutungen, aber keine vollständige Erklärung.
Beim weltweiten Einspielergebnis von $365.049 [Quelle: Box Office Mojo] zeigt sich: Das war kein Mainstream-Hit. Audition ist ein Film für ein bestimmtes Publikum – und dieses Publikum liebt ihn dafür umso mehr.
Welche Filme sind ähnlich wie Audition?
Audition steht in einer Tradition des langsamen, psychologischen Horrors, der Atmosphäre über Jump-Scares stellt. Fans des Films sollten sich das frühe Werk von David Lynch ansehen, den koreanischen Horror der 2000er und die „Neuen Extreme“ des französischen Kinos.
Empfehlungen für Fans von Audition:
- Shining (1980) – Kubricks Meisterwerk teilt die langsame Eskalation
- Das Schweigen der Lämmer (1991) – Psychologischer Horror auf höchstem Niveau
- Psycho (1960) – Der Urahn des Twist-Horrors
- Oldboy (2003) – Koreanischer Extremfilm mit ähnlicher emotionaler Wucht
- Martyrs (2008) – Französischer Extrem-Horror, nichts für schwache Nerven
Innerhalb von Miikes Filmografie empfehle ich außerdem „Ichi the Killer“ (2001) für diejenigen, die mehr Extrem-Kino wollen – aber Vorsicht: Der ist noch heftiger als Audition.
Wer sind die Hauptdarsteller in Audition?
Ryo Ishibashi (Shigeharu Aoyama), Eihi Shiina (Asami Yamazaki), Jun Kunimura (Yasuhisa Yoshikawa), Tetsu Sawaki (Shigehiko Aoyama), Miyuki Matsuda (Ryoko Aoyama) – ein Ensemble, das den Film mit zurückhaltender Intensität trägt.
| Schauspieler | Rolle | Bekannt aus |
|---|---|---|
| Ryo Ishibashi | Shigeharu Aoyama | Suicide Club, The Grudge 2 |
| Eihi Shiina | Asami Yamazaki | Tokyo Gore Police, Lesson of the Evil |
| Jun Kunimura | Yasuhisa Yoshikawa | Kill Bill Vol. 1, Godzilla Minus One |
| Tetsu Sawaki | Shigehiko Aoyama | Aoyamas Sohn |
| Miyuki Matsuda | Ryoko Aoyama | Verstorbene Ehefrau (Rückblenden) |
Fun Fact: Eihi Shiina hatte vor Audition kaum Schauspielerfahrung. Sie war hauptsächlich Model. Miike castete sie wegen ihrer „leeren Augen“ – eine Beschreibung, die brutal klingt, aber perfekt zur Rolle passt.
Hinweis zur deutschen Fassung
Audition sollte unbedingt in der japanischen Originalfassung mit Untertiteln geschaut werden. Die Atmosphäre des Films lebt von den leisen Zwischentönen der japanischen Sprache – das sanfte „Kiri kiri kiri“ verliert in jeder Synchronisation seine verstörende Wirkung. Eine hochwertige deutsche Synchronfassung existiert, aber für das volle Erlebnis: OmU.
Was sind die besten Zitate aus Audition?
„Kiri kiri kiri…“ – Asami Yamazakis berüchtigter Satz während der Folterszene ist zum Synonym für den Film geworden. Drei kleine Silben, zärtlich geflüstert, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Weitere prägnante Zitate:
„This wire can cut through meat and bone easily.“ („Dieser Draht schneidet leicht durch Fleisch und Knochen.“) – Asami
„Words create lies. Pain can be trusted.“ („Worte erschaffen Lügen. Schmerz ist vertrauenswürdig.“) – Asami
„I knew something was wrong with her. But I couldn’t stop.“ („Ich wusste, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Aber ich konnte nicht aufhören.“) – Aoyama
Das letzte Zitat fasst den Film perfekt zusammen. Wir alle wissen, dass etwas nicht stimmt. Die Warnzeichen sind da. Aber wir können nicht aufhören hinzuschauen.
Wie entstand Audition?
Audition basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ryu Murakami aus dem Jahr 1997. Regisseur Takashi Miike drehte den Film 1999 mit einem Mikro-Budget von nur $250.000 – ein Bruchteil dessen, was Hollywood für einen Horror-Film ausgibt.
Murakami ist nicht verwandt mit Haruki Murakami (der andere berühmte japanische Autor). Ryu Murakamis Werk ist deutlich düsterer, oft explizit in Gewalt und Sexualität. Seine Romane wurden mehrfach verfilmt, darunter auch „In the Miso Soup“ und „Piercing“.
Miike hatte 1999 bereits ein beeindruckendes Tempo vorgelegt – manchmal sechs bis sieben Filme pro Jahr. Audition war eine Auftragsarbeit, aber eine, die ihm künstlerische Freiheit ließ. Die Produzenten von Omega Project wollten einen „Dating-Horror“ – was sie bekamen, war deutlich verstörender.
Die Dreharbeiten dauerten nur wenige Wochen. Bei dem Budget konnte man sich keine Wiederholungen leisten. Eihi Shiina sagte später, die Folterszene sei in einem einzigen Take gedreht worden – was die Performance noch beeindruckender macht.
Peter Bradshaw vom Guardian nannte den Film einen „stomach-turning masterpiece“ – eine Beschreibung, die sich im Marketing etablierte.
Was sollte man noch über Audition wissen?
Audition polarisierte bei seiner Premiere wie kaum ein anderer Film. Bei den Filmfestspielen in Rotterdam 2000 verließen Zuschauer fluchtartig den Saal, manche kollabierten. Quentin Tarantino bezeichnete Audition als einen seiner Lieblingsfilme aller Zeiten.
Interessante Fakten:
- Festival-Chaos: Bei der Premiere in Rotterdam mussten medizinische Helfer bereitstehen. Kein Marketing-Gag.
- Eli Roth-Einfluss: Der „Hostel“-Regisseur nennt Audition als direkte Inspiration für sein Werk.
- Shiinas Karriere: Nach Audition wurde sie zur Ikone des japanischen Extrem-Kinos, obwohl sie eigentlich Model war.
- Der Sack: Die Szene mit dem sich bewegenden Sack wurde in einem Take gedreht. Der Inhalt? Ein Schauspieler in Embryonalstellung.
- Kein CGI: Die Effekte sind praktisch. Was ihr seht, war wirklich da – mehr oder weniger.
- Amerikanisches Remake: War jahrelang in Entwicklung, kam nie zustande. Wahrscheinlich besser so.
Miike drehte im Jahr nach Audition sieben weitere Filme. Der Mann kennt keine Pause.
Ähnliche Filme wie Audition
Wer Audition mochte, sollte diese Filme auf die Watchlist setzen – japanischer und internationaler Horror, der ähnlich unter die Haut geht.
- Shining (1980) – Kubricks Hotel-Albtraum mit Jack Nicholson
- Das Schweigen der Lämmer (1991) – Psycho-Horror-Meisterwerk
- Psycho (1960) – Hitchcocks Genre-Definierendes Werk
- Misery (1990) – Kathy Bates‘ Oscar-Performance
- The Conjuring (2013) – Moderner Slow-Burn-Horror
Japanischer Horror zum Weiterschauen:
- Ringu (1998) – Der Film, der J-Horror nach Hollywood brachte
- Ju-On (2002) – Kayakos Fluch in voller Länge
- Dark Water (2002) – Atmosphärischer Horror von Ringu-Regisseur Nakata
Bewertung
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von Tribun — eine Person, ein begründetes Urteil.
Kiri kiri kiri...— aus der Wertung von Tribun
Wer streamt Audition?
Verfügbarkeit DEStand 10.01.2026: Audition läuft im Abo bei Prime Video – mit deutscher Synchronfassung.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 10.01.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Audition
Wo kann ich Audition streamen?
Audition läuft aktuell im Abo bei Prime Video; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome und freenet Video. Stand September 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Ab welchem Alter ist Audition freigegeben?
Audition ist in Deutschland ab FSK 18 freigegeben. Für jüngere Zuschauer ist den Film damit nicht freigegeben.
Wie lange dauert Audition?
Audition hat eine Laufzeit von rund 115 Minuten (1 Stunde und 55 Minuten).
Lohnt sich Audition?
Unsere Redaktion vergibt Audition einen Watcher-Score von 9,0 von 10. Audition ist ein Meisterwerk des psychologischen Horrors und ein Film, den man einmal sehen sollte – aber vielleicht nicht zweimal. Die ersten 70 Minuten sind geduldiges Drama, die letzten 30 sind purer Albtraum. Eihi Shiinas Performance als Asami gehört zu den ikonischsten der Horrorgeschichte. Wer anspruchsvollen Horror sucht, der unter die Haut geht statt nur auf den Magen, ist hier richtig. 9/10 – Ein verstörendes Meisterwerk, das man nicht vergisst.
Für wen ist Audition geeignet?
Audition ist vor allem etwas für Horror und Drama-Fans und alle, die herausragende Filme suchen. Wegen der Freigabe ab FSK 18 ist den Film nichts für jüngere Zuschauer.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Audition
Wie verstörend ist Audition wirklich?
Was bedeutet "Kiri kiri kiri"?
Ist das Ende von Audition real oder ein Traum?
Basiert Audition auf einer wahren Geschichte?
Warum gilt Audition als feministischer Film?
Wurde Audition in Deutschland indiziert?
Der Saal
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1 Kommentar
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diesen Film noch nie gesehen habe.
Der steht schon ewig auf meiner Liste, weil ich den auch immer wieder empfohlen bekommen habe und der geistert mir auch immer wieder mal durch den Hinterkopf, aber ich verpeile es immer wieder mir den mal anzuschauen.
Ich habe den auch in meiner DVD-Sammlung und das macht die ganze Sache irgendwie nur noch trauriger.