Countdown zum Kinostart
Resident Evil: Cregger bringt Raccoon City zurück ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
Die Vorschau
von NordNoirResident Evil startet in Deutschland am 17.09.2026 im Kino und versucht wieder einmal das, woran dieses Franchise im Film schon oft gescheitert ist: sich wirklich wie Survival Horror anzufühlen. Zach Cregger erzählt diesmal keine direkte Leon-, Jill- oder Alice-Geschichte, sondern schickt Austin Abrams als medizinischen Kurier Bryan durch eine Nacht, die in Raccoon City kippt. Bewertung gibt es vor der Sichtung keine, aber als Preview ist dieser Neustart sofort interessant.
Warum dieser Neustart mehr Druck hat als normale Horrorware
Resident Evil ist im Kino nie einfach nur ein neuer Horrorfilm. Der Name bringt Capcom-Erwartungen, alte Paul-W.S.-Anderson-Gewohnheiten, die Netflix-Serie und jede Menge Fan-Misstrauen mit. Der neue Film muss also zwei Dinge schaffen: als Film funktionieren und sich trotzdem nach Resident Evil anfühlen.
Die spannendste Entscheidung ist, dass Zach Cregger offenbar an den Rand der bekannten Spielwelt geht. Bryan ist kein ikonischer Game-Held, sondern ein Kurier mit einem biomedizinischen Paket. Das kann nerven, wenn es nur nach Lizenztrick aussieht. Es kann aber auch helfen, weil der Film nicht sofort gegen Leon Kennedy, Claire Redfield oder Jill Valentine verliert.
Cregger hat mit Barbarian gezeigt, dass er Räume kippen lassen kann. Eine Tür, ein Keller, eine falsche Sicherheit: Solche Dinge passen zu Resident Evil besser als laute Daueraction. Der Teaser, der Ende April 2026 online ging, setzt ebenfalls eher auf Isolation, Schnee, eine unheimliche Lieferung und diese unangenehme Frage, was hinter der nächsten Ecke wartet.
Bryan fährt, Raccoon City kippt, und hoffentlich knirscht es
Die Grundidee ist angenehm simpel: Ein Kurier nimmt einen Auftrag an, dann bricht eine Infektion aus, und aus einer Lieferung wird ein Überlebenslauf. Das ist kein komplizierter Mythologie-Baukasten, sondern erst einmal ein guter Horror-Motor.
Wichtig wird, ob der Film die Stadt als Bedrohung begreift. Resident Evil lebt nicht nur von Kreaturen, sondern von Orten: Krankenhausgänge, verlassene Häuser, Laborreste, Straßen, die plötzlich keinen Ausgang mehr haben. Wenn Bryan wirklich durch diese Welt stolpert, statt nur von Setpiece zu Setpiece zu rennen, könnte der Film endlich näher an das Gefühl der Spiele kommen.
Die Gefahr liegt auf der Hand. Eine neue Hauptfigur kann frischen Blick bringen, aber auch wie Ausweichen wirken. Fans wollen keine reine Namenshülle. Sie wollen diese Mischung aus Virus-Panik, bizarrer Konzernkälte, Munitionsnot und Körperhorror. Und ja, ein bisschen Wahnsinn darf auch rein. Resident Evil ohne seltsame Übertreibung wäre fast schon verdächtig.
Was Zach Cregger richtig treffen muss
Cregger schreibt zusammen mit Shay Hatten, produziert wird unter anderem über Constantin Film, Vertigo Entertainment und Davis Films. Das Franchise hat also wieder große Maschinerie im Rücken. Gerade deshalb muss der Film kleiner denken, wenn er Angst erzeugen will.
Der beste Resident-Evil-Moment ist selten die Explosion. Es ist eher der Augenblick, in dem du eine Tür öffnest und hoffst, dass dahinter nur ein leerer Raum liegt. Der neue Film scheint diese Perspektive zu suchen: Bryan ist kein Supersoldat, sondern ein Mann, der wahrscheinlich viel zu spät versteht, was er da transportiert.
Für WatchGuide ist das der Knackpunkt. Als Horrorfilm muss Resident Evil 2026 Körper, Geräusche und Enge ernst nehmen. Als Science-Fiction-Stoff braucht er die biomedizinische Seite, ohne alles totzuerklären. Und als Franchise-Reboot muss er zeigen, dass Raccoon City mehr ist als ein Logo auf einem Poster.
Der Cast sieht kleiner aus, als das Franchise klingt
Die bisher bekannte Besetzung wirkt nicht nach überladenem Ensemble, was für diesen Ansatz gut sein kann. Austin Abrams führt den Film als Bryan an, dazu kommen Zach Cherry, Kali Reis, Paul Walter Hauser und Johnno Wilson. Die Rollen sind noch nicht alle groß erklärt.
- Austin Abrams spielt Bryan, den medizinischen Kurier, der in den Ausbruch hineingerät.
- Zach Cherry ist als Dave gelistet; bei Cregger könnte genau so eine Figur schnell vom Comic Relief zur Panikfläche wechseln.
- Kali Reis steht als Pauline im Cast und bringt eine härtere Präsenz mit, die dem Stoff guttun kann.
- Paul Walter Hauser taucht als Carl auf, eine Besetzung, bei der man sofort auf eine eigenwillige Nebenfigur hofft.
- Johnno Wilson spielt Max. Über die Figur ist noch wenig bekannt, also bleibt sie vorerst Teil des Fragezeichens.
Dass hier keine großen Spiel-Ikonen als Hauptrollen im Vordergrund stehen, kann mutig sein. Es nimmt Druck aus falschem Fanservice. Gleichzeitig muss der Film die bekannten Figuren nicht ersetzen, sondern seine eigene Perspektive rechtfertigen. Genau daran wird diese Preview-Frage hängenbleiben.
Wo Resident Evil bei WatchGuide hingehört
Innerhalb von WatchGuide sitzt der Film zwischen Franchise-Neugier, Gaming-Adaption und Nacht-Horror. Wer an klaustrophobische Monsterfilme denkt, landet schnell bei Alien. Wer lieber Action-Survival mit Kreaturendruck sucht, kann auch Predator danebenlegen.
Für Infektions- und Ausbruchshorror ist Train to Busan ein guter Gegenpol, weil dort Bewegung, Panik und Menschlichkeit zusammenkommen. Der Nebel zeigt wiederum, wie stark eine Gruppe unter Druck kippen kann. Und wenn es um moderne Horror-Erklärungen geht, bleibt unsere Analyse zu Get Out Ende erklärt ein besserer Long-Tail-Anker als reine Franchise-Nostalgie.
Außerdem liegt ein naheliegender Vergleich direkt im eigenen Haus: Die alte Resident-Evil-Netflix-Serie hat gezeigt, wie schnell diese Marke im falschen Ton hängenbleibt. Der neue Film muss nicht alles aus den Spielen nacherzählen. Aber er muss begreifen, warum diese Welt seit Jahren nicht loslässt.
Erwartungen vor dem Start
keine Wertung✅ Darauf freuen wir uns
- Zach Cregger bringt echtes Horror-Gespür mit
- Originalfigur kann Fanservice-Druck senken
- Raccoon City bleibt ein starkes Setting
❓ Das macht uns nervös
- Resident Evil wurde im Film schon oft verwässert
- Neue Hauptfigur muss sich gegen Spiel-Erwartungen behaupten
- Zu viel Action würde den Survival-Horror wieder überfahren
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