Poster zum Film Das Drama: Borgli nimmt Zendaya und Pattinson auseinander (2026)

Das Drama: Borgli nimmt Zendaya und Pattinson auseinander (2026)

🎬 Film 106 Min. LiebesfilmKomödie
⚡ Kurz gesagt

Ich bin nach dem Kino erstmal spazieren gegangen. Am Rhein, Ehrenfeld Richtung Mediapark, Kölsch in der Hand. Anke hat per WhatsApp gefragt wie es war. Ich hab geschrieben: Gut. Unbequem. Beides. The Drama ist kein Film den man genießt. Es ist ein Film der einen beschäftigt. Borgli nimmt eine Situation die jeder kennt – diesen Moment wo jemand bei einem Abendessen zu viel sagt – und dreht die Schraube solange bis es wehtut. Pattinson und Zendaya machen das fantastisch, Alana Haim stiehlt ihnen die Show, und der Schnitt ist so präzise wie ein chirurgisches Instrument. Nicht perfekt. Das zweite Watcher-Score 7,5/10.

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Stand 07.08.2026: Das Drama - Noch mal auf Anfang ist derzeit in keinem Streaming-Abo enthalten, lässt sich aber ab 5,99 € leihen oder kaufen (z. B. bei Apple TV+).

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 07.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Die Kritik

von FilmSchneider

Das Drama – Noch mal auf Anfang startet heute in den deutschen Kinos, und Kristoffer Borgli liefert genau den Film ab, vor dem sich alle fürchten: Eine Romantic Comedy die keine ist.

Zendaya und Robert Pattinson als Verlobte die beim Dinner ein Geständnisspiel spielen. Was danach passiert sind 106 Minuten kontrolliertes Chaos. A24 halt. 7.5 von mir, und ich musste eine Nacht drüber schlafen.

Borgli. Der Norweger mit dem Skalpell.

Ich muss kurz ausholen. Kristoffer Borgli hat 2023 Dream Scenario gemacht, diesen Film in dem Nicolas Cage plötzlich in den Träumen von Millionen Menschen auftaucht. Ich fand den Film clever, aber unfertig. Wie eine Kurzgeschichte die sich als Langfilm verkleidet hat. Die Idee war größer als die Ausführung.

The Drama hat dieses Problem nicht. Borgli hat zum ersten Mal einen richtigen Schluss geschrieben, und man merkt es. Der Film fühlt sich komplett an. Anfang, Mitte, Ende. Nur dass das Ende nicht so aussieht wie man denkt.

Ein Spiel. Ein Geständnis. Dann Stille.

Die Prämisse: Emma und Charlie, verlobt, stehen kurz vor der Hochzeit. Alles durchgeplant. Alles perfekt. Dann dieses Abendessen mit Rachel und Mike – Trauzeugin und Ehemann – und Rachel hat die glorreiche Idee, ein Wahrheitsspiel zu spielen. Jeder soll das Schlimmste erzählen was er je getan hat.

Emmas Geständnis verändert alles. Was sie sagt, verrät der Film strategisch nicht sofort. Und das ist Borglis klügster Zug: Er gibt dir die Reaktionen bevor er dir den Grund gibt. Du siehst Charlies Gesicht zusammenbrechen, du siehst Rachel die Luft anhalten, du siehst Mike den Blick senken. Aber du weißt nicht warum.

Anke hätte an der Stelle gesagt: „Das ist ein Horrorfilm.“ Und sie hätte nicht ganz Unrecht. Die Spannung in diesen Szenen – das ist kein Romcom-Niveau. Das ist näher an Hitchcock als an Nora Ephron.

28 Millionen Dollar für zwei Leute die sich anschweigen

28 Millionen Budget. Für einen Film der im Wesentlichen aus Gesprächen besteht. A24 muss ordentlich an Borglis Vision geglaubt haben. Oder an die Zugkraft von Zendaya und Pattinson. Wahrscheinlich beides.

Was mich überrascht hat: Der Film sieht nicht aus wie 28 Millionen. Nicht weil er billig wirkt, sondern weil Borgli das Geld unsichtbar einsetzt. Kein einziger Shot schreit nach Budget. Alles geht in die Schauspieler, in die Schnitte, in diese brutalen Zeitsprünge die Joshua Raymond Lee und Borgli in der Montage gebaut haben. Der Schnitt ist der eigentliche Star.

Pattinson. Endlich mal ohne Cape.

Ich hab Robert Pattinson lange unterschätzt. Twilight, klar. Aber dann Good Time, The Lighthouse, Tenet – der Mann kann was. In The Drama spielt er Charlie Thompson, einen britischen Museumsdirektor der so perfekt wirkt wie seine Hochzeitsplanung. Und dann bröckelt das. Langsam zuerst, dann auf einmal alles.

Sean Burns hat geschrieben, Pattinson zeige eine „incredibly witty and precise performance“ – („unglaublich gewitzte und präzise Performance“) – und da hat er Recht. Pattinsons Charlie wird über den Film hinweg physisch auseinandergefallen. Am Anfang: perfekt frisiert, kontrolliert, britisch höflich. Am Ende: zerknittertes Hemd, Fünf-Tage-Bart, ein Mann der sich an der eigenen Unsicherheit verschluckt.

Tom würde jetzt sagen: „Character Development, Leute.“ Aber das greift zu kurz. Das ist kein geschriebener Bogen. Das ist ein Schauspieler der vor laufender Kamera zerfällt.

Zendaya. Von Spider-Man zu was Echtem.

Und dann Zendaya. Emma Harwood, Buchladen-Angestellte aus Baton Rouge, Louisiana. Kein Superhelden-Franchise, keine dystopische Zukunft. Eine Frau die bei einem Abendessen etwas sagt, das sie nicht zurücknehmen kann.

Zendaya hat in Spider-Man gezeigt dass sie charmant sein kann. In Euphoria dass sie intensiv sein kann. Hier zeigt sie was dazwischen liegt. Dieses Undurchschaubare. Man sieht ihr ins Gesicht und weiß nicht ob sie lügt oder die Wahrheit sagt oder ob der Unterschied für sie überhaupt existiert. „Mysterious and slightly scary allure“ – („geheimnisvolle und leicht beängstigende Anziehung“) hat ein Kritiker das genannt. Passt.

Alana Haim stiehlt allen die Show

Über Alana Haim muss ich reden. Rachel, die Trauzeugin, die das ganze Spiel ins Rollen bringt. Haim ist eigentlich Musikerin – HAIM, die Band, drei Schwestern aus L.A. – aber seit Licorice Pizza weiß man: Die kann spielen. Hier ist sie, laut einem Kritiker, „screamingly funny“ („zum Schreien komisch“), und das stimmt. Kontrollierte Wut, perfektes Timing, und diese eine Szene wo sie einfach nur da sitzt und auf ihren Teller starrt und du WEISST dass gleich was explodiert.

Mamoudou Athie als Mike bleibt stiller, aber das ist der Punkt. Nicht jeder muss laut sein. Kubrick – der Kater, nicht der Regisseur – macht das genauso. Der sitzt auf meinem Schoß und urteilt schweigend. Mike ist der Kubrick dieses Films.

Die Sache mit dem Schnitt

Borgli und sein Editor machen was Besonderes mit der Zeit. Abrupte Sprünge, Szenen die mitten im Satz abbrechen, Momente die du nochmal sehen willst aber die schon vorbei sind. Das ist Nervenkino. Kein Suspense im klassischen Sinn, eher dieses Unbehagen wenn du in einem Gespräch merkst: Hier stimmt was nicht. Aber du kannst nicht aufstehen und gehen.

Hailey Benton Gates hat – und ich zitiere, weil es stimmt – „one of the deftest bits of physical comedy“ („eine der geschicktesten Nummern an Physical Comedy“) in dem Film. Zoë Winters als Hochzeitsfotografin die in Echtzeit mit einer Katastrophe umgehen muss – trocken, panisch, großartig.

A24 und Ari Aster als Produzent. Kein Zufall.

Ari Aster hat produziert. Der Mann hinter Hereditary und Midsommar. Horrorfilme, eigentlich. Und jetzt eine Romantic Comedy? Nä. Ari Aster produziert keine Romantic Comedies. Er produziert Filme die wehtun. Und The Drama tut weh. Nicht mit Blut und Jump Scares, sondern mit Wahrheiten die man lieber nicht gehört hätte.

A24 hat den Verleih. Auf Letterboxd steht der Film gerade bei 6.4 – was bei A24-Filmen normal ist, die polarisieren immer, und in sechs Monaten wird die Bewertung bei 7+ stehen. Wette ich.

84% auf Rotten Tomatoes. Gemischt-positiv, wie man so schön sagt. Was bedeutet: Manche Kritiker fanden ihn zu unbequem. Andere genau deswegen gut. Der Film will einen Streit anfangen. Und er kriegt ihn.

Was nicht funktioniert

Ich will fair bleiben. Das zweite Drittel hängt. Nachdem das Geständnis raus ist und Charlie im Spiralmodus steckt, gibt es zwanzig Minuten in denen der Film sich wiederholt. Charlie zweifelt. Emma erklärt. Charlie zweifelt wieder. Emma erklärt anders. Borgli braucht diese Schleife um den Druck aufzubauen, aber er hätte sie kürzer machen können.

Und die Nebenhandlung mit Frances – Zoë Winters‘ Charakter – fühlt sich an wie ein B-Plot der in einem anderen Film besser aufgehoben wäre. Funktioniert als Comic Relief, aber lenkt ab von dem was den Film eigentlich interessiert: Zwei Menschen die sich fragen ob sie die Person neben sich wirklich kennen.

Wer hier spielt und warum es funktioniert

  • Zendaya als Emma Harwood – Buchladen-Angestellte, Baton Rouge. Ihr bisher reifster Part, und ja, das schließt Euphoria mit ein.
  • Robert Pattinson als Charlie Thompson — britischer Museumsdirektor, und Pattinson lässt ihn Stück für Stück zerfallen. Großartig.
  • Alana Haim als Rachel (von HAIM, der Band. Seit Licorice Pizza weiß man: die kann das.)
  • Mamoudou Athie als Mike – der Stille. Manchmal sagt Schweigen mehr.
  • Hailey Benton Gates als Misha
  • Zoë Winters als Frances, die Hochzeitsfotografin die in Echtzeit eine Katastrophe managen muss
  • Jordyn Curet als junge Emma
  • Michael Abbott Jr. als Blake


Synchronstudio: Noch nicht bekannt
Jahr: 2026
Dialogregie: Noch nicht bekannt

Zendaya|Emma Harwood|Noch nicht bekannt
Robert Pattinson|Charlie Thompson|Noch nicht bekannt
Alana Haim|Rachel|Noch nicht bekannt
Mamoudou Athie|Mike|Noch nicht bekannt

Quelle: Synchronkartei.de (wird nach Kinostart ergänzt)

Filme die ähnlich unter die Haut gehen

Wer The Drama mochte und mehr in der Richtung sucht: Barbie klingt absurd als Vergleich, aber Gerwigs Film macht was Ähnliches – er tarnt eine unangenehme Wahrheit als Unterhaltung. Die Verurteilten für den Vertrauensbruch-Aspekt. Once Upon a Time in Hollywood weil Tarantino und Borgli beide verstehen, dass die besten Szenen die sind in denen eigentlich nichts passiert – bis alles passiert. Und wer Borglis früheren Kram kennenlernen will: Dream Scenario auf Peacock.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung
Story8,0
Schauspiel8,5
Effekte6,0
Ton7,0

Dafür

  • Pattinsons kontrollierter Zerfall
  • Borglis bester Schnitt bisher
  • Alana Haim als Scene-Stealer
  • A24 traut sich was

Dagegen

  • Zweites Drittel wiederholt sich
  • B-Plot mit Frances lenkt ab
You can be in love with someone you don't fully understand.— aus der Wertung von FilmSchneider
Ich bin nach dem Kino erstmal spazieren gegangen. Am Rhein, Ehrenfeld Richtung Mediapark, Kölsch in der Hand. Anke hat per WhatsApp gefragt wie es war. Ich hab geschrieben: Gut. Unbequem. Beides. The Drama ist kein Film den man genießt. Es ist ein Film der einen beschäftigt. Borgli nimmt eine Situation die jeder kennt – diesen Moment wo jemand bei einem Abendessen zu viel sagt – und dreht die Schraube solange bis es wehtut. Pattinson und Zendaya machen das fantastisch, Alana Haim stiehlt ihnen die Show, und der Schnitt ist so präzise wie ein chirurgisches Instrument. Nicht perfekt. Das zweite Drittel hängt, und ein B-Plot geht nirgendwohin. Aber der Rest? Sauber. 7.5, und ich steh dazu.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Das Drama - Noch mal auf Anfang

Wo kann ich Das Drama - Noch mal auf Anfang streamen?

Das Drama - Noch mal auf Anfang gibt es zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie lange dauert Das Drama - Noch mal auf Anfang?

Das Drama - Noch mal auf Anfang hat eine Laufzeit von rund 106 Minuten (1 Stunde und 46 Minuten).

Lohnt sich Das Drama - Noch mal auf Anfang?

Unsere Redaktion vergibt Das Drama - Noch mal auf Anfang einen Watcher-Score von 7,5 von 10. Ich bin nach dem Kino erstmal spazieren gegangen. Am Rhein, Ehrenfeld Richtung Mediapark, Kölsch in der Hand. Anke hat per WhatsApp gefragt wie es war. Ich hab geschrieben: Gut. Unbequem. Beides. The Drama ist kein Film den man genießt. Es ist ein Film der einen beschäftigt. Borgli nimmt eine Situation die jeder kennt – diesen Moment wo jemand bei einem Abendessen zu viel sagt – und dreht die Schraube solange bis es wehtut. Pattinson und Zendaya machen das fantastisch, Alana Haim stiehlt ihnen die Show, und der Schnitt ist so präzise wie ein chirurgisches Instrument. Nicht perfekt. Das zweite

Für wen ist Das Drama - Noch mal auf Anfang geeignet?

Das Drama - Noch mal auf Anfang ist vor allem etwas für Liebesfilm und Komödie-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in Das Drama - Noch mal auf Anfang?

Emma und Charlie sind bereit, ihre Beziehung offiziell zu machen: Ihre Hochzeit steht kurz bevor. Sie feilen an ihren Gelübden, der Termin für ein Test-Fotoshooting steht, die D-Jane ist gebucht. Alles läuft nach Plan.

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Trailer

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Besetzung

ZendayaEmma
Robert PattinsonCharlie
Alana HaimRachel
Mamoudou AthieMike
Zoë WintersFrances
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