Poster zur Serie Es: Welcome to Derry (2025): Derry war schon immer so (2025)

Es: Welcome to Derry (2025): Derry war schon immer so (2025)

📺 Serie 1 Staffel · 8 Folgen DramaMystery Läuft
⚡ Kurz gesagt

Es: Welcome to Derry ist die HBO-Prequel-Serie zu den beiden Es-Filmen, in Deutschland seit dem 27. Oktober 2025 montags auf Sky und WOW, 8 Folgen ... Weiterlesen ... Watcher-Score 7,8/10.

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Wer streamt Es - Welcome to Derry?

Verfügbarkeit DE

Stand 07.08.2026: Es - Welcome to Derry läuft im Abo bei Sky, Max und Prime Video – mit deutscher Synchronfassung.

Verfügbarkeit Deutschland · Stand 07.08.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.

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Staffeln & Folgen

aus der WatchGuide-Datenbank
S1Staffel 1· 2 Folgen · ab Nov. 1990
E01Teil Eins18.11.90
E02Teil Zwei20.11.90
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Der Seriencheck

von NordNoir

Es: Welcome to Derry ist die HBO-Prequel-Serie zu den beiden Es-Filmen, in Deutschland seit dem 27. Oktober 2025 montags auf Sky und WOW, 8 Folgen im Derry des Jahres 1962. Andy Muschietti führt sein Kino-Universum ins Fernsehen, und Bill Skarsgård steigt wieder in den Clownsanzug.

Bei Prequel-Serien zu Horror-Hits gehe ich immer vom Schlimmsten aus, das hat mir bisher viel Lebenszeit gespart. Derry hat mich dann doch erwischt, weil die Serie ihre Kleinstadt ernster nimmt als ihre Schockeffekte. Nicht alles hält das Niveau, aber das Gesamtpaket steht. 7,8 von 10 von mir.

Derry, 1962. Der Zyklus davor.

Die Serie setzt 27 Jahre vor dem ersten Es-Film an, dessen Kinder-Handlung 1989 spielt, und folgt damit exakt dem Zyklus, in dem das Wesen in Stephen Kings Roman erwacht. Die Familie Hanlon zieht 1962 in die Kleinstadt in Maine, der Vater Leroy ist Major auf der örtlichen Air-Force-Basis, und der Name Hanlon lässt bei Fans der Filme sofort die richtige Glocke läuten. Kurz nach der Ankunft verschwindet ein Kind, dann noch eines, und die Stadt reagiert so, wie Derry eben reagiert: mit Wegsehen als Bürgerpflicht. Dieses kollektive Achselzucken einer Kleinstadt, in der vermisste Kinder zur Routine gehören, war schon im Roman von 1986 das eigentliche Fundament des Schreckens, lange vor jedem Clownsauftritt. Die Staffel begreift das und lässt sich für ihre Stadtporträts sichtbar Zeit. Wer die Filme kennt, weiß, dass dieses Wegsehen das eigentliche Monster ist. Die Serie weiß es auch, und das ist ihre größte Stärke.

Was 1962 bedeutet, wenn man nicht weiß ist

Der mutigste Zug der Staffel: Sie erzählt ihre Horrorgeschichte über eine Schwarze Familie in einer weißen Kleinstadt zur Zeit der Rassentrennung, und sie behandelt das als eigene Bedrohungsebene, lange bevor irgendetwas mit Zähnen auftaucht. Jovan Adepo und Taylour Paige spielen die Hanlons mit einer Anspannung, die aus jeder Begegnung im Supermarkt eine Belastungsprobe macht. Das verleiht der Serie ein Gewicht, das die Kinofilme in dieser Form nie hatten. Es gab nach dem Start im Oktober 2025 Stimmen, denen dieser Teil zu viel Raum bekam und das Monster zu wenig. Ich sehe es andersrum: Die Folgen, in denen die Stadt selbst das Grauen trägt, sind die besten der Staffel.

Hallorann. Ja, der Hallorann.

Chris Chalk spielt einen jungen Dick Hallorann, Air-Force-Soldat mit einer Gabe, die er nicht benennen will. Das ist dieselbe Figur, die als Koch des Overlook-Hotels später Danny Torrance das Shining erklärt, und ihr Auftritt hier ist mehr als ein Gastspiel, Chalk gehört zu den tragenden Figuren der Staffel. King-Universum-Querverbindungen können billig wirken, diese funktioniert, weil die Gabe der Figur erzählerisch gebraucht wird statt nur gezeigt. Wer danach Lust auf die Vorgeschichte des Hotels hat, findet unsere Einordnung der Shining-Miniserie im Serien-Bereich. Für mich war Chalk neben Adepo die beste Personalentscheidung der Produktion.

Skarsgård lässt sich Zeit, und das ist richtig so

Bill Skarsgård ist als Pennywise zurück, aber die Serie setzt ihn sparsam ein und lässt das Wesen lieber in anderen Formen arbeiten. Genau so funktioniert dieses Monster am besten, das war schon 2017 so, als Skarsgård Pennywise neu erfunden hat und ich skeptisch war. Wenn der Clown dann auftritt, sitzt jede Sekunde, weil die Staffel vorher Hunger aufgebaut hat. Die Kreatureffekte dazwischen schwanken allerdings spürbar. Einige Erscheinungsformen sind großartig analog-eklig gedacht, andere kommen aus dem CG-Baukasten und nehmen Szenen die Wucht, die das Sounddesign vorher aufgebaut hat. An diesen Stellen merkt man, dass acht Folgen Fernsehbudget kein Kinofilm sind.

  • Taylour Paige als Charlotte Hanlon, Mutter mit eigener Geschichte im Aktivismus und das moralische Zentrum der Staffel.
  • Jovan Adepo spielt Major Leroy Hanlon, der zwischen Dienst, Familie und einer Stadt steht, die ihn nicht haben will.
  • Chris Chalk als junger Dick Hallorann, die Querverbindung ins weitere King-Universum.
  • Bill Skarsgård kehrt als Pennywise zurück, dosiert eingesetzt und dadurch wieder furchteinflößend.
  • James Remar und Madeleine Stowe in markanten Nebenrollen auf Seiten der alteingesessenen Stadt.
  • Dazu ein junges Ensemble um Matilda Lawler, Amanda Christine und Clara Stack, das die Kinderperspektive der Filme weiterträgt.

Die Muschiettis bauen rückwärts

Entwickelt wurde die Serie von Andy und Barbara Muschietti zusammen mit Jason Fuchs, Andy Muschietti hat mehrere Folgen selbst inszeniert, darunter den Auftakt. Der Plan ist ungewöhnlich: drei Staffeln, die rückwärts durch die Zyklen des Wesens wandern, nach 1962 sollen 1935 und 1908 folgen. Diese Architektur gefällt mir, weil sie aus den Interludien des Romans eine eigene Erzählform macht, statt die Filme nachzustellen. Wie Studios solche Universen planen, kann man bei Warner seit Jahren beobachten, unsere Übersicht zur Conjuring-Reihenfolge zeigt das Muster im Kino-Maßstab. Derry ist der Versuch, dasselbe im Serienformat zu bauen, und die erste Staffel legt dafür ein stabiles Fundament. Die Produktionsdetails sammelt die englische Wikipedia.

Wie 1962 klingt

Die Ausstattung der Staffel ist erwartbar gut, Autos, Frisuren, Kino-Marquee, das beherrschen HBO-Produktionen im Schlaf. Was mich mehr beeindruckt hat, ist die Tonspur. Die acht Folgen arbeiten mit dem Radio- und Jukebox-Pop der frühen 60er als ständigem Hintergrundrauschen, und die Serie dreht diese heile-Welt-Klangkulisse immer genau dann auf, wenn auf dem Bild etwas kaputtgeht. Dieser Kontrast ist ein altes Genre-Werkzeug, aber selten so konsequent eingesetzt. Dazu kommt ein Sounddesign, das seine Bedrohung lieber über Räume und Stille aufbaut, als jede Erscheinung mit einem Orchesterschlag anzukündigen, jedenfalls in den Folgen, in denen die Staffel ihrer leisen Seite vertraut. Für mich gehörten diese ruhigen Passagen mit Kopfhörern zum Unangenehmsten, was 2025 im Fernsehen lief, und ich meine das als Auszeichnung. Wenn die Serie ihren Effekten genauso vertraut hätte wie ihrer Tonspur, stünde hier eine höhere Wertung.

Das Material, aus dem die Staffel schöpft

Kings Roman von 1986 ist über 1.000 Seiten dick, und zwischen seinen Kapiteln stehen die Interludien, Auszüge aus der inoffiziellen Stadtchronik, die Mike Hanlon als Erwachsener zusammenträgt. Dort erzählt King von den früheren Zyklen des Wesens, vom Brand im Black Spot bis zur Explosion im Kitchener-Eisenwerk, immer als Geschichte einer Stadt, die ihre Katastrophen kollektiv vergisst. Genau aus diesem Material baut die Serie ihre Welt, und das ist klüger, als einen dritten Kinofilm zu strecken. Die Interludien waren immer das unheimlichste Stück des Romans, weil sie das Monster als Teil der Stadtgeschichte behandeln statt als Gegner, den man besiegen kann. Die Staffel überträgt diese Haltung ins Serienformat, und in ihren besten Momenten fühlt sich Derry an wie ein Ort, der seine Bewohner verdaut. Dass die Muschiettis rückwärts durch die Zyklen erzählen wollen, passt zu dieser Chronik-Logik perfekt.

Die Zahlen hinter dem Comeback

Kommerziell war die Staffel für HBO ein Volltreffer. Die Premiere holte 5,7 Millionen Zuschauer in drei Tagen und legte damit einen der größten Serienstarts des Senders der letzten Jahre hin, im Schnitt kam die Staffel auf 10,7 Millionen pro Folge, das Finale am 14. Dezember 2025 markierte mit 6,5 Millionen den Serienbestwert. Die Kritik war gespaltener als das Publikum: 81 Prozent bei Rotten Tomatoes aus 166 Besprechungen, aber nur 61 Punkte bei Metacritic. Gelobt wurden Regie und Ensemble, kritisiert wurden Drehbuch-Umwege und schwankende Effekte. Diese Spreizung deckt sich ziemlich genau mit meinem Sehgefühl, die Staffel ist besser inszeniert als geschrieben.

Wo die Staffel Federn lässt

Drei Dinge haben mich gestört. Erstens verlässt sich die Serie in den mittleren Folgen zu oft auf laute Schreckmomente, obwohl ihre Stärke das langsame Unbehagen ist, und wer meine Reviews kennt, weiß, wie ich zu Schreckmomenten aus dem Lehrbuch stehe. Zweitens franst die Mythologie aus, sobald die Staffel Hintergründe des Wesens anreißt, die der Roman bewusst nebulös hält, da war 2019 schon das Problem des zweiten Kinofilms. Drittens bleibt vom jungen Ensemble nur ein Teil im Gedächtnis, die Erwachsenen spielen die Kinder hier schlicht an die Wand, was bei einem Es-Stoff eine seltsame Schieflage ist. Nichts davon bricht der Staffel das Genick, aber zusammen kostet es den Sprung über die 8er-Marke.

Noch eine Beobachtung zum Sehformat: Ich habe die ersten vier Folgen im Wochenrhythmus geschaut, montags nach Ausstrahlung, und den Rest später am Stück nachgeholt. Die Wochenvariante hat klar gewonnen. Diese Serie lebt davon, dass man zwischen den Folgen eine Woche lang über die Stadt nachdenkt, beim Bingen verschwimmen die ruhigen Derry-Passagen zu Wartezeit vor dem nächsten Schock. Falls du die Staffel jetzt komplett vorliegen hast, mein Rat: maximal zwei Folgen pro Abend, sonst verschenkst du genau die Wirkung, die das Format hier aufbaut.

Wo Derry im Serien-Horror steht

Verglichen mit dem, was der Serien-Horror zuletzt geliefert hat, liegt Derry im oberen Mittelfeld. An die Familienwucht von Hill House kommt es nicht heran, weil es seine Figuren öfter dem Spektakel opfert. Gegen die übliche Franchise-Verwertung gewinnt es dagegen klar, weil 1962 als Setting echte Reibung erzeugt statt nur Nostalgie. Als Kreatur-Schau steht es solide da, wer dafür brennt, findet im Überblick über Monster- und Creature-Horror die Kino-Verwandtschaft. Und in der Horror-Serien-Übersicht sortieren wir die Staffel zusammen mit allen anderen Genre-Serien nach Watcher-Score ein. Dort steht Derry jetzt als Beleg, dass King-Universum im Fernsehen funktionieren kann, wenn jemand die Stadt ernster nimmt als den Clown.

⚖️

Das Urteil

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung

Bewertet von — eine Person, ein begründetes Urteil.

Dafür

  • 1962-Setting mit echter gesellschaftlicher Reibung
  • Chris Chalk als junger Hallorann
  • Skarsgård dosiert und dadurch wieder bedrohlich

Dagegen

  • CG-Effekte schwanken stark
  • Mittelteil setzt zu sehr auf laute Schreckmomente
  • Mythologie-Ausflüge verwässern das Wesen
Das Monster ist geduldig. Die Stadt ist es auch. Das ist das Problem.— aus der Wertung von NordNoir
Welcome to Derry hat mich positiv überrascht, und ich war wirklich vorbereitet auf das Gegenteil. Die Staffel nimmt ihre Kleinstadt von 1962 ernst, erzählt über die Hanlons eine Bedrohung, die ganz ohne Clown funktioniert, und mit Chris Chalk als jungem Hallorann gelingt die beste King-Querverbindung seit Jahren. Bill Skarsgård wird klug dosiert eingesetzt, dafür schwanken die Kreatureffekte zwischen großartig und Baukasten, und im Mittelteil greift die Serie zu oft zum lauten Schreckmoment statt zum langsamen Unbehagen, das sie eigentlich beherrscht. 7,8 von 10. Wenn Staffel 2 die Stadt wieder über das Spektakel stellt, ist mehr drin.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Es - Welcome to Derry

Wo kann ich Es - Welcome to Derry streamen?

Es - Welcome to Derry läuft aktuell im Abo bei Sky, Max, Prime Video und WOW; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand August 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.

Wie viele Staffeln hat Es - Welcome to Derry?

Es - Welcome to Derry umfasst 1 Staffel mit insgesamt 8 Episoden. Produktionsstatus: Returning Series.

Lohnt sich Es - Welcome to Derry?

Unsere Redaktion vergibt Es - Welcome to Derry einen Watcher-Score von 7,8 von 10. Das ist eine klare Empfehlung, besonders für Drama-Fans.

Für wen ist Es - Welcome to Derry geeignet?

Es - Welcome to Derry ist vor allem etwas für Drama und Mystery-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.

Worum geht es in Es - Welcome to Derry?

Derry, im Jahr 1962: Die Familie Hanlon zieht in die scheinbar idyllische Kleinstadt im US-Bundesstaat Maine, um ein neues Leben zu beginnen.

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Trailer

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Besetzung

Taylour PaigeCharlotte Hanlon
Jovan AdepoLeroy Hanlon
Matilda LawlerMarge Truman
Amanda ChristineRonnie Grogan
Clara StackLilly Bainbridge
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Der Saal

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