Wer streamt Black Widow?
Verfügbarkeit DEStand 27.07.2026: Black Widow läuft im Abo bei Disney+ – mit deutscher Synchronfassung. Leihen oder Kaufen geht ab 3,99 €.
Verfügbarkeit Deutschland · Stand 27.07.2026 · Streaming-Daten: JustWatch (via TMDB) · Detaildaten: Movie of the Night · ohne Gewähr, keine bezahlte Kooperation.
Die Kritik
von CineTomBlack Widow kam fünf Jahre zu spät. Und trotzdem bin ich froh dass sie da ist.
Mal ehrlich, Leute: Natasha Romanoff hat im MCU seit 2010 mitgekämpft – in Iron Man 2, in Endgame, in Civil War – und musste bis 2021 auf ihren eigenen Film warten. Cate Shortland liefert einen soliden Agenten-Thriller ab, der mehr Herz hat als erwartet und Florence Pugh als Yelena zur besten Neuzugang des MCU macht. 7.4 von mir. Kein Meisterwerk, aber ein Film der seine Daseinsberechtigung verdient.
Scarlett Johansson. Endlich mehr als die coole Spionin.
Zehn Jahre lang war Natasha Romanoff die Frau, die cool in Lederjacke Leute verprügelt. Functional? Ja. Tiefgründig? Eher nicht. Black Widow ändert das. Nicht komplett – dafür ist das MCU-Korsett zu eng – aber genug um zu zeigen, was möglich gewesen wäre, wenn Marvel diesen Film 2016 statt 2021 gemacht hätte.
Der Film spielt zwischen Civil War und Infinity War. Natasha ist auf der Flucht, und ihre Vergangenheit holt sie ein. Buchstäblich. Die Red Room-Storyline, die man im MCU immer nur angedeutet hat, wird hier endlich erzählt. Und Johansson spielt das mit einer Verletzlichkeit die man von ihr in diesem Franchise nicht kannte. Der Moment wenn sie Yelena zum ersten Mal wiedersieht – da sieht man echte Emotion unter der Action-Fassade.
Florence Pugh als Yelena. Oder: Warum sie den Film stiehlt.
Ich sag euch was: Florence Pugh ist der Grund warum dieser Film funktioniert. Full stop. Yelena Belova ist funny, brutal, verletzlich und komplett unbeeindruckt vom Superhelden-Pathos. Ihre Running Gags – die Weste, die Pose-Kritik an Natasha – das ist Comedy-Gold. Pugh spielt das mit einer Natürlichkeit die den Rest des Casts alt aussehen lässt.
Und dann die ernsten Szenen. Die Dinner-Szene mit der „Familie“ – Natasha, Yelena, Alexei, Melina – wenn Yelena plötzlich explodiert und fragt ob ihre gemeinsame Kindheit echt war oder nur die Mission: Das hat mich erwischt. Lowkey einer der emotionalsten Momente in Phase 4. Stefan würde sagen „handwerklich sauber“. Ich sage: Das ist real.
David Harbour ist der russische Bär den niemand bestellt hat.
Red Guardian. Ein abgehalfterter sowjetischer Supersoldier der behauptet Captain America gekämpft zu haben (hat er wahrscheinlich nicht). David Harbour – ja, Hopper aus Stranger Things – spielt das als hätte jemand eine Sitcom-Figur in einen Spionage-Thriller geworfen. Und es funktioniert. Irgendwie.
Harbour hat diesen Dad-Energy-Vibe der gleichzeitig peinlich und charmant ist. Wenn er im Gefängnis sein altes Kostüm anprobiert und es nicht mehr passt – Cinema. Pure Cinema. Okay nein, nicht wirklich. Aber es ist genuinely funny und bringt eine Leichtigkeit in den Film die er dringend braucht.
Rachel Weisz als Melina ist solide, aber underused. Oscar-Gewinnerin als Marvel-Nebenfigur – das ist wie einen Ferrari zum Einkaufen fahren. Funktioniert, aber man weiß dass da mehr drin wäre.
Taskmaster. Das Problem das keiner anspricht.
Okay, hier wird’s kritisch. Taskmaster – im Comic einer der coolsten Antagonisten – wurde im Film zu einer Twist-Figur umgeschrieben die einfach nicht zündet. Ich verrate den Twist nicht, aber: Die Entscheidung, diesen Charakter so zu ändern, hat vielen Fans sauer aufgestoßen. Und ich verstehe warum.
Das Problem ist nicht die Schauspielerin. Olga Kurylenko macht das Beste aus dem was sie hat. Das Problem ist, dass der Film einen starken Antagonisten braucht und stattdessen ein Plot-Device bekommt. Dreykov (Ray Winstone) als eigentlicher Bösewicht ist generisch bis zum Einschlafen. Final Boss Energy? Null. Das ist ein Miniboss den man im Tutorial besiegt.
200 Millionen Budget. COVID hat die Party gecrasht.
Black Widow sollte Mai 2020 starten. COVID hat das auf Juli 2021 verschoben – gleichzeitig im Kino und auf Disney+ Premier Access. Das Ergebnis: 379 Millionen Dollar weltweit. Klingt nach viel. Für einen MCU-Film mit 200 Millionen Budget ist das… okay. Nicht mehr.
Johansson hat Disney verklagt wegen der gleichzeitigen Streaming-Veröffentlichung. Sie meinte, das hätte ihre Box-Office-Beteiligung geschmälert. Disney hat sich außergerichtlich geeinigt. Hollywood-Drama hinter den Kulissen, das mindestens so spannend war wie der Film selbst. Und ja, sie hatte recht. Simultaneous Release für einen Film mit einem Star wie Johansson war ein Fehler.
Cate Shortland. Die Indie-Regisseurin im MCU-Maschinenraum.
Shortland hat vorher Lore und Berlin Syndrome gedreht – kleine, intensive Filme über Frauen in Extremsituationen. Genau das richtige Profil für Black Widow. Und man merkt ihren Einfluss: Die ruhigen Momente sind besser als die Action. Die Gespräche stärker als die Explosionen. Wenn Natasha und Yelena in der sicheren Wohnung sitzen und reden – DAS ist der Film den Shortland machen wollte.
Dass die Action-Sequenzen trotzdem solide sind, liegt am MCU-System. Die Brücken-Verfolgungsjagd in Budapest ist tight inszeniert, die freie Fall-Szene im dritten Akt visuell beeindruckend. Aber es fehlt der Signature-Moment. Der „Ich bin Iron Man“-Moment. Der Dark Knight-Moment. Black Widow hat gute Szenen. Aber keine ikonische.
Anke hat den Film mit mir geschaut und meinte: „Für einen Abschiedsfilm ist das erstaunlich lebhaft.“ Stimmt. Es ist gleichzeitig ein Abschied von Natasha und ein Setup für Yelena in Thunderbolts. Marvel denkt halt immer zwei Filme voraus. Manchmal zu Lasten des einen der gerade läuft.
Die Besetzung. Und was draus wird.
- Scarlett Johansson als Natasha Romanoff / Black Widow – zehn Jahre MCU, endlich im Rampenlicht
- Florence Pugh als Yelena Belova – stiehlt den Film. Punkt.
- David Harbour als Alexei Shostakov / Red Guardian – Comedy-Gold im Superhelden-Gewand
- Rachel Weisz als Melina Vostokoff – Oscar-Level, aber zu wenig Screen Time
- Ray Winstone als Dreykov. Generischer Bösewicht, leider.
- Olga Kurylenko als Taskmaster – macht das Beste aus einem schwachen Skript
- O-T Fagbenle als Rick Mason – Natashas Verbindungsmann, solide Nebenrolle
Synchronstudio: FFS Film- und Fernseh-Synchron
Jahr: 2021
Dialogregie: Björn Schalla
Scarlett Johansson|Natasha Romanoff|Maria Koschny
Florence Pugh|Yelena Belova|Annina Braunmiller-Jest
David Harbour|Alexei|Tobias Kluckert
Rachel Weisz|Melina|Ulrike Stürzbecher
Ray Winstone|Dreykov|Bernd Rumpf
Quelle: Synchronkartei.de
Das Urteil
Watcher-Score · redaktionelle EinzelwertungBewertet von CineTom — eine Person, ein begründetes Urteil.
Dafür
- Florence Pugh stiehlt den kompletten Film
- Cate Shortlands ruhige Momente sind stark
- Die Familien-Dynamik funktioniert überraschend gut
Dagegen
- Taskmaster und Dreykov als Antagonisten zu schwach
- Fünf Jahre zu spät im MCU-Timeline
- Dritter Akt wird zu generisch
I'm done running from my past.— aus der Wertung von CineTom
Schnelle Antworten
Antworten Schnelle Antworten zu Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig
Wo kann ich Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig streamen?
Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig läuft aktuell im Abo bei Disney+; zum Leihen oder Kaufen bei Apple TV+, Amazon, Google Play, YouTube, maxdome, MagentaTV, Videoload und freenet Video. Stand Juli 2026, Angaben für Deutschland ohne Gewähr.
Wie lange dauert Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig?
Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig hat eine Laufzeit von rund 134 Minuten (2 Stunden und 14 Minuten).
Lohnt sich Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig?
Unsere Redaktion vergibt Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig einen Watcher-Score von 7,4 von 10. Black Widow ist der Film den Natasha Romanoff verdient hat – nur halt fünf Jahre zu spät. Cate Shortland liefert einen Agenten-Thriller der in den ruhigen Momenten glänzt und in den lauten solide funktioniert. Florence Pugh als Yelena ist der absolute MVP – funny, brutal, echt. David Harbour als Red Guardian bringt Comedy-Relief der tatsächlich landet. Und Johansson zeigt endlich die Verletzlichkeit hinter der coolen Fassade. Was fehlt: Ein starker Antagonist. Taskmaster ist verschenktes Potential, Dreykov ist generisch, und der dritte Akt verfällt in CGI-Standard-Chaos. Trotzdem: Die Dinner-S
Für wen ist Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig geeignet?
Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig ist vor allem etwas für Action und Abenteuer-Fans und alle, die solide Genre-Unterhaltung suchen.
Worum geht es in Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig?
Nachdem sie das Sokovia-Abkommen abgelehnt und Steve Rogers zur Flucht verholfen hat, befindet sich Natasha Romanoff auf der Flucht. Von der Regierung gejagt, führt sie ihr Weg nach Russland, wo sie auf alte Verbündete und neue Feinde trifft.
Trailer
Besetzung
FAQ zu Black Widow: Natasha Romanoffs verspäteter Abschied war trotzdem richtig
Wann genau spielt Black Widow in der MCU-Timeline?
Muss man Black Widow gesehen haben um Thunderbolts zu verstehen?
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