Poster zum Film Cinema Paradiso: Als das Kino noch ein Versprechen war (1988) Pflichtprogramm — WatchGuide-Auszeichnung „Der Watcher"

Cinema Paradiso: Als das Kino noch ein Versprechen war (1988)

🏅 Pflichtprogramm 🎬 Film 155 Min. DramaLiebesfilm
⚡ Kurz gesagt

Ich habe diesen Film zum ersten Mal 1990 im Abaton gesehen und wusste danach, warum ich mein halbes Leben in Kinos verbracht habe. Tornatore hat etwas geschaffen, das über gutes Filmemachen hinausgeht – einen Film, der fragt, was das Kino für uns bedeutet. Noiret als Alfredo gehört zu den großen Darstellungen des europäischen Films. Morricones Musik trägt den Film wie ein zweiter Erzähler. Und die letzten drei Minuten sind das Schönste, was ich auf einer Leinwand gesehen habe. 8.9 – weil der Film besser wird, je öfter man ihn sieht. Hartmut und ich haben ihn fünfmal zusammen geschaut. Jedes Ma Watcher-Score 8,9/10.

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Die Kritik

von Lichtspiel

Giuseppe Tornatore hat 1988 einen Film gedreht, der mehr über die Liebe zum Kino erzählt als jedes Filmgeschichtsbuch. Cinema Paradiso mit Philippe Noiret als Filmvorführer Alfredo und dem jungen Salvatore Cascio als Toto – 8.9 von 10, und es gibt wenige Filme, denen ich eine solche Bewertung gebe.

Ich habe diesen Film zum ersten Mal 1990 im Abaton gesehen, dem Programmkino in Hamburg-Grindel, in dem ich als junge Frau selbst einmal Platzanweiserin war. Dass das kein Zufall ist, sondern vielleicht der Grund, warum mich dieser Film so trifft, wurde mir erst später bewusst.

Ich war selbst einmal Platzanweiserin

Man muss das verstehen, um zu verstehen, warum Cinema Paradiso für mich kein Film ist, den man einfach bespricht. In den späten Siebzigern habe ich im Abaton gearbeitet, diesem wunderbaren Programmkino am Allendeplatz in Hamburg, das damals – wie das Cinema Paradiso im Film – der Mittelpunkt einer kleinen Welt war. Ich habe Tickets abgerissen, Leute in ihre Reihen geführt und dabei Fassbinder gesehen, Wenders, Herzog. Nicht weil ich musste, sondern weil das Kino nebenan lief und man hineinschauen konnte, während man auf die nächste Vorstellung wartete. Toto macht im Film genau das: Er sitzt in der Kabine neben Alfredo und schaut zu, wie die Bilder auf die Leinwand geworfen werden.

Giuseppe Tornatore hat das mit einer Genauigkeit eingefangen, die mich beim ersten Sehen sprachlos gemacht hat. Das Klicken des Projektors. Der Staub im Lichtstrahl. Das Raunen des Publikums, wenn ein Kuss auf der Leinwand geschnitten wird – weil der Dorfpriester, Pater Adelfio, jede anstößige Szene herausschneiden lässt. Das ist zugleich komisch und schmerzhaft, weil es eine Welt zeigt, in der das Kino noch etwas war, das Menschen gemeinsam erlebten. Nicht auf einem Telefon. Nicht allein.

Philippe Noiret hat nie laut gespielt

Es gibt Schauspieler, die einen Raum betreten und ihn sofort einnehmen. Philippe Noiret war das Gegenteil. Er betrat einen Raum und wartete, bis der Raum zu ihm kam. Als Alfredo, dem Filmvorführer, der durch einen Brand sein Augenlicht verliert und trotzdem der klarsichtigste Mensch im ganzen Dorf bleibt, liefert Noiret eine Darstellung von solcher Stille und Würde, dass man sie erst richtig begreift, wenn man den Film zum zweiten Mal schaut. Es ist eine Arbeit, die an die großen Rollen des europäischen Kinos erinnert – an Jean Gabin, an Marcello Mastroianni – diese Fähigkeit, mit einem Blick mehr zu sagen als andere mit einem Monolog.

Die Szene, in der Alfredo den erwachsenen Salvatore am Telefon anfleht, nicht zurückzukommen nach Giancaldo, hat etwas von einer Eltern-Kind-Beziehung, die über das hinausgeht, was die Geschichte eigentlich erzählt. „Geh weg von hier“, sagt Alfredo. „Du bist jung, die Welt gehört dir.“ Noiret wurde für diese Rolle mit dem BAFTA als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Der neunjährige Salvatore Cascio gewann den BAFTA als Bester Nebendarsteller. Ein Kind und ein alter Mann, die zusammen die emotionale Architektur eines ganzen Films tragen – das hat man selten erlebt.

5 Millionen Dollar. Ein Oscar. Fünf BAFTAs.

Die Entstehungsgeschichte von Cinema Paradiso ist beinahe so bemerkenswert wie der Film selbst. Tornatore drehte mit einem Budget von fünf Millionen Dollar, was auch 1988 nicht üppig war, eine italienisch-französische Koproduktion auf Sizilien. Der Film feierte seine Premiere beim EuropaCinema Festival in Bari am 29. September 1988 in einer 173-Minuten-Fassung, die später auf 124 Minuten gekürzt wurde – und die kürzere Fassung ist paradoxerweise die bessere. Kompakter, fokussierter, ohne den etwas unentschlossenen dritten Akt des Director’s Cut, in dem der erwachsene Salvatore seine Jugendliebe Elena wiedertrifft. Manchmal ist die Schere das wichtigste Werkzeug eines Filmemachers.

Der Lohn: der Grand Prix beim Festival de Cannes 1989, der Oscar für den Besten fremdsprachigen Film 1990, der Golden Globe in derselben Kategorie und beeindruckende fünf Gewinne bei den BAFTAs aus elf Nominierungen – darunter Bester Film, Bestes Drehbuch und Beste Filmmusik. Zwölf Millionen Dollar Einspielergebnis weltweit, was bei fünf Millionen Budget kein Blockbuster ist, aber für einen italienischen Film in den späten Achtzigern eine beachtliche Zahl. Tornatore war 32 Jahre alt. Er hatte einen Film gedreht, der Generationen überdauern würde. Und er wusste es wahrscheinlich noch nicht.

Was Morricone hier macht, ist kein Soundtrack

Man kann über Ennio Morricone vieles sagen – dass er den Italowestern erfunden hat, dass seine Zusammenarbeit mit Sergio Leone Filmgeschichte schrieb, dass er über 500 Filmmusiken komponiert hat. Aber was er für Cinema Paradiso geschrieben hat, gemeinsam mit seinem Sohn Andrea, gehört in eine andere Kategorie. Das ist kein Soundtrack, der einen Film begleitet. Das ist eine Erinnerung in Noten.

Das Hauptthema – diese wenigen Takte auf dem Klavier, die in eine Streichermelodie übergehen – hat eine Wirkung, die sich rational schwer erklären lässt. Es ist Melancholie ohne Schwere. Sehnsucht ohne Bitterkeit. Wie ein Adagio – langsam, aber unvergesslich. Morricone erhielt dafür den BAFTA für die Beste Filmmusik. Seinen einzigen kompetitiven Oscar bekam er erst 2016 für The Hateful Eight – nach über 500 Kompositionen und einem Ehrenoscar 2007. Das Kino nimmt sich manchmal viel Zeit, um seine Leute zu ehren. Morricone starb im Juli 2020. Ich erinnere mich, dass ich an diesem Tag diesen Soundtrack hören musste, wie man eine Kerze anzündet für jemanden, der gegangen ist.

Die letzten drei Minuten. Hartmut musste immer weinen.

Es gibt im Kino wenige Enden, die so vollendet sind wie das von Cinema Paradiso. Salvatore, inzwischen ein erfolgreicher Filmemacher in Rom, kehrt nach Alfredos Tod in sein Heimatdorf zurück. Alfredo hat ihm ein Geschenk hinterlassen: eine Filmrolle. Salvatore spielt sie ab, allein in einem römischen Vorführraum. Und was er sieht, sind all die Kussszenen, die Pater Adelfio über die Jahre aus den Filmen herausschneiden ließ. Eine Montage aus Liebe, die Alfredo für ihn aufbewahrt hat. Jahrzehnte an Intimität, zusammengefügt zu drei Minuten Film. Dazu Morricones Musik, die anschwillt wie eine Erinnerung, die man verdraengt hat und die plötzlich zurückkommt.

Mein Mann Hartmut und ich haben Cinema Paradiso über die Jahre mindestens fünfmal zusammen gesehen. Beim ersten Mal im Abaton, dann auf Video, später auf DVD. Hartmut musste bei dieser Szene jedes einzelne Mal weinen. Ein Historiker, der sein Leben damit verbrachte, Fakten von Gefühlen zu trennen, und der bei einer Montage aus geklauten Filmküssen die Fassung verlor. Als er 2016 starb, habe ich den Film allein geschaut. Ich musste es tun. Es war, als würde Alfredo mir sagen, was er Toto gesagt hat: Schau nach vorne. Aber vergiss nicht, wo du herkommst.

Drei Totos und ein Alfredo

  • Philippe Noiret als Alfredo – BAFTA für den Besten Hauptdarsteller. Er macht aus einem Filmvorführer eine der unvergesslichsten Figuren des europäischen Kinos.
  • Salvatore Cascio: Toto als Kind. Neun Jahre alt. BAFTA als Bester Nebendarsteller. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen.
  • Marco Leonardi als Toto im Teenageralter – die schwierigste der drei Rollen, weil er zwischen Kindheit und Erwachsensein vermitteln muss
  • Jacques Perrin als erwachsener Salvatore. Rahmenhandlung, stilles Spiel.
  • Agnese Nano als Elena, Totos Jugendliebe – im Director’s Cut erhält sie mehr Raum, aber die kurze Fassung ist die klügere Wahl
  • Leopoldo Trieste: Pater Adelfio, der Zensor des Dorfes, mit Glocke und erhobenem Zeigefinger
  • Enzo Cannavale als Spaccafico

Stefan hat mich gefragt, ob der Film überbewertet ist

Mein Sohn Stefan, der diesen Film durchaus schätzt, hat mich einmal gefragt, ob Cinema Paradiso nicht vielleicht zu nostalgisch sei. Ob Tornatore es sich zu leicht mache, indem er ein goldenes Zeitalter beschwöre, das so nie existiert habe. Es ist eine berechtigte Frage. Die Antwort: Natürlich existierte dieses goldene Zeitalter nicht. Das ist der Punkt. Nostalgie handelt nicht von der Vergangenheit, wie sie war, sondern von der Vergangenheit, wie wir sie brauchen. Tornatore weiß das. Er inszeniert die Kindheitssequenzen in einem warmen, fast überbelichteten Licht – Kameramann Blasco Giurato gibt dem Film eine Textur, die an vergilbte Fotografien erinnert. Das ist keine Naivität. Das ist mise en scène.

Tom, der bei einem unserer Filmabende mitgeschaut hat, fand den Film „schön, aber langsam“. Anke dagegen war still. Das ist bei ihr ein Zeichen. Und wer Tarantinos Once Upon a Time in Hollywood als Liebesbrief an eine verlorene Kinoepoche feiert, der schuldet Tornatore eine Verbeugung – er war dreissig Jahre früher da.

Die Zahlen geben dem Film jedenfalls recht: 90 Prozent bei Rotten Tomatoes, 80 auf Metacritic, 8.5 auf IMDb, 4.5 von 5 auf Letterboxd bei über 450.000 Stimmen. Aber keine dieser Zahlen erfasst, was Cinema Paradiso tut. Zahlen messen Qualität. Dieser Film misst etwas anderes – er misst, was das Kino einem bedeutet. Und das ist bei jedem verschieden. Wer jemals in einem dunklen Saal saß und für zwei Stunden vergessen hat, dass es eine Welt da draußen gibt, der kennt das Gefühl, das Tornatore in 124 Minuten einfangt. Stand By Me macht etwas Ähnliches mit der Kindheit. Der Pate mit Sizilien und Familie. Aber keiner von ihnen riecht so nach Zelluloid und Popcorn.


Synchronstudio: cine adaption GmbH, München-Gauting
Jahr: 1989
Dialogregie: Michael Brennicke

Philippe Noiret|Alfredo|Wolfgang Hess
Jacques Perrin|Salvatore (erwachsen)|Hartmut Reck
Marco Leonardi|Salvatore (Teenager)|Michael Roll
Salvatore Cascio|Toto (Kind)|Gabor Gomberg
Agnese Nano|Elena|Katrin Fröhlich
Leopoldo Trieste|Pater Adelfio|Norbert Gastell
Enzo Cannavale|Spaccafico|Mogens von Gadow

Quelle: Synchronkartei.de

Verwandte Kinoerlebnisse

Wer nach Cinema Paradiso noch in dieser Stimmung verweilen möchte:

  • Stand By Me – Rob Reiners Kindheitserzählung. Andere Epoche, ähnliche Sehnsucht.
  • Once Upon a Time in Hollywood – Tarantinos Liebeserklärung an eine vergangene Kinoepoche.
  • Die Verurteilten – Freundschaft unter unmöglichen Umständen. Anderes Genre, verwandtes Gefühl.
  • Goodfellas – Italienische Wurzeln, Scorseses Erzählkunst.
  • Der Pate – Coppola, Sizilien, Familie. Das große Pendant.
⚖️

Bewertung

Watcher-Score · redaktionelle Einzelwertung
Story9,0
Schauspiel9,0
Effekte7,5
Ton10,0

Dafür

  • Noiret und Cascio: zwei Generationen Filmkunst
  • Morricones Musik als eigene Erzählebene
  • Die perfekte Schlussmontage

Dagegen

  • Mittelteil der langen Fassung etwas unentschlossen
  • Sentimentalität nah an der Grenze
Egal was du am Ende tust, liebe es – so wie du als Kind die Filme im Paradiso geliebt hast.— aus der Wertung von Lichtspiel
Ich habe diesen Film zum ersten Mal 1990 im Abaton gesehen und wusste danach, warum ich mein halbes Leben in Kinos verbracht habe. Tornatore hat etwas geschaffen, das über gutes Filmemachen hinausgeht – einen Film, der fragt, was das Kino für uns bedeutet. Noiret als Alfredo gehört zu den großen Darstellungen des europäischen Films. Morricones Musik trägt den Film wie ein zweiter Erzähler. Und die letzten drei Minuten sind das Schönste, was ich auf einer Leinwand gesehen habe. 8.9 – weil der Film besser wird, je öfter man ihn sieht. Hartmut und ich haben ihn fünfmal zusammen geschaut. Jedes Mal war er anders. Jedes Mal war er richtig.

Schnelle Antworten

Antworten Schnelle Antworten zu Cinema Paradiso

Wie lange dauert Cinema Paradiso?

Cinema Paradiso hat eine Laufzeit von rund 155 Minuten (2 Stunden und 35 Minuten).

Lohnt sich Cinema Paradiso?

Unsere Redaktion vergibt Cinema Paradiso einen Watcher-Score von 8,9 von 10. Ich habe diesen Film zum ersten Mal 1990 im Abaton gesehen und wusste danach, warum ich mein halbes Leben in Kinos verbracht habe. Tornatore hat etwas geschaffen, das über gutes Filmemachen hinausgeht – einen Film, der fragt, was das Kino für uns bedeutet. Noiret als Alfredo gehört zu den großen Darstellungen des europäischen Films. Morricones Musik trägt den Film wie ein zweiter Erzähler. Und die letzten drei Minuten sind das Schönste, was ich auf einer Leinwand gesehen habe. 8.9 – weil der Film besser wird, je öfter man ihn sieht. Hartmut und ich haben ihn fünfmal zusammen geschaut. Jedes Ma

Für wen ist Cinema Paradiso geeignet?

Cinema Paradiso ist vor allem etwas für Drama und Liebesfilm-Fans und alle, die herausragende Filme suchen.

Worum geht es in Cinema Paradiso?

Alfredo ist tot. Das Paradiso ist tot – es lebe das Kino. Cinema Paradiso ist die Geschichte des skurrilen Filmvorführers Alfredo zu dem kleinen Jungen Toto.

🎬

Trailer

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Besetzung

Philippe NoiretAlfredo
Jacques PerrinSalvatore 'Totu00f2' Di Vita (adult)
Marco LeonardiSalvatore 'Totu00f2' Di Vita (teen)
Salvatore CascioSalvatore 'Totu00f2' Di Vita (child)
Agnese NanoElena Mendola (teen) / Elena's daughter (in Director's cut)

FAQ zu Cinema Paradiso: Als das Kino noch ein Versprechen war

Welche Version von Cinema Paradiso sollte man sehen?
Die 124-Minuten-Fassung. Das ist die Version, die in Cannes den Grand Prix gewonnen hat, die den Oscar bekam, die den Film berühmt machte. Der Director's Cut mit 173 Minuten erweitert die Geschichte des erwachsenen Salvatore und seiner Wiederbegegnung mit Elena – das hat durchaus seine Momente, aber es bricht die geschlossene Form der kürzeren Fassung. Manchmal ist die Schere das wichtigste Werkzeug.
Basiert Cinema Paradiso auf einer wahren Geschichte?
Nicht im strengen Sinn. Giuseppe Tornatore wuchs in Bagheria auf Sizilien auf, einer Kleinstadt nicht unähnlich dem fiktiven Giancaldo. Er hat als Kind selbst Filme in örtlichen Kinos gesehen und begann mit 16 zu fotografieren. Die Sehnsucht, die der Film zeigt, ist seine eigene. Das merkt man in jeder Einstellung.
Hat Ennio Morricone für den Soundtrack einen Oscar bekommen?
Nein, nicht für diesen Film. Morricone erhielt den BAFTA für die Beste Filmmusik, aber der Oscar ging an anderes. Seinen einzigen kompetitiven Oscar bekam er erst 2016 für The Hateful Eight – nach über 500 Filmmusiken. Das Kino nimmt sich manchmal viel Zeit, um seine Leute zu ehren.
Wie alt war Salvatore Cascio bei den Dreharbeiten?
Acht oder neun Jahre. Tornatore fand ihn bei einem Casting in Palermo. Cascio hatte keinerlei Ausbildung vor der Kamera. Er gewann den BAFTA als Bester Nebendarsteller – einer der jüngsten Gewinner in dieser Kategorie. Manche Talente muss man nicht ausbilden. Man muss sie nur vor die richtige Kamera setzen.
Warum war Cinema Paradiso in Japan so erfolgreich?
Cinema Paradiso lief in Japan monatelang in den Kinos und wurde einer der erfolgreichsten ausländischen Filme der japanischen Kinogeschichte. Die japanische Kultur teilt mit dem Film ein tiefes Verständnis für das, was man „mono no aware“ nennt – das Gefühl der Vergänglichkeit schöner Dinge. In Sizilien wie in Tokio versteht man, dass das Schönste am Kino manchmal ist, dass es vorbeigeht.
Gibt es eine Fortsetzung?
Nein. Und das ist richtig so. Tornatore hat später weitere Filme gedreht – Die Legende vom Ozeanpianisten, Malèna, The Best Offer – und keiner erreicht Cinema Paradiso. Manche Filme stehen allein. Und sie stehen gut so.
📣

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