Countdown zum Heimkinostart
Lily’s Ritual: Ein Hexenkreis aus vier Freundinnen, und Lily ist die Luft ist noch nicht erschienen. Streaming-Anbieter tragen wir ein, sobald der Film nach dem Start verfügbar ist. Termin kann sich verschieben.
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Die Vorschau
von NordNoir„Lily’s Ritual“ erscheint am Donnerstag, 22. Oktober 2026, bei der Busch Media Group auf Blu-ray, DVD und digital. Ins Kino kommt der spanische Horrorfilm in Deutschland nicht. Regisseur Manu Herrera schickt vier junge Frauen zur Herbst-Tagundnachtgleiche in ein Haus im Wald, wo ein Hexenritual ihren Kreis der vier Elemente schließen soll. Die Neue, Lily, soll die Luft sein. Die WatchGuide-Vorschau hält fest, was der deutsche Trailer zeigt und was offen ist. Eine Wertung gibt es noch nicht, weil die Redaktion den Film noch nicht gesehen hat.
Seine Weltpremiere hatte der Film im Oktober 2025 beim Grimmfest in Manchester und gewann dort den Preis für das beste Ensemble. In Spanien läuft er seit dem 11. September 2026 im Kino.
Worum geht es in Lily’s Ritual?
Herbst 1999. Vier Freundinnen fahren hinaus zu einem abgelegenen Haus, um ein Initiationsritual zu vollziehen. Jede steht für ein Element, und mit Lily, blass, still und erst seit Kurzem in der Gruppe, wäre der Kreis vollständig. Was sie nicht weiß: Das Ritual hat ein anderes Ziel, als man ihr gesagt hat. So steht es in der Ankündigung des Grimmfest. Die Busch Media Group formuliert es knapper, aus Freundschaft werde ein düsterer Plan und ein grausames Opferritual beginne. In Spanien wurde der Film als Neudeutung des Lilith-Mythos angekündigt.
Lily spielt Maggie García, die anderen drei sind Patricia Peñalver als Lola, Eve Ryan als Laura und Elena Gallardo als Leo. Mike Fajardo spielt Adam. Das Drehbuch hat Herrera mit Javier Fernández Moratalla geschrieben.
Was der deutsche Trailer zeigt
Er beginnt von oben. Eine Landstraße zwischen abgeernteten Feldern, senkrecht aus der Luft, darauf ein einzelner Geländewagen. Mit genau dieser Einstellung hört er auch auf, nur liegt dann ein roter Lichtstreif quer über dem Bild und darauf der Titel. Dazwischen knapp zwei Minuten, die in zwei Hälften zerfallen.
Die erste Hälfte ist warm. Vier Frauen im Auto, ein Nietenarmband am offenen Fenster, ein Haus mit gelber Fassade hinter Bäumen. Drinnen Schnapsgläser, ein Trinkspruch, ein Kaminfeuer, Kerzen auf dem Rand einer Badewanne. Fast jedes Licht steht sichtbar im Bild. Dann das handgeschriebene Buch auf dem Tisch. „Das hier ist unsere Bibel“, sagt eine von ihnen, darin stünden die Bräuche und Rituale der Wicca-Tradition. Die Elemente werden verteilt: „Dein Element ist die Luft. Ich bin Feuer, Leo die Erde und Laura das Wasser.“
Das ist der letzte Satz. Ab Sekunde 44 fällt im Trailer kein Wort mehr, und die Bilder werden dunkler. Nackte Füße unter einem weißen Kleid auf schwarzer Erde. Ein Mund voller Blut. Ein Gesicht mit Reißzähnen, das in die Kamera grinst. Kurz vor Schluss steht eine Frau unter hellem Himmel und hebt eine Axt über den Kopf.
Die Fratze mit den Zähnen hätte der Trailer für sich behalten dürfen. Wer sie kennt, wartet im Film auf sie und nicht auf das, was vorher kommt. Zwischen die Bilder sind übersetzte Pressestimmen geschnitten: „ein moderner Folk-Horror-Klassiker wie Midsommar und The Witch“ (EscribiendoCine), „teuflisch guter Hexenspaß“ (Scare Value) und „brachialer Oldschool-Gore“ (Horror Fuel). Die Dialoge laufen synchronisiert.
Was die Festivals über Lily’s Ritual sagen
Beim Grimmfest 2025 bekamen García, Gallardo, Peñalver und Ryan gemeinsam den Preis für das beste Ensemble. Dazu kam eine lobende Erwähnung in der Kategorie für den besten Schreckmoment, und beim Publikumspreis landete der Film knapp auf Platz zwei. Auf dem Festival Nightmare in the Ozarks wurde er laut Busch als bester Spielfilm ausgezeichnet.
Das Grimmfest beschreibt ihn als Liebeserklärung an den Horror der Neunziger: zuerst eine Folk-Horror-Variante von „The Craft“, dann eine dämonische, spanisch-gotische Neufassung von Carrie. Gelobt werden das handgemachte Make-up und eine lyrische Note trotz der Härte. Das sind fremde Einschätzungen, keine eigene Sichtung.
Für wen ist Lily’s Ritual gedacht?
Drei Vergleiche, drei Versprechen. Busch nennt Talk to Me und „Veronica – Spiel mit dem Teufel“. Die Trailertafel nennt Midsommar und The Witch. Das Grimmfest nennt „The Craft“ und „Carrie“. „The Witch“ lebt davon, dass lange nichts geschieht. „Talk to Me“ und „Veronica“ davon, dass junge Leute etwas Verbotenes anfassen und es nicht mehr loswerden. Der Trailer und das Wort Oldschool-Gore sprechen eher für die zweite Sorte.
Wer Folk Horror wegen der langen, ruhigen Einstellung schaut, sollte sich auf ein anderes Tempo einstellen, als der Vergleich mit „The Witch“ nahelegt. Wer handgemachte Effekte und Hexenzirkel aus den Neunzigern mag, liegt näher dran. Weitere Filme dieser Spielart sammelt unsere Übersicht Folk Horror.
Fassung, Laufzeit und Freigabe
Die Blu-ray läuft laut Busch 101 Minuten, die DVD 97. Das passt zur PAL-Beschleunigung der DVD. Das Grimmfest hatte 105 Minuten angegeben. Ob die deutsche Fassung kürzer ist oder nur anders gemessen wurde, sagt Busch nicht. Beide Scheiben haben deutschen und spanischen Ton in 5.1 (auf der Blu-ray DTS-HD) und deutsche Untertitel, das Bild ist 2,35:1. Als Extras nennt Busch den deutschen Trailer, eine Trailershow und ein Wendecover. Freigegeben ist der Film ohne Jugendfreigabe, ab 18 Jahren, mit den Hinweisen Gewalt und Verletzung.
Erwartungen vor dem Start
keine WertungBis Sekunde 44 wird geredet. Danach nur noch Bilder, und jedes ist dunkler als das davor.Vorab eingeschätzt von NordNoir
✅ Darauf freuen wir uns
- Warme erste Hälfte, in der fast jedes Licht im Bild steht
- Preis für das beste Ensemble beim Grimmfest 2025
- Spanischer Originalton mit deutschen Untertiteln auf Blu-ray und DVD
❓ Das macht uns nervös
- Der Trailer zeigt die Fratze schon vorab
- Laufzeit unklar: Festival 105, Blu-ray 101 Minuten
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